Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 4

Anuvāka 9 Salbung des Rosses mit den Metren, Anrufung des Windes, Bitte um Rückkehr des Rosses; Anschirrung der Falben.

vasavas tvāñjantu gāyatreṇa cchandasā

Die Vasus sollen dich salben mit dem Gāyatrī-Metrum,

rudrās tvāñjantu traiṣṭubhena cchandasā

die Rudras sollen dich salben mit dem Triṣṭubh-Metrum,

ādityās tvāñjantu jāgatena cchandasā ‖

die Ādityas sollen dich salben mit dem Jagatī-Metrum.

yad vāto apo agamad indrasya tanvaṃ priyām |

Wenn der Wind zu den Wassern ging, zu Indras lieber Gestalt,

etam̐ stotar etena pathā punar aśvam āvartayāsi naḥ ‖

so lass, Sänger, auf diesem Pfad dieses Roß für uns wieder zurückkehren.

lājī3ñ chācī3n yaśo mamā3

„Geröstete Körner! Schöne [?]! Ruhm ist mein!“ [Anm.: gesungene Dehnungen (Pluti), Rufformel ?]

yavyāyai gavyāyā etad devā annam atta

Ihr Götter, esst diese Speise für die Gerstenreiche, die Rinderreiche [?].

etad annam addhi prajāpate ‖

Iss diese Speise, Prajāpati!

yuñjanti bradhnam aruṣaṃ carantaṃ pari tasthuṣaḥ |

Sie schirren den Rötlichen, den Falben an, der umherwandert um das Stehende [?];

rocante rocanā divi ‖

die Lichter leuchten am Himmel.

yuñjanty asya kāmyā harī vipakṣasā rathe |

Seine begehrten zwei Falben schirren sie am Wagen an, die Flügelgleichen,

śoṇā dhṛṣṇū nṛvāhasā ‖

die roten, kühnen, männertragenden.

ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |

Ein Zeichen schaffend dem Zeichenlosen, Gestalt, ihr Männer, dem Gestaltlosen,

sam uṣadbhir ajāyathāḥ ‖

wurdest du mit den Morgenröten zusammen geboren.