athaite 'tigrāhyās
Nun diese Atigrāhyas (Überbecher):
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 29
athaite 'tigrāhyās
Nun diese Atigrāhyas (Überbecher):
yad eva param ojo vīryam anavaruddhaṃ tasyāvaruddhyai
Zur Gewinnung dessen, was die höchste Kraft und Manneskraft noch nicht gewonnen ist.
yad āgneyas
Dass einer Agni gehört:
tejo vā agnis
Agni ist Glanz.
teja eva tena purastād dhatte
Glanz legt er damit nach vorn in sich.
yad aindras
Dass einer Indra gehört:
indriyaṃ vā indras
Indra ist Sinneskraft.
indriyam eva tena madhyato dhatte
Sinneskraft legt er damit in die Mitte.
yat sauryas
Dass einer Sūrya gehört:
brahmavarcasam asā ādityas
Jener Āditya ist der Glanz des heiligen Wortes (brahmavarcasa).
upariṣṭād eva tena brahmavarcasaṃ dhatte
Brahmavarcasa legt er damit nach oben in sich.
tejo vā agnir indriyam indro brahmavarcasam asā ādityas
Agni ist Glanz, Indra Sinneskraft, jener Āditya Brahmavarcasa.
tejasā caiva brahmavarcasena cendriyam ubhayata ātman parigṛhṇāti
Durch Glanz und Brahmavarcasa umfasst er die Sinneskraft beiderseits in sich selbst.
upastambhanaṃ vā etad yajñasya yad atigrāhyās
Eine Stütze des Opfers sind diese Atigrāhyas.
cakriyau pṛṣṭhāni
(Ebenso) die beiden Cakriya-Sprüche und die Pṛṣṭha-Sāmans. [?]
yad ete na gṛhyerann upariṣṭād garīyām̐si pṛṣṭhāni prāñcaṃ yajñaṃ saṃmṛṇyur
Würden diese nicht geschöpft, dann würden die schwereren Pṛṣṭhas von oben das nach Osten gerichtete Opfer zerdrücken. [?]
yad ete gṛhyante
Dass diese geschöpft werden,
purastād eva yajñam upastabhya cakriyā upāsyati
(damit) stützt er das Opfer zuvor und stellt die Cakriyas (dazu) hin. [?]
sayatvāya
Zur Verbundenheit. [?]
prātassavane gṛhṇīyāt
Beim Morgenpressen soll man sie schöpfen.
etad vai savanānāṃ vīryāvattamam
Dies ist das Manneskraftreichste der Pressungen.
vīryād evainān adhigṛhṇāti ‖
Aus Manneskraft fasst er sie (die Pressungen) an sich.
devā vai sarva eva sadṛśā āsan
Die Götter waren alle einander gleich.
na vyāvṛtam agacchan
Sie gelangten nicht zu einem Vorrang.
tata eta etān grahān apaśyann agnir āgneyam indra aindram̐ sūryas sauryam
Da erblickten sie diese Schöpfbecher: Agni den Agni-Becher, Indra den Indra-Becher, Sūrya den Sūrya-Becher.
tato vai te vyāvṛtam agacchañ chraiṣṭhyaṃ devānām
Daraufhin gelangten sie zum Vorrang, zur Führung unter den Göttern.
yasyaite gṛhyante vyāvṛtam eva gacchati śraiṣṭhyam̐ samānānām
Für wen diese geschöpft werden, der gelangt zum Vorrang, zur Führung unter seinesgleichen.
prajāpatir vai devebhyo bhāgadheyāni vyādiśat
Prajāpati wies den Göttern ihre Anteile zu.
yajñam eva so 'manyatātmānam antaragām iti
Er dachte: „Das Opfer, mich selbst habe ich ausgelassen.“ [?]
tasya yāḥ priyās tisras tanva āsam̐s tā apanyadhatta
Seine drei liebsten Leiber, die legte er beiseite.
etān vāva sa tad grahān apanyadhatta
Eben diese Schöpfbecher legte er damals beiseite.
yena yajñenertset tasminn etān grahān gṛhṇīyāt
Bei dem Opfer, mit dem er (Erfolg) haben will, soll er diese Schöpfbecher schöpfen. [?]
sarvam evainam̐ savīryam̐ sayonim̐ satanūm ṛddhyai saṃbharati ‖
Ihn versorgt er so ganz, samt Manneskraft, Schoß und Leib, zum Gedeihen.
vṛtre vā ete purāsan
Diese waren früher bei Vṛtra.
sa indro vṛtram̐ hatvā sa etam āgneyam avindata
Nachdem Indra Vṛtra erschlagen hatte, fand er diesen Agni-Becher.
tam agnaye prāyacchad etaṃ me dhārayeti
Den gab er Agni: „Halte ihn mir!“
sa sauryam avindata
Er fand den Sūrya-Becher.
tam̐ sūryāya prāyacchad etaṃ me dhārayeti
Den gab er Sūrya: „Halte ihn mir!“
sa aindaṃ vittvetarau punar ayācata
Nachdem er den Indra-Becher gefunden hatte, forderte er die beiden anderen zurück.
tā asmai na punar adattām
Die beiden gaben sie ihm nicht zurück.
ta imāṃl lokān vyupāyann agnir imam indro 'ntarikṣam̐ sūryo 'mum
Sie verteilten diese Welten: Agni diese (Erde), Indra den Luftraum, Sūrya jene (Himmelswelt). [?]
etair vai te grahair eṣu lokeṣv ārdhnuvan
Mit diesen Schöpfbechern gediehen sie in diesen Welten.
etair eṣāṃ lokānām ādhipatyaṃ paryāyan
Mit ihnen erlangten sie die Oberherrschaft über diese Welten.
sarveṣv evaiṣu lokeṣv ṛdhnoty eṣāṃ lokānām ādhipatyaṃ paryeti yasyaite gṛhyante ‖
In allen diesen Welten gedeiht und erlangt die Oberherrschaft über diese Welten, für wen diese geschöpft werden.
yad vai virājas tejas tad āgneyas
Was der Glanz der Virāj ist, das ist der Agni-Becher.
yac chakvaryās tad aindras
Was der Śakvarī gehört, das der Indra-Becher.
yad revatyās tat sauryas
Was der Revatī gehört, das der Sūrya-Becher.
yatraitāni sāmāni syus tad etān gṛhṇīyāt
Wo diese Sāmans sind, dort soll man diese (Becher) schöpfen.
sāmnām̐ satejastvāya
Damit die Sāmans Glanz haben.
athaite homāś ca bhakṣaṇāni ca
Nun sind dies (die Becher) Opfergüsse und Verzehrbecher.
etair vai bambhāviśvavayasā imāṃl lokān arvācaś ca parācaś ca prājānītām
Mit ihnen erkannten Bambha und Viśvavayas diese Welten, die diesseitigen und die jenseitigen. [Anm.: Bambha und Viśvavayas als mythische Wesen, [?]]
yasyaite gṛhyante sam asmā ime lokā arvāñcaḥ parāñcaś ca bhānti
Für wen diese geschöpft werden, dem leuchten diese Welten, diesseitige und jenseitige, zusammen auf.
eteṣāṃ vai vīryeṇāgnir ita ūrdhvo bhāti
Durch die Manneskraft dieser leuchtet Agni von hier aufwärts.
arvāṅ sūryas tapati
Diesseitig brennt Sūrya.
tiryaṅ vāyuḥ pavate
Quer weht der Wind.
suprajñāno vā ita ittham asau lokas
Gut erkennbar ist von hier aus so jene Welt.
amuto ha tvā arvāṅ duṣprajñānam
Von dort aus dagegen ist das Diesseits schwer erkennbar.
sa ha tvā imaṃ lokam amuto 'rvāṅ prajānāti yasyaite gṛhyante ‖
Der erkennt von dort diese Welt herwärts, für wen diese geschöpft werden.