ardhavaśāṃ ca suropayāmām̐ś ca haranti ya ājiṃ dhāvanti tebhyas
Eine halbe Kuh [?] und Suropayāma-Gaben [?] bringen sie denen, die im Wettlauf laufen [Anm.: ardhavaśā und suropayāma unsicher].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 14
ardhavaśāṃ ca suropayāmām̐ś ca haranti ya ājiṃ dhāvanti tebhyas
Eine halbe Kuh [?] und Suropayāma-Gaben [?] bringen sie denen, die im Wettlauf laufen [Anm.: ardhavaśā und suropayāma unsicher].
yam eva te vājam ujjayanti taṃ tena parikrīṇāti
Den Siegespreis, den jene erringen, den kauft er damit für sich ab.
madhuṣṭhālaṃ brahmaṇe haranti
Einen Honigtopf bringen sie dem Brahman-Priester.
brahmaṇa eva tena parikrīṇāti
Damit kauft er sich eben beim Brahman-Priester frei.
kakubho rājaputraḥ prāśnāti
Von den Kakubh-Versen [?] lässt der Königssohn essen [?] [Anm.: kakubhaḥ unklar, evtl. Buckelrind/Höhe].
vīryaṃ vai kakub vīryaṃ rājaputras
Manneskraft nämlich ist der Kakubh, Manneskraft der Königssohn.
vīrya eva vīryaṃ dadhāti
In die Manneskraft legt er eben Manneskraft.
patnī3 svo rohāveti
„Gattin! Wir wollen den Himmel besteigen!“ –
svar eva rokṣyan patnyā saṃvadate
als einer, der zum Himmel aufsteigen wird, spricht er sich mit der Gattin ab.
patnyā evaiṣa yajñasyānvārambhas
Durch die Gattin nämlich ist dies die Anfassung des Opfers.
atho mithunam eva yajñamukhe dadhāti
Auch legt er ein Paar an den Anfang des Opfers.
prajanāya
Zur Fortpflanzung.
āyur yajñena kalpatām iti
„Das Leben gelange durch das Opfer zum Gelingen“ –
etāvān vai puruṣas
so weit reicht der Mensch nämlich:
sarva eva bhūtvā svargaṃ lokam eti
ganz geworden, geht er in die Himmelswelt.
gaudhūmaṃ caṣālaṃ bhavati
Der Opferpfosten-Ring [caṣāla] ist aus Weizen.
prājāpatyā vai godhūmā ardhaṃ praty oṣadhīnām
Dem Prajāpati gehörig nämlich ist der Weizen, gleichsam die Hälfte der Pflanzen [?].
sahaivānnādyena svargaṃ lokam eti
Zusammen mit der Speisekraft geht er in die Himmelswelt.
vājāya svāhā prasavāya svāheti
„Dem Siegespreis Svāhā! Dem Antrieb Svāhā!“ –
trayodaśaitā āhutayas
dreizehn sind diese Opfergüsse.
trayodaśa māsās saṃvatsaras
Dreizehn Monate hat das Jahr.
saṃvatsaras svargo lokas
Das Jahr ist die Himmelswelt.
saṃvatsaram evāsmai svarge loka upādhāt
Das Jahr hat er ihm eben in der Himmelswelt als Grundlage untergelegt.
tasminn adhi pratitiṣṭhati
Darauf fasst er festen Stand.
ūṣapuṭair arpayanti
Mit Salzerde-Beuteln [ūṣapuṭa] lassen sie (ihn) anrühren [?].
prājāpatyā vā ūṣās
Dem Prajāpati gehörig nämlich ist die Salzerde.
annādyenaivainam arpayanti
Mit Speisekraft lassen sie ihn eben ausstatten [?].
eti vā eṣo 'smāl lokād yo 'muṃ lokaṃ gacchati
Er geht nämlich aus dieser Welt fort, wer in jene Welt gelangt.
yad ūṣapuṭair arpayanti
Dass sie ihn mit Salzerde-Beuteln ausstatten,
tenāsmāl lokān naiti
dadurch geht er nicht aus dieser Welt fort.
bastājinaṃ ca rukmaṃ cābhyavarohati
Auf das Ziegenfell und den Goldschmuck (rukma) steigt er hinab.
paśavo vai bastājinam
Vieh nämlich ist das Ziegenfell.
yad bastājinam abhyavarohati
Dass er auf das Ziegenfell hinabsteigt,
paśuṣv eva pratitiṣṭhati
dadurch fasst er im Vieh festen Stand.
tejo hiraṇyam
Glanz ist das Gold.
yad rukmam abhyavarohati
Dass er auf den Rukma hinabsteigt,
tejasy eva pratitiṣṭhati
dadurch fasst er im Glanz festen Stand.
śatamāno bhavati
Er ist hundertfach an Gewicht [śatamāna].
śatāyur vai puruṣaś śatavīryas
Hundertjährig nämlich ist der Mensch, hundertfach an Manneskraft.
āyur eva vīryam avarunddhe
Lebensdauer und Manneskraft sichert er sich eben.
vājaprasavyābhir annasyānnasya juhoti
Mit den Vājaprasavya-Sprüchen opfert er von jeder Speise.
annādyasyāvaruddhyai
Zur Gewinnung der Speisekraft.
saptabhis
Mit sieben (Sprüchen);
sapta vai chandām̐si
sieben nämlich sind die Metren.
cchandobhir evānnādyam avarunddhe
Mit den Metren sichert er sich eben die Speisekraft.
vāg vai chandām̐si
Die Rede nämlich sind die Metren.
vācaivānnādyam avarunddhe
Durch die Rede sichert er sich eben die Speisekraft.
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām̐ sarasvatyā vācā yantur yantreṇemam amum āmuṣyāyaṇam amuṣyāḥ putraṃ bṛhaspates sāmrājyeṇbhiṣiñcāmīti yadi brāhmaṇo yajeta
„Auf des Gottes Savitṛ Antrieb, mit den Armen der beiden Aśvin, mit den Händen Pūṣans, mit der Rede der Sarasvatī, mit dem Zügel des Lenkers besprenge ich diesen (N.N.), den Nachkommen des N.N., den Sohn der N.N., mit der Oberherrschaft Bṛhaspatis“ – wenn ein Brāhmaṇa opfert [Anm.: abhiṣiñcāmi im Text als „ebhiṣiñcāmi“ verschrieben; Namen als Platzhalter].
bṛhaspatisavo hy eṣas
Denn dies ist die Bṛhaspati-Somapressung.
indrasyeti yadi rājanyas
„Indras“ – wenn ein Rājanya (Kṣatriya) (opfert).
indrasavo hy eṣaḥ ‖
Denn dies ist die Indra-Somapressung.