kṣetrasya pate madhumantam ūrmiṃ dhenur iva payo asmāsu dhukṣva |
Herr des Feldes, die honigsüße Welle, wie eine Milchkuh die Milch, melke sie uns zu!
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 30
kṣetrasya pate madhumantam ūrmiṃ dhenur iva payo asmāsu dhukṣva |
Herr des Feldes, die honigsüße Welle, wie eine Milchkuh die Milch, melke sie uns zu!
madhuścutaṃ ghṛtam iva supūtam ṛtasya naḥ patayo mṛḍayantu ‖
Honigtriefend, wie wohlgeläutertes Schmalz, mögen uns die Herren der Ordnung (ṛta) gnädig sein!
upayāmagṛhīto 'si
Mit der Unterlage (upayāma) gefaßt bist du.
adityai tvā caturūdhnyai ‖
Für Aditi, die viereuterige, (fasse) ich dich.
udīrayata marutas samudrato yūyaṃ vṛṣṭiṃ varṣayathā purīṣiṇaḥ |
Erhebt euch, Maruts, vom Meer her; ihr laßt Regen regnen, ihr Wasserreichen [?].
na vo dasrā upadasyanti dhenavaś śubhaṃ yātām anu rathā avṛtsata ‖
Nicht versiegen euch, ihr Wundervollen, die Milchkühe; auf glänzender Fahrt rollten eure Wagen hinterdrein [?].
upayāmagṛhīto 'si
Mit der Unterlage gefaßt bist du.
adityai tvā caturūdhnyai ‖
Für Aditi, die viereuterige, (fasse) ich dich.
mahīm ū ṣu mātaram̐ suvratānām ṛtasya patnīm avase huvema |
Die große Mutter der Gutgesinnten, die Gattin der Ordnung, wollen wir zur Hilfe rufen,
tuvikṣatrām ajarantīm urūcīm̐ suśarmāṇam aditim̐ supraṇītim ‖
die Machtreiche, Unalternde, Weitreichende, Gutbeschirmende, Aditi, die gut Führende.
upayāmagṛhīto 'si
Mit der Unterlage gefaßt bist du.
adityai tvā caturūdhnyai ‖
Für Aditi, die viereuterige, (fasse) ich dich.
eṣa te yonir
Dies ist dein Schoß (Sitz).
adityai tvā caturūdhnyai ‖
Für Aditi, die viereuterige, (fasse) ich dich.
vṛṣṭir vai devebhyo 'pākrāmat
Der Regen fürwahr wich von den Göttern zurück;
saiṣu lokeṣv aśrayata
er nahm Zuflucht in diesen Welten.
tāṃ devā anveṣṭum adhriyanta
Die Götter vermochten es nicht (die Kraft), sie aufzusuchen [?].
ta etaṃ graham apaśyan
Da sahen sie diesen Becher;
tam agṛhṇata
den schöpften sie.
tenaibhyo lokebhyo vṛṣṭim̐ saṃprācyāvayan
Damit ließen sie aus diesen Welten den Regen zusammenströmen.
tam etaṃ vṛṣṭikāmo gṛhṇīta
Diesen soll schöpfen, wer Regen wünscht,
kṣetrasya pate madhumantam ūrmim iti
mit „Herr des Feldes, die honigsüße Welle“.
asau vai kṣetrasya patir amuto varṣati
Jener (Himmel/Regenspender) fürwahr ist der Herr des Feldes; von dort regnet es.
udīrayata marutas samudrata iti
„Erhebt euch, Maruts, vom Meer her“:
marutas sṛṣṭāṃ vṛṣṭiṃ nayanti
Die Maruts führen den entlassenen Regen herbei.
mahīm ū ṣu mātaram̐ suvratānām iti
„Die große Mutter der Gutgesinnten“:
iyam aditir asyāṃ varṣati
Diese Aditi ist die Erde; auf ihr regnet es.
etā vai devatā varṣasyeśate
Diese Gottheiten fürwahr gebieten über den Regen;
tā evopadhāvati
zu diesen eben eilt er hin.
ebhya eva lokebhyo vṛṣṭim̐ saṃpracyāvayati
Aus diesen Welten eben läßt er den Regen zusammenströmen.
catusstanaṃ pātraṃ bhavati
Das Gefäß ist vierzitzig (mit vier Zitzen).
catasro diśas
Vier sind die Himmelsrichtungen;
digbhya eva vṛṣṭim̐ saṃpracyāvayati
aus den Himmelsrichtungen eben läßt er den Regen zusammenströmen.
yaṃ prathamam̐ stanam anupadyate tasyā diśo 'bhy etad varṣati
Zu welcher Zitze der Regen zuerst hinneigt [?], aus dieser Himmelsrichtung regnet es hierher.
api pātre kriyamāṇe varṣati
Schon während das Gefäß gemacht wird, regnet es.
mṛnmayena gṛhṇāti
Mit einem irdenen (Gefäß) schöpft er,
dārumayeṇa juhoti
mit einem hölzernen opfert er.
na hi mṛnmayam āhutim ānaśe ‖
Denn ein irdenes erreicht die Opfergabe nicht [?].