Quellen der Menschheit

Śatapatha-Brāhmaṇa (Śukla-Yajurveda) · Kāṇḍa 1

Adhyāya 3 Die Weihung der Opfergeräte und die Entzündung des Opferfeuers

Brāhmaṇa 1 (Die Reinigung der Opferlöffel und die Gürtung der Opfergattin): Dieses Brāhmaṇa behandelt die vorbereitende Reinigung der Opferlöffel (sruc, sruva) durch Abwischen, Erhitzen und Ausspülen, wobei menschlicher Brauch und göttliches Vorbild parallelisiert werden. Ein zweiter Themenblock schildert die rituelle Gürtung der Opfergattin, deren Symbolik (Aditi, der Strick des Varuṇa, Viṣṇus Eingang) ihre Rolle im Opfer absichert und vor Schaden schützt. Den Abschluss bildet das Betrachten und Läutern des Schmalzes, einschließlich der überlieferten Kontroverse, ob der Adhvaryu oder der Opferherr selbst auf das Schmalz blicken solle – eine Frage, zu der Yājñavalkya ausdrücklich Stellung bezieht. Brāhmaṇa 2 (Juhū, Upabhṛt und Dhruvā: die Sinndeutung der Schmalzlöffel): Im Mittelpunkt steht die kosmologische Deutung der drei Schöpflöffel Juhū, Upabhṛt und Dhruvā, die der Reihe nach mit Erde, Luftraum und Himmel, mit Atem und Wind sowie mit dem Puruṣa als Urbild des Opfers gleichgesetzt werden. Die genaue Zahl der Schmalzentnahmen (viermal in die Juhū, achtmal in die Upabhṛt, viermal in die Dhruvā) wird sozial und kosmisch gedeutet, insbesondere im Bild von Esser und zu Essendem, das die Über- und Unterordnung von Kriegeradel (kṣatra) und Volk (viś) widerspiegelt. Die absichtliche Nicht-Zuweisung des Schmalzes an einzelne Jahreszeiten oder Versmaße wird als Vermeidung schädlicher ritueller Gleichförmigkeit (jāmitā) begründet. Brāhmaṇa 3 (Die Weihung von Altar und Barhis und der Ursprung der Umfriedungshölzer): Dieser Abschnitt beschreibt die Besprengung von Brennholz, Altar und Barhis-Gras sowie das anschließende Streuen des Barhis, wobei der Altar (vedi) durchgehend als Frau gedeutet wird, die durch das Gras vor den Blicken der Anwesenden verhüllt wird. Zentral ist zudem die ätiologische Erzählung, nach der Agni sein Amt als Hotṛ nur unter der Bedingung übernimmt, dass ihn drei schützende Umfriedungshölzer (paridhi) vor dem als Vajra gedeuteten Vaṣaṭ-Ruf bewahren – ein Mythos, der zugleich Material und Bauart dieser Hölzer begründet. Brāhmaṇa 4 (Das Herrichten der Umfriedungshölzer und die Entzündung des Feuers): Hier wird die konkrete Anordnung der drei Umfriedungshölzer mit ihren begleitenden Gottheiten (Gandharva Viśvāvasu, Indra, Mitra und Varuṇa) sowie das stufenweise Entzünden des Feuers durch drei Brennscheite geschildert, die der Reihe nach mit der Gāyatrī, dem Frühling und dem Brahmán-Priester gleichgesetzt werden. Die abschließende Platzierung der Opferlöffel – die Juhū oben, die übrigen unten – wiederholt das in Brāhmaṇa 2 entwickelte Bild der Vorordnung des Kriegeradels vor dem Volk. Brāhmaṇa 5 (Die Sāmidhenī-Verse und ihre Zahlensymbolik): Das letzte Brāhmaṇa widmet sich den Sāmidhenī-Versen, mit denen der Hotṛ das vom Adhvaryu gelegte Feuer entzündet, und ihrer wechselnden Anzahl (elf, fünfzehn, siebzehn, einundzwanzig) je nach Anlass. Jede Zahl wird mit kalendarischen und kosmischen Größen (Halbmonat, Jahr, Prajāpati als der Siebzehnfache, die drei Welten und die Sonne als Einundzwanzigster) gleichgesetzt. Abschließend werden Regeln zum ununterbrochenen, rangunabhängigen Vortrag der Verse gegeben, die zugleich apotropäisch gegen Rivalen wirken sollen.

sa vai srucaḥ sammārṣṭi | tadyatsrucaḥ sammārṣṭi yathā vai devānāṃ caraṇaṃ tadvā anu manuṣyāṇāṃ tasmādyadāmanuṣyāṇām pariveṣaṇamupakḷptam bhavati

Er wischt die Opferlöffel ab. Dass er dies tut, entspricht dem Brauch der Götter, wie er auch bei den Menschen gilt: Bei den Menschen ist es nämlich üblich, vor dem Auftragen der Speise die Gefäße zu reinigen.

atha pātrāṇi nirṇenijati | tairnirṇitya pariveviṣatyevaṃ vā eṣa devānāṃ yajño bhavati yacūtāni havīṃṣi kḷptāvedisteṣāmetānyeva pātrāṇi yatsrucaḥ

Dann reinigt er die Gefäße. Nachdem er sie damit gereinigt hat, bedient er reichlich; so wird dies zum Opfer der Götter, weil die Opfergaben bereitstehen und der Altar hergerichtet ist – deren Gefäße sind eben diese, die Opferlöffel.

sa yatsammārṣṭi | nirṇenektyevainā etannirṇiktābhiḥ pracarāṇīti tadvai dvayenaiva devebhyo nirṇenijatyekena manuṣyebhyo 'dbhiśca brahmaṇā ca devebhya āpo hi kuśā brahma yajurekenaiva manuṣyebhyo 'dbhirevaivamvetannānā bhavati

Dass er die Löffel abwischt: 'Mit den gereinigten will ich das Opfer verrichten', so denkt er, während er sie eben damit reinigt. Für die Götter reinigt er dabei mit zweierlei, für die Menschen mit einem: für die Götter mit Wasser und mit der heiligen Formel – denn Wasser entspricht dem Kuśa-Büschel, die Opferformel dem Priesterwort (Brahman) –, für die Menschen dagegen mit Wasser allein. So wird dies unterschiedlich gehandhabt.

atha sruvamādatte | tam pratapati pratyuṣṭaṃ rakṣaḥ pratyuṣṭā arātayo niṣṭaptaṃ rakṣo niṣṭaptā arātaya iti vā

Dann nimmt er den Sruva. Er erhitzt ihn: 'Verbrannt ist der Unhold, verbrannt sind die Mißgunst-Dämonen', oder: 'Ausgebrannt ist der Unhold, ausgebrannt sind die Mißgunst-Dämonen' – so spricht er.

devā ha vai yajñaṃ tanvānāḥ | te 'surarakṣasebhya āsaṃgādbibhayāṃcakrustadyajñamukhādevaitannāṣṭrā rakṣāṃsyato 'pahanti

Als die Götter das Opfer ausspannten, fürchteten sie sich vor dem Angriff der Asuras und Rakṣas-Dämonen. Deshalb schlägt er von der Opfermündung her, nicht mit dem Treibstock, sondern eben damit [dem erhitzten Sruva], die Unholde zurück.

sa vā ityagrairantarataḥ sammārṣṭi | aniśito 'si sapatnakṣiditi yathānuparato yajamānasya sapatnānkṣiṇuyādevametadāha vājinaṃ tvā vājedhyāyai sammārjmīti yajñiyaṃ tvā yajñāya sammārjmītyevaitadāhaitenaiva sarvāḥ srucaḥ sammārṣṭi vājinīṃ tveti srucaṃ tūṣṇīm prāśitraharaṇaṃ

'Er wischt mit den Spitzen voran, von innen beginnend' – das heißt: 'Ungeschärft bist du, Feind-Vernichter', so spricht er, damit er unablässig die Nebenbuhler des Opferherrn vernichte. 'Den Kraftvollen wische ich dich ab, zum Erlangen der Kraft', spricht er; 'den Opferwürdigen wische ich dich ab, für das Opfer', spricht er ebenso. Mit eben dieser Formel wischt er alle Opferlöffel ab; bei der Sruc sagt er 'die Kraftvolle' (fem.), beim Prāśitraharaṇa wischt er schweigend.

sa vā ityagrairantarataḥ sammārṣṭīti | mūlairbāhyata itīva vā ayam prāṇa itīvodānaḥ prāṇodānāvevaitaddadhāti tasmāditīvemāni lomānītīvemāni

'Er wischt mit den Spitzen, von innen her ab' bedeutet: 'gleichsam mit den Wurzeln von außen her'. Dies hier gilt gleichsam als Einatem (Prāṇa), jenes als Ausatem (Udāna); eben damit legt er Ein- und Ausatem in ihn. Deshalb heißt es 'gleichsam diese', 'gleichsam jene Haare'.

sa vai sammṛjyasammṛjya pratapya pratapya prayacati | yathāvamarśaṃ nirṇijyānavamarśamuttamam parikṣālayedevaṃ tattasmātpratapya pratapya prayacati

Er reicht die Löffel dar, nachdem er sie wiederholt abgewischt und wiederholt erhitzt hat: so wie man ein Gefäß, je nach Maß der Berührung gereinigt, zuletzt makellos ausspülen sollte – ebenso geschieht es hier. Deshalb reicht er sie erst dar, nachdem er sie wiederholt erhitzt hat.

sa vai sruvamevāgre sammārṣṭi | athetarāḥ sruco yoṣā vai srugvṛṣā sruvastasmādyadyapi bahvya iva striyaḥ sārdhaṃ yanti ya eva tāsvapi kumāraka iva pumānbhavati sa eva tatra prathama etyanūcya itarāstasmātsruvamevāgre sammārṣṭyathetarāḥ srucaḥ

Er wischt zuerst den Sruva ab, dann die übrigen Sruc-Löffel. Die Sruc ist wie eine Frau, der Sruva wie ein Mann (Stier); deshalb geht, auch wenn mehrere Frauen zusammen gehen, derjenige, der unter ihnen gleichsam als einziges männliches Wesen ist, als Erster voran, und die anderen folgen ihm. Deshalb wischt er zuerst den Sruva ab, danach die übrigen Sruc-Löffel.

sa vai tathaiva sammṛjyāt | yathāgniṃ nābhivyukṣedyathā yasmā aśanamāhariṣyantsyāttam pātranirṇejanenābhivyukṣedevaṃ tattasmādu tathaiva sammṛjyādyathāgniṃ nābhivyukṣetprāṅivaivotkramya

Er soll die Löffel so abwischen, dass er das Feuer nicht mit dem Spülwasser bespritzt – wie man auch denjenigen, dem man Speise bringen will, nicht mit dem Spülwasser der Gefäße bespritzen würde. Deshalb soll er so abwischen, dass er das Feuer nicht bespritzt, indem er dabei gleichsam nach vorn heraustritt.

taddhaike | srukṣammārjanānyagnāvabhyādadhati vedasyāhābhūvantsruca ebhiḥ samamārjiṣuridaṃ vai kiṃcidyajñasya nedidam brahmā aśanamāharettam pātranirṇejanam pāyayedevaṃ tattasmādu parāsyedevaitāni

Dabei legen manche die Reste des Abwischens der Sruc-Löffel auf das Feuer: Diese sind gleichsam zum Altar (Veda) geworden, womit die Löffel abgewischt wurden [Anm.: Text an dieser Stelle unsicher/verderbt überliefert] – denn dies ist ja etwas vom Opfer. Man soll aber nicht einem Brahmanen Speise bringen und ihn zugleich das Gefäßspülwasser trinken lassen – ebenso verhält es sich hier. Deshalb soll er eben diese Reste wegwerfen.

atha patnīṃ saṃnahyati | jaghanārdho vā eṣa yajñasya yatpatnī prāṅme yajñastāyamāno yāditi yunaktyevaināmetadyuktā me yajñamanvāsātā iti

Dann gürtet er die Gattin des Opferherrn. Die Gattin ist die hintere Hälfte des Opfers. 'Auf dass mein sich ausbreitendes Opfer nach vorn gerichtet sei, gehe du' – so spricht er, während er sie damit anschirrt; das bedeutet: 'Angeschirrt sollst du meinem Opfer folgen'.

yoktreṇa saṃnahyati | yoktreṇa hi yogyaṃ yuñjantyasti vai patnyā amedhyaṃ yadavācīnaṃ nābherathaitadājyamavekṣiṣyamāṇā bhavati tadevāsyā etadyoktreṇāntardadhātyatha medhyenaivottarārdhanājyamavekṣate tasmātpatnīṃ saṃnahyati

Mit dem Gurt gürtet er sie, denn mit dem Gurt schirrt man das Zugtier an. Bei der Gattin gibt es Unreines, nämlich das, was unterhalb des Nabels liegt; sie aber wird gleich darauf das Schmalz betrachten. Eben dieses verdeckt er ihr mit dem Gurt, so dass sie mit dem oberen, reinen Teil das Schmalz betrachtet. Deshalb gürtet er die Gattin.

sa vā abhivāsaḥ saṃnahyati | oṣadhayo vai vāso varuṇyā rajjustadoṣadhīrevaitadantardadhāti tatho haināmeṣā varuṇyā rajjurna hinasti tasmādabhivāsaḥ saṃnahyati

Er gürtet sie über dem Gewand. Die Pflanzen sind nämlich das Gewand, der Gurt aber der Strick des Varuṇa; damit verbirgt er die Pflanzen dazwischen, so dass ihr dieser Strick des Varuṇa nicht schadet. Deshalb gürtet er sie über dem Gewand.

sa saṃnahyati | adityai rāsnāsītīyaṃ vai pṛthivyaditiḥ seyaṃ devānām patnyesā vā etasya patnī bhavati tadasyā etadrāsnāmeva karoti na rajjuṃ hiro vai rāsnā tāmevāsyā etatkaroti

Er gürtet sie: 'Der Aditi Riemen bist du' – diese Erde nämlich ist Aditi, sie ist die Gattin der Götter, jene aber ist die Gattin des Opferherrn. Damit macht er ihr den Gurt eben zum Riemen, nicht zu einem Strick; denn der Riemen ist wie eine Sehne, nicht wie ein Strick – eben das macht er ihr.

sa vai na granthim kuryāt | varuṇyo vai granthirvaruṇo ha patnīṃ gṛhṇīyādyadgranthiṃ kuryāttasmānna granthiṃ karoti

Er soll keinen Knoten machen. Der Knoten gehört nämlich dem Varuṇa; Varuṇa würde sich die Gattin nehmen, wenn er einen Knoten machte. Deshalb macht er keinen Knoten.

ūrdhvamevodgūhati | viṣṇorveṣyo 'sīti sā vai na paścātprācī devānāṃ yajñamanvāsīteyaṃ vai pṛthivyaditiḥ seyaṃ devānām patnī sā paścātprācī devānāṃ yajñamanvāste taddhemāmabhyārohetsā patnī kṣipre 'muṃ lokamiyāttatho ha patnī jyogjīvati tadasyā evaitannihnute tatho haināmiyaṃ na hinasti tasmādu dakṣiṇata ivaivānvāsīta

Er zieht den Gurt nach oben zusammen: 'Des Viṣṇu Eingang bist du', so spricht er. Sie sitzt nämlich nicht von hinten nach vorn gewandt dem Opfer der Götter bei. Diese Erde ist Aditi, die Gattin der Götter; sie sitzt von hinten nach vorn gewandt dem Opfer der Götter bei. Würde nun die Gattin diese [der Erde eigene] Stellung übersteigen, so ginge sie schnell in jene andere Welt ein und würde nicht mehr lange leben. Eben das verbirgt er ihr, und so schadet ihr diese Erde nicht. Deshalb sitzt sie gleichsam nur zur rechten Seite dem Opfer bei.

athājyamavekṣate | yoṣā vai patnī reta ājyam mithunamevaitatprajananaṃ kriyate tasmādājyamavekṣate

Dann blickt sie auf das Schmalz. Die Gattin ist das Weibliche, das Schmalz der Same; eben damit wird die Paarung, die Zeugung, vollzogen. Deshalb blickt sie auf das Schmalz.

sāvekṣate | 'dabdhena tvā cakṣuṣāvapaśyāmītyanārttena tvācakṣuṣāvapaśyāmītyevaitadāhāgnerjihvāsīti yadā vāetadagnau juhvatyathāgnerjihvā ivottiṣṭhanti tasmādāhāgnerjihvasīti suhūrdevebhya iti sādhu devebhya ityevaitadāha dhāmne dhāmne me bhava yajuṣe yajuṣa iti sarvasmai me yajñāyaidhītyevaitadāha

Sie blickt darauf: 'Mit unversehrtem Auge betrachte ich dich' – das heißt: 'mit unverletztem Auge betrachte ich dich', so sagt sie. 'Des Agni Zunge bist du' – denn wenn man dieses Schmalz ins Feuer opfert, erheben sich Flammen gleichsam wie Zungen des Agni; deshalb sagt sie 'des Agni Zunge bist du'. 'Gute Trägerin für die Götter' bedeutet 'gut für die Götter'. 'Sei mir zu jedem Wohnsitz, zu jeder Opferformel', das heißt 'gedeihe mir zu meinem ganzen Opfer' – eben dies sagt sie.

athājyamādāya prāṅudāharati | tadāhavanīye 'dhiśrayati yasyāhavanīye havīṃṣi śrapayanti sarvo me yajña āhavanīye śṛto 'sadityatha yadamutrāgre 'dhiśrayati patnīṃ hyavakāśayiṣyanbhavati na hi tadavakalpate yatsāmi pratyggharetpatnīmavakāśayiṣyāmītyatha yatpatnīṃ nāvakāśayedantariyāddha yajñātpatnīṃ tatho ha yajñātpatnīṃ nāntareti tasmādu sārdhameva vilāpya prāgudāharatyavakāśya patnīṃ yasyo patnī na bhavatyagra eva tasyāhavanīye 'dhiśrayati tattata ādatte tadantarvedyāsādayati

Dann trägt er das genommene Schmalz nach vorn hinaus und setzt es auf dem Āhavanīya-Feuer auf – jenem Feuer, auf dem man sonst die Opfergaben gart: 'Auf dass mein ganzes Opfer auf dem Āhavanīya gegart sei', denkt er. Dass er es aber zunächst dort drüben aufsetzt, geschieht, weil er der Gattin Platz machen will; es geziemt sich nämlich nicht, dass er es gleichsam rückwärts wieder zurücknähme, ohne der Gattin Platz gemacht zu haben. Würde er der Gattin keinen Platz machen, so träte er zwischen die Gattin und das Opfer; so aber tritt er nicht dazwischen. Deshalb löst er die Handlung gemeinsam mit ihr auf und trägt das Schmalz erst dann nach vorn hinaus, nachdem er der Gattin Platz gemacht hat. Hat der Opferherr aber keine Gattin, so setzt er das Schmalz gleich zu Anfang auf dessen Āhavanīya auf. Von dort nimmt er es dann wieder und setzt es innerhalb des Altars nieder.

tadāhuḥ | nāntarvedyāsādayedato vai devānām patnīḥ samyājayantyavasabhā aha devānām patnīḥ karoti paraḥpuṃso hāsya patnī bhavatīti tadu hovāca yājñavalkyo yathādiṣṭam patnyā astu kastadādriyeta yatparaḥpuṃsā vā patnī syādyathā vā yajño vediryajña ājyaṃ yajñādyajña nirmimā iti tasmādantarvedyevāsādayet

Dazu sagen manche: Man solle es nicht innerhalb des Altars niedersetzen; denn von dort aus lässt man sonst die Gattinnen der Götter mitopfern, und man würde die Gattinnen der Götter 'ohne Versammlungsanteil' machen, da dann seine Gattin wie eine Frau wäre, die außerhalb der Reihe der Männer sitzt. Dazu aber sagte Yājñavalkya: 'Es sei, wie es der Gattin vorgeschrieben ist – wer sollte sich daran stoßen, dass die Gattin gleichsam außerhalb der Reihe der Männer wäre, so wie ja auch der Altar das Opfer ist, das Schmalz das Opfer, und ich das Opfer aus dem Opfer heraus gestalte.' Deshalb soll man es eben innerhalb des Altars niedersetzen.

prokṣaṇīṣu pavitre bhavataḥ | te tata ādatte tābhyāmājyamutpunātyeko vā utpavanasya bandhurmedhyamevaitatkaroti

In den Besprengungswassern liegen zwei Reinigungssiebe. Diese nimmt er heraus und läutert mit ihnen das Schmalz. Es gibt nur eine Verbindung für das Läutern; damit macht er es eben rein.

sa utpunāti | savitustvā prasava utpunāmyacidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiriti so sāveva bandhuḥ

Er läutert es: 'Auf Antrieb des Savitṛ läutere ich dich, mit dem makellosen Reinigungssieb, mit den Strahlen der Sonne', so spricht er; das ist die Verbindung dazu.

athājyaliptābhyām pavitrābhyam | prokṣaṇīrutpunāti saviturvaḥ prasava utpu ... bandhuḥtadyadājyaliptābhyām pavitrābhyām | prokṣanīrutpunāti tadapsu payo dadhāti tadidamapsu payo hitamidaṃ hi yadā varṣatyathauṣadhayo jāyanta oṣadhīrjagdhvāpaḥ pītvā tata eṣa rasaḥ sambhavati tasmādu rasasyo caiva sarvatvāya

Dann läutert er mit den beiden schmalzbenetzten Reinigungssieben die Besprengungswasser: 'Auf Antrieb des Savitṛ läutere ich euch ...' [wie zuvor] – das ist die Verbindung dazu. Dass er mit den beiden schmalzbenetzten Sieben die Besprengungswasser läutert, bedeutet: Er legt Milchkraft in das Wasser; dies ist die im Wasser hinterlegte Milchkraft – denn wenn es regnet, entstehen die Pflanzen, und nachdem das Vieh die Pflanzen gefressen und Wasser getrunken hat, entsteht daraus dieser Saft, die Milch. Deshalb geschieht dies zugunsten der vollen Wirksamkeit des Saftes.

athājyamavekṣate | taddhaike yajamānamavakhyāpayanti tadu hovāca yājñavalkyaḥ kathaṃ nu na svayamadhvaryavo bhavanti kathaṃ svayaṃ nānvāhuryatra bhūyasya ivāśiṣaḥ kriyante kathaṃ nveṣāmatraiva śraddhā bhavatīti yāṃ vai kāṃ ca yajña ṛtvija āśiṣamāśāsate yajamānasyaiva sā tasmādadhvaryurevāvekṣeta

Dann blickt man auf das Schmalz. Dabei lassen manche den Opferherrn selbst darauf blicken. Dazu aber sagte Yājñavalkya: 'Warum werden dann die Opferherren nicht selbst zu Adhvaryus? Warum sprechen sie es nicht selbst, wenn doch dabei die größeren Segenswünsche vollzogen werden? Warum vertraut man dann gerade hierbei allein ihnen?' Welchen Segenswunsch die Priester beim Opfer auch erbitten, er gilt eben dem Opferherrn. Deshalb soll allein der Adhvaryu darauf blicken.

so 'vekṣate | satyaṃ vai cakṣuḥ satyaṃ hi vai cakṣustasmādyadidānīṃ dvau vivadamānāveyātāmahamadarśamahamaśrauṣamiti ya eva brūyādahamadarśamiti tasmā eva śraddadhyāma tatsatyenaivaitatsamardhayati

Er blickt darauf: 'Wahrheit ist das Auge', denn das Auge ist wahrlich Wahrheit. Deshalb würde man, wenn zwei miteinander Streitende aufträten und der eine sagte 'ich habe es gesehen', der andere 'ich habe es gehört', eher dem Glauben schenken, der sagt 'ich habe es gesehen'. Damit lässt er dies eben durch die Wahrheit gedeihen.

so 'vekṣate | tejo 'si śukramasyamṛtamasīti sa eṣa satya eva mantrastejā hyetaśukraṃ hyetadamṛtaṃ hyetattatsatyenaivaitatsamardhayati

Er blickt darauf: 'Glut bist du, hell bist du, unsterblich bist du', so spricht er; das ist ein wahrer Spruch, denn dies ist Glut, dies ist hell, dies ist unsterblich. Damit lässt er dies eben durch die Wahrheit gedeihen.

puruṣo vai yajñaḥ | puruṣastena yajño yadenam puruṣastanuta eṣa vai tāyamāno yāvāneva puruṣastāvānvidhīyate tasmātpuruṣo yajñaḥ

Der Mensch ist das Opfer; denn der Mensch bewirkt durch sich selbst das Opfer, indem er es ausspannt. Dieses Opfer wird, während es ausgespannt wird, gerade in dem Maß eingerichtet, wie der Mensch selbst bemessen ist. Deshalb ist der Mensch das Opfer.

tasyeyameva juhūḥ | iyamupabhṛdātmaiva dhruvā tadvā ātmana evemāni sarvāṇyaṅgāni prabhavanti tasmādu dhruvāyā eva sarvo yajñaḥ prabhavati

Dessen Juhū ist eben diese Erde hier, die Zwischenwelt der Upabhṛt, der Leib selbst die Dhruvā; denn vom Leib selbst gehen ja alle Glieder aus. Deshalb geht das ganze Opfer von der Dhruvā aus.

prāṇa eva sruvaḥ | so 'yam prāṇaḥ sarvāṇyaṅgānyanusaṃcarati tasmādu sruvaḥ sarvā anu srucaḥ saṃcarati

Der Sruva ist eben der Atem; dieser Atem durchwandert alle Glieder. Deshalb durchläuft der Sruva alle Sruc-Löffel.

tasyāsāveva dyaurjuhūḥ | athedamantarikṣamupabhṛdiyamevadhruvā tadvā asyā eveme sarve lokāḥ prabhavanti tasmādu dhruvāyā eva sarvo yajñaḥ prabhavati

Dessen Juhū ist eben jener Himmel dort, der Luftraum die Upabhṛt, diese Erde die Dhruvā; denn von dieser Erde gehen alle Welten aus. Deshalb geht das ganze Opfer von der Dhruvā aus.

ayameva sruvo yo 'yam pavate | so 'yamimāṃtsarvāṃllokānanupavate tasmādu sruvaḥ sarvā anu srucaḥ saṃcarati

Eben dieser Wind, der da weht, ist der Sruva; er durchweht alle Welten. Deshalb durchläuft der Sruva alle Sruc-Löffel.

sa eṣa yajñastāyamāno | devebhyastāyata ṛtubhyaścandobhyo yaddhavistaddevānāṃ yatsomo rājā yatpuroḍāśastattadādiśya gṛhṇātyamuṣme tvā juṣṭaṃ gṛhṇāmītyevamu haiteṣām

Dieses Opfer wird, wenn es ausgespannt wird, für die Götter, für die Jahreszeiten und für die Versmaße ausgespannt. Was Opfergabe ist, gehört den Göttern; was König Soma, was der Reiskuchen ist, das nimmt er, indem er es jeweils der betreffenden Gottheit zuweist: 'Dir, dem [Gott] N.N. genehm, nehme ich dies' – so spricht er für jede von ihnen.

atha yānyājyāni gṛhyante | ṛtubhyaścaiva tāni candobhyaśca gṛhyante tattadanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇāti sa vai caturjuhvām gṛhṇātyaṣṭau kṛtva upabhṛti

Die Schmalzportionen aber, die genommen werden, werden sowohl für die Jahreszeiten als auch für die Versmaße genommen; deshalb nimmt er sie, ohne sie einer bestimmten Gottheit zuzuweisen, in der Gestalt des Schmalzes selbst. Er nimmt viermal in die Juhū, achtmal in die Upabhṛt.

sa yaccaturjuhvāṃ gṛhṇāti | ṛtubhyastadgṛhṇāti prayājebhyo hi tadgṛhṇātyṛtavo hi prayājāstattadanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇātyajāmitāyai jāmi ha kuryādyadvasantāya tvā grīṣmāya tveti gṛhṇīyāttasmādanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇāti

Dass er viermal in die Juhū nimmt, geschieht für die Jahreszeiten, denn er nimmt es für die Vor-Opfer – die Jahreszeiten sind nämlich die Vor-Opfer. Deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst; würde er sprechen: '[Dich nehme ich] für den Frühling, dich für den Sommer', so würde er der Freiheit von Gleichförmigkeit zuwider Gleichförmigkeit herbeiführen. Deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst.

atha yadaṣṭau kṛtva upabhṛti gṛhṇāti | candobhyastadgṛhṇātyanuyājebhyo hi tadgṛhṇāti candāṃsi hyanuyājāstattadanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇātyajāmitāyai jāmi ha kuryādyadgāyatryai tvā triṣṭubhe tveti gṛhṇīyāttasmādanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇāti

Dass er aber achtmal in die Upabhṛt nimmt, geschieht für die Versmaße, denn er nimmt es für die Nach-Opfer – die Versmaße sind nämlich die Nach-Opfer. Deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst; würde er sprechen: '[Dich nehme ich] für die Gāyatrī, dich für die Triṣṭubh', so würde er der Freiheit von Gleichförmigkeit zuwider Gleichförmigkeit herbeiführen. Deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst.

atha yaccaturdhruvāyāṃ gṛhṇāti | sarvasmai tadyajñāya gṛhṇāti tattadanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇāti kasmā u hyādiśedyataḥ sarvābhya eva devatābhyo 'vadyati tasmādanādiśyājyasyaiva rūpeṇa gṛhṇāti

Dass er viermal in die Dhruvā nimmt, geschieht für das ganze Opfer; deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst. Wem sollte er es auch zuweisen, da er doch für alle Gottheiten zugleich ein Stück davon abschneidet? Deshalb nimmt er es ohne Zuweisung, eben in der Gestalt des Schmalzes selbst.

yajamāna eva juhūmanu | yo 'smā arātīyati sa upabhṛtamanvattaiva juhūmanvādya upabhṛtamanvattaiva juhūrādya upabhṛtsa vai caturjuhvāṃ gṛhṇātyaṣṭau kṛtva upabhṛti

Der Opferherr entspricht der Juhū; wer ihm missgünstig gesinnt ist, entspricht demgemäß der Upabhṛt beim Essen: Die Juhū ist dabei das zu Essende, die Upabhṛt die Esserin des zu Essenden. Er nimmt nämlich viermal in die Juhū, achtmal in die Upabhṛt.

sa yaccaturjuhvāṃ gṛhṇāti | attāramevaitatparimitataraṃ kanīyāṃsaṃ karotyatha yadaṣṭau kṛtva upabhṛti gṛhṇātyādyamevaitadaparimitataram bhūyāṃsaṃ karoti taddhi samṛddhaṃ yatrāttā kanīyānādyo bhūyān

Dass er viermal in die Juhū nimmt, macht damit den Esser geringer bemessen, kleiner; dass er aber achtmal in die Upabhṛt nimmt, macht damit das zu Essende reichlicher bemessen, größer. Denn gedeihlich ist es, wenn der Esser kleiner, das zu Essende größer ist.

sa vai caturjuhvāṃ gṛhṇan | bhūya ājyaṃ gṛhṇātyaṣṭau kṛtva upabhṛti gṛhṇankanīya ājyaṃ gṛhṇāti

Wenn er viermal in die Juhū nimmt, nimmt er dabei jeweils mehr Schmalz; wenn er achtmal in die Upabhṛt nimmt, nimmt er dabei jeweils weniger Schmalz.

sa yaccaturjuhvāṃ gṛhṇan | bhūya ājyaṃ gṛhṇātyattāramevaitatparimitataraṃ kanīyāṃsaṃ kurvaṃstasminvīryam balaṃ dadhātyatha yadaṣṭau kṛtva upabhṛti gṛhṇankanīya ājyaṃ gṛhṇātyādyamevaitadaparimitataram bhūyāṃsaṃ kurvaṃstamavīryamabalīyāṃsaṃ karoti tasmāduta rājāpārāṃ viśam prāvasāyāpyekaveśmanaiva jināti tvadyathā tvatkāmayate tathā sacata eteno ha tadvīryeṇa yajjuhvām bhūya ājyaṃ gṛhṇāti sa yajjuhvāṃ gṛhṇāti juhvaiva tajjuhoti yadupabhṛti gṛhṇāti juhvaiva tajjuhoti

Dass er viermal in die Juhū nehmend mehr Schmalz nimmt: Damit legt er, indem er den Esser geringer bemessen, kleiner macht, Tatkraft und Stärke in ihn hinein. Dass er aber achtmal in die Upabhṛt nehmend weniger Schmalz nimmt: Damit macht er, indem er das zu Essende reichlicher bemessen, größer macht, dieses tatkraftlos und schwächer. Deshalb bezwingt sogar ein König ein fremdes Volk [Anm.: die Textstelle 'rājāpārāṃ viśam' ist unsicher/verderbt überliefert; übersetzt nach der naheliegenden Konjektur 'ein König unterwirft ein fremdes/anderes Volk'], selbst wenn er nur über ein einziges Haus an Streitmacht verfügt – 'wie du willst, so sollst du dich fügen' –, eben durch diese Tatkraft, weil er für die Juhū mehr Schmalz nimmt. Und weil er für die Juhū mehr Schmalz nimmt, opfert er auch das, was er in die Upabhṛt nimmt, eben mit der Juhū.

tadāhuḥ | kasmā u tarhyupabhṛti gṛhṇīyādyadupabhṛtā na juhotīti sa yaddhopabhṛtā juhuyātpṛthagghaivemāḥ prajāḥ syurnaivāttā syānnādyaḥ syādatha yattajjuhveva samānīya juhoti tasmādimā viśaḥ kṣatriyasyaiva vaśe sati vaiśyam paśava upatiṣṭante 'tha yattajjuhveva samānīya juhoti tasmādyadota kṣatriyaḥ kāmayate 'thāha vaiśya mayi yatte paro nihitaṃ tadāhareti taṃ jināti tvadyathā tvatkāmayate tathā sacata eteno hatadvīryeṇa

Dazu sagt man: Warum sollte man dann überhaupt noch in die Upabhṛt nehmen, wenn man doch nicht mit der Upabhṛt opfert? Würde er nämlich mit der Upabhṛt opfern, so wären diese Geschöpfe je für sich getrennt; es gäbe dann weder einen Esser noch ein zu Essendes. Dass er es aber eben mit der Juhū zusammengeführt opfert, bedeutet: Deshalb stehen diese Untertanenschaften, obwohl sie in der Gewalt des Kriegeradels sind, dem Vaiśya samt dem Vieh bei. Und weil er es mit der Juhū zusammengeführt opfert, sagt ein Kṣatriya, wenn er etwas begehrt: 'Vaiśya, was von dir als Überschuss bei mir hinterlegt ist, das bringe her!' – und er bezwingt ihn: 'Wie du willst, so füge dich!' – eben durch diese Tatkraft.

tāni vā etāni | candobhya ājyāni gṛhyante sa yaccaturjuhvāṃ gṛhṇāti gāyatryai tadgṛhṇātyatha yadaṣṭau kṛtva upabhṛti gṛhṇāti triṣṭubjagatībhyāṃ tadgṛhṇātyatha yaccaturdhruvāyāṃ gṛhṇātyanuṣṭubhe tadgṛhṇāti vāgvā anuṣṭubvāco vā idaṃ sarvam prabhavati tasmādu dhruvāya eva sarvā yajñaḥ prabhavatīyam vā anuṣṭubasyai vā idaṃ sarvam prabhavati tasmādu dhruvāyā eva sarvo yajñaḥ prabhavati

Diese Schmalzportionen werden für die Versmaße genommen. Dass er viermal in die Juhū nimmt, geschieht für die Gāyatrī; dass er achtmal in die Upabhṛt nimmt, für Triṣṭubh und Jagatī zugleich; dass er viermal in die Dhruvā nimmt, für die Anuṣṭubh. Die Anuṣṭubh ist nämlich die Rede, von der ja dies alles ausgeht. Deshalb geht das ganze Opfer von der Dhruvā aus. Diese Erde hier ist nämlich die Anuṣṭubh, von der ja dies alles ausgeht. Deshalb geht das ganze Opfer eben von der Dhruvā aus.

sa gṛhṇāti | dhāṃ nāmāsi priyaṃ devānāmityetadvai devānām priyatamaṃ dhāma yadājyaṃ tasmādāha dhāma nāmāsi priyaṃ devānāmityanādhṛṣṭaṃ devayajanamasīti vajro hyājyaṃ tasmādāhānādhṛṣṭaṃ devayajanamasīti

Er nimmt es: 'Wohnstatt mit Namen bist du, lieb den Göttern' – das ist nämlich der Götter liebste Wohnstatt, das Schmalz; deshalb sagt er dies. 'Unangreifbare Opferstätte der Götter bist du' – das Schmalz ist nämlich der Vajra; deshalb sagt er auch dies.

sa etena yajuṣā | sakṛjjuhvāṃ gṛhṇāti tristūṣṇīmetenaiva yajuṣā sakṛdupabhṛti gṛhṇāti sapta kṛtvastūṣṇīmetenaiva yajuṣā sakṛddhruvāyāṃ gṛhṇāti tristūsṇīṃ tadāhustristrireva yajuṣā gṛhṇīyātrivṛddhi yajña iti tadu nu sakṛtsakṛdevātro hyeva trirgṛhītaṃ sampadyate

Mit dieser Opferformel nimmt er einmal mit Worten und dreimal schweigend in die Juhū; mit ebendieser Formel einmal mit Worten und siebenmal schweigend in die Upabhṛt; mit ebendieser Formel einmal mit Worten und dreimal schweigend in die Dhruvā. Dazu sagt man: Man solle mit der Opferformel je dreimal nehmen, denn das Opfer ist dreifach; nun aber nimmt er je nur einmal – eben darin kommt es dreifach genommen zustande.

prokṣaṇīradhvaryurādatte | sa idhmamevāgre prokṣati kṛṣṇo 'syākhareṣṭho 'gnaye tvā juṣṭam prokṣāmīti tanmedhyamevaitadagnaye karoti

Der Adhvaryu nimmt die Besprengungswasser. Er besprengt zuerst das Brennholz: 'Schwarz bist du, [im Loch] stehend [Anm.: das Epitheton 'kṛṣṇo 'syākhareṣṭho' ist lexikalisch dunkel und unsicher überliefert] – dir, dem Agni genehmen, sprenge ich zu', so spricht er; damit macht er es eben rein für Agni.

atha vedim prokṣati | vedirasi barhiṣe tvā juṣṭām prokṣāmi tanmedhyāmevaitadbarhiṣe karoti

Dann besprengt er den Altar: 'Altar bist du; dir, dem Barhis genehmen, besprenge ich' – damit macht er ihn rein für das Barhis.

athāsmai barhiḥ prayacati | tatpurastādgranthyāsādayati tatprokṣati barhirasi srugbhyastvā juṣṭam prokṣāmi tanmedhyamevaitatsrugbhyaḥ karoti

Dann reicht er ihm das Barhis dar. Er setzt es vorn beim Knoten nieder und besprengt es: 'Barhis bist du; dir, den Sruc-Löffeln genehmen, besprenge ich' – damit macht er es rein für die Sruc-Löffel.

atha yāḥ prokṣaṇyaḥ pariśiṣyante | tābhiroṣadhīnām mūlānyupaninayatyadityai vyundanamasītīyaṃ vai pṛthivyaditistadasyā evaitadoṣadhīnām mūlānyuponatti tā imā ārdramūlā oṣadhayastasmādyadyapi śuṣkāṇyagrāṇi bhavantyārdrāṇyeva mūlāni bhavanti

Die übrig gebliebenen Besprengungswasser aber gießt er über die Wurzeln der Pflanzen: 'Für Aditi als Anfeuchtung bist du' – diese Erde nämlich ist Aditi; damit befeuchtet er ihre, der Erde, Pflanzenwurzeln. Deshalb sind diese Pflanzen an der Wurzel feucht; auch wenn die Spitzen trocken sind, bleiben die Wurzeln feucht.

atha visraṃsya granthim | purastātprastaraṃ gṛhṇāti viṣṇo stupo 'sīti yajño vai viṣṇustasyeyameva śikhā stupa etāmevāsminnetaddadhāti purastādgṛhṇāti purastāddhyayaṃ stupastasmātpurastādgṛhṇāti

Dann, nachdem er den Knoten gelöst hat, nimmt er den Prastara vorn: 'Des Viṣṇu Schopf bist du' – das Opfer ist nämlich Viṣṇu, und dessen Schopf ist eben diese Haarlocke; eben diese legt er hierin. Er nimmt ihn vorn, denn dieser Schopf befindet sich vorn; deshalb nimmt er ihn vorn.

atha saṃnahanaṃ visraṃsayati | prakḷptaṃ haivāsya strī vijāyata iti tasmātsaṃnahanaṃ visraṃsayati taddakṣiṇāyāṃ śroṇau nidadhāti nīvirhaivāsyaiṣā dakṣiṇata iva hīyaṃ nīvistasmāddakṣiṇāyāṃ śroṇau nidadhāti tatpunarabhicādayatyabhicanneva hīyaṃ nīvistasmātpunarabhicādayati

Dann löst er die Gürtung: 'Es ist ja feststehend, dass dessen Frau [dabei] gebiert', so heißt es; deshalb löst er die Gürtung. Er legt sie auf die rechte Hüfte, denn sie ist dessen Nīvi (Gewandknoten), und diese Nīvi liegt gleichsam auf der rechten Seite; deshalb legt er sie auf die rechte Hüfte. Dann bedeckt er sie wieder, denn diese Nīvi ist ja bedeckt; deshalb bedeckt er sie wieder.

atha barhi stṛṇāti | ayaṃ vai stupaḥ prastaro 'tha yānyavāñci lomāni tānyevāsya yaditaram barhistānyevāsminnetaddadhāti tasmādbarhi stṛṇāti

Dann streut er das Barhis aus. Dieser Prastara ist nämlich der Schopf; die abwärts gerichteten Haare aber sind das übrige Barhis; eben diese legt er hierin. Deshalb streut er das Barhis aus.

yoṣā vai vediḥ | tāmetaddevāśca paryāsate ye ceme brāhmaṇāḥ śuśruvāṃso 'nūcānāsteṣvevaināmetatparyāsīneṣvanagnāṃ karotyanagnatāyā eva tasmādbarhi stṛṇāti

Der Altar ist eine Frau. Um sie herum setzen sich sowohl die Götter als auch die gelehrten, belesenen Brahmanen; während diese um sie herum sitzen, macht er sie damit unnackt. Um ihrer Nichtnacktheit willen also streut er das Barhis aus.

yāvatī vai vediḥ | tāvatī pṛthivyoṣadhayo barhistadasyāmevaitatpṛthivyāmoṣadhīrdadhāti tā imā asyām pṛthivyāmoṣadhayaḥ pratiṣṭhitāstasmādbarhi stṛṇāti

Der Altar ist so groß wie die Erde, das Barhis sind die Pflanzen; damit legt er eben auf diese Erde die Pflanzen, die ja auf dieser Erde verankert sind. Deshalb streut er das Barhis aus.

tadvai bahulaṃ stṛṇīyādityāhuḥ yatra vā asyai bahulatamā oṣadhayastadasyā upajīvanīyatamaṃ tasmādbahulaṃ stṛṇīyāditi tadvai tadāhartaryevādhi trivṛtstṛṇāti trivṛddhi yajño 'tho api pravarhaṃ stṛṇīyātstṛṇanti barhirānuṣagiti ṛṣiṇābhyanūktamadharamūlaṃ stṛṇātyadharamūlā iva hīmā asyām pṛthivyāmoṣadhayaḥ pratiṣṭhitāstasmādadharamūlaṃ stṛṇāti

Man solle es dicht ausstreuen, sagt man; denn wo die Pflanzen für die Erde am dichtesten sind, dort ist das Ergiebigste zum Leben – deshalb solle man es dicht ausstreuen. Das geschieht, indem er es auf den Darbringer hin dreifach ausbreitet, denn das Opfer ist dreifach. Auch könne man einen Überschuss ausstreuen – 'man streut das Barhis der Reihe nach', so ist von einem Ṛṣi bestätigt. Er streut mit der Wurzel nach unten aus, denn diese Pflanzen sind hier auf der Erde gleichsam mit der Wurzel nach unten verankert; deshalb streut er mit der Wurzel nach unten aus.

sa stṛṇāti | ūrṇamradasaṃ tvā stṛṇāmi svāsasthāṃ devebhya iti sādhvīṃ devebhya ityevaitadāha yadāhorṇamradasaṃ tveti svāsasthāṃ devebhya iti svāsadāṃ devebhya ityevaitadāha

Er streut aus: 'Wollweich breite ich dich aus, als gute Sitzstatt für die Götter' – 'gut für die Götter', eben dies sagt er, wenn er 'wollweich bist du' spricht; 'als gute Sitzstatt für die Götter' bedeutet 'als gute Sitzgelegenheit für die Götter' – eben dies sagt er.

athāgniṃ kalpayati | śiro vai yajñasyāhavanīyaḥ pūrvo 'rdho vai śiraḥ pūrvārdhamevaitadyajñasya kalpayatyuparyupari prastaraṃ dhārayaṅkalpayatyayaṃ vai stupaḥ prastara etamevāsminnetatpratidadhāti tasmāduparyupari prastaraṃ dhārayaṅkalpayati

Dann richtet er das Āhavanīya-Feuer her. Der Āhavanīya ist nämlich das Haupt des Opfers, das Haupt aber die Vorderhälfte; damit richtet er die Vorderhälfte des Opfers her. Er richtet es her, indem er den Prastara immer weiter oben hält; dieser ist nämlich der Schopf, den er eben wieder hierin zurücklegt. Deshalb richtet er es her, indem er den Prastara immer weiter oben hält.

atha paridhīnparidadhāti | tadyatparidhīnparidadhāti yatra vai devā agre 'gniṃ hotrāya prāvṛṇata taddhovāca na vā ahamidamutsahe yadvo hotā syāṃ yadvo havyaṃ vaheyaṃ trīnpūrvānprāvṛḍhvaṃ te prādhanviṣustānnu me 'vakalpayatātha vāahametadutsākṣye yadvo hotā syāṃ yadvo havyaṃ vaheyamiti tatheti tānasmā etānavākalpayaṃsta ete paridhayaḥ

Dann legt er die Umfriedungshölzer herum. Als die Götter zu Anfang den Agni zum Hotṛ-Amt erwählten, sprach dieser: 'Ich vermag dies nicht, euer Hotṛ zu sein, eure Opfergabe zu fahren. Ihr habt drei Frühere erwählt, die geflohen sind – die richtet mir doch her! Dann werde ich es wohl vermögen, euer Hotṛ zu sein, eure Opfergabe zu fahren.' 'So sei es', sagten die Götter und richteten ihm diese drei Vorgänger her; das sind eben diese Umfriedungshölzer.

sa hovāca | vajro vai tānvaṣaṭkāraḥ prāvṛṇagvajrādvai vaṣaṭkārādbibhemi yanmā vajro vaṣaṭkāro na pravṛñjyādetaireva māparidhatta tathā mā vajro vaṣaṭkāro na pravarkṣyatīti tatheti tametaiḥ paryadadhustaṃ na vajro vaṣaṭkāraḥ rāvṛṇaktadvarmaivaitadagnaye nahyati yadetaiḥ paridadhāti

Da sprach er: 'Der Vajra, der Vaṣaṭ-Ruf, hat sie getroffen. Vor dem Vajra, dem Vaṣaṭ-Ruf, fürchte ich mich, dass er mich nicht verschone. Umgebt mich mit diesen drei Hölzern, damit mich der Vajra, der Vaṣaṭ-Ruf, nicht verletze.' 'So sei es', sprachen sie und umgaben ihn damit; ihn verletzte der Vajra, der Vaṣaṭ-Ruf, nicht [Anm.: die Verbform 'rāvṛṇak' ist an dieser Stelle unsicher/verderbt überliefert; übersetzt nach der naheliegenden Konjektur im Sinn von 'nicht verletzen']. Das ist eben eine Rüstung, die er damit für Agni anlegt, wenn er ihn mit diesen umgibt.

ta u haita ūcuḥ | idamu cedasmānyajñe yuṅkthāstvevāsmākamapi yajñe bhāga iti

Diese drei Umfriedungshölzer aber sprachen: 'Wenn du uns nun beim Opfer einspannst, so soll auch uns ein Anteil am Opfer zukommen'.

tatheti devā abruvan | yadbahiṣparidhi skantsyati tadyuṣmāsu hutamatha yadva uparyupari hoṣyanti tadvo 'viṣyatīti sa yadagnau juhvati tadenānavatyatha yadenānuparyupari juhvati tadenānavatyatham yadbahiṣparidhi skandati tadeteṣu hutaṃ tasmādu ha nāga iva skannaṃ syādimāṃ vai te prāviśanyadvā idaṃkiṃca skandatyasyāmeva tatsarvam pratitiṣṭhati

'So sei es', sprachen die Götter: 'Was außerhalb der Umfriedung tropfen wird, das ist euch geopfert; was man euch obendrein opfern wird, das kommt euch ebenfalls zugute.' Wenn man also ins Feuer opfert, nützt es diesen Hölzern; opfert man ihnen obendrein, nützt es ihnen ebenso; und was außerhalb der Umfriedung tropft, ist ihnen geopfert. Deshalb soll es nicht wie ein Berg [unbewegt] verschüttet daliegen – 'in dich sind sie ja eingegangen', denkt man von der Erde; und was auch immer da verschüttet wird, findet in ihr seinen Halt.

sa skannamabhimṛśati | bhuvapataye svāhā bhuvanapataye svāhā bhūtānām pataye svāhetyetāni vai teṣāmagnīnāṃ nāmāni yadbhuvapatirbhuvanapatirbhūtānām patistadyathā vaṣaṭkṛtaṃ hutamevamasyaiteṣvagniṣu bhavati

Er berührt das Verschüttete: 'Dem Herrn des Werdens, Svāhā! Dem Herrn der Welt, Svāhā! Dem Herrn der Wesen, Svāhā!' – das sind die Namen jener Feuergottheiten. So wie mit dem Vaṣaṭ-Ruf geopfert wird, ebenso geschieht dies nun auch bei diesen Feuern.

taddhaike | idhmasyaivaitānparidhīnparidadhāti tadu tathā na kuryādanavakḷptā ha tasyaite bhavanti yānidhmasya paridadhātyabhyādhānāya hyevedhmaḥ kriyate tasyo haivaite 'vakḷptā bhavanti yasyaitānanyānāharanti paridhaya iti tasmādanyānevāhareyuḥ

Dabei legen manche diese Umfriedungshölzer eben vom gewöhnlichen Brennholz herum. So aber solle man es nicht machen, denn ungeeignet sind diese Hölzer, wenn man sie vom Brennholz nimmt – das Brennholz wird ja eigens zum Nachlegen bereitet. Geeignet sind sie vielmehr für den, für den man eigene, andere Umfriedungshölzer herbeischafft. Deshalb solle man eben andere, besondere Hölzer herbeischaffen.

te vai pālāśāḥ syuḥ | brahma vai palāśo brahmāgniragnayo hi tasmātpālāśāḥ syuḥ

Diese sollen aus Palāśa-Holz sein; der Palāśa-Baum ist nämlich das Brahman, Brahman ist Agni, denn diese Hölzer sind ja Feuer. Deshalb sollen sie aus Palāśa-Holz sein.

yadi pālāśānna vindet | atho api vaikaṅkatā syuryadi vaikaṅkatānna vindedatho api kārṣmaryamayāḥ syuryadi kārṣmaryamayānna vindedatho api vailvāḥ syuratho khādirā atho audumbarā ete hi vṛkṣā yajñiyāstasmādeteṣāṃ vṛkṣāṇām bhavanti

Fände man keine aus Palāśa-Holz, so mögen sie auch aus Vikaṅkata-Holz sein; fände man auch keine, so aus Kārṣmarya-Holz; fände man auch keine davon, so aus Bilva-, Khadira- oder Udumbara-Holz; denn diese Bäume sind opferwürdig. Deshalb sind sie aus einem dieser Bäume.

te vā ārdrāḥ syuḥ | etaddhyeṣāṃ jīvametena satejasa etena vīryavantastasmādārdrāḥ syuḥ

Diese sollen frisch sein; denn dies ist ja ihr Lebendiges, dadurch sind sie voller Glut, dadurch voller Tatkraft. Deshalb sollen sie frisch sein.

sa madhyamamevāgre | paridhiṃ paridadhāti gandharvastvā viśvāvasuḥ paridadhātu viśvasyāriṣṭyai yajamānasya paridhirasyagniriḍa īḍita iti

Er legt zuerst das mittlere Umfriedungsholz herum: 'Der Gandharva Viśvāvasu lege dich herum, zur Unversehrtheit von allem – ein Umfriedungsholz für den Opferherrn bist du, Agni, der Gepriesene, ist gepriesen', so spricht er.

atha dakṣiṇām paridadhāti | indrasya bāhurasi dakṣiṇo viśvasya ariṣṭyai yajamānasya paridhirasyagniriḍa īḍita iti

Dann legt er das rechte Umfriedungsholz herum: 'Des Indra rechter Arm bist du, zur Unversehrtheit von allem – ein Umfriedungsholz für den Opferherrn bist du, Agni, der Gepriesene, ist gepriesen'.

athottaram paridadhāti | mitrāvaruṇau tvottarataḥ paridhattāṃ dhruveṇa dharmaṇā viśvasyāriṣṭyai yajamānasya paridhirasyagniriḍa īḍita ityagnayo hi tasmādāhāgniriḍa īḍita iti

Dann legt er das nördliche Umfriedungsholz herum: 'Mitra und Varuṇa mögen dich von Norden her herumlegen, mit feststehender Ordnung, zur Unversehrtheit von allem – ein Umfriedungsholz für den Opferherrn bist du, Agni, der Gepriesene, ist gepriesen' – denn sie sind ja Feuer; deshalb sagt er 'Agni, der Gepriesene, ist gepriesen'.

atha samidhamabhyādadhāti | sa madhyamamevāgre paridhimupaspṛṣati tenaitānagre samindhe 'thāgnāvabhyādadhāti teno agnim pratyakṣaṃ samindhe

Dann legt er das Brennscheit nach. Er berührt zuerst das mittlere Umfriedungsholz; damit entzündet er diese Hölzer zuerst, dann legt er es auf das Feuer; damit entzündet er das Feuer unmittelbar.

so 'bhyādadhāti | vītihotraṃ tvā kave dyumantaṃ samidhīmahi agne bṛhantamadhvara ityetayā gāyatryā gāyatrīmevaitatsamindhe sā gāyatrī samiddhānyāni candāṃsi samindhe candāṃsi samiddhānidevebhyo yajñaṃ vahanti

Er legt nach: 'Den, der die Opferspende genießt, dich, o Seher, den glanzvollen, wollen wir entzünden, o Agni, den erhabenen, beim Opfer' – mit diesem Gāyatrī-Vers entzündet er die Gāyatrī; diese entzündete Gāyatrī entzündet die anderen Versmaße; die entzündeten Versmaße tragen den Göttern das Opfer zu.

atha yāṃ dvitīyāṃ samidhamabhyādadhāti | vasantameva tayā samindhe sa vasantaḥ samiddho 'nyānṛtūṃtsamindha ṛtavaḥ samiddhāḥ prajāśca prajanayantyoṣadhīśca pacanti so 'bhyādadhāti samidasīti samiddhi vasantaḥ

Das zweite Brennscheit, das er nachlegt, entzündet damit den Frühling; dieser entzündete Frühling entzündet die anderen Jahreszeiten; die entzündeten Jahreszeiten lassen die Geschöpfe entstehen und die Pflanzen reifen. Er legt nach: 'Ein Brennscheit bist du' – das heißt: 'Entzünde, o Frühling!'

athābhyādhāya japati | sūryastvā purastātpātu kasyāścidabhiśastyā iti guptyai vā abhitaḥ paridhayo bhavantyathaitatsūryameva purastādgoptāraṃ karoti netpurastānnāṣṭrā rakṣāṃsyabhyavacarāniti sūryo hi nāṣṭrāṇāṃ rakṣasāmapahantā

Nachdem er nachgelegt hat, murmelt er leise: 'Die Sonne möge dich von vorn her schützen vor irgendeiner Verwünschung'. Zum Schutz sind ja ringsum die Umfriedungshölzer; damit macht er nun eben die Sonne selbst von vorn her zum Beschützer, damit nicht von vorn her die nächtlichen Unholde das Feuer anfallen; denn die Sonne ist ja die Vertreiberin der nächtlichen Unholde.

atha yāmevāmṛṃ tṛtīyāṃ samidhamabhyādadhāti | anuyājeṣu brāhmaṇameva tayā samindhe sa brāhmaṇaḥ samiddho devebhyo yajñaṃvahati

Das dritte Brennscheit, jenes, das er nachlegt, entzündet damit bei den Nachopfern eben den Brahmán-Priester; dieser entzündete Brahmán trägt den Göttern das Opfer zu.

atha stīrṇāṃ vedimupāvartate | sa dve tṛṇe ādāya tiraścī nidadhāti saviturbāhū stha ityayaṃ vai stupaḥ prastaro'thāsyaite bhruvāveva tiraścī nidadhāti tasmādime tiraścyau bhruvau kṣatraṃ vai prastaro viśa itaram barhiḥ kṣatrasya caiva viśaśca vidhṛtyai tasmāttiraścī nidadhāti tasmādveva vidhṛtī nāma

Dann wendet er sich zum ausgestreuten Altar zurück. Er nimmt zwei Grashalme und legt sie quer darüber: 'Des Savitṛ Arme seid ihr', so spricht er. Der eine Halm ist nämlich der Schopf, der andere der Prastara; er legt sie wie zwei Augenbrauen quer hin; deshalb sind dies die beiden quer liegenden Augenbrauen des Altars. Der Prastara ist die Kriegerschaft, das übrige Barhis das Volk; zum Auseinanderhalten von Kriegerschaft und Volk legt er sie quer; deshalb heißen sie eben Vidhṛtī ('die Trennenden').

tatprastaraṃ stṛṇāti | ūrṇamradasaṃ tvā stṛṇāmi svāsasthaṃ devebhya iti sādhuṃ devebhya ityevaitadāha yadāhorṇamradasaṃ tveti svāsasthaṃ devebhya iti svāsadaṃ devebhya ityevaitadāha

Dann streut er den Prastara aus: 'Wollweich breite ich dich aus, als gute Sitzstatt für die Götter' – 'gut für die Götter', eben dies sagt er, wenn er 'wollweich bist du' spricht; 'als gute Sitzstatt für die Götter' bedeutet 'als gute Sitzgelegenheit für die Götter' – eben dies sagt er.

tamabhinidadhāti | ā tvā vasavo rudrā ādityāḥ sadantvityete vai trayā devā yadvasavo rudrā ādityā ete tvāsīdantvityevaitadāhābhinihita eva savyena pāṇinā bhavati

Er legt ihn dorthin: 'Auf dass sich die Vasus, die Rudras, die Ādityas auf dich setzen' – diese drei Göttergruppen sind nämlich die Vasus, Rudras, Ādityas; 'diese sollen sich auf dich setzen', eben dies sagt er. Niedergelegt wird er dabei mit der linken Hand.

atha dakṣiṇena juhūm pratigṛhṇāti | nediha purā nāṣṭrārakṣāṃsyāviśāniti brāhmaṇo hi rakṣasāmapahantā tasmādabhinihita eva savyena pāṇinā bhavati

Dann nimmt er mit der rechten Hand die Juhū entgegen: 'Auf dass nicht hier zuvor die nächtlichen Unholde eindringen' – der Brahmán-Priester ist ja der Vertreiber der Unholde. Deshalb wird jenes zuvor Genannte mit der linken Hand niedergelegt.

atha juhūm pratigṛhṇāti | ghṛtācyasi juhūrnāmneti ghṛtācīhi juhūrhi nāmnā sedam priyeṇa dhāmnā priyaṃ sada āsīdeti ghṛtācyasyupabhṛnnāmnetyupabhṛtaṃ ghṛtācī hyupabhṛddhi nāmnā sedam priyeṇa dhāmnā priyaṃ sada āsīdeti ghṛtācyasi dhruvā nāmneti dhruvāṃ ghṛtācī hi dhruvā hi nāmnāsedam priyeṇa dhāmnā priyaṃ sada āsīdeti priyeṇa dhāmnā priyaṃ sada āsīdeti yadanyaddhaviḥ

Dann nimmt er die Juhū entgegen: 'Schmalztriefend bist du, Juhū dem Namen nach' – die Juhū ist nämlich schmalztriefend, ja dem Namen nach; 'diese möge sich an liebem Wohnsitz zu liebem Sitz niederlassen'. 'Schmalztriefend bist du, Upabhṛt dem Namen nach' – die Upabhṛt ist ja nämlich schmalztriefend dem Namen nach; 'diese möge sich an liebem Wohnsitz zu liebem Sitz niederlassen'. 'Schmalztriefend bist du, Dhruvā dem Namen nach' – die Dhruvā ist ja nämlich schmalztriefend dem Namen nach; 'diese möge sich an liebem Wohnsitz zu liebem Sitz niederlassen'. 'An liebem Wohnsitz zu liebem Sitz möge sich niederlassen', was sonst noch an Opfergabe da ist.

sa vā upari juhūṃ sādayati | adha itarāḥ srucaḥ kṣatraṃvai juhūrviśa itarāḥ srucaḥ kṣatramevaitadviśa uttaraṃ karoti tasmāduparyāsīnaṃ kṣatriyamadhastādimāḥ prajā upāsate tasmāduparijuhūṃ sādayatyadha itarāḥ srucaḥ

Er lässt die Juhū oben Platz nehmen, die übrigen Sruc-Löffel unten. Die Juhū ist nämlich die Kriegerschaft, die übrigen Löffel das Volk; damit macht er die Kriegerschaft dem Volk übergeordnet. Deshalb dienen die Untertanen dem oben sitzenden Kriegerherrn von unten her. Deshalb lässt er die Juhū oben, die übrigen Löffel unten Platz nehmen.

so 'bhimṛśati | dhruvā asadanniti dhruvā hyasadannṛtasya yonāviti yajño vā ṛtasya yoniryajñe hyasadaṃstā viṣṇo pāhi pāhi yajñam pāhi yajñapatimiti tadyajamānamāha pāhi māṃ yajñanyamiti tadapyātmānaṃ yajñānnāntareti yajño vai viṣṇostadyajñāyaivaitatsarvam paridadāti guptyai tasmādāha tā viṣṇo pāhīti

Er berührt sie: 'Fest mögen sie Platz nehmen' – sie nehmen ja fest Platz; 'im Schoß der Wahrheit' – das Opfer ist nämlich der Schoß der Wahrheit, denn sie nehmen ja beim Opfer Platz; 'diese, o Viṣṇu, behüte, behüte das Opfer, behüte den Opferherrn' – damit meint er den Opferherrn: 'behüte mich, den zum Opfer Gehörigen'; damit tritt er auch selbst nicht zwischen sich und das Opfer. Das Opfer ist nämlich des Viṣṇu; damit übergibt er dies alles eben dem Opfer selbst, zum Schutz. Deshalb sagt er: 'Diese, o Viṣṇu, behüte'.

indhe ha vā etadadhvaryuḥ | idhmenāgniṃ tasmādidhmo nāma samindhesāmidhenībhirhotā tasmātsāmidhenyo nāma

Der Adhvaryu entzündet damit das Feuer mit dem Brennholz (Idhma); deshalb heißt es Idhma. Der Hotṛ entzündet es mit den Sāmidhenī-Versen; deshalb heißen sie Sāmidhenī.

sa āha | agnaye samidhyamānāyānubrūhītyagnaye hyetatsami dhyamānāyānvāha

Er spricht: 'Sprich für Agni, den entzündet werdenden, die Verse nach!' – für Agni nämlich, den gerade entzündet werdenden, spricht er sie nach.

tadu haika āhuḥ | agnaye samidhyamānāya hotaranubrūhīti tadu tathā na brūyādahotā vā eṣa purā bhavati yadaivainam pravṛṇīte 'tha hotā tasmādu brūyādagnaye samidhyamānāyānubrūhītyeva

Dazu sagen manche: 'Für Agni, den entzündet werdenden, sprich nach, o Hotṛ!' Man solle es aber nicht so sagen, denn er ist vorher noch kein Hotṛ; erst wenn man ihn dazu bestimmt, ist er Hotṛ. Deshalb solle man vielmehr sagen: 'Sprich für Agni, den entzündet werdenden, nach!'

āgneyīranvāha | svayaivainametāddevatāyā samindhe gāyatrīranvāha gāyatraṃ vā agneścandaḥ svenaivainametacandasāsamindhe vīryaṃ gāyatrī brahma gāyatrī vīryeṇaivainametatsamindhe

Er spricht dem Agni gehörige Verse nach; damit entzündet er ihn durch seine eigene Gottheit. Er spricht Gāyatrī-Verse nach; die Gāyatrī ist nämlich Agnis eigenes Versmaß; damit entzündet er ihn durch sein eigenes Versmaß. Die Gāyatrī ist Tatkraft, die Gāyatrī ist Brahman; damit entzündet er ihn eben durch diese Tatkraft.

ekādaśānvāha | ekādaśākṣarā vai triṣṭubbrahma gāyatrī kṣatraṃ triṣṭubetābhyāmevainametadubhābhyāṃ vīryābhyāṃ samindhe tasmādekādaśānvāha

Er spricht elf Verse nach; die Triṣṭubh hat nämlich elf Silben. Die Gāyatrī ist Brahman, die Triṣṭubh die Kriegerkraft; damit entzündet er ihn durch diese beiden Arten von Tatkraft zugleich. Deshalb spricht er elf Verse nach.

sa vai triḥ prathamāmanvāha | triruttamāṃ trivṛtprāyaṇā hi yajñāstrivṛdudayanāstasmāttriḥ prathamāmanvāha triruttamāṃ

Er spricht den ersten Vers dreimal nach, den letzten ebenfalls dreimal; denn dreifach ist der Anfangsschritt der Opfer, dreifach ihr Ausgangsschritt. Deshalb spricht er den ersten dreimal nach, den letzten dreimal.

tāḥ pañcadaśa sāmidhenyaḥ saṃpadyante pañcadaśo vai vajro vīryaṃ vajro vīryamevaitatsāmidhenīrabhisaṃpādayati tasmādetāsvanūcyamānāsu yaṃ dviṣyāttamanguṣṭhābhyāmavabādhetedamahamamumavabādha iti tadenametena vajreṇāvabādhate

So kommen sie auf fünfzehn Sāmidhenī-Verse. Der Vajra ist nämlich fünfzehnfach bemessen, die Tatkraft der Vajra; damit stattet er die Sāmidhenī-Verse mit dieser Tatkraft aus. Deshalb solle man, während diese hergesagt werden, denjenigen, den man hasst, mit den Daumen niederdrücken: 'Diesen, N.N., dränge ich nieder' – damit drängt er ihn eben mit diesem Vajra nieder.

pañcadaśa vā ardhamāsya rātrayaḥ | ardhamāsaśo vai saṃvatsaro bhavanneti tadrātrīrāpnoti

Fünfzehn sind nämlich die Nächte eines halben Monats, denn halbmonatsweise vollzieht sich das Werden des Jahres. Damit erlangt er diese Nächte.

pañcadaśānāmu vai gāyatrīṇām | trīṇi ca śatāni ṣaṣṭiścākṣarāṇi trīṇi ca vai śatāni ṣaṣṭiṣca saṃvatsarasyāhāni tadahānyāpnoti tadveva saṃvatsaramāpnoti

Fünfzehn Gāyatrī-Verse haben dreihundertsechzig Silben; dreihundertsechzig sind aber auch die Tage des Jahres. Damit erlangt er diese Tage; damit erlangt er eben das ganze Jahr.

saptadaśa sāmidhenīḥ | iṣṭya anubrūyādupāṃśu tasyai devatāyai yajati yasyā iṣṭaṃ nirvapati dvādaśa vai māsāḥ saṃvatsarasya pañcartava eṣa eva prajāpatiḥ saptadaśaḥ sarvaṃ vai prajāpatistatsarveṇaiva taṃ kāmamanaparādhaṃ rādhnoti yasmai kāmāyeṣṭiṃ nirvapatyupāṃśu devatām yajatyaniruktaṃ vā upāṃśu sarvaṃ vā aniruktaṃ tatsarveṇaiva taṃ kāmamanaparādhaṃ rādhnoti asmai kāmāyeṣṭiṃ nirvapatyeṣa iṣṭerupacāraḥ

Bei einer besonderen Opferdarbringung solle man siebzehn Sāmidhenī-Verse hersagen und still für jene Gottheit opfern, für die man die Darbringung vollzieht. Zwölf sind nämlich die Monate des Jahres, fünf die Jahreszeiten – eben dies ist Prajāpati, der Siebzehnfache; Prajāpati ist nämlich das All. Damit erfüllt er eben mit dem Ganzen jenen Wunsch ohne Fehlschlag, für den er die Darbringung vollzieht, und opfert still der Gottheit. Still geschieht es, weil die Gottheit dabei unbenannt bleibt – unbenannt ist nämlich das All; damit erfüllt er mit dem Ganzen jenen Wunsch ohne Fehlschlag, für den er die Darbringung vollzieht. Dies ist die rechte Handhabung der Opferdarbringung.

ekaviṃśatiṃ sāmidhenī | api darśapūrṇamāsayoranubrūyādityāhurdvādaśa vai māsāḥ saṃvatsarasya pañcartavastrayo lokāstadviṃśatireṣa evaikaviṃśo ya eṣa tapati saiṣā gatireṣā pratiṣṭhā tadetāṃ gatimetām pratiṣṭhāṃ gacati tasmādekaviṃśatimanubrūyāt

Einundzwanzig Sāmidhenī-Verse solle man auch bei Neu- und Vollmondsopfer hersagen, so sagt man. Zwölf sind nämlich die Monate des Jahres, fünf die Jahreszeiten, drei die Welten – das macht zwanzig; der Einundzwanzigste ist eben jener Sonnengott, der dort brennt. Das ist der rechte Gang, das die rechte Grundfeste; damit gelangt er zu diesem Gang, zu dieser Grundfeste. Deshalb solle man einundzwanzig hersagen.

tā haitā gataśrerevānubrūyāt | ya icenna śreyāṃtsyāṃna pāpīyāniti yādṛśāya haiva sate 'nvāhustādṛṅvā haiva bhavati pāpīyānvā yasyaivaṃ viduṣa etā anvāhuḥ so eṣā mīmāṃsaiva na tvevaitā anūcyante

Diese Verse solle man ohne Rücksicht auf das Ansehen des Opferherrn hersagen [Anm.: die Wendung 'gataśrerevānubrūyāt' ist an dieser Stelle unsicher/verderbt überliefert], nach dem Grundsatz: 'Man solle nicht danach fragen, ob er vornehmer oder geringer sei.' Denn wie auch immer derjenige beschaffen ist, für den man sie hersagt, so beschaffen wird er eben dadurch – sei er nun vornehmer oder geringer. Für den, der dies weiß und für den man diese Verse hersagt, ist dies nur eine nachträgliche Betrachtung; nicht aber werden sie deswegen unterschiedlich rezitiert.

trireva prathamāṃ triruttamāmanavānannanubrūyāt | trayo vā ime lokāstadimānevaitallokāṃtsaṃtanotīmāṃllokāṃtspṛṇute traya ime puruṣe prāṇā etamevāsminnetatsaṃtatamavyavacinnaṃ dadhātyetadanuvacanam

Man solle den ersten Vers genau dreimal, den letzten dreimal hersagen, ohne dazwischen abzusetzen; denn drei sind diese Welten, und damit dehnt er eben diese Welten aus, damit füllt er sie an. Drei sind auch die Atemkräfte im Menschen; eben diese legt er ihm damit ununterbrochen, unabgeteilt in ihn hinein – das ist der Sinn dieses Nachsprechens.

sa yāvadasya vacaḥ syāt | evamevānuvivakṣettasyaitasya paricakṣīta sāmyavānyādanavānannanuvivakṣaṃstatkarma vivṛhyeta sā paricakṣā

Soweit sein Sprechvermögen reicht, solle er ebenso nachzusprechen trachten; sollte er dabei ins Stocken geraten, solle er dies ankündigen. Denn würde er, ohne abzusetzen, nachzusprechen trachten und dabei scheitern, so würde das rituelle Werk zerrissen – deshalb diese Ankündigung.

sa yadyetannodāśaṃseta | apyekaikāmevānavānannanubrūyāttadekaikayaivemāṃllokāṃtsaṃtanotyekaikayemāṃllo kāṃtspṛṇute 'tha yatprāṇaṃ dadhāti gāyatrī vai prāṇaḥ sa yatkṛtsnāṃ gāyatrīmanvāha tatkṛtsnaṃ prāṇaṃ dadhāti tasmādekaikāmevānavānannanubrūyāt

Sollte er sich dies aber nicht zutrauen, so solle er wenigstens je einen einzelnen Vers ohne Absetzen hersagen; damit dehnt er mit je einem einzelnen diese Welten aus, damit füllt er sie an. Was aber das Einlegen des Atems betrifft: Die Gāyatrī ist nämlich der Atem; wenn er die ganze Gāyatrī in einem Zug nachspricht, legt er damit den ganzen Atem ungeteilt hinein. Deshalb solle er wenigstens je einen einzelnen Vers ohne Absetzen hersagen.

tā vai saṃtatā avyavacinnā anvāha | saṃvatsarasyaivaitadahorātrāṇi saṃtanoti tānīmāni saṃvatsarasyāhorātrāṇi saṃtatānyavyavacinnāni pariplavante dviṣata u caivaitadbhrātṛvyāya nopasthānaṃ karotyupasthānaṃ ha kuryādyadasaṃtatāanubrūyāttasmādvai saṃtatā avyavacinnā anvāha

Er spricht diese Verse ununterbrochen und unabgeteilt nach; damit dehnt er die Tage und Nächte des Jahres aus. Diese Tage und Nächte des Jahres nämlich verlaufen ununterbrochen und unabgeteilt im Kreislauf. Und damit bereitet er auch dem, den er hasst, dem Nebenbuhler, keinen Anhaltspunkt; einen Anhaltspunkt würde er ihm nämlich bieten, wenn er sie unzusammenhängend hersagen würde. Deshalb spricht er sie ununterbrochen und unabgeteilt nach.

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