devāś ca vā asurāś ca yajñe saṃyattā āsan
Die Götter und die Asuras standen fürwahr im Kampf um das Opfer.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 25
devāś ca vā asurāś ca yajñe saṃyattā āsan
Die Götter und die Asuras standen fürwahr im Kampf um das Opfer.
sa yajño 'bibhed yatare 'bhijeṣyanti te mā vimathiṣyanta iti
Das Opfer fürchtete sich: „Welche von beiden siegen werden, die werden mich zerreiben.“
sa nyalayata
Es verbarg sich.
taṃ devā abhijityānvaicchan
Die Götter suchten es, nachdem sie gesiegt hatten.
te prabāhug icchanta āyan
Sie kamen und wünschten Prabāhuk [?] [Anm.: wohl ein Name oder „mit vorgestrecktem Arm“].
tam indra uparyupary atyakrāmat
Indra schritt immer oben darüber hinweg.
so 'bravīt ko māyam uparyupary atyakramīd iti
Es sprach: „Wer ist es, der hier immer oben über mich hinweggeschritten ist?“
aham eṣa kṛcchre hanteti
(Indra sprach:) „Ich bin der, der in der Not erschlägt.“
atha kas tvam iti
„Nun, wer bist du?“
aham eṣa kṛcchrād āharteti
„Ich bin der, der aus der Not herausholt.“
emūṣo nāmāyaṃ varāha ity abravīd ekavim̐śatyāḥ purām aśmamayīnāṃ pāre yat kiṃcāsurāṇāṃ vāmaṃ vasu tena tiṣṭhati taṃ jahi ya eṣa kṛcchre hantāvocathā iti
Er sprach: „Dieser Eber namens Emūṣa hält jenseits der einundzwanzig steinernen Burgen alles, was den Asuras an lieblichem Gut gehört, fest; erschlage ihn, du, der du sagtest: ‚Ich bin der, der in der Not erschlägt.‘“
tam indro dālbhūṣyābhivisṛjya parābhinat
Indra schoss auf ihn los und durchbohrte ihn, indem er ihn mit dem Dālbhūṣya(-Pfeil) [?] erlegte.
so 'bravīd eṣa hatas tam āhara ya eṣa kṛcchrād āhartāvocathā iti
Er sprach: „Dieser ist erschlagen; hole ihn (das Gut) herbei, du, der du sagtest: ‚Ich bin der, der aus der Not herausholt.‘“
taṃ viṣṇur apāsaṅga āharat
Viṣṇu holte ihn (den Eber samt Gut) vom Pfeilköcher [?] her.
yajño vai viṣṇus
Das Opfer ist fürwahr Viṣṇu.
yajñenaivaiṣāṃ tad yajñam avṛñjata paśubhiḥ paśūn indriyeṇendriyam
Durch das Opfer eben entrissen sie ihnen damals das Opfer, mit den Tieren die Tiere, mit der Kraft der Sinne [indriya] die Kraft.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Da wurden die Götter (siegreich), die Asuras wurden besiegt.
yajño vai viṣṇus
Das Opfer ist fürwahr Viṣṇu.
yajñenaivaitad yajñaṃ bhrātṛvyasya vṛṅkte paśubhiḥ paśūn indriyeṇendriyam
Durch das Opfer eben entreißt man so dem Nebenbuhler das Opfer, mit den Tieren die Tiere, mit der Indriya-Kraft die Indriya-Kraft.
bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati
Er selbst gedeiht, sein Nebenbuhler wird besiegt.
devayajanam icchanti
Sie suchen einen Opferplatz der Götter [devayajana].
yajñam evecchanti
Das Opfer eben suchen sie.
yad vindanti
Wenn sie (einen) finden,
yajñam eva vindanti
finden sie eben das Opfer.
yad udīcīnaṃ prācīnaṃ pravaṇam̐ syāt tasmin yajeta yajñakāmas
Wenn (ein Platz) nach Norden und Osten abschüssig ist, dort soll opfern, wer das Opfer begehrt.
evam eva hi sa yajño 'śayat
Denn ebenso lag jenes Opfer da.
yajñasyānuvittyai
Um das Opfer nachträglich zu finden.
yat samaṃ pratiṣṭhitaṃ tasmin yajeta gataśrīḥ
Auf einem ebenen, festen (Platz) soll opfern, wer sein Glück verloren hat.
pratiṣṭhā vā etasmā eṣṭavyā yo gataśrīr
Festen Halt ist für den zu suchen, der sein Glück verloren hat.
etad bhūmyāḥ pratiṣṭhitaṃ yat samam
Das ist der feste (Stand) der Erde, was eben ist.
pratiṣṭhām evāsmai vindati gacchati pratiṣṭhām
Festen Halt findet er für sich; er gelangt zu festem Halt.
tryunnate yajeta bhrātṛvyavān
Auf einem dreifach erhöhten (Platz) soll opfern, wer einen Nebenbuhler hat.
tryunnatena vai viṣṇur imāṃl lokān udajayat
Mit dem dreifach Erhöhten eroberte Viṣṇu diese Welten (aufsteigend).
sa ebhyo lokebhyo 'surān prāṇudata
Er stieß die Asuras aus diesen Welten hinaus.
imān eva lokān ujjayati
Diese Welten gewinnt er eben (aufsteigend).
ebhyo lokebhyo bhrātṛvyaṃ praṇudate ‖
Aus diesen Welten stößt er den Nebenbuhler hinaus.
yasyaikadhā madhya unnatam̐ syāt tasmin yajeta svargakāmas
Wessen (Platz) einfach in der Mitte erhöht ist, auf dem soll opfern, wer den Himmel begehrt.
ato vai devās svargaṃ lokam āyan
Von dort fürwahr gingen die Götter zur Himmelswelt.
svargasya lokasya samaṣṭyai
Um die Himmelswelt zu erlangen.
yatrauṣadhayo bahvīr anyā anyā iva syus tasmin yajeta paśukāmas
Wo viele Pflanzen sind, gleichsam die einen anders als die anderen, dort soll opfern, wer Vieh begehrt.
oṣadhayo vai paśavas
Die Pflanzen sind fürwahr das Vieh.
bhūmānam eva paśūnām upaiti
Fülle an Vieh erlangt er eben.
yatrauṣadhayaḥ kṛcchraśaḥ paryāyaśaḥ parīyus tasmin yajeta paśukāmas
Wo Pflanzen mühsam, der Reihe nach (nur spärlich) ringsum wachsen [?], dort soll opfern, wer Vieh begehrt.
ato vai devāḥ paśūn udasṛjanta
Von dort fürwahr ließen die Götter das Vieh hervorgehen.
paśūn evotsṛjate
Vieh lässt er eben hervorgehen.
yad ṛkṣam alomakaṃ tasmin yājayed yaṃ dviṣyāt
Auf einem (Platz), der kahl und ohne Haar(wuchs) [?] ist, soll man den opfern lassen, den man hasst.
vyṛddhaṃ vā etad oṣadhibhir yad ṛkṣam alomakam
Das ist fürwahr von den Pflanzen verlassen, was kahl und haarlos ist.
oṣadhayaḥ paśavaḥ
Die Pflanzen sind das Vieh.
paśubhir evainaṃ vyardhayati ‖
Vom Vieh eben bringt man ihn zum Verlust.
yat samayā devayajanaṃ panthā vidhāvet tasmin yājayed yaṃ kāmayeta vy enaṃ prajayā paśubhiś chindyām iti
Wenn ein Weg quer am Opferplatz vorbeiläuft, soll man den dort opfern lassen, von dem man wünscht: „Ich möchte ihn von Nachkommenschaft und Vieh abschneiden.“
etad vai vicchinnaṃ nāma devayajanam
Dies ist fürwahr der Opferplatz namens „Abgeschnittener“ [vicchinna].
vy enaṃ prajayā paśubhiś chinatti
Er schneidet ihn von Nachkommenschaft und Vieh ab.
yad antarāpaś ca devayajanaṃ ca panthā vidhāvet tasmin yājayed yaṃ kāmayeta nainam aparo yajña upanamed iti
Wenn ein Weg zwischen Wasser und Opferplatz hindurchläuft, soll man den dort opfern lassen, von dem man wünscht: „Kein anderes Opfer soll ihm nahen.“
etad vai parivartma nāma devayajanam
Dies ist fürwahr der Opferplatz namens „Umgangsweg“ [parivartman].
pary eṇam aparo yajño vṛṇakti
Ein anderes Opfer geht um ihn herum (und meidet ihn).
yatrāpas sarvatas samavad raveyus tasmin yajetānnakāmas
Wo Wasser von allen Seiten zusammenströmend rauschen [?], dort soll opfern, wer Speise begehrt.
digbhyo vā etasmā annam̐ haranti yasmai haranty āpo 'nnam
Aus den Himmelsrichtungen bringt man dem fürwahr Speise, dem die Wasser Speise bringen.
sarvābhya eva digbhyo 'nnādyam avarunddhe
Aus allen Himmelsrichtungen gewinnt er Speise (zum Verzehr).
tad etat samāpaṃ nāma devayajanam
Das ist der Opferplatz namens „Samāpa“ (mit Wasser ringsum) [?].
nīpatamam ivartasamānānāṃ bhavati ‖
Er ist gleichsam der niedrigste [?] unter den (Plätzen), die im Wechsel der Jahreszeiten gleich sind [?].