devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras waren wahrlich im Kampf begriffen.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 27
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras waren wahrlich im Kampf begriffen.
bṛhaspatir devānāṃ purohita āsīc chaṇḍāmarkā asurāṇām
Bṛhaspati war der Hauspriester (purohita) der Götter, Śaṇḍa und Marka die der Asuras.
te na vyajayanta
Sie (die Götter) siegten nicht.
sa indro 'ved ubhaye hi vai brahmaṇvantas smas tan na vijayāmaha iti
Indra erkannte: „Beide (Parteien) haben wir ja das heilige Wort (Brahman) bei uns; darum siegen wir nicht.“
tā upāmantrayata tā abruvatāṃ vāryaṃ vṛṇāvahai somapītho nau deveṣv astu grahau nau gṛhyetām iti
Er rief die beiden (Śaṇḍa und Marka) heran; die beiden sprachen: „Wir wählen eine Wunschgabe: Bei den Göttern soll uns Somatrunk sein; zwei Becher sollen uns geschöpft werden.“
tābhyām etā indraś śukrāmanthinau prāyacchad ātmanas santau tad bhāgadheyam abhyaitāṃ tasmād rāṣṭram apurohitaṃ parābhāvukaṃ tasmād bhrātṛvyāyānṛtaṃ vadet
Diesen beiden gab Indra Śukra und Manthin; (obgleich) sie (doch) die Seinigen waren, kamen sie diesem Anteil zu [?]. Darum geht ein Reich ohne Hauspriester leicht zugrunde; darum soll man gegen den Nebenbuhler Unwahres sagen [?].
so 'manyata yad imā ābhyām asurabrahmābhyām̐ hoṣyāmi tad anv asurā ābhaviṣyanti yan na hoṣyāmi tad anv ābhaviṣyantīti
Er (Indra) dachte: „Wenn ich für diese beiden Asura-Brahman-Träger opfere, werden die Asuras danach erstarken; wenn ich nicht opfere, werden auch sie (danach) erstarken [?].“
tā ādadāno 'pānudatāpanuttā śaṇḍāmarkau saha tena yaṃ dviṣma iti
Er nahm die beiden (Becher) und stieß (sie) weg: „Weggestoßen sind Śaṇḍa und Marka samt dem, den wir hassen.“
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter (mächtig), die Asuras unterlagen.
yasyaivaṃviduṣaś śukrāmanthinau juhvati yasyaivaṃvidvām̐sau juhuto bhrātṛvyasyāpanuttyai
Wessen (Opfer) Śukra und Manthin, für den so Wissenden, geopfert werden, (und) wenn zwei so Wissende (sie) opfern, so geschieht es zum Wegstoßen des Nebenbuhlers.
bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati
Er wird durch sich selbst (mächtig), sein Nebenbuhler geht unter.
prajāpater vā akṣy aśvayat
Prajāpatis Auge schwoll wahrlich (an/schwitzte) [?].
tasya kanīnikā parāpatat
Seine Pupille fiel heraus.
sā vikaṅkataṃ prāviśat
Sie trat in den Vikaṅkata-Baum ein.
tasmin nādhriyata
In diesem hielt sie nicht (blieb nicht).
sā yavaṃ prāviśat
Sie trat in die Gerste ein.
tasminn adhriyata
In dieser blieb sie haften.
vaikaṅkataṃ manthinaḥ pātraṃ bhavati
Das Gefäß des Manthin ist aus Vikaṅkata-Holz.
saktubhiś śrīṇāti
Er mischt mit Gerstenmehl (saktu).
prajāpater eva cakṣus saṃbharati
Prajāpatis Auge sammelt er zusammen.
yajamānadevatyo vai śukro bhrātṛvyadevatyo manthī
Der Śukra gehört wahrlich dem Opferherrn (als Gottheit), der Manthin dem Nebenbuhler.
hiraṇyena śukram̐ śrīṇāti
Den Śukra mischt er mit Gold.
tejo vai hiraṇyam
Gold ist wahrlich Glanz.
tejasaiva yajamānam̐ samardhayati
Mit Glanz stattet er den Opferherrn aus.
tasmād anyatarac cakṣuṣos tejasvitaram
Darum ist das eine der beiden Augen glänzender.
tasmād ahar ekarūpam
Darum ist der Tag einförmig.
saktubhir manthinam̐ śrīṇāti
Mit Gerstenmehl mischt er den Manthin.
teja eva bhrātṛvyasya vinayati
Den Glanz des Nebenbuhlers eben führt er hinweg (verringert er).
tasmād rātrī bahurūpā
Darum ist die Nacht vielgestaltig.
anabhidhvam̐sayann itarāṇi pātrāṇi śrīṇīyāt
Ohne (den Manthin) zu zerstören soll er die anderen Gefäße mischen [?].
yad abhidhvam̐sayed akṣyāmayaḥ prajā vinded andhambhāvuko yajamānas syāt
Zerstörte er (ihn), so würden die Geschöpfe von Augenkrankheit befallen; der Opferherr würde blind werden.
prajāpater vā ete cakṣuṣī yac chukrāmanthinau
Śukra und Manthin sind wahrlich die Augen Prajāpatis.
yajñaḥ prajāpatis
Das Opfer ist Prajāpati.
yat prāñcā uddrutya juhutas
Dass die beiden (Priester) nach vorn (ostwärts) hinauslaufend opfern,
savanamukhayor eva cakṣuṣī dhattas
setzen sie die Augen an die beiden Anfänge (Münder) der Pressungen.
tasmād dve savane śukravatī
Darum sind zwei Pressungen mit Śukra versehen.
asau vā ādityaś śukraś candramā manthī
Jene Sonne ist Śukra, der Mond der Manthin.
yad apigṛhya prāñcā uddravatas
Dass sie (die Becher) verdeckend nach Osten hinauslaufen,
tasmād etau prāñcau yantau na paśyanti
darum sehen sie (die Menschen) die beiden nicht, wenn sie nach Osten gehen.
yad anapigṛhya purastāt pratyañcau tiṣṭhantau juhutas
Dass sie unverdeckt, vorn nach Westen gewandt stehend, opfern,
tasmāt pratyañcau yantau paśyanti ‖
darum sehen sie (die Menschen) die beiden, wenn sie nach Westen gehen.
prācībhir vā āhutibhir devā anyān asurān prāṇudanta
Mit den nach Osten gerichteten Spenden stießen die Götter die einen Asuras fort,
pratīcībhir anyān pratyañcau tiṣṭhantau śukrāmanthinau juhutaḥ prācīr itarā āhutayo hūyante
mit den nach Westen gerichteten die anderen. Nach Westen gewandt stehend opfern die beiden Śukra und Manthin; nach Osten gerichtet werden die übrigen Spenden geopfert,
bhrātṛvyasya vinuttyai
zur Vertreibung des Nebenbuhlers.
na vā etau manuṣyāḥ pracyavam arhanti
Diese beiden dürfen die Menschen nicht zum Fallen bringen [?].
tutho 'si janadhāyā devās tvā śukrapāḥ praṇayantu tutho 'si janadhāyā devās tvā manthipāḥ praṇayantv iti
„Du bist Tutha [?], Menschen-Nährer; die Götter, die Śukra-Trinker, sollen dich hinführen; du bist Tutha, Menschen-Nährer; die Götter, die Manthin-Trinker, sollen dich hinführen.“
svayaivainau devatayā praṇayati
Mit ihrer eigenen Gottheit führt er sie hin.
suvīrāḥ prajāḥ prajanayan parīhi suprajāḥ prajāḥ prajanayan parīhīti
„Männerreiche Geschöpfe erzeugend geh herum“, „Kindersegen bringende Geschöpfe erzeugend geh herum“ –
vīram evātrīṣu prajāsu dhatto bhūmānam ādyāsu
Den Helden legen sie in die essenden (fressenden) Geschöpfe, die Fülle in die zu essenden (Beute-)Geschöpfe.
tasmād etāsu vīra ājāyate
Darum wird unter diesen (essenden) der Held geboren.
tasmād itarā adyamānā na kṣīyante ‖
Darum nehmen die anderen, obgleich gegessen, nicht ab.
śukraṃ vā anv atrīḥ prajāḥ prajāyante manthinam ādyās
Dem Śukra folgend werden die essenden Geschöpfe erzeugt, dem Manthin (folgend) die zu essenden.
agniḥ prajanayitā
Agni ist der Erzeuger.
yad abhito 'gniṃ viparidrutya juhutas
Dass die beiden um das Feuer herum nach beiden Seiten laufend opfern,
ubhayīr evaitad atrīś cādyāś ca prajāḥ prajanayatas
so erzeugen sie beide Arten von Geschöpfen, die essenden und die zu essenden.
avariphantā ivottaravediṃ parīyātām
Sie sollen um die Uttaravedi herumgehen, wie (ihr) nicht zu nahe kommend [?].
saparvāsya sūpakāśo jāyate
Ihm wird (ein Kind) mit (guten) Gliedern und schöner Erscheinung geboren [?].
prajāpater vā eṣā nāsikā yad uttaravediś cakṣūṣī śukrāmanthinau yajñaḥ prajāpatis
Die Uttaravedi ist wahrlich Prajāpatis Nase, Śukra und Manthin die Augen, das Opfer ist Prajāpati.
yat prāñcā uddrutya juhutas
Dass die beiden nach vorn (ostwärts) hinauslaufend opfern,
nāsikāyā eva purastāc cakṣuṣī dhattas
setzen sie vor die Nase die beiden Augen.
etad dhy etasyāḥ pūrvam
Denn dies ist das Vordere von jener [?].
abhitas tiṣṭhantau juhutas
Zu beiden Seiten stehend opfern sie;
tasmān nāsikām abhitaś cakṣuṣī
darum sind beiderseits der Nase die Augen.
anādhṛṣṭāsīti nigṛhṇītas
„Unbezwinglich bist du“ – so halten sie (die Becher) nieder.
tasmād akṣi dhāne nīpatamam ‖
Darum ist das Auge am tiefsten [?] gelegen in der Höhlung (dhāna).