kas svid ekākī carati ka u svij jāyate punaḥ |
Wer wandert wohl allein, wer wird wohl wieder geboren?
Kāṭhaka-Saṃhitā · Aśvamedha-Abschnitt 4
kas svid ekākī carati ka u svij jāyate punaḥ |
Wer wandert wohl allein, wer wird wohl wieder geboren?
kim̐ svid dhimasya bheṣajaṃ kim̐ svid āvapanaṃ mahat ‖
Was ist wohl das Heilmittel gegen die Kälte, was das große Saatfeld [āvapana = Ort zum Ausstreuen]?
sūrya ekākī carati candramā jāyate punaḥ |
Die Sonne wandert allein, der Mond wird wieder geboren;
agnir himasya bheṣajaṃ bhūmir āvapanaṃ mahat ‖
Agni ist das Heilmittel gegen die Kälte, die Erde das große Saatfeld.
kā svid āsīt pūrvacittiḥ kim̐ svid āsīd bṛhad vayaḥ |
Was war wohl der Vorbedacht (pūrvacitti), was war der große Vogel [vayas: Vogel/Lebenskraft ?]?
kā svid āsīt pilippilā kā svid āsīt piśaṅgilā ‖
Was war die Pilippilā, was war die Piśaṅgilā? [Anm.: beide Wörter unklar, vermutlich Bezeichnungen für Glänzendes/Bräunlich-Gelbes ?]
dyaur āsīt pūrvacittir aśva āsīd bṛhad vayaḥ |
Der Himmel war der Vorbedacht, das Roß war der große Vogel,
avir āsīt pilippilā rātrir āsīt piśaṅgilā ‖
das Schaf war die Pilippilā, die Nacht war die Piśaṅgilā.
pṛcchāmi tvā param antaṃ pṛthivyāḥ pṛcchāmi tvā bhuvanasya nābhim |
Ich frage dich nach dem äußersten Ende der Erde, ich frage dich nach dem Nabel der Welt,
pṛcchāmi tvā vṛṣṇo aśvasya retaḥ pṛcchāmi vācaḥ paramaṃ vyoma ‖
ich frage dich nach dem Samen des Roß-Stiers, ich frage nach dem höchsten Himmelsraum der Rede.
vedim āhuḥ param antaṃ pṛthivyā yajñam āhur bhuvanasya nābhim |
Die Vedi nennt man das äußerste Ende der Erde, das Opfer nennt man den Nabel der Welt,
somam āhur vṛṣṇo aśvasya reto brahmaiva vācaḥ paramaṃ vyoma ‖
den Soma nennt man den Samen des Roß-Stiers, das Brahman (heilige Wort) allein ist der höchste Himmelsraum der Rede.