āyus saṃdhattaṃ prāṇam̐ saṃdhattam iti
„Fügt Lebensdauer zusammen, fügt Atem zusammen“ –
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 27
āyus saṃdhattaṃ prāṇam̐ saṃdhattam iti
„Fügt Lebensdauer zusammen, fügt Atem zusammen“ –
prāṇān eva saṃdhattas
die Atem eben fügen sie zusammen;
tasmāt prāṇā dvandvam̐
darum sind die Atem paarig.
saṃjagmānā divā pṛthivyeti
„Zusammengekommen mit Himmel und Erde“ –
imān eva lokān samardhayatas
diese Welten eben bringen sie zum Gedeihen.
nirastā śaṇḍāmarkau saha tena yaṃ dviṣma iti
„Weggeworfen sind Śaṇḍa und Marka samt dem, den wir hassen“ –
etāvān vai yajño yāvac chukrāmanthinau
So groß wie Śukra- und Manthin-Becher ist das Opfer.
etāvatī pṛthivī yāvaty uttaravedis
So groß wie die Uttaravedi ist die Erde.
anṛtam̐ śaṇḍāmarkau
Śaṇḍa und Marka sind Unwahrheit,
anṛtaṃ bhrātṛvyas
Unwahrheit ist der Nebenbuhler.
anṛtam eva bhrātṛvyam etāvatā yajñāc ca pṛthivyāś ca nirbhajatas
Die Unwahrheit, den Nebenbuhler, schließen sie so vom Opfer und von der Erde aus.
śukrasyādhiṣṭhānam asi manthino 'dhiṣṭhānam asīti
„Du bist die Grundlage des Śukra, du bist die Grundlage des Manthin“ –
samiddha eva juhutas
sie opfern nur ins entflammte (Feuer).
agnir vā āhutyā atidravād abibhet
Agni fürchtete sich vor dem Überfließen (Überlaufen) der Spende.
yac chalkau prāsyatas
Dass sie die beiden Holzspäne (śalka) hineinwerfen,
āhutyā anatidravāya ‖
(geschieht) damit die Spende nicht überläuft.
cakṣuṣī vā ete yajñasya yac chukrāmanthinau
Die Augen des Opfers sind wahrlich Śukra und Manthin.
yac chalkau prāsyatas
Dass sie die beiden Späne hineinwerfen,
cakṣuṣor evāntardhattas
(so) setzen sie sie zwischen die Augen [?],
apradāhāya
damit sie nicht verbrannt werden.
tasmā indrāya sutam ājuhota tasmai sūryāya sutam ājuhoteti
„Für Indra opfert den gepressten (Soma), für Sūrya opfert den gepressten“ –
cakṣuṣor vyāvṛttyai
zur Unterscheidung der beiden Augen.
tasmāt samānam̐ sac cakṣur dvedhā
Darum ist das Auge, obwohl eines, doppelt.
sarvahutau juhutas
Sie opfern beide als Ganzopfer.
sarvam eva prajāsu cakṣur dhattas
Das ganze Auge legen sie in die Geschöpfe.
yaḥ pātrāṇāṃ grahāṇām̐ somānāṃ mithunaṃ veda tasmād eva mithunāt prajāyate
Wer das Paar der Gefäße, der Schöpfbecher und der Somas kennt, der wird aus eben diesem Paar fruchtbar.
sthālībhir anyān grahān gṛhṇanti vāyavyair anyān
Manche Schöpfbecher schöpft man mit Töpfen (sthālī), andere mit Vāyavya-Gefäßen.
tat pātrāṇāṃ mithunam
Das ist das Paar der Gefäße.
śrīṇanty anyān grahān nānyān
Manche Becher mischt man (mit Milch), andere nicht.
tad grahāṇāṃ mithunam
Das ist das Paar der Schöpfbecher.
āśīrvanto 'nye somā bhavanti nānye
Manche Somas sind mit Milchmischung (āśīr) versehen, andere nicht.
tat somānāṃ mithunam
Das ist das Paar der Somas.
tasmād eva mithunāt prajāyate ‖
Aus eben diesem Paar wird man fruchtbar.