prajāpatiḥ prajās sṛṣṭvā sa riricāna ivāmanyata
Nachdem Prajāpati die Geschöpfe geschaffen hatte, fühlte er sich gleichsam entleert (riricāna).
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 29
prajāpatiḥ prajās sṛṣṭvā sa riricāna ivāmanyata
Nachdem Prajāpati die Geschöpfe geschaffen hatte, fühlte er sich gleichsam entleert (riricāna).
sa etām ekādaśinīm apaśyat
Er erblickte diese Ekādaśinī.
tām āharat
Er brachte sie dar.
tayātmānam āprīṇīta
Damit erfüllte (erquickte) er sich selbst.
yo riricāna iva manyeta sa etām ekādaśinīm āhared yasminn eva kasmim̐ś ca yajñe
Wer sich gleichsam entleert fühlt, der soll diese Ekādaśinī darbringen, bei welchem Opfer auch immer.
daśa vai puruṣe prāṇā ātmaikādaśas
Zehn sind die Lebensatem im Menschen, das Selbst ist der elfte.
yāvān evāsyātmā tam āprīṇāti
So groß sein Selbst ist, das erfüllt er.
agnis sarvā devatās
Agni ist alle Gottheiten.
agnā evaitā devatā upālabhyante
In Agni also werden diese Gottheiten ergriffen.
ātmā vā āgneyas
Der Agni-gehörige ist das Selbst.
vāk sarasvatī
Sarasvatī ist die Rede.
yat sārasvatī
Dass eine (Gabe) für Sarasvatī ist,
vācam eva mithunam ātmann upaniyuṅkte
(damit) verbindet er die Rede als Paar mit sich selbst.
atha saumyas
Dann die für Soma:
somo retodhās
Soma ist der Samenspender.
mithuna eva reto dadhāti
Im Paar legt er den Samen nieder.
atha pauṣṇaḥ
Dann die für Pūṣan:
paśavo vai pūṣā
Pūṣan ist das Vieh.
praiva janayati
So zeugt er (Nachkommen) hervor.
atha bārhaspatyas
Dann die für Bṛhaspati:
brahma vai bṛhaspatir
Bṛhaspati ist das heilige Wort.
brahmaiva paśuṣv adhiviyātayati
Das heilige Wort setzt er so über das Vieh ein. [?]
atha vaiśvadevas
Dann die für die Viśve Devāḥ:
vaiśvadevīr imāḥ prajāḥ
Diese Geschöpfe gehören den Viśve Devāḥ.
prajā eva brahmann anuniyunakti
Die Geschöpfe fügt er so dem heiligen Wort an.
athaindraḥ
Dann die für Indra:
kṣatraṃ vā indraḥ
Indra ist die Kṣatra-Herrschaft.
kṣatram eva prajāsv adhiviyātayati
Die Kṣatra-Herrschaft setzt er so über die Geschöpfe ein.
atha mārutas
Dann die für die Marut:
viḍ vai marutas
Die Maruts sind die Vaiśya-Schicht (viś).
viśam eva kṣatrāyānuniyunakti
Die Vaiśya-Schicht fügt er so der Kṣatra-Herrschaft an.
athaindrāgnas
Dann die für Indra und Agni:
ojo vai vīryam indrāgnī
Indra und Agni sind Kraft und Manneskraft.
ojasaiva vīryeṇa viśaṃ kṣatrāyopohati
Mit Kraft und Manneskraft fügt er die Vaiśya-Schicht der Kṣatra-Herrschaft zu.
prasavāyaiva sāvitras
Zur Anregung (prasava) ist die Savitṛ-Gabe,
nirvaruṇatvāya vāruṇaḥ
zur Befreiung von Varuṇa die Varuṇa-Gabe.
prajāpatiḥ prajā asṛjata
Prajāpati schuf die Geschöpfe.
tā asmād apākrāman
Diese wichen von ihm zurück.
tā ūrdhvā āyan
Sie gingen nach oben.
tā akāmayatopa mā varterann iti
Er wünschte sich: „Sie sollen zu mir zurückkehren.“
so 'tapyata
Er übte Askese (tapas). [?]
sa ātmānaṃ medhāyālabhata
Er ergriff sich selbst zum Opfer.
tā enam upāvartanta
Da kehrten sie zu ihm zurück.
tā asmād abibhayus
Sie fürchteten sich vor ihm.
tā nyācyanta
Sie beugten sich nieder. [?]
tasmāt paśavo nyaknās
Darum sind die Tiere gebeugt (niedergestellt, waagrecht gehend). [?]
tā ārād acaran
Sie gingen in der Ferne umher.
tā enaṃ balibhir upāyan devayajanena pṛthivī barhiṣauṣadhayaḥ prokṣaṇībhir āpa idhmena ca yūpena ca vanaspatayaḥ paśubhir ajāvaya āśirā cājyena ca gāvas
Sie kamen mit Darbringungen (bali) zu ihm: die Erde mit der Götter-Opferstätte, die Kräuter mit der Streu, die Wasser mit den Besprengungswassern, die Bäume mit Brennholz und Opferpfahl, Ziegen und Schafe mit den Opfertieren, die Kühe mit Āśir (Milchmischung) und Schmalz.
ete vai devā balihṛto yajñaḥ prajāpatis
Diese sind die Götter, die Darbringungen bringen; das Opfer ist Prajāpati.
tasmā ete sarvā haivaṃ balim̐ haranti
Ihm bringen alle diese so die Darbringung dar.
āsmai balim̐ haranti ya evaṃ veda ‖
Auch ihm bringen sie Darbringung dar, wer so weiß.
teṣām apakramād abibhet
Vor ihrem Weggehen fürchtete er sich.
teṣāṃ dvandvaṃ vīryāṇy ātmann upanyayuṅkta
Ihre Paare (dvandva) und Kräfte fügte er sich selbst zu.
ātmā vā āgneyo vāk sarasvatīndriyam̐ somas
Der Agni-Gehörige ist das Selbst, Sarasvatī die Rede, Soma die Sinneskraft.
vācaṃ caivendriyaṃ cātmann upaniyuṅkte
Rede und Sinneskraft fügt er sich selbst zu.
atha pauṣṇas
Dann die Pūṣan-Gabe.
atha bārhaspatyaḥ
Dann die Bṛhaspati-Gabe.
paśavo vai pūṣā brahma bṛhaspatiḥ
Pūṣan ist das Vieh, Bṛhaspati das heilige Wort.
paśūm̐ś caiva brahma cātmann upaniyuṅkte
Vieh und heiliges Wort fügt er sich selbst zu.
atha vaiśvadevas
Dann die für die Viśve Devāḥ.
athaindras
Dann die für Indra.
vīryaṃ vai viśve devās saha indras
Die Viśve Devāḥ sind Manneskraft, Indra ist Übermacht (sahas).
vīryaṃ caiva sahaś cātmann upaniyuṅkte
Manneskraft und Übermacht fügt er sich selbst zu.
atha mārutas
Dann die für die Marut.
athaindrāgnas
Dann die für Indra und Agni.
balaṃ vai maruta oja indrāgnī
Die Maruts sind Stärke, Indra und Agni Kraft.
balaṃ caivaujaś cātmann upaniyuṅkte
Stärke und Kraft fügt er sich selbst zu.
prasavāyaiva sāvitras
Zur Anregung ist die Savitṛ-Gabe,
nirvaruṇatrāya vāruṇaḥ ‖
zur Befreiung von Varuṇa die Varuṇa-Gabe. [Anm.: „nirvaruṇatrāya“ so überliefert; wohl nirvaruṇatvāya]