aindravāyavāgrā agre gṛhyante 'tha śukrāgrā athāgrāyaṇāgrās
Zuerst werden die mit dem Aindravāyava beginnenden Becher geschöpft, dann die mit dem Śukra beginnenden, dann die mit dem Āgrāyaṇa beginnenden.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 30
aindravāyavāgrā agre gṛhyante 'tha śukrāgrā athāgrāyaṇāgrās
Zuerst werden die mit dem Aindravāyava beginnenden Becher geschöpft, dann die mit dem Śukra beginnenden, dann die mit dem Āgrāyaṇa beginnenden.
gāyatro vā aindravāyavas traiṣṭubhaś śukro jāgata āgrāyaṇas
Gāyatra fürwahr ist der Aindravāyava, traiṣṭubh der Śukra, jāgata der Āgrāyaṇa.
etāvanti vai chandām̐si
So viele Metren gibt es fürwahr.
cchandobhir devās svargaṃ lokam āyan
Durch die Metren gelangten die Götter in die Himmelswelt;
chandobhir eva svargaṃ lokam eti
durch die Metren eben gelangt (der Opferherr) in die Himmelswelt.
āgrāyaṇaś caturthe 'han
Am vierten Tag ist der Āgrāyaṇa (der erste),
jāgato vā āgrāyaṇas
denn jāgata ist der Āgrāyaṇa.
jaganmukha eṣa trirātras
Dieser Trirātra hat die Jagatī zum Anfang;
yad eva cchanda āpnoti tenottaraṃ trirātraṃ pratanute
mit dem Metrum, das er (im ersten) erreicht, spannt er den folgenden Trirātra aus.
aindravāyavāgrāḥ pañcame 'han
Am fünften Tag sind die Aindravāyava-Becher die ersten,
gāyatro vā aindravāyavaḥ
denn gāyatra ist der Aindravāyava,
prāṇo gāyatrī
die Gāyatrī ist der Hauch (Lebensatem);
prāṇam eva madhyato dadhāti
den Hauch eben setzt er in die Mitte.
tasmān madhyataḥ prāṇas
Darum ist der Hauch in der Mitte.
śukrāgrāṣ ṣaṣṭhe 'han
Am sechsten Tag sind die Śukra-Becher die ersten;
traiṣṭubho vai śukras
traiṣṭubh fürwahr ist der Śukra,
triṣṭubanta eṣa trirātras
dieser Trirātra endet mit der Triṣṭubh;
antam evainam abhyudūhati
am Ende eben schließt er ihn ab (führt er ihn hinauf).
śukrāgrā eva saptame 'han
Nur mit Śukra-Bechern zuerst (beginnt) der siebente Tag;
traiṣṭubho vai śukras
traiṣṭubh fürwahr ist der Śukra,
triṣṭummukha eṣa cchandomaḥ
dieser Chandoma(-Tag) hat die Triṣṭubh zum Anfang;
pratyuttabdhyai sayatvāya
(dies geschieht) zum Gegenstützen, zum Zusammenbinden [?].
atho yad eva cchanda āpnoti tenottaraṃ trirātraṃ pratanute
Und ferner: mit dem Metrum, das er erreicht, spannt er den folgenden Trirātra aus.
āgrāyaṇāgrā aṣṭame 'han
Am achten Tag sind die Āgrāyaṇa-Becher die ersten;
jāgato vā āgrāyaṇas
jāgata fürwahr ist der Āgrāyaṇa,
jaganmadhya eṣa cchandomas
dieser Chandoma-Tag hat die Jagatī in der Mitte;
chandasām eva vyūham anuvyūhati
die Anordnung der Metren eben ordnet er nach.
aindravāyavāgrāḥ prāyaṇīya aindravāyavāgrā udayanīye
Am Beginnstag (prāyaṇīya) sind die Aindravāyava-Becher die ersten, am Schlußtag (udayanīya) die Aindravāyava-Becher die ersten:
prāṇo vā aindravāyavaḥ
der Hauch fürwahr ist der Aindravāyava,
prāṇenaiva prayanti prāṇenodyanti
mit dem Hauch eben ziehen sie aus, mit dem Hauch kehren sie zurück.
prāṇā vai grahās
Die Hauche fürwahr sind die Schöpfbecher (graha);
tān etan mohayati yad vyatihāraṃ gṛhṇāti
die verwirrt er, wenn er in vertauschter Folge schöpft.
yad agrān yad agrān gṛhṇīyāt taṃ dhārayan nā sādayitor āsīta
Wenn er die (jeweils) ersten Becher schöpft, so soll er, den (Becher) haltend, nicht (eher) sitzen bleiben als bis er (ihn) abgesetzt hat [?].
prāṇā vai grahāḥ
Die Hauche fürwahr sind die Schöpfbecher;
prāṇān evāyatanaśa āpādayati
die Hauche eben bringt er jeweils an ihre Stätte.
athottaraṃ prasṛtā gṛhyante
Sodann werden die folgenden ausgestreckt (prasṛta) geschöpft [?].
evam̐ ha vai keśino dālbhyasya vam̐śavraścane grahāñ jagṛhus
So schöpften fürwahr beim „Bambusfällen“ des Keśin Dālbhya die Priester die Becher.
sa hovāca luśākapiḥ khārgaliḥ kathaṃ grahān agrahīṣṭeti
Da sprach Luśākapi Khārgali: „Wie habt ihr die Becher geschöpft?“
itthamittham iti hāsmā ūcus
„So und so“, sagten sie ihm.
sa hovāca tryanīkam asya prajā bhaviṣyatīti
Er sprach: „Dreiheerig wird sein Volk (seine Nachkommenschaft) werden.“
tataḥ pañcālās tredhābhavan
Daraufhin wurden die Pañcāla dreigeteilt.
yasyaivaṃ grahā gṛhyante tryanīkam asya prajā bhavati ‖
Wem so die Becher geschöpft werden, dessen Volk (Nachkommenschaft) wird dreiheerig.