Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 14

Anuvāka 3 Upayāma-Schöpfbecher (graha) für Indra und Prajāpati: Schöpf- und Ansprachformeln mit Versen.

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze (upayāma) bist du gefasst [Anm.: upayāmagṛhīta – der Schöpfbecher, der mit dem Halter/Untersatz ergriffen wird].

druṣadaṃ tvā nṛṣadam āyussadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmi

Dich, im Holz Sitzenden, unter Menschen Sitzenden, im Leben Sitzenden, für Indra genehm, fasse ich.

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze bist du gefasst.

apsuṣadaṃ tvā ghṛtasadaṃ bhūtasadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmi

Dich, in den Wassern Sitzenden, im Schmalz Sitzenden, unter den Wesen Sitzenden, für Indra genehm, fasse ich.

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze bist du gefasst.

pṛthiviṣadaṃ tvāntarikṣasadaṃ nākasadam indrāya juṣṭaṃ gṛhṇāmi

Dich, auf der Erde Sitzenden, im Luftraum Sitzenden, im Himmelsrücken Sitzenden, für Indra genehm, fasse ich.

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze bist du gefasst.

graha viśvajanīna nyantar vipra ā satī ‖

Schöpfbecher (graha), allen Menschen zugehörig, hier hinein [?] – o Weiser, indem du bist [?].

yās tisraḥ paramajā daivyaḥ kośas samubjitaḥ |

Die drei höchstgeborenen, göttlichen Schalen [?], die gefüllt [?] sind –

tāsāṃ viśiśnyānām iṣam ūrjam̐ samagrabham ‖

von diesen, den Ausgesonderten [?], habe ich Labung und Kraft zusammengefasst.

upayāmagṛhīto 'si ‖

Mit einer Stütze bist du gefasst.

apāṃ rasam udayam̐sam̐ sūrye śukram̐ samābhṛtam |

Den Saft der Wasser habe ich emporgehoben, den hellen, in Sūrya zusammengetragenen;

apāṃ rasasya yo rasas taṃ vo gṛhṇāmy uttamam ‖

welches der Saft des Wassersaftes ist, den fasse ich für euch, den höchsten.

ayā viṣṭhā janayan karvarāṇi sa hi ghṛṇir urur varāya gātuḥ |

Hiermit, an vielen Stellen [?] Werke erzeugend – er ist ja der Glutstrahl, der Weite, der Weg für das Erwünschte;

sa pratyudaid dharuṇaṃ madhvo agram̐ svā yat tanū tanvam airayata ‖

er ist emporgestiegen zum Träger, zur Spitze des Honigtranks, als er mit dem eigenen Leib den Leib in Bewegung setzte [?].

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze bist du gefasst.

kuvid aṅga yavamanto yavaṃ cid yathā dānty anupūrvaṃ viyūya |

Ob wohl, ihr Gerstenreichen, wie man Gerste schneidet, der Reihe nach sie sondernd –

ihehaiṣāṃ kṛṇuta bhojanāni ye barhiṣo namovṛktiṃ na jagmuḥ ‖

macht hier und da ihnen Mahlzeiten, die nicht zur Verehrungsgabe des Barhis gekommen sind [?].

upayāmagṛhīto 'si

Mit einer Stütze bist du gefasst.