upayāmagṛhīto 'si
Mit dem Upayāma(-Halter) geschöpft bist du. [Anm.: Upayāma = Halte-Schale, mit der der Graha gefasst wird]
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 29
upayāmagṛhīto 'si
Mit dem Upayāma(-Halter) geschöpft bist du. [Anm.: Upayāma = Halte-Schale, mit der der Graha gefasst wird]
prajāpataye tvā jyotiṣmate jyotiṣmantaṃ gṛhṇāmi
Für Prajāpati, den Lichtvollen, schöpfe ich dich, den Lichtvollen.
dakṣāya dakṣavṛdham
Für Dakṣa (den Tüchtigen), den Tüchtigkeit Mehrenden,
agnijihvebhyas tvartāyubhyo vātāpibhyaḥ parjanyātmabhya indrajyeṣṭhebhyo varuṇarājabhyaḥ
für die, deren Zunge Agni ist, die Ṛta-Lebenskräftigen, die Wind-Trinker, die Parjanya zur Seele haben, die Indra zum Ältesten, Varuṇa zum König haben – (dich schöpfe ich). [?]
pṛthivyai tvā
Für die Erde dich,
antarikṣāya tvā
für den Luftraum dich,
dive tvā
für den Himmel dich,
sate tvā
für das Seiende dich,
asate tvā
für das Nichtseiende dich,
bhūtāya tvā
für das Gewordene dich,
bhavyāya tvā
für das Werdende dich.
yataḥ prajā akhidrā ajāyanta tasmai tvā prajāpataye vibhudāvne juhomi svāhā
Von dem her die Geschöpfe unversehrt geboren wurden, dem, Prajāpati, dem freigebig Gebenden [?], opfere ich dich. Svāhā!
abhi somo 'paḥ kāmayate 'bhi somam āpas
Der Soma begehrt die Wasser hin, die Wasser begehren den Soma hin.
yathā gāvas saṃjānānās saṃgatyānyānyāṃ ghnanty evaṃ vā etau saṃjānānau saṃgatyānyo'nyasyendriyaṃ vīryaṃ nirhatas
Wie Kühe, einig geworden und zusammengetroffen, einander (mit den Hörnern) stoßen, so schlagen diese beiden, einig geworden und zusammengetroffen, einander Sinneskraft und Manneskraft heraus.
ubhayam etat prājāpatyaṃ yat somaś cāpaś ca
Beides gehört Prajāpati: Soma und die Wasser.
apām eṣa raso yad dadhi
Dieses ist der Saft der Wasser, nämlich die Dickmilch.
yad vai putrau yudhyete pitā tābhyāṃ kalpayati sva evainau loke svena bhāgadheyena pitā śamayati
Wenn zwei Söhne kämpfen, richtet der Vater es für sie ein; jeden in seiner eigenen Welt, mit seinem eigenen Anteil, besänftigt der Vater sie.
sa ha tvai yajñena samṛddhena yajate yasyaiṣa gṛhyate
Der opfert mit einem vollendeten Opfer, für den dieser (Graha) geschöpft wird.
dadhnā sarvāṇi savanāni paśūmanti vīryāvanti kartavyāni
Mit Dickmilch sind alle Pressungen viehreich und manneskräftig zu machen.
yat payasyayā prātassavane caranti
Dass sie beim Morgenpressen mit der Payasyā verfahren,
tena tat paśumad vīryāvat
dadurch ist es viehreich und manneskräftig.
yad dadhigharmeṇa madhyandine
Dass beim Mittag mit dem Dickmilch-Gharma,
tena tat paśumad vīryāvat
dadurch ist es viehreich und manneskräftig.
yad āśirā tṛtīyasavane
Dass beim dritten Pressen mit dem Āśir (Milchmischung),
tena tat paśumad vīryāvat
dadurch ist es viehreich und manneskräftig.
sarvāṇy asya savanāni paśumanti vīryāvanti bhavanti ya evaṃ veda ‖
Alle seine Pressungen werden viehreich und manneskräftig, wer so weiß.