vediṃ vimimīte
Er vermisst die Vedi (den Opferaltar).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 25
vediṃ vimimīte
Er vermisst die Vedi (den Opferaltar).
trim̐śatā paścāt prakramair mimīte ṣaṭtrim̐śatā prācīṃ caturvim̐śatyā purastāt
Mit dreißig Schritten misst er (die Breite) hinten, mit sechsunddreißig die Ostlinie [Länge], mit vierundzwanzig (die Breite) vorn.
virājaivaināṃ paścāt parimimīte bṛhatyā prācīṃ gāyatryā purastāt
Mit dem Virāj(-Metrum) eben misst er sie hinten ringsum, mit der Bṛhatī die Ostlinie, mit der Gāyatrī vorn.
chandobhir evainām̐ sarvataḥ parimimīte
Mit den Metren eben misst er sie ringsum von allen Seiten.
virājy eva pratitiṣṭhati yad virājam abhisaṃpādayati
Im Virāj eben steht er fest, wenn er das Virāj (in der Vermessung) vollendet.
sphyena stambayajur harati
Mit dem Holzschwert (sphya) trägt er die Grasbüschel-Formel (stambayajus) [Anm.: der Stambayajus ist der Spruch beim Abstechen von Grasbüscheln] [?] weg.
indro vai vṛtrāya vajraṃ prāharat
Indra schleuderte fürwahr den Vajra auf Vṛtra.
sa tredhābhavat
Er (der Vajra) wurde dreifach.
sphyas tṛtīyaṃ yūpas tṛtīyaṃ rathas tṛtīyam
Das Holzschwert ist ein Drittel, der Opferpfosten ein Drittel, der Wagen ein Drittel.
vajro vai sphyas
Ein Vajra ist fürwahr das Holzschwert.
etāvatī pṛthivī yāvatī vedis
So groß die Vedi, so groß ist die Erde.
vajreṇaiva pṛthivyā bhrātṛvyaṃ nirbhajati
Mit dem Vajra eben schließt er den Nebenbuhler von der Erde aus.
trir harati
Dreimal trägt er (den Rasen) weg.
traya ime lokās
Drei sind diese Welten.
ebhya evainaṃ lokebhyo nirbhajati ‖
Von diesen Welten eben schließt er ihn aus.
tūṣṇīṃ caturtham̐ harati
Schweigend trägt er das vierte Mal weg.
aparimitād evainaṃ nirbhajati
Vom Unbegrenzten eben schließt er ihn aus.
indro vai vṛtram̐ hatvā tam anayābhinyadadhāt
Als Indra Vṛtra erschlagen hatte, legte er ihn mit diesem (Rasen) nieder [?].
yaṃ tūṣṇīṃ caturtham̐ haraty anayaiva bhrātṛvyam abhinidadhāti
Weil er das vierte Mal schweigend wegträgt, legt er mit diesem eben den Nebenbuhler nieder.
mūlaṃ chinatti
Er schneidet die Wurzel ab.
bhrātṛvyasyaiva mūlaṃ chinatti
Die Wurzel des Nebenbuhlers eben schneidet er ab.
uddhanti
Er gräbt (den Boden) auf.
tasmāc chiśira oṣadhayaḥ parābhavanti
Daher gehen im Winter [śiśira] die Pflanzen zugrunde.
barhis stṛṇāti
Er streut das Barhis (Opfergras).
tasmād vasantā punar ābhavanti
Daher entstehen sie im Frühling [?] wieder.
apārarum adevayajanaṃ pṛthivyā devayajanāj jahīti
„Den Ararus, der kein Opferplatz ist, entferne von der Erde, dem Opferplatz.“ [Anm.: ararus = unheilvoller Dämon bzw. Unheil, Deutung unsicher]
bhrātṛvyo vā ararus
Der Nebenbuhler ist fürwahr der Ararus.
bhrātṛvyam eva pṛthivyā apahanti
Den Nebenbuhler eben schlägt er von der Erde weg.
drapsas te dyāṃ mā skān iti
„Dein Tropfen [drapsa] soll nicht zum Himmel hin verspritzen!“
yo vā asyā rasas sa drapsas
Der Saft dieser (Erde) ist fürwahr der Tropfen.
tam imāḥ prajā upajīvanti
Von ihm leben diese Geschöpfe.
tam evāsyāṃ yacchati
Eben diesen gibt er auf ihr (der Erde) (fest) [?].
tasyāskandāya
Damit er nicht verspritze.
ararur dyāṃ mā paptad iti
„Der Ararus soll nicht zum Himmel fliegen!“
bhrātṛvyo vā ararus
Der Nebenbuhler ist fürwahr der Ararus.
bhrātṛvyam eva svargāl lokāt pratinudate ‖
Den Nebenbuhler eben stößt er von der Himmelswelt zurück.
viṣād vai nāmāsura āsīt
Ein Asura namens Viṣād war fürwahr (einst da) [?].
sa pṛthivīṃ viṣeṇālimpat
Er bestrich die Erde mit Gift.
tasyā na kaścanāśnāt
Von ihr aß niemand.
ya āśnāt so 'rupyat
Wer aß, der erkrankte [?] [oder: wurde zerrissen].
yad uddhanti
Dass er (den Boden) aufgräbt,
yad evāsyā amedhyam ayajñiyaṃ tad apahanti
damit schlägt er eben das an ihr fort, was unrein und für das Opfer untauglich ist.
api mūlam anukhanet
Auch die Wurzel soll er nachgraben.
āviddhasya niṣkṛtyai
Zur Sühne des Durchbohrten (Verletzten) [?].
adho dūraṃ khanet
Weit nach unten soll er graben.
adho vā asyā vīryam
Unten ist fürwahr ihre (der Erde) Kraft.
vīryasyābhitṛttyai
Zur Durchdringung (Erreichung) der Kraft [?].
tasmāt sukṛṣṭe vrīhiyavāḥ pacyante
Daher reifen auf gut gepflügtem (Boden) Reis und Gerste.
tad āhus
Dazu sagt man:
uttarārdhe vā asyā vīryaṃ tad imāḥ prajā upajīvanti tasmān nātikheyeti
„Im oberen Teil fürwahr liegt ihre Kraft; von ihr leben diese Geschöpfe; darum soll man nicht zu tief graben.“
ā pratiṣṭhāyāḥ khanet
Er soll bis zum festen Grund graben.
yajamānasya pratiṣṭhityai
Zum festen Stand des Opferherrn.
dakṣiṇata udvanāṃ kuryāt
Im Süden soll er eine Ausgrabung (Grube) anlegen [?].
devayajanasya rūpam
(Das ist) die Gestalt des Opferplatzes.
rakṣasām apahatyai
Zur Vertreibung der Rakṣas.
purīṣavatīm
(Er macht sie) mit Erde-Schutt [purīṣa] versehen [?].
paśavo vai purīṣaṃ
Das Vieh ist fürwahr der Schutt (Dünger) [purīṣa].
paśūn evāvarunddhe ‖
Vieh eben gewinnt er.