Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 3

Anuvāka 3 Mantras beim Bearbeiten des Opferpfostens: Bestreuen, Umkleiden, Salben; Verse auf Viṣṇus höchsten Schritt.

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām ādade

Auf den Antrieb des Gottes Savitṛ hin, mit den Armen der beiden Aśvin, mit den Händen des Pūṣan nehme ich dich.

idam ahaṃ rakṣaso grīvā apikṛntāmi

Hier schneide ich dem Rakṣas den Nacken ab.

idam ahaṃ yo nas samāno yo 'samāno 'rātīyati tasya grīvā apikṛntāmi

Hier schneide ich dem den Nacken ab, der uns feind ist, sei er uns gleichstehend oder nicht gleichstehend.

śundhantāṃ lokāḥ pitṛṣadanās

Rein sollen werden die Welten, die Sitze der Väter.

yāvayāsmad dveṣam

wehre von uns den Hass ab,

pitṛṣadanaṃ tvā lokam āstṛṇāmi

Dich, die Welt mit den Sitzen der Väter, bestreue ich.

svāveśo 'sy agregā netṝṇām

Leicht zu betreten bist du, vorangehend unter den Führern.

vanaspatis tvādhiṣṭhāsyati

Der Herr des Waldes wird dich besteigen [?].

ghṛtena dyāvāpṛthivī āpṛṇethām

mit Schmelzbutter füllt euch, Himmel und Erde.

devas tvā savitā madhvānaktu

Der Gott Savitṛ soll dich mit Honig salben.

supippalā oṣadhīs kṛdhi

Mache die Kräuter reich an Beeren (Früchten).

dyām agreṇāspṛkṣas

Mit deiner Spitze hast du den Himmel berührt,

āntarikṣaṃ madhyenāprāḥ

mit deiner Mitte den Luftraum gefüllt,

pṛthivīm upareṇādṛm̐hīḥ ‖

mit deinem (unteren Ende) die Erde festgemacht.

tā vāṃ vāstūny uśmasi gamadhyai yatra gāvo bhūriśṛṅgā ayāsaḥ |

Zu diesen euren beiden Wohnstätten begehren wir zu gehen, wo die Kühe mit vielen Hörnern, unermüdlich, (weiden);

atrāha tad urugāyasya viṣṇoḥ paramaṃ padam avabhāti bhūri ‖

dort strahlt hernieder der höchste Schritt des weitschreitenden Viṣṇu, gewaltig.

viṣṇoḥ karmāṇi paśyata yato vratāni paspaśe |

Seht Viṣṇus Taten, durch die er die Gelübde sichtbar machte;

indrasya yujyaḥ sakhā ‖

er ist der geeignete Freund Indras.

brahmavaniṃ tvā kṣatravaniṃ devavanim̐ sajātavaniṃ rāyaspoṣavaniṃ paryūhāmi

Dich, die das Brahman gewinnt, die die Kriegerherrschaft gewinnt, die die Götter gewinnt, die die Stammesgenossen gewinnt, die Reichtumsgedeihen gewinnt, umlege ich.

rāyaspoṣaṃ dṛm̐ha ‖

festige das Reichtumsgedeihen.

tad viṣṇoḥ paramaṃ padam̐ sadā paśyanti sūrayaḥ |

Jenen höchsten Schritt Viṣṇus sehen die Herren (Weisen) stets,

divīva cakṣur ātatam ‖

wie ein am Himmel ausgespanntes Auge.

pari tvā daivīr viśo vyayantām

Die göttlichen Stämme sollen dich rings umhüllen,

parīmaṃ rāyo manuṣyam

und die Reichtümer diesen Menschen,

antarikṣasya sānūpeṣa

auf den Höhen des Luftraums [?].

dyāṃ te dhūmo gacchatu

Zum Himmel gehe dein Rauch,

pṛthivīṃ bhasma svāhā ‖

zur Erde die Asche. Svāhā!