pātrāṇi payujyante
Die Gefäße werden zugerüstet [?] [Anm.: payujyante, Lesung unsicher, wohl prayujyante „eingesetzt“];
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 28
pātrāṇi payujyante
Die Gefäße werden zugerüstet [?] [Anm.: payujyante, Lesung unsicher, wohl prayujyante „eingesetzt“];
anayor lokayor vidhṛtyai
zur Auseinanderhaltung dieser beiden Welten.
prānyāni yujyante nānyāni
Die einen werden nach vorn eingesetzt, die anderen nicht;
yāni prayujyanta imaṃ tair lokaṃ dādhāra yāni na prayujyante 'muṃ taiḥ
mit denen, die eingesetzt werden, hält er diese Welt, mit denen, die nicht eingesetzt werden, jene.
parāṅ hy asau lokas
Denn jene Welt ist abgewandt.
anirukta upām̐śupātraṃ prayujyate
Das Upāṃśu-Gefäß wird ohne Benennung [Anm.: anirukta, unausgesprochen] eingesetzt;
ajā eva tat paśūnām anuprajāyante
die Ziegen werden damit nach den (anderen) Tieren geboren [?].
trir vigṛhṇāti
Dreimal schöpft er (es) auseinander;
tasmāt sā trīñ janayati
darum gebiert sie (die Ziege) drei,
atho dvau
oder auch zwei.
yad upām̐śupātraṃ prayujyate
Dass das Upāṃśu-Gefäß eingesetzt wird,
ajā eva tena paśūnāṃ dādhāra
damit hält er die Ziegen unter den Tieren.
antaryāmapātraṃ prayujyate
Das Antaryāma-Gefäß wird eingesetzt;
avaya eva tat paśūnām anuprajāyante
die Schafe werden damit nach den Tieren geboren.
yad antaryāmapātraṃ prayujyate
Dass das Antaryāma-Gefäß eingesetzt wird,
avīr eva tena paśūnāṃ dādhāra
damit hält er die Schafe [avī] unter den Tieren.
ṛtupātre prayujyete
Die beiden Ṛtu-Gefäße werden eingesetzt;
aśvā eva tat paśūnām anuprajāyante
die Rosse werden damit nach den Tieren geboren.
tasmāt tayor aśvasyeva śapho 'dhastāt
Darum ist unter ihnen wie beim Ross ein Huf unten [Anm.: Gefäßfuß wie ein Huf].
yad ṛtupātre prayujyete
Dass die beiden Ṛtu-Gefäße eingesetzt werden,
aśvān eva tena paśūnāṃ dādhāra
damit hält er die Rosse unter den Tieren.
ukthyapātraṃ prayujyate
Das Ukthya-Gefäß wird eingesetzt;
āraṇyā eva tat paśavo 'nuprajāyante
die wilden Tiere [āraṇya] werden damit nachgeboren.
tasmāt tān dhṛtān grāmam āgatān ghnanti
Darum erschlagen sie diese, wenn sie festgehalten ins Dorf gekommen sind [?].
yad ukthyapātraṃ prayujyate
Dass das Ukthya-Gefäß eingesetzt wird,
āraṇyān eva tena paśūn dādhāra
damit hält er die wilden Tiere.
śukrapātraṃ prayujyate
Das Śukra-Gefäß wird eingesetzt;
atrīr eva tat prajā anuprajāyante
die fressenden [atrī] Geschöpfe werden damit nachgeboren [?] [Anm.: atrī, „Fresser“ = Raubtiere/Esser].
manthipātraṃ prayujyate
Das Manthin-Gefäß wird eingesetzt;
ādyā eva tat prajā anuprajāyante
die essbaren [ādya] Geschöpfe werden damit nachgeboren.
yad ete prayujyete
Dass diese beiden eingesetzt werden,
ubhayīr evaitad atrīś cādyāś ca prajā dādhāra
damit hält er beide Arten von Geschöpfen, die Fressenden und die Essbaren.
ṛtupātre śukrapātrāt pūrve prayujyete
Die beiden Ṛtu-Gefäße werden vor dem Śukra-Gefäß eingesetzt.
asau vā ādityaś śukro raśmaya ṛtavas
Jene Sonne ist der Śukra, die Strahlen sind die Jahreszeiten;
tasmād ete pūrve prayujyete
darum werden diese beiden früher eingesetzt;
pūrve hy ete
denn diese sind die früheren.
etasmād avaram ādityapātraṃ prayujyate
Danach wird das Āditya-Gefäß eingesetzt;
gāva eva tat paśūnām anuprajāyante
die Kühe werden damit nach den Tieren geboren.
yad ādityapātraṃ prayujyate
Dass das Āditya-Gefäß eingesetzt wird,
gā eva tena paśūnāṃ dādhāra
damit hält er die Kühe unter den Tieren.
āgrāyaṇapātraṃ prayujyate
Das Āgrayaṇa-Gefäß wird eingesetzt;
sarvā eva tat prajā anuprajāyante
alle Geschöpfe werden damit nachgeboren.
yad āgrāyaṇapātraṃ prayujyate
Dass das Āgrayaṇa-Gefäß eingesetzt wird,
sarvā eva tena prajā dādhāra
damit hält er alle Geschöpfe.
droṇakalaśaḥ prayujyate
Der Droṇakalaśa wird eingesetzt;
prajāpatir vai droṇakalaśas
der Droṇakalaśa ist Prajāpati.
yad droṇakalaśaḥ prayujyate
Dass der Droṇakalaśa eingesetzt wird,
tasmād idaṃ prajāpatiḥ prajā veda
darum kennt Prajāpati diese Geschöpfe [?];
tasmād ayaṃ kṣayo 'sti
darum gibt es diese Wohnstatt [Anm.: kṣaya, Behausung] [?].
etāvanto vai prātar grahā gṛhyante
So viele Schöpfbecher werden am Morgen geschöpft;
te stotravanta ukthavanto nidānavanta āyatanavantaḥ kartavyās
sie sind mit Lobgesang, Uktha, Nidāna (Grundlage) und Standort auszustatten.
navaitān gṛhītvā navabhir bahiṣpavamāṇam̐ stuvanti
Neun davon schöpft er, dann lobpreisen sie mit neun (Versen) das Bahiṣpavamāna.
tena te stotravantas
Dadurch sind sie mit Lobgesang versehen —
yat punar etyāśvinaṃ gṛhṇāti
dass er, wiederkehrend, den Aśvina schöpft.
stomenaiva sa stotravān
Durch den Stoma [Preisgesang] ist er mit Lobgesang versehen.
yad upām̐śvantaryāmau hutau hotānumantrayate
Dass der Hotṛ nach dem Opfern von Upāṃśu und Antaryāma (den Spruch) nachspricht,
tena tā ukthavantau ‖
dadurch sind diese beiden mit Uktha versehen.
yad aindravāyavam
Was den Aindravāyava angeht,
tenaindravāyava ukthavān
damit ist der Aindravāyava mit Uktha versehen;
yan maitrāvaruṇam
was den Maitrāvaruṇa angeht,
tena maitrāvaruṇa ukthavān
damit ist der Maitrāvaruṇa mit Uktha versehen;
yad āśvinam
was den Aśvina angeht,
tenāśvina ukthavān
damit ist der Aśvina mit Uktha versehen;
yan niṣkevalyam
was das Niṣkevalya [Anm.: eigenständiges Uktha] angeht,
tena śukramanthinā ukthavantau
damit sind Śukra und Manthin mit Uktha versehen;
yad vaiśvadevam
was den Vaiśvadeva angeht,
tenāgrāyaṇa ukthavān
damit ist der Āgrayaṇa mit Uktha versehen;
yad āgnimārutam
was das Āgnimāruta angeht,
tena dhruva ukthavān
damit ist der Dhruva mit Uktha versehen;
yad ukthāny ukthaśam̐sinaś śam̐santi
was die Uktha-Rezitatoren als Ukthas rezitieren,
tenokthya ukthavān
damit ist der Ukthya mit Uktha versehen.
etāvanto vai prātar grahā gṛhyante
So viele Schöpfbecher werden am Morgen geschöpft;
tān etat stotravata ukthavato nidānavata āyatanavataḥ karoti
sie macht er damit mit Lobgesang, Uktha, Nidāna und Standort versehen.
nidānavān āyatanavān bhavati ya evaṃ veda ‖
Wer dies weiß, wird mit Nidāna und Standort versehen.
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāṃ madhyamikāyām āyuṣyaṃ nāmāṣṭāviṃśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Hiermit (endet) im ehrwürdigen Yajus, im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Madhyamikā (Abteilung), der achtundzwanzigste Sthānaka namens „Āyuṣya“, vollendet.