antaryāmapātreṇa sāvitraṃ gṛhṇāti
Mit dem Antaryāma-Gefäß schöpft er den Sāvitra.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 28
antaryāmapātreṇa sāvitraṃ gṛhṇāti
Mit dem Antaryāma-Gefäß schöpft er den Sāvitra.
paśavo vā antaryāmas
Der Antaryāma ist das Vieh.
savitṛprasūtāḥ paśavaḥ prajāyante
Vom Savitṛ angetrieben werden die Tiere geboren;
savitṛprasūta evainān prajanayati
vom Savitṛ angetrieben lässt er sie entstehen.
tam asannaṃ juhoti
Ihn opfert er nicht (auf den Boden) gesetzt [Anm.: asanna, ohne dass er abgestellt wurde] [?];
tasmād asannāḥ paśavas sadadi prajāyante
darum werden die Tiere, nicht sitzend, im Sitzenden [?] geboren [Anm.: Deutung unsicher].
devā vai tṛtīyasavanam udyamaṃ nāśaknuvan
Die Götter vermochten die dritte Pressung nicht zu erheben [auszuführen].
prātassavane tarhi savitāsīt
Bei der Morgenpressung war damals Savitṛ (der Führende).
taṃ devā abruvam̐s tvayedam udyacchāmahā iti
Die Götter sagten zu ihm: „Mit dir wollen wir dies erheben.“
nety abravīn mukhyo 'ham asmi na pratyaṅṅ apakramiṣyāmīti
„Nein“, sagte er, „ich bin der Erste und werde nicht rückwärts abtreten.“
mukhya evātrāsa ity abruvan mukhya ihātha tvayodyacchāmahā iti
Sie sagten: „Auch hier sei du der Erste; du bist hier der Erste, und mit dir wollen wir (es) erheben.“
tat savitrodayacchanta
Damit erhoben sie es durch Savitṛ.
yat sāvitro gṛhyate
Dass der Sāvitra geschöpft wird,
tṛtīyasavanasyodyatyai
(geschieht) zur Erhebung der dritten Pressung.
abhi tvā deva savitar ity etayā prātassavane mukhyas
Mit diesem Vers „Zu dir, Gott Savitṛ“ ist er bei der Morgenpressung der Erste;
samantaṃ vai tat savitā yajñaṃ paryabhavat
damals umfasste Savitṛ das Opfer ringsum.
samantaṃ bhrātṛvyaṃ paribhavati ya evaṃ veda
Ringsum überwältigt er den Feind, der dies weiß.
antaryāmapātreṇāgrāyaṇāt sāvitraṃ tṛtīyasavane gṛhṇāti ‖
Mit dem Antaryāma-Gefäß schöpft er nach dem Āgrayaṇa den Sāvitra bei der dritten Pressung.
prātar vā eṣa gṛhyate gāyatryā loke yad āgrāyaṇas
Am Morgen wird dieser geschöpft, im Bereich der Gāyatrī, nämlich der Āgrayaṇa;
taṃ tṛtīyasavane vigṛhṇāti jagatyā loke
ihn schöpft er bei der dritten Pressung auseinander [in anderer Weise], im Bereich der Jagatī.
tasmād āgrāyaṇāt sāvitro gṛhyate
Darum wird nach dem Āgrayaṇa der Sāvitra geschöpft;
savitā hi devānāṃ gāyatras
denn Savitṛ ist der Gāyatra [Anm.: der zur Gāyatrī Gehörige] unter den Göttern.
sāvitrasya sam̐srāve vaiśvadevam abhigṛhṇāti
Im Abfluss des Sāvitra schöpft er den Vaiśvadeva dazu.
samāno vā eṣa grahas
Ein und derselbe ist dieser Schöpfbecher;
saṃtatyai
zur Fortsetzung [Verbindung].
vaiśvadevīr imāḥ prajās
Diese Geschöpfe gehören allen Göttern;
savitṛprasūtāḥ prajāḥ prajāyante
vom Savitṛ angetrieben werden die Geschöpfe geboren;
savitṛprasūtā evaināḥ prajanayati
vom Savitṛ angetrieben lässt er sie entstehen.
suśarmāsi supratiṣṭhāna iti
„Du bist von gutem Schutz, von gutem Stand“ (so der Spruch);
some hi somam abhigṛhṇāti
denn er schöpft Soma auf Soma dazu.
atho suśarmāṇam evottaram adharasmai karoti supratiṣṭhānam adharam uttarasmai
Und zugleich macht er den oberen für den unteren zum guten Schutz, den unteren für den oberen zum guten Stand.
bṛhadukṣe nama iti
„Verehrung dem Bṛhaduksan“ [Anm.: „dem großen Stier“?] (so der Spruch);
bṛhad dhi devānāṃ namaḥ pitṝṇām
denn groß ist die Verehrung der Götter und der Väter [?].
ukthabhāgā vai pitaro 'stomabhājas
Die Väter sind Anteilhaber am Uktha, nicht am Stoma [?];
yatraivaibhya uktham̐ śam̐sati tad ebhyo grahaṃ gṛhṇāti ‖
dort, wo er ihnen das Uktha rezitiert, schöpft er ihnen den Schöpfbecher.