Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 14

Anuvāka 7 Regeln zum Wagenrennen des Vājapeya: Paukenschlag, Brahman-Priester, Sāman, Vājin-Verse, Verteilung von Opferlohn und Schirren der Rosse.

saptadaśas sarvo bhavati

Der Siebzehnfache wird das Ganze.

saptadaśaḥ prajāpatiḥ

Siebzehnfach ist Prajāpati.

prajāpatim evāpnoti

Prajāpati erlangt er damit.

dundubhīn nirhrādayanti

Man lässt die Pauken dröhnen.

vāg vā eṣaikāraṇyaṃ prāviśat

Diese Rede nämlich ging in den Wald ein.

devasya savituḥ prasave satyasavasyeti

„Auf des Gottes Savitṛ Antrieb, des wahrhaft Antreibenden“ –

savitṛprasūta eva vajraṃ rohati

von Savitṛ angetrieben besteigt er eben den Donnerkeil [vajra; hier wohl der Wagen?].

devasya vayam̐ savituḥ prasave satyasavanasyeti

„Wir auf des Gottes Savitṛ Antrieb, der wahren Somapressung“ –

savitṛprasūta eva ratham abhyātiṣṭhati

von Savitṛ angetrieben besteigt er eben den Wagen.

vājasyojjityai

Zum Sieg im Wettlauf um den Siegespreis.

prajāpatir vai brahmā yajñasya

Prajāpati nämlich ist der Brahman-Priester des Opfers.

prajāpatir indram asuvata

Prajāpati brachte Indra hervor [Anm.: asuvata mit Mediumsendung, „trieb an, setzte in Gang“ ?].

prajāpatir evainaṃ vajrād adhi prasuvati

Prajāpati selbst treibt ihn vom Donnerkeil her an.

satyenaivainam ujjāpayati

Durch die Wahrheit lässt er ihn eben siegen.

vājinām ṛco 'nvāha

Er rezitiert die Verse der Vājins nach.

vājasyojjityai

Zum Sieg im Wettlauf um den Siegespreis.

anudiṣṭai rathair dhāvanti

Mit den (ihnen) zugewiesenen Wagen laufen sie das Rennen.

dakṣiṇayā vai devās svargaṃ lokam āyan

Durch den Opferlohn (dakṣiṇā) gelangten die Götter in die Himmelswelt.

yad anudiṣṭai rathair dhāvanti

Dass sie mit den zugewiesenen Wagen laufen,

dakṣiṇayaiva svargaṃ lokam eti ‖

(bedeutet:) durch den Opferlohn eben geht er in die Himmelswelt.

darbhamayaṃ vāso bhavati

Das Gewand ist aus Darbha-Gras.

ujjitīr vācayati

Er lässt die Siegesformeln (ujjiti) aufsagen.

vāg vā ujjitayas

Die Rede nämlich sind die Siegesformeln.

devā vā oṣadhīṣu pakvāsv ājim ayus

Die Götter liefen nämlich, als die Pflanzen reif waren, ein Wettrennen.

sa nīvārān niravṛṇīta

Er wählte sich die Nīvāra-Wildreiskörner aus.

tan nīvārāṇāṃ nīvāratvam

Darin liegt das Nīvāra-Sein der Nīvāra-Körner.

bṛhaspatir vā etam udajayat

Bṛhaspati hat diesen (Sieg) gewonnen.

cātvāle 'vadadhāti

Er legt (die Körner) in die Opfergrube (cātvāla).

iha vā asā āditya āsīt

Hier nämlich war jene Sonne.

taṃ devā ābhyāṃ parigṛhyāmuṃ lokam agamayan

Die Götter fassten sie mit beiden [?] und brachten sie in jene Welt.

svargasya lokasya samaṣṭyai

Zur Erlangung der Himmelswelt.

ā mā vājasya prasavo jagamyād iti punarāgateṣu juhoti

„Zu mir möge der Antrieb des Siegespreises kommen“ – (mit diesem Spruch) opfert er, wenn sie zurückgekehrt sind.

yam eva te vājam ujjayanti tam ātman dhatte

Den Siegespreis, den jene erringen, den setzt er in sich selbst.

eṣā vas sā satyā saṃvāg abhūd yām indreṇa samadaddhvam ‖

„Dies ist euch jene wahre Übereinkunft geworden, die ihr mit Indra geschlossen habt.“

ajījapata vanaspataya indraṃ vājaṃ vimucyadhvam iti

„Ihr Bäume habt Indra siegen lassen; (nun) spannt die Rosse des Wettlaufs aus“ –

yajuṣaiva yujyante yajuṣā vimucyante

durch den Opferspruch werden sie angeschirrt, durch den Opferspruch ausgespannt.

vājinau vājajitā iti yugyā avaghrāpayati

Mit „ihr beiden Vājin, Sieger im Wettlauf“ lässt er die Zugtiere (den Duft) einatmen.

vājino vājajita ity anudiśati

Mit „ihr Vājins, Sieger im Wettlauf“ weist er (sie) zu.

sarvān evainān prīṇāti ‖

Alle stellt er eben zufrieden.