Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 3

Anuvāka 2 Viṣṇu-Verse, Formeln bei Herrichtung und Fällung des Opferpfostens (Baum, Beil, Kraut).

uru viṣṇo vikramasvoru kṣayāya nas kṛdhi |

Viṣṇu, schreite weit aus, schaffe uns weiten Wohnraum;

ghṛtaṃ ghṛtayone piba prapra yajñapatiṃ tira ‖ svāhā

die Schmelzbutter trinke, du Butter-Geborener; fördere den Opferherrn voran und voran. Svāhā!

aty anyān agāṃ nānyān upāgām

Über andere bin ich hinausgegangen, zu anderen bin ich nicht gekommen;

yān nājujoṣaṃ pari tān avṛjam

die ich nicht mochte, die habe ich gemieden.

arvāk tvā parebhyo 'vidaṃ paro 'varebhyas

Diesseits fand ich dich vor den Jenseitigen, jenseits vor den Diesseitigen.

taṃ tvā juṣāmahe vanaspate devayajyāyai juṣṭaṃ viṣṇave

Dich, Herr des Waldes, den (dazu) Erwünschten, wählen wir gern für die Götterverehrung, dem Viṣṇu erwünscht.

devas tvā savitā madhvānaktu

Der Gott Savitṛ soll dich mit Honig salben.

svadhite mainam̐ him̐sīs

Beil, verletze ihn nicht.

antarikṣaṃ mā him̐sīḥ

verletze nicht den Luftraum,

pṛthivyā saṃbhava ‖

vereine dich mit der Erde.

vanaspate śatavalśo viroha sahasravalśā vi vayaṃ ruhema ‖

Herr des Waldes, wachse hundertästig; wir wollen tausendästig emporwachsen.

yaṃ tvāyam̐ svadhitis tetijānaḥ praṇināya mahate saubhagāya |

Dich, den dieses Beil, scharf geschliffen, (hierher) geführt hat zu großem Glück,

acchinnarāyam̐ suvīraḥ ‖

mit ungeschmälertem Reichtum, reich an Helden.