ambe ambāly ambike na mā nayati kaścana |
Mütterchen, Ambālī, Ambikā! Keiner führt mich (dorthin);
Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 4
ambe ambāly ambike na mā nayati kaścana |
Mütterchen, Ambālī, Ambikā! Keiner führt mich (dorthin);
sasasty aśvakas subhage kāmpīlavāsini ‖
das Rösslein schläft [oder: liegt still ?], Glückliche, du Bewohnerin von Kāmpīla [?].
svarge loke saṃprorṇuvāthām
Im Himmelsraum sollt ihr beide euch zusammen bedecken.
āham ajāmi garbhadham
Ich treibe (es) heran, den Keimspender;
ā tvam ajāmi garbhadham
du treibst (es) heran, den Keimspender.
tau saha caturaḥ padas saṃ pra sārayāvahai
Wir beide wollen zusammen die vier Füße ausstrecken [?];
vṛṣā vāṃ retodhā reto dadhātu
der Stier, der Samenspender, soll euch beiden Samen einlegen.
ut sakthyor gṛdaṃ dhehy añjim udañjim anv aja ‖
Bring den Schoß-Gierigen [?] zwischen die Schenkel hinauf; treib Salbe und Aufsalbung heran [Anm.: Zeile dunkel, anzüglich; Deutung unsicher ?].
yas strīṇāṃ jīvabhojano ya āsāṃ biladhāvanaḥ |
Der der Frauen Lebensnahrung ist, der ihre Höhlung durchläuft [?],
priyas strīṇām apīcyo ya āsāṃ kṛṣṇe lakṣmaṇi
der den Frauen lieb, verborgen [?] ist, der an ihrem dunklen Merkmal,
sardigṛdiṃ parāvadhīt ‖
den Sardigṛdi [Anm.: unklarer Name, etwa 'Schleim-Gierigen' ?] hat weggeschlagen.
ambe ambāly ambike na mā nayati kaścana |
Mütterchen, Ambālī, Ambikā! Keiner führt mich (dorthin);
sasasty aśvakaḥ ‖
das Rösslein schläft.
ūrdhvām enām ucchrayatād veṇubhāraṃ girā iva |
Richtet diese aufrecht auf wie eine Bambuslast auf Bergen [?].
adhāsyā madhyam edhatām̐ śīte vāte punann iva ‖
Dann soll ihre Mitte gedeihen, wie wenn man im kühlen Wind worfelt.
amba ity uktam ‖
„Mutter“ – so ist gesagt (worden).
yad dhariṇī yavam atti na puṣṭaṃ paśu manyate |
Wenn die Hirschkuh die Gerste frisst, hält das Tier sich nicht für genährt;
śūdrā yad aryajārā na poṣāya dhanāyati ‖
wenn eine Śūdrā die Geliebte eines Ārya ist, trachtet sie nicht nach Gedeihen [?].
amba ity uktam ‖
„Mutter“ – so ist gesagt.
iyaṃ yakā śakuntikāhalam iti vañcati |
Diese Yakā [?] Vögelchen täuscht mit „āhalam“ [Anm.: lautmalend ?];
āhataṃ gabhe paso nijalgalīti dhānikā ‖
„Geschlagen ist, im Schoß, das Glied [pasas]“ – das Körnchen-Mädchen schluckt (es) hinab [?].
amba ity uktam ‖
„Mutter“ – so ist gesagt.
mātā ca te pitā ca te 'graṃ vṛkṣasya rohataḥ |
Deine Mutter und dein Vater steigen zur Spitze des Baumes;
prasulāmīti te pitā gabhe muṣṭim atam̐sayat ‖
„Ich schüttle (es) aus [?]“ – so spricht dein Vater, im Schoß hat er die Faust bewegt [?].
dadhikrāvṇo akāriṣam
„Dem Dadhikrāvan habe ich gehuldigt“ [Anm.: Anfangsworte des Verses, nur zitiert],
āpo hi ṣṭheti tisraḥ ‖
„Ihr Wasser seid ja …“ – die drei (Verse).