devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen einander im Kampf gegenüber.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 29
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen einander im Kampf gegenüber.
te devās saṃghātam̐saṃghātaṃ parājayanta
Die Götter wurden Schar um Schar besiegt.
te 'vidur anāyatanā hi vai smas tasmāt parājayāmahā iti
Sie erkannten: „Wir sind ja ohne feste Stätte, darum werden wir besiegt.“
ta etāḥ puro 'kurvata
Da errichteten sie diese Burgen.
tā eṣām anāyatanā nādhriyanta
Diese aber hielten für sie nicht stand, da sie ohne festen Grund waren.
ta etān puroḍāśam̐ apaśyan
Da erblickten sie diese Puroḍāśa-Kuchen.
tān anusavanaṃ niravapan
Diese streuten sie bei jeder Somapressung (als Opfergabe) hin.
taiḥ puro 'dṛm̐han
Mit ihnen festigten sie die Burgen.
savanāni vāva te puro 'kurvata
Die Somapressungen eben machten sie zu ihren Burgen.
yat puro 'dṛm̐ham̐s tat puroḍāśānāṃ puroḍāśatvam
Dass sie die Burgen (puras) festigten, das ist das Wesen der Puroḍāśas als Puroḍāśas. [Anm.: etymologisierende Ableitung aus puras + dṛṃh-]
yad anusavanaṃ puroḍāśān nirvapati
Dass man bei jeder Somapressung Puroḍāśas darbringt,
savanānāṃ dhṛtyai vijityai
(geschieht) zur Festigung und zum Vollsieg der Somapressungen.
tasmād anusavanaṃ puroḍāśasya prāśnīyāt
Darum soll man bei jeder Somapressung vom Puroḍāśa essen,
somapīthasya dhṛtyai
zur Festigung des Somatrunks.
yato ghṛtānaktam̐ syāt tataḥ prāśnīyāt
Wo er mit Schmalz bestrichen ist, davon soll man essen.
ājyena vai vajreṇa devā vṛtram aghnan
Mit dem Schmalz als Keule nämlich erschlugen die Götter den Vṛtra.
somo vṛtras
Vṛtra (ist) der Soma,
somapīthasyāghātāya
damit der Somatrunk nicht vernichtet werde.
tad āhur na vā anyenājyād ahīne samaṣṭum arhatīti
Dazu sagt man: „Man darf bei einem Ahīna(-Opfer) mit nichts anderem als mit Schmalz zusammentreffen (?)“ [?]
sarvam etad dhavirbhūtaṃ yat kiṃcotpunanti
Alles, was man auch (an Opfergut) läutert, ist damit zur Opfergabe geworden.
yad evānutpūtam̐ syāt tasya nāśnīyāt
Was aber ungeläutert ist, davon soll man nicht essen.
dīrghajihvī vai devānāṃ yajñam avāleṭ
Die Langzüngige leckte das Opfer der Götter ab.
prātassavanaṃ tad vyamāt
Sie schädigte damals das Morgenpressen. [?]
yat sā payasyābhavat tasmād āmikṣā vimaditeva
Was von ihr zur Milchspeise (payasyā) wurde – deshalb ist die Āmikṣā (geronnene Milch) wie zerdrückt.
yat payasyā prātassavane bhavati
Dass beim Morgenpressen die Payasyā ist,
prātassavanasya samṛddhyai
(geschieht) zur Vollendung des Morgenpressens.
maitrāvaruṇī prātassavane bhavati
Die Maitrāvaruṇī(-Milchspeise) gehört zum Morgenpressen,
nottare savane aśnute
sie erreicht nicht die beiden späteren Pressungen.
prāṇāpānau vai mitrāvaruṇau
Mitra und Varuṇa sind Einatem und Ausatem.
prāṇāpānā eva mukhataḥ pariharate
Einatem und Ausatem also führt er vorn beim Mund herum (schützt er). [?]
tasmān mukhataḥ prāṇāpānau
Darum sind Einatem und Ausatem beim Mund.
na vai stotreṇa na śastreṇa paṅktir yajñe 'vakalpate
Weder durch Stotra noch durch Śastra wird im Opfer eine Fünferreihe (paṅkti) hergestellt.
pañcaitāni havīm̐ṣi
Fünf sind diese Opfergaben.
paṅktim evaitad yajñe 'vakalpayati ‖
Damit stellt er im Opfer die Fünferreihe her.
haviṣpaṅktir vai yajño nārāśam̐sapaṅktiḥ pāṅktaḥ
Das Opfer besteht aus der Fünfreihe der Opfergaben, aus der Fünfreihe der Nārāśaṃsa-Becher, ist fünffach.
pañcaitāni havīm̐ṣi
Fünf sind diese Opfergaben;
tena haviṣpaṅktis
dadurch (ist es) die Fünfreihe der Opfergaben.
dvinārāśam̐sā prātassavane dvinārāśam̐sā mādhyandina ekanārāśam̐sā tṛtīyasavane
Zwei Nārāśaṃsa-Becher gehören zum Morgenpressen, zwei zum Mittagspressen, einer zum dritten Pressen.
tena nārāśam̐sapaṅktis
Dadurch (ist es) die Fünfreihe der Nārāśaṃsa-Becher.
agnīṣomīyaḥ paśus trīṇi savanāni vaśānūbandhyā
Das Agnīṣomīya-Tier, die drei Pressungen, die Vaśā-Anūbandhyā (Unfruchtbare-Kuh-Nachopfer):
tena pāṅktas
dadurch (ist das Opfer) fünffach.
ya evam etāni yajñasya rūpāṇy anuvedardhnoti
Wer so diese Gestalten des Opfers der Reihe nach kennt, der gedeiht.
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen einander im Kampf gegenüber.
te devebhyo mahimāno 'pākrāman
Da wichen von den Göttern die Mahimans (Machtfülle-Kräfte) weg.
te 'surān agacchan
Sie gingen zu den Asuras.
te 'surā devānāṃ bahūni śatāny aghnan
Die Asuras erschlugen viele Hunderte der Götter.
tānīmāni cchandām̐si yāny ayajñavāhāni
Das sind diese Metren, die das Opfer nicht tragen. [?]
te devā abibhayur itthaṃ vāva nas sarvān asurā avapatsyantīti
Die Götter fürchteten sich: „So werden die Asuras uns alle niederstrecken.“ [?]
tāny upāmantrayanta
Sie riefen jene (Mahimans) an.
te 'bruvan vāryaṃ vṛṇāmahā iti
Diese sprachen: „Wir wählen uns eine Gabe (vārya).“
te parivāpapuroḍāśam avṛṇata
Sie wählten den Parivāpa-Puroḍāśa.
tad bhāgadheyam abhyāyan
Auf diesen Anteil kamen sie zu.
ṛksāme vāvaibhyas tad apākrāmatām
Vers und Sāman wichen dabei von ihnen zurück.
paśavo vāg indriyaṃ prāṇāpānau
(Es waren) das Vieh, die Rede, die Sinneskraft, Einatem und Ausatem.
sa indro 'manyateme vāvedam abhūvann iti
Indra dachte: „Diese sind es doch, die dies (alles) geworden sind.“
teṣām̐ sāyujyam agacchat
Er gelangte zur Verbindung mit ihnen.
harivām̐ indro dhānā attv iti
„Indra, der mit den Falben, esse die Röstkörner“ –
ṛksāme vā indrasya harī
Vers und Sāman sind nämlich die beiden Falben Indras.
ṛksāmayor eva tat sāyujyam agacchat
Damit gelangte er zur Verbindung mit Vers und Sāman.
pūṣaṇvān karambham iti
„Der mit Pūṣan (esse) den Karambha-Brei“ –
paśavo vai pūṣā
Pūṣan ist nämlich das Vieh.
paśūnām eva tat sāyujyam agacchat
Damit gelangte er zur Verbindung mit dem Vieh.
sarasvatīvān bhāratīvān parivāpa iti
„Der mit Sarasvatī und Bhāratī (esse) den Parivāpa“ –
vāg vai sarasvatī
Sarasvatī ist nämlich die Rede.
vāca eva tat sāyujyam agacchat
Damit gelangte er zur Verbindung mit der Rede.
indrasyāpūpa iti
„Für Indra der Kuchen (apūpa)“ –
indriyaṃ vā indras
Indra ist nämlich die Sinneskraft.
indriyasyaiva tat sāyujyam agacchat
Damit gelangte er zur Verbindung mit der Sinneskraft.
mitrāvaruṇayoḥ payasyeti
„Für Mitra und Varuṇa die Milchspeise (payasyā)“ –
prāṇāpānau vai mitrāvaruṇau
Mitra und Varuṇa sind nämlich Einatem und Ausatem.
prāṇāpānayor eva tat sāyujyam agacchat
Damit gelangte er zur Verbindung mit Einatem und Ausatem.
eteṣām eva mahimnām̐ sāyujyaṃ gacchati sarvam āyur eti paśumān bhavati na yajñiyām ārtim ārchati ya evaṃ veda ‖
Zur Verbindung mit eben diesen Mahimans gelangt, wer so weiß; er erreicht die volle Lebenszeit, wird reich an Vieh und trifft nicht auf Unheil aus dem Opfer.