Adhyāya 9
Sūktavāka, Patnīsaṃyāja und die Vollendung des Opfers
Brāhmaṇa 1 (Der Sūktavāka und die Segenssprüche): Dieses Brāhmaṇa behandelt den abschließenden Wechselgesang von Sūktavāka und Namovāka zwischen Hotṛ und Adhvaryu sowie die daran anknüpfenden Segenssprüche (āśis), mit denen der Opferer am Ende des Opfers Langlebigkeit, gute Nachkommenschaft und Anteil an der Götterwelt für sich erbittet. Ausführlich begründet wird auch die Zahl dieser Wünsche und der abschließende Śaṃyu-Spruch, mit dem der geordnete Abschluss (saṃsthā) des Opfers vollzogen wird. Den Beschluss bildet die Berührung des Wassers, durch die der Priester aus seiner während des Ritus gleichsam unmenschlichen Rolle in den Alltag der Menschen zurückkehrt. Brāhmaṇa 2 (Das Patnīsaṃyāja und das Samiṣṭayajus): Im Zentrum dieses Brāhmaṇa steht das Patnīsaṃyāja, das Saṃyāja-Opfer der Gattin, das durchweg als symbolische Zeugungshandlung gedeutet wird – in der Paarung von Vedi und Veda-Zweig ebenso wie in der von Patnī und Adhvaryu –, aus der die Geschöpfe hervorgehen sollen. Daran schließt sich das Samiṣṭayajus an, mit dem alle beim Opfer angerufenen Gottheiten gemeinsam entlassen und das Opfer nach vorn gerichtet zu seinem Abschluss geführt wird. Den Schluss bildet die Erzählung vom alten Streit zwischen Göttern und Asuras um das Opfer, die erklärt, weshalb den Rakṣas bis heute nur die blutlosen, wertlosen Reste des Tieropfers zufallen. Brāhmaṇa 3 (Pūrṇapātra, Viṣṇukrama und die Entlassung des Gelübdes): Dieses letzte Brāhmaṇa beschreibt das Hinabtragen des vollen Gefäßes (Pūrṇapātra) auf dem Weg der Götter, die Viṣṇu-Schritte, mit denen der Opferer symbolisch die drei Welten ersteigt, sowie die abschließenden Riten am Gārhapatya- und am Āhavanīya-Feuer bis hin zur Entlassung des Opfergelübdes, mit der der Priester in seinen gewöhnlichen, unverstellten Zustand zurückkehrt ('Ich bin hier eben der, der ich bin'). Da dies zugleich das letzte Brāhmaṇa des neunten Adhyāya ist, schließt es zugleich die in Adhyāya 1 begonnene grundlegende Iṣṭi-Opfersequenz des gesamten ersten Kāṇḍa ab.
Wenn es heißt: 'Ausgesandt sind die göttlichen Hotṛs zu wohlklingender Rede (bhadravācya), ausgesandt ist der menschliche Hotṛ zum Sūktavāka' – und der Hotṛ es danach nachspricht, so spricht er es gleichsam wie einen Sūkta (Hymnus); damit erbittet er eben für den Opferer selbst diesen Segenswunsch (āśis). Das ist der Segenswunsch, den er am Ende (upariṣṭāt) des Opfers erbittet. Zweifach ist der Grund, weshalb er ihn erst am Ende des Opfers erbittet.
Wer opfert, erzeugt damit das Opfer; denn nachdem sie, die Priester, dazu angewiesen worden sind, breiten die Ṛtvij (Opferpriester) es aus und erzeugen es eben dadurch; erst danach erbittet er den Segenswunsch. Diesen Segenswunsch neigt ihm das Opfer zu, als spräche es: 'Wer mich erzeugt hat ...'. Deshalb erbittet er den Segenswunsch am Ende des Opfers.
devānvā eṣa prīṇāti | yo yajata etena yajñenargbhiriva tvadyajurbhiriva tvadāhutibhiriva tvatsa devānprītvā teṣvapitvī bhavati teṣvapitvī bhūtvāthāśiṣamāśāste tāmasmai devā āśiṣaṃ saṃnamayanti yāmāśiṣamāśāste yo no 'praiṣīditi tasmādvā upariṣṭādyajñasyāśiṣamāśāste
Wer mit diesem Opfer opfert, erfreut die Götter – gleichsam mit deinen Ṛc-Versen, gleichsam mit deinen Yajus-Sprüchen, gleichsam mit deinen Opferspenden; hat er die Götter erfreut, wird er ihnen zugehörig (apitvin, 'Anteil habend an ihnen'); ist er ihnen zugehörig geworden, erbittet er darauf den Segenswunsch. Diesen Segenswunsch neigen ihm die Götter zu, als sprächen sie: 'Wer uns hat aussenden lassen ...'. Deshalb erbittet er den Segenswunsch am Ende des Opfers.
Dann fährt er im Spruch fort: 'Dies, o Himmel und Erde, ist gut (bhadra) geworden' – gut ist es geworden, sobald das Opfer seinen Abschluss (saṃsthā) erreicht hat. 'Wir haben nicht verfehlt (nārdhma) den Sūktavāka und den Namovāka' – beide, Sūktavāka und Namovāka, sind ja das Opfer selbst; 'von fern (ārāt) haben wir das Opfer gefunden, das Opfer' – eben das sagt er damit. [Anm.: Die Wendung 'nārdhma ... ārāt sma yajñam avidāma yajñam' ist sprachlich nicht ganz sicher zu fassen; übersetzt im wahrscheinlichen Sinn 'wir sind nicht ohne Sūktavāka und Namovāka geblieben, wir haben, wie aus der Ferne, das Opfer gefunden'.] 'Agni, du bist der Zuhörer (upaśruti) des Sūktavāka für Himmel und Erde' – damit meint er eben den Agni. 'Du bist der Zuhörer des Sūktavāka für diese beiden, Himmel und Erde, die ihn hören' – 'gnädig, hilfreich (omanvatī, von oman, ‚Gunst, Beistand‘) sollen dir, o Opferer, in diesem Opfer Himmel und Erde sein' – eben das sagt er damit; 'nahrungsreich (annavatyau) sollen dir, o Opferer, in diesem Opfer Himmel und Erde sein' – eben das sagt er damit.
śaṃgavī jīvadānū iti | śaṃgavī te jīvadānū stāmityevaitadāhātrasnū apravede iti māha kasmāccana pratrāsīrmo ta idam puṣṭaṃ kaścana pravidatetyevaitadāha
'Heilbringend (śaṃgavī), lebenspendend (jīvadānū) sollen sie sein' – heilbringend und lebenspendend sollen dir Himmel und Erde sein – eben das sagt er damit. 'Furchtlos, nicht preisgebend (atrasnū, apravede)' – du sollst dich vor nichts fürchten, und niemand soll dieses dein Gedeihen entdecken und dir wegnehmen (pravid) – eben das sagt er damit.
urugavyūtī abhayaṃkṛtāviti | urugayūtī te 'bhaye stāmityevaitadāha vṛṣṭidyāvā rītyāpeti vṛṣṭimatyau te stāmityevaitadāha
'Weiträumig an Weideland (urugavyūti), Sicherheit schaffend (abhayaṃkṛtau)' – weiträumig an Weideland und sicher sollen sie dir sein – eben das sagt er damit. 'Regenreich, mit fließenden Wassern' – regenreich sollen sie dir sein – eben das sagt er damit.
śambhuvau mayobhuvāviti | śambhuvau te mayobhuvau stāmityevaitadāhorjasvatī ca payasvatī ceti rasavatyau ta upajīvanīye stāmityevaitadāha
'Heilbringend (śambhū), erfreulich (mayobhū)' – heilbringend und erfreulich sollen sie dir sein – eben das sagt er damit. 'Kraftvoll (ūrjasvatī) und milchreich (payasvatī)' – saftreich und dir zum Unterhalt dienend (upajīvanīya) sollen sie sein – eben das sagt er damit.
sūpacaraṇā ca svadhicaraṇāceti | sūpacaraṇāha te 'sāvastu yāmadhastādupacarasi svadhicaraṇo ta iyamastu yāmupariṣṭādadhicarasītyevaitadāha tayorāvidīti tayoranomanyamānayorityevaitadāha
'Gut zu begehen von unten (sūpacaraṇā) und gut zu begehen von oben (svadhicaraṇā)' – gut zu begehen von unten soll dir jener, der Himmel, sein, den du von unten (adhastāt) angehst; gut zu begehen von oben soll dir diese, die Erde, sein, die du von oben (upariṣṭāt) begehst – eben das sagt er damit. 'Die beiden, die dir nichts Böses zudenken' – eben das sagt er damit.
'Agni hat dieses Havis gern angenommen (ajuṣata), hat sich dadurch gestärkt (avīvṛdhata), hat sich groß, größer gemacht' – damit meint er den Agni gehörigen Ājyabhāga (Butteranteil). 'Soma hat dieses Havis gern angenommen, hat sich dadurch gestärkt, hat sich groß, größer gemacht' – damit meint er den Soma gehörigen Ājyabhāga. 'Agni hat dieses Havis gern angenommen, hat sich dadurch gestärkt, hat sich groß, größer gemacht' – damit meint er den Puroḍāśa (Reiskuchen) für Agni, der an beiden Stellen unverrückt (acyuta) bleibt.
Dann, entsprechend der jeweiligen Gottheit (yathādevatam): 'Die Götter, die Ājya-Trinkenden (Ājyapā), haben das Ājya gern angenommen, haben sich dadurch gestärkt, haben sich groß, größer gemacht' – damit meint er die Prayāja und Anuyāja (Vor- und Nachopfer), die ja eben die Ājya trinkenden Götter sind. 'Agni hat mit dem Hotṛ dieses Havis gern angenommen, hat sich dadurch gestärkt, hat sich groß, größer gemacht' – damit meint er Agni mit dem Hotṛ. So durchmustert er der Reihe nach alle Gottheiten, denen geopfert worden ist: 'Jener hat das Havis gern angenommen, jener hat das Havis gern angenommen.' Damit erbittet er das Gelingen (samṛddhi) des Opfers; denn wenn die Götter das Havis selbst gern annehmen, gewinnt man dadurch etwas Großes: deshalb heißt es 'ajuṣata' ('sie haben gern angenommen') und 'avīvṛdhata' ('sie sind gewachsen'). Lassen die Götter das Havis dagegen nur, durch einen anderen, genießen (joṣayante), so bewirken sie damit doch nur so viel wie einen bloßen Erdhügel (girimātram) – keinen wirklichen Zuwachs; auch dafür steht das Wort 'avīvṛdhata'. [Anm.: Der Passus spielt mit dem Gegensatz zwischen dem Aorist 'ajuṣata' (von √juṣ, 'gern annehmen') und dem Kausativ 'joṣayante' ('genießen lassen') sowie mit √vṛdh ('wachsen, sich vermehren'); die genaue Pointe des Vergleichs mit einem bloßen 'Erdhügel' bleibt in der Überlieferung nicht ganz eindeutig.]
'Sie haben sich groß, größer gemacht' – das Opfer ist ja die Größe (mahas) der Götter; eben dadurch machen sie es gleichsam größer; deshalb heißt es 'maho jyāyo 'krata' ('sie haben es groß, größer gemacht').
'Bei diesem gelinge das Hotṛ-Werk (hotrā), das zu den Göttern führt (devaṃgama)' – bei diesem Hotṛ-Werk, das zu den Göttern führt, möge es gelingen – eben das sagt er damit. Er erbittet: 'dieser Opferer, der Soundso' – dabei nennt er dessen Namen; damit versieht er ihn unmittelbar (pratyakṣam) mit dem Segenswunsch.
'Reichtum an guter Nachkommenschaft erbittet er' – was dort ein weiteres Havis-Darbringen bedeutet, das ist hier unmittelbar Reichtum an guter Nachkommenschaft. Wer es so vollziehen will, sollte dazu eine Anweisung geben: er solle sagen 'er erbittet den höheren Götterdienst' – eben das ist Lebenskraft (jīvātu), das ist Nachkommenschaft, das sind Viehherden.
bhūyo haviṣkaraṇamāśāsta iti tadveva tatsajātavanasyāmāśāsta iti prāṇā vai sajātāḥ prāṇaurhi saha jāyate tatprāṇānāśāste
'Er erbittet weiteres Havis-Darbringen' – eben das ist es. '(Er erbittet:) Gunst bei den Stammesgenossen (sajātavanasyā)' – die Lebensatem (prāṇa) sind ja die Stammesgenossen (sajāta, 'die Mitgeborenen'), denn man wird zugleich mit den Lebensatem geboren; damit erbittet er die Lebensatem.
divyaṃ dhāmāśāsta iti | devaloke me 'pyasaditi vai yajate yo yajate taddevaloka evainametadapitvinaṃ karoti yadanena haviṣāśāste tadaśyāttadṛdhyāditi yadanena haviṣāśāste tadasmai sarvaṃ samṛdhyatāmityevaitadāha
'Er erbittet den himmlischen Wohnsitz (dhāman)' – wer opfert, opfert in der Absicht: 'auf dass mir auch in der Götterwelt Anteil werde'; eben das macht ihn zu einem, der an der Götterwelt Anteil hat (apitvin). Was er mit diesem Havis erbittet – 'das möge er erlangen, das möge gelingen' –, was er mit diesem Havis erbittet, 'das alles möge ihm gelingen' – eben das sagt er damit.
tā vā etāḥ | pañcāśiṣaḥ karoti tisra iḍāyāṃ tā aṣṭāvaṣṭākṣarā vai gāyatrī vīryaṃ gāyatrī vīryamevaitadāśiṣo 'bhisaṃpādayati
Diese Segenswünsche macht er zu fünf, dazu drei bei der Iḍā – das sind zusammen acht; achtsilbig ist ja der Gāyatrī-Vers, und Manneskraft (vīrya) ist der Gāyatrī; eben Manneskraft verschafft er damit den Segenswünschen.
Nicht mehr als das sollte er machen; er würde etwas Überschüssiges schaffen, machte er mehr als das; was aber am Opfer überschüssig ist, das kommt zusätzlich seinem Feind, seinem Rivalen (bhrātṛvya), zugute; deshalb sollte er nicht mehr als das machen.
Man kann sie auch weniger machen, sieben. 'Das mögen ihm die Götter gewähren' – das mögen ihm die Götter bewilligen – eben das sagt er damit. 'Da möge der Gott Agni es von den Göttern erwerben (vanutām); wir sind von Agni herkommende Menschen' – da möge der Gott Agni es für uns von den Göttern erwerben, wir wollen uns dies von Agni her erwerben – eben das sagt er damit.
iṣṭaṃ ca vittaṃ ceti | aiṣiṣuriva vā etadyajñaṃ tamavidaṃstasmādāheṣṭaṃ ca vittaṃ cetyubhe cainaṃ dyāvāpṛthivī aṃhasaspātāmityubhe cainaṃ dyāvāpṛthivī āttergopāyatāmityevaitadāha
'Gesucht (iṣṭa) und gefunden (vitta)' – gleichsam suchten die Götter dieses Opfer und fanden es; deshalb heißt es 'iṣṭaṃ ca vittaṃ ca'. 'Und beide, Himmel und Erde, sollen ihn vor Bedrängnis (aṃhas) schützen' – beide, Himmel und Erde, sollen ihn vor dem Verzehrtwerden bewahren – eben das sagt er damit.
tadu haika āhuḥ | ubhe ca meti tathā hotāśiṣa ātmānaṃ nāntaretīti tadu tathā na brūyādyajamānasya vai yajña āśīḥ kiṃ nu tatrartvijāṃ yāṃ vai kāṃ ca yajña ṛtvija āśiṣamāśāsate yajamānasyaiva sā na ha sa etāṃ kva canāśiṣam pratiṣṭhāpayati ya āhobhe ca meti tasmādu brūyādubhe cainamityeva
Dazu sagen nun manche, man solle 'und beide für mich' (ubhe ca me) sprechen, damit der Hotṛ sich selbst nicht von dem Segenswunsch ausschließe. Das sollte man aber nicht so sprechen; dem Opferer nämlich gehört der Segenswunsch des Opfers – was hätten da die Ṛtvij (Priester) damit zu schaffen? Welchen Segenswunsch die Ṛtvij beim Opfer auch immer erbitten, er gehört doch allein dem Opferer; wer 'ubhe ca me' ('und beide für mich') sagt, der verankert diesen Segenswunsch nirgends; deshalb sollte man sagen 'ubhe cainam' ('und beide ihn') – eben so.
idaṃ ca namo devebhya iti tadyajñasyaivaitatsaṃsthāṃ gatvā namo devebhyaḥ karoti tasmādāhedaṃ ca namo devebhya iti
'Und dies sei Verehrung (namas) den Göttern' – damit erweist er, nachdem er zum Abschluss des Opfers gelangt ist, den Göttern eben Verehrung; deshalb heißt es 'idaṃ ca namo devebhyaḥ'.
atha śamyorāha | śamyurha vai bārhaspatyo 'ñjasā yajñasya saṃsthāṃ vidāṃ cakāra sa devalokamapīyāya tattadantarhitamiva manuṣyebhya āsa
Dann spricht er den Śaṃyu-Spruch. Śaṃyu, der Sohn des Bṛhaspati (Bārhaspatya), erkannte nämlich auf geradem Wege (añjasā) den Abschluss des Opfers und gelangte darauf in die Götterwelt; dieses Wissen war den Menschen danach gleichsam verborgen (antarhita).
tadvā ṛṣīṇāmanuśrutamāsa | śamyurha vai bārhaspatyo 'ñjasā yajñasya saṃsthāṃ vidāṃ cakāra sa devalokamapīyāyeti te tāmeva yajñasya saṃsthāmupāyanyāṃ śamyurbārhaspatyo 'vedyacamyorabruvaṃstāmvevaiṣa etadyajñasya saṃsthāmupaiti yāṃ śamyurbārhaspatyo 'vedyacamyorāha tasmādvai śamyorāha
Das nun war den Ṛṣis überliefert: 'Śaṃyu, der Sohn des Bṛhaspati, erkannte auf geradem Wege den Abschluss des Opfers; er gelangte in die Götterwelt.' Sie, die Ṛṣis, sprachen dabei von eben diesem, zu erlangenden Abschluss des Opfers: 'Den Śaṃyu, der Sohn des Bṛhaspati, erkannte ...' – zu eben diesem Abschluss des Opfers gelangt also, wer den Spruch 'yaṃ śamyur bārhaspatyo aved' spricht; deshalb spricht er den Śaṃyu-Spruch.
Er fährt im Spruch fort: 'Das, o Śaṃyu, erwählen wir uns' – diesen Abschluss des Opfers erwählen wir uns, den Śaṃyu, der Sohn des Bṛhaspati, erkannt hat – eben das sagt er damit.
'Freien Weg (gātu) für das Opfer, freien Weg für den Opferherrn' – freien Weg wünscht er ja für das Opfer, freien Weg für den Opferherrn, wer zum Abschluss des Opfers gelangt. 'Göttliches Heil (svasti) sei uns, Heil den Menschen' – Heil sei uns bei den Göttern, Heil bei den Menschen – eben das sagt er damit. 'Aufwärts gehe die Heilkraft (bheṣaja)' – aufwärts, in die Götterwelt, möge dieses unser Opfer gelangen (jayatu, 'siegen') – eben das sagt er damit.
'Heil sei uns dem Zweifüßler, Heil dem Vierfüßler' – so viel eben ist dieses All, wie es Zweifüßler und Vierfüßler gibt; für eben diese schafft er, nachdem er zum Abschluss des Opfers gelangt ist, Heil; deshalb heißt es 'śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade'.
Dann berührt er das Wasser mit den Worten 'mit diesem'. Gleichsam unmenschlich (amānuṣa) wird nämlich, wer im Priesteramt (ārtvijya) tätig gewesen ist; die Erde aber ist der feste Halt (pratiṣṭhā); auf eben diesem festen Halt findet er damit Stand und wird dadurch wieder zum Menschen; deshalb berührt er das Wasser mit dem Wort 'anayā' ('mit diesem').
te vai patnīḥ saṃyājayiṣyantaḥ pratiparāyanti | juhūṃ ca sruvaṃ cādhvaryurādatte vedaṃ hotājyavilāpanīmagnīt
Diese Priester nun, die die Patnī das Saṃyāja-Opfer darbringen lassen wollen, gehen an ihre Plätze zurück. Der Adhvaryu nimmt die Juhū und den Sruva; der Veda-Zweig gehört dem Hotṛ, das Ājyavilāpanī-Gefäß dem Agnīdh.
taddhaikeṣāmadhvaryuḥ | pūrveṇāhavanīyam paryeti tadu tathā na kuryādbahirdhā ha yajñātsyādyatteneyāt
Dabei geht bei manchen der Adhvaryu vorn, östlich, am Āhavanīya vorbei. Das sollte man aber nicht so tun; man wäre außerhalb (bahirdhā) des Opfers, ginge man auf diese Weise.
jaghaneno haiva patnīṃ | ekeṣāmadhvaryureti no eva tathā kuryātpūrvārdho vai yajñasyādhvaryurjaghanārdhaḥ patnī yathā bhasattaḥ śiraḥ pratidadhyādevaṃ tadbahirdhā haiva yajñātsyādyatteneyāt
Bei manchen geht der Adhvaryu hinter der Patnī vorbei. Das sollte man aber nicht so tun; die vordere Hälfte des Opfers ist ja der Adhvaryu, die hintere die Patnī; das wäre, als setzte man einem Enthaupteten (bhasatta) nachträglich den Kopf wieder auf – man wäre außerhalb des Opfers, ginge man auf diese Weise.
antareṇo haiva patnīṃ | ekeṣāmadhvaryureti no eva tathā kuryādantariyāddha yajñātpatnīṃ yatteneyāttasmādu pūrveṇaiva gārhapatyamantareṇāhavanīyaṃ caiti tathā ha na bahirdhā yajñādbhavati yatho evādaḥ pracarannantareṇa saṃcarati sa u evāsyaiṣa saṃcaro bhavati
Zwischen der Patnī hindurch geht bei manchen der Adhvaryu. Auch das sollte man nicht so tun; er würde damit das Opfer von der Patnī trennen. Deshalb geht er vorn am Gārhapatya vorbei und zwischen Patnī und Āhavanīya hindurch; so bleibt man innerhalb des Opfers. So wie man dort, wenn man umhergeht, mittendurch geht, so ist eben dies sein rechter Gang (saṃcara).
Dann lässt er die Patnī das Saṃyāja-Opfer darbringen. Aus dem Opfer werden ja die Geschöpfe (prajāḥ) geboren; werdend aus dem Opfer, werden sie aus der Paarung (mithuna) geboren; werdend aus der Paarung, werden sie am Ende des Opfers geboren. Damit lässt er sie eben am Ende des Opfers aus der Zeugung durch Paarung entstehen; deshalb werden diese Geschöpfe aus der Zeugung durch Paarung am Ende des Opfers geboren; deshalb lässt man die Patnī das Saṃyāja-Opfer darbringen.
catasro devatā yajati | catasro vai mithunaṃ dvandvaṃ vai mithunaṃ dve dve hi khalu bhavato mithunamevaitatprajanane kriyate tasmāccatasro devatā yajati
Vier Gottheiten werden dabei verehrt. Vier sind ja eine Paarung; ein Paar (dvandva) ist ja eine Paarung, denn es sind je zwei und zwei; eben eine Paarung wird damit zur Zeugung gemacht; deshalb werden vier Gottheiten verehrt.
Diese Opfer haben Ājya, geschmolzene Butter, als Opfergabe. Same (retas) ist ja das Ājya; Samen gießt er damit gleichsam aus; deshalb haben sie Ājya als Opfergabe.
Dabei verfahren sie leise (upāṃśu, mit gedämpfter Stimme). Verdeckt (tiras) gleichsam vollzieht man ja die Paarung; verdeckt gleichsam ist auch dies, was leise geschieht; deshalb verfahren sie leise.
Dann opfert er den Gattinnen der Götter (Devānām Patnīs). In den Gattinnen, im Mutterschoß (yoni), wird ja der Same festgehalten, und daraus wird geboren; eben damit lässt er den ausgegossenen Samen im Schoß der Gattinnen ruhen, und daraus wird geboren; deshalb opfert er den Gattinnen der Götter.
sa yatra devānām patnīryajati | tatpurastāttiraḥ karotyupa ha vai tāvaddevatā āsate yāvanna samiṣṭayajurjuhvatīdaṃ nu no juhvatviti tābhya evaitattiraḥ karoti tasmādimā mānuṣya striyastira ivaiva puṃso jighatmanti yā iva tu tā iveti ha smāha yājñavalkyaḥ
Wenn er nun den Gattinnen der Götter opfert, verhüllt er zuvor (tiras karoti) das Geschehen. Solange nämlich das Samiṣṭayajus noch nicht dargebracht ist, sitzen die Gottheiten gleichsam nahebei und fragen sich: 'Wann werden sie wohl für uns opfern?'; ihretwegen eben nimmt er diese Verhüllung vor. Deshalb nähern sich auch die menschlichen Frauen den Männern gleichsam verstohlen (tiras iva); 'nur gleichsam so, aber nicht wirklich so' – so pflegte Yājñavalkya zu sagen. [Anm.: Yājñavalkyas knapper, gnomischer Ausspruch lässt offen, worauf sich das 'nur scheinbar' genau bezieht – vermutlich darauf, dass die menschliche Verstohlenheit beim Beischlaf nur ein äußerlicher Schein ist, kein wirkliches Verbergen vor den Göttern.]
Dann opfert er dem Agni Gṛhapati, dem Hausherrn. Dieser irdische Agni ist ja die irdische Welt; eben in dieser Welt lässt er diese Geschöpfe entstehen; sie, diese Geschöpfe, werden aus dieser Welt geboren; deshalb opfert er dem Agni Gṛhapati.
tadiḍāntam bhavati | na hyatra paridhayo bhavanti na prastaro yatra vā adaḥ prastareṇa yajamānaṃ svagākaroti patiṃ vā anu jāyā tadevāsyāpi patnī svagākṛtā bhavatīyasi taṃ ha kuryādyatprastarasya rūpaṃ kuryāttasmādiḍāntameva syāduto prastarasyaiva rūpaṃ kriyate
Das Opfer endet mit der Iḍā. Denn hier gibt es keine Paridhi (Umlegehölzer) mehr und keinen Prastara (Streubüschel) – anders als sonst, wo man mit dem Prastara dem Opferer Heil zuspricht, so wie die Gattin dem Gatten folgt, und ebenso auch dessen Gattin dadurch gesegnet wird. Vermutlich ist gemeint, dass man ihr, der Patnī, da hier kein Prastara mehr vorhanden ist, dessen Form nicht mehr nachträglich zukommen lassen sollte; deshalb sollte das Opfer eben mit der Iḍā enden – oder aber man bildet doch die Form des Prastara nach. [Anm.: Der Sanskrit-Satz an dieser Stelle ist syntaktisch schwer aufzulösen und möglicherweise nicht fehlerfrei überliefert; die Übersetzung gibt nur den erschließbaren Grundgedanken wieder.]
Bildete er die Form des Prastara nach: ebenso wie man dort mit dem Prastara dem Opferer Heil zuspricht, ebenso spricht man damit auch der Patnī Heil zu.
Wollte er die Form des Prastara nachbilden: er zupft einen einzelnen Halm der Veda-Streu heraus und bestreicht dessen Spitze mit der Juhū, die Mitte mit dem Sruva, das untere Ende mit dem Inhalt der Sthālī (Kochtopf).
Dann sagt er zum Agnīdh: 'Wirf die Reste hinterher (anuprahara)!' Nachdem dieser es schweigend hinterhergeworfen hat, berühren sich beide selbst mit den Worten: 'Du, Agni, bist ein Augenhüter (cakṣuṣpā); hüte mein Auge!' Auch von diesem Ritus schließt sich keiner selbst aus.
Dann sagt er zum Agnīdh: 'Stimme zu (saṃvadasva)!' – 'Er ist gegangen (agāt), Agnīdh!' – 'Verkünde (śrāvaya) den Gang!' – 'Auṣaṭ!' – 'Heil (svagā) den göttlichen Hotṛs, Heil den menschlichen; sprich das Śaṃyu-Wort!'
atha juhūṃ ca sruvaṃ ca sampragṛhṇāti | ado haivāhutiṃ karoti yadanaktyāhutirbhūtvā devalokaṃ gacāditi tasmājjuhūṃ ca sruvaṃ ca sampragṛhṇāti
Dann ergreift er Juhū und Sruva zusammen. Er macht damit gleichsam eine Opferspende, indem er sie bestreicht, im Gedanken: 'Als Opferspende geworden, möge sie in die Götterwelt gelangen'; deshalb ergreift er Juhū und Sruva zusammen.
Er ergreift sie für Agni mit den Worten: 'Agni, unversehrbar (adabdhāyu), bist du schnell herbeigeeilt (āśītam)' – unsterblich ist ja Agni, deshalb heißt es 'adabdhāyo'; und Agni ist der bestbelehrte (āśiṣṭha), deshalb heißt es 'āśītam'. 'Schütze vor dem Geschoss (didyu), schütze vor dem Gefangenwerden (prasiti), schütze vor missglücktem Opfer (duriṣṭi), schütze vor schlechter Speise (duradmanya)' – vor allen Nöten (mārti) bewahre mich – eben das sagt er damit. 'Mache uns die Speise giftfrei' – Speise (pitu) ist ja Nahrung; 'krankheitsfrei, diese unsere makellose Speise mache' – eben das sagt er damit. 'Gut sitzend im Mutterschoß' – das sagt er in Bezug auf sich selbst. 'Svāhā! Wahrlich!' – so wie mit 'Vaṣaṭ' geopfert wird, so geschieht dies auch für ihn.
atha vedam patnī visraṃsayati | yoṣā vai vedirvṛṣā vedo mithunāya vai vedaḥ kriyate 'tha yadenena yajña upālabhate mithunamevaitatprajananaṃ kriyate
Dann lässt die Patnī den Veda-Zweig herabgleiten. Weiblich ist ja die Vedi, männlich der Veda-Zweig; für die Paarung wird ja der Veda-Zweig gemacht; und wenn er damit das Opfer berührt (upālabhate), wird eben dies zur Zeugung durch Paarung gemacht.
Und dass die Patnī ihn herabgleiten lässt: weiblich ist ja die Patnī, männlich der Veda-Zweig; eben dies wird zur Zeugung durch Paarung gemacht; deshalb lässt die Patnī den Veda-Zweig herabgleiten.
sā visraṃsayati | vedo 'si yena tvaṃ deva veda devebhyo vedo 'bhavastena mahyaṃ vedo bhūyā iti yadi yajuṣā cikīrṣedetenaiva kuryāt
Sie lässt ihn herabgleiten mit den Worten: 'Du bist der Veda-Zweig; wodurch du, o Gott, den Göttern zum Veda-Zweig wurdest, dadurch mögest du mir zum Veda-Zweig werden.' Wollte er es mit einem Yajus-Spruch tun, sollte er es mit eben diesem tun.
Sie legt ihn quer über die Vedi hin. Weiblich ist ja die Vedi, männlich der Veda-Zweig; von hinten nämlich, sie umkreisend, bespringt das Männliche das Weibliche; von hinten also, sie umkreisend, lässt er sie damit vom männlichen Veda-Zweig bespringen; deshalb legt sie ihn quer über die Vedi hin.
Dann opfert er das Samiṣṭayajus, im Gedanken: 'Nach vorn gerichtet soll uns das Opfer zum Abschluss gelangen.' Denn ließe er, nachdem er das Samiṣṭayajus geopfert hätte, erst danach die Patnī das Saṃyāja darbringen, so würde sein Opfer rückwärts gerichtet zum Abschluss gelangen; deshalb opfert er eben jetzt, vorher, das Samiṣṭayajus, im Gedanken: 'Nach vorn gerichtet soll uns das Opfer zum Abschluss gelangen.'
Und weshalb es 'Samiṣṭayajus' heißt: welche Gottheiten er mit diesem Opfer herbeiruft, für welche dieses Opfer ausgebreitet wird, die sind alle zusammen erbeten (samiṣṭā, 'gemeinsam gewünscht'); dass er nun, wenn sie alle zusammen erbeten sind, diesen Spruch opfert, deshalb heißt es 'Samiṣṭayajus', das 'Für-alle-zusammen-Erbetene-Yajus'.
atha yasmātsamiṣṭayajurjuhoti | yā vā etena yajñena devatā hvayati yābhya eṣa yajñastāyata upa ha vai tā āsate yāvanna samiṣṭayajurjuhvatīdaṃ nu no juhvatviti tā evaitadyathāyathaṃ vyavasṛjati yatra yatrāsāṃ caraṇaṃ tadanu yajñaṃ vā etadajījanata yadenamatata taṃ janayitvā yatrāsya pratiṣṭhā tatpratiṣṭhāpayati tasmātsamiṣṭayajurjuhoti
Und weshalb man das Samiṣṭayajus opfert: welche Gottheiten er mit diesem Opfer herbeiruft, für welche dieses Opfer ausgebreitet wird, die sitzen ja solange nahebei, wie man das Samiṣṭayajus nicht geopfert hat, im Gedanken: 'Wann werden sie wohl für uns opfern?'; eben diese entlässt er damit, eine jede nach ihrer Art, dorthin, wo je ihr Wirkungsbereich ist. Sie hatten das Opfer erzeugt, als sie es ausbreiteten; nachdem er es dadurch erzeugt hat, verankert er es dort, wo sein fester Halt ist; deshalb opfert man das Samiṣṭayajus.
sa juhoti | devā gātuvida iti gātuvido hi devā gātuṃ vittveti yajñaṃ vittvetyevaitadāha gātumiteti tadetena yathāyathaṃ vyavasṛjati manasaspata imaṃ deva yajñaṃ svāhā vātte dhā ityayaṃ vai yajño yo 'yam pavate tadimaṃ yajñaṃ sambhṛtyaitasminyajñe pratiṣṭhāpayati yajñena yajñaṃ saṃdadhāti tasmādāha svāhā vāte dhā iti
Er opfert mit den Worten: 'Die Götter, die den Weg (gātu) kennen' – wegkundig sind ja die Götter; 'nachdem sie den Weg gefunden haben' – nachdem sie das Opfer gefunden haben – eben das sagt er damit, indem er 'gātum' sagt; damit entlässt er sie, eine jede nach ihrer Art. 'O Gott, Herr des Geistes (Manasaspati), lege dieses Opfer fest, svāhā, wahrlich!' – dieses kosmische Opfer ist ja das, was da weht, der Wind; indem er dieses irdische Opfer zusammenträgt, verankert er es in jenem kosmischen Opfer; er verbindet Opfer mit Opfer; deshalb heißt es 'svāhā, lege (es) in den Wind (vāte dhāḥ)!'.
atha barhirjuhoti | ayaṃ vai loko barhiroṣadhayo barhirasminnevaitalloka oṣadhīrdadhati tā imā asmiṃloka oṣadhayaḥ pratiṣṭhitāstasmādbarhirjuhoti
Dann opfert er das Barhis, die Opferstreu. Diese irdische Welt ist ja das Barhis, die Pflanzen sind das Barhis; in eben dieser Welt legt er damit die Pflanzen fest, und diese Pflanzen sind in dieser Welt verankert; deshalb opfert er das Barhis.
Dieses Barhis opfert er als überschüssiges (atirikta) Opfer. Das Samiṣṭayajus ist ja das Ende des Opfers; was über das Samiṣṭayajus hinaus übrig ist, das ist überschüssig; denn hat er das Samiṣṭayajus geopfert, opfert er danach diesen Gottheiten das Barhis; deshalb entstehen diese überschüssigen, unbemessenen Pflanzen.
sa juhoti | sam barhiraṅktāṃ haviṣā ghṛtena samādityairvasubhiḥ sam marudbhiḥ samindro viśvadevebhiraṅktāṃ divyaṃ nabho gacatu yatsvāheti
Er opfert mit den Worten: 'Zusammen sollen sie das Barhis salben mit der Opfergabe, mit Ghee, zusammen mit den Ādityas und den Vasus, zusammen mit den Marut, zusammen soll Indra mit den Viśvedevas es salben; zum himmlischen Wolkenraum möge gehen, was dies ist – svāhā!'
atha praṇītā dakṣiṇataḥ parītya ninayati | yuṅkte vā etadyajñaṃ yadenaṃ tanute sa yanna ninayetparāṅu hāvimukta eva yajño yajamānam prakṣiṇīyāttatho ha yajño yajamānaṃ na prakṣiṇāti tasmātpraṇītā dakṣiṇataḥ parītya ninayati
Dann trägt er das Wasser der Praṇītā-Gefäße, rechts herumgehend, hinab. Er schirrt (yuṅkte) damit das Opfer gleichsam an, indem er es ausbreitet; würde er es nicht so hinabtragen, so würde das dann fortgewandte, noch nicht abgeschirrte Opfer den Opferer aufzehren; so aber zehrt das Opfer den Opferer nicht auf; deshalb trägt er das Wasser der Praṇītā-Gefäße, rechts herumgehend, hinab.
sa ninayati | kastvā vimuñcati sa tvā vimuñcati kasmai tvā vimuñcati tasmai tvā vimuñcati poṣāyeti tatpuṣṭimuttamāṃ yajamānāyā nirāha sa yenaiva praṇayati tena ninayati yena hyeva yogyaṃ yuñjanti tena vimuñcanti yoktreṇa hi yogyaṃ yuñjanti yoktreṇa vimuñcantyatha phalīkaraṇāṅkapālenādho 'dhaḥ kṛṣṇājinamupāsyati rakṣasām bhāgo 'sīti
Er trägt es hinab mit den Worten: 'Wer schirrt dich ab? Der Gott N.N. schirrt dich ab. Für wen schirrt er dich ab? Für den Opferer N.N. schirrt er dich ab, zum Gedeihen.' Damit spricht er dem Opferer das höchste Gedeihen zu. Womit er das Wasser herbeigeführt hat, damit trägt er es auch hinab; denn womit man das Anzuschirrende anschirrt, damit schirrt man es auch ab; mit dem Zugriemen (yoktra) schirrt man ja das Anzuschirrende an, mit dem Zugriemen schirrt man ab. Dann setzt er mit der Scherbe des Phalīkaraṇa (Zerkleinerungsgefäßes) tiefer unten das schwarze Fell (kṛṣṇājina) bei, mit den Worten: 'Du bist der Anteil der Rakṣas, der bösen Geister.'
Die Götter und die Asuras, beide Nachkommen des Prajāpati, stritten einst um dieses Opfer, um Prajāpati, den Vater, um das Jahr, jeder Teil sagend: 'Uns wird es gehören, uns wird es gehören.'
tato devāḥ | sarvaṃ yajñaṃ saṃvṛjyātha yatpāpiṣṭhaṃ yajñasya bhāgadheyamāsīttenainānnirabhajannasnā paśoḥ phalīkaraṇairhaviryajñātsunirbhaktā asannityeṣa vai sunirbhakto yam bhāginaṃ nirbhajantyatha yamabhāgaṃ nirbhajantyaiva sa tāvacaṃsata uta hi vaśo labdhvāha kim mā babhaktheti sa yamevaibhyo devā bhāgamakalpayaṃstamevaibhya eṣa etadbhāgaṃ karotyatha yadadho 'dhaḥ kṛṣṇājinamupāsyatyanagnāvevaibhya etadandhe tamasi praveśayati tatho evāsṛkpaśo rakṣasām bhāgo 'sītyanagnāvandhe tamasi praveśayati tasmātpaśostedanīṃ na kurvanti rakṣasāṃ hi sa bhagaḥ
Da rafften die Götter das ganze Opfer für sich zusammen und teilten den Asuras nur das zu, was der schlechteste Anteil (bhāgadheya) des Opfers war: die blutlosen Scherben des Phalīkaraṇa vom Tieropfer – damit waren sie vom Opfer wohl abgeteilt (sunirbhakta). Wohl abgeteilt ist nämlich, wer als Teilhaber (bhāgin) abgeteilt wird; wer aber ohne wirklichen Anteil abgeteilt wird, der beklagt sich nur darüber – so wie auch die verstoßene Kuh, wenn sie es erfährt, sagt: 'Was hast du mir da zugeteilt?' [Anm.: Der Vergleich mit der verstoßenen, unfruchtbaren Kuh ist sprichwortartig verdichtet formuliert; im Einzelnen lässt der Wortlaut mehrere Nuancen der Übersetzung zu.] Welchen Anteil die Götter ihnen damals zuwiesen, eben diesen Anteil bereitet man ihnen auch jetzt noch bei diesem Opfer. Und dass er das schwarze Fell tiefer unten beisetzt: damit lässt er sie in feuerlose, blinde Finsternis geraten; ebenso lässt er sie mit den Worten 'Blut des Tieres, du bist der Anteil der Rakṣas' in feuerlose, blinde Finsternis geraten; deshalb gibt man ihnen jetzt bei diesem Opfer keinen Anteil vom Tier – denn jener Anteil gehört den Rakṣas.
saṃsthite yajñe | dakṣiṇataḥ parītya pūrṇapātraṃ ninayati tathā hyudagbhavati tasmāddakṣiṇataḥ parītya pūrṇapātraṃ ninayati devaloke me 'pyasaditi vai yajate yo yajate so 'syaiṣa yajño devalokamevābhipraiti tadanūcī dakṣiṇā yāṃ dadāti saiti dakṣiṇāmanvārabhya yajamānaḥ
Wenn das Opfer zum Abschluss gelangt ist, trägt er, rechts herumgehend, das volle Gefäß (pūrṇapātra) hinab; denn so wird der Zug nordwärts (udañc) gerichtet; deshalb trägt er das volle Gefäß, rechts herumgehend, hinab. Wer opfert, opfert in der Absicht: 'Auf dass mir auch in der Götterwelt Anteil werde'; dieses sein Opfer geht damit eben in die Götterwelt ein. Dem folgend geht die Dakṣiṇā, der Priesterlohn, den er gibt, mit; der Opferer folgt, indem er sich an die Dakṣiṇā hält (anvārabhya).
sa eṣa devayāno vā pitṛyāṇo vā panthāḥ | tadubhayato 'gniśikhe samoṣantyau tiṣṭhataḥ prati tamoṣato yaḥ pratyuṣyo 'tyu taṃ sṛjate yo 'tisṛṃjyaḥ śāntirāpastadetamevaitatpanthānaṃ śamayati
Dies nun ist der Weg der Götter (devayāna) oder der Weg der Väter (pitṛyāṇa); auf beiden Seiten stehen dabei zwei Feuerspitzen, die versengend dastehen; wer versengt werden soll, dem stehen sie versengend gegenüber; wen sie aber durchlassen sollen, den lassen sie darüber hinweg. Beruhigung (śānti) sind die Wasser; eben damit besänftigt er diesen Weg.
pūrṇaṃ ninayati sarvaṃ vai pūrṇaṃ sarveṇaivainametacamayati saṃtatamavyavacinnaṃ ninayati saṃtatenaivainametadavyavacinnena ṣamayati
Er trägt es voll hinab; alles ist ja das Volle; mit dem Ganzen eben besänftigt er ihn damit. Er trägt es ununterbrochen, unzerteilt hinab; mit dem Ununterbrochenen, Unzerteilten eben besänftigt er ihn damit.
Und dass er das volle Gefäß hinabträgt: was am Opfer fehlerhaft (mithyā) getan wird, das reißen und verletzen sie daran auseinander; Beruhigung sind die Wasser; damit besänftigt er es durch die Wasser, mit der Beruhigung, und fügt es dadurch wieder zusammen.
Er trägt es voll hinab; alles ist ja das Volle; mit dem Ganzen eben fügt er dies zusammen. Er trägt es ununterbrochen, unzerteilt hinab; mit dem Ununterbrochenen, Unzerteilten eben fügt er dies zusammen.
Er empfängt es dann mit hohler Hand, mit den Worten: 'Mit Glanz, mit Milchkraft, mit unseren Leibern sind wir zusammengekommen, mit Sinn, mit Heilsamem; Tvaṣṭṛ, der gut Schenkende, möge uns mit Reichtümern versehen; er wische ab, was an uns verletzt ist.' Was zerrissen ist, das fügt er damit zusammen.
Dann berührt er sich den Mund mit Wasser. Zweifach ist der Grund, weshalb er dies tut: Unsterblichkeit sind ja die Wasser, mit der Unsterblichkeit eben berührt er sich damit; und außerdem macht er sich damit diese Opferhandlung zu eigen; deshalb berührt er sich den Mund.
Dann schreitet er die Viṣṇu-Schritte (Viṣṇukrama). Wer mit diesem Opfer opfert, erfreut ja die Götter – gleichsam mit deinen Ṛc-Versen, gleichsam mit deinen Yajus-Sprüchen, gleichsam mit deinen Opferspenden; hat er die Götter erfreut, wird er ihnen zugehörig; ist er ihnen zugehörig geworden, schreitet er eben zu ihnen hin.
yadveva viṣṇukramān kramate | yajño vai viṣṇuḥ sa devebhya imāṃ vikrāntiṃ vicakrame yaiṣāmiyaṃ vikrāntiridameva prathamena padena paspārāthedamantarikṣaṃ dvitīyena divamuttamenaitāmvevaiṣa etasmai viṣṇuryajño vikrāntiṃ vikramate tasmādviṣṇukramān kramate tadvā ita eva parācīnam bhūyiṣṭhā iva kramante
Und dass er die Viṣṇu-Schritte schreitet: das Opfer ist ja Viṣṇu; er schritt für die Götter diesen Ausschritt (vikrānti) aus, der ihr Ausschritt ist: mit dem ersten Schritt gewann er diese irdische Welt, mit dem zweiten den Luftraum, mit dem obersten, dem dritten, den Himmel; eben diesen Ausschritt schreitet nun das Opfer, der Viṣṇu, für ihn (den Opferer) aus; deshalb schreitet er die Viṣṇu-Schritte. Von hier aus schreiten sie meist weiter nach vorn (parācīnam).
tadu tatpṛthivyāṃ viṣṇurvyakraṃsta | gāyatreṇa candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'ntarikṣe viṣṇurvyakraṃsta traiṣṭubhena candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo divi viṣṇurvyakraṃsta jāgatena candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣma ityevamimāṃllokāntsamāruhyāthaiṣā gatireṣā pratiṣṭhā ya eṣa tapati tasya ye raśmayaste sukṛto'tha yatparam bhāḥ prajāpatirvā sa svargo vā lokastadevamimāṃllokāntsamāruhyāthaitāṃ gatimetāṃ pratiṣṭhāṃ gacati parastāttvevārvāṅ krameta ya ito 'nuśāsanaṃ cikīrṣeddūyaṃ tadyasmātparastādarvāṅ kramate 'pasaraṇato ha vā agre devā jayanto 'jayan | divamevāgre 'thedamantarikṣamatheto 'napasaraṇātsapatnānanudanta tatho evaiṣa etadapasaraṇata evāgre jayañjayati divamevāgre 'thedamantarikṣamatheto 'napasaraṇātsapatnānnudata iyaṃ vai pṛthivī pratiṣṭhā tadasyāmevaitatpratiṣṭhāyāṃ pratitiṣṭhati
Da nun schritt Viṣṇu auf der Erde aus: mit dem Gāyatrī-Versmaß; davon wird ausgeschlossen (nirbhakta), wer uns hasst und den wir hassen. Im Luftraum schritt Viṣṇu aus: mit dem Triṣṭubh-Versmaß; davon wird ausgeschlossen, wer uns hasst und den wir hassen. Im Himmel schritt Viṣṇu aus: mit dem Jagatī-Versmaß; davon wird ausgeschlossen, wer uns hasst und den wir hassen. So gelangt er, nachdem er diese Welten erstiegen hat, zu jenem Gang, jenem festen Halt, der dort, als Sonne, glüht; ihre Strahlen sind die Rechttuenden (sukṛta); und was jenseits des Lichts liegt – Prajāpati oder jene Himmelswelt (svarga) –, dahin gelangt er, nachdem er so diese Welten erstiegen hat, zu diesem Gang, diesem festen Halt. Rückwärts (arvāñc) hingegen sollte schreiten, wer von oben her eine Unterweisung geben will – sonst wäre es unheilvoll (dūya); deshalb schreitet er, wenn er von oben her rückwärts schreitet, mit diesen Worten fort: 'Durch Zurückweichen (apasaraṇa) nämlich siegten einst die Götter siegreich: zuerst gewannen sie den Himmel, dann diesen Luftraum, und von da an stießen sie, ohne zurückzuweichen, die Widersacher fort.' Ebenso siegt auch er, eben durch dieses Zurückweichen, zuerst siegreich: zuerst gewinnt er den Himmel, dann diesen Luftraum, und von da an stößt er, ohne zurückzuweichen, die Widersacher fort. Die Erde ist ja der feste Halt; auf ihr eben findet er damit in diesem festen Halt Stand.
tadu taddivi viṣṇurvyakraṃsta | jāgatena candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'ntarikṣe viṣṇurvyakraṃsta traiṣṭubhena candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmaḥ pṛthivyāṃ viṣṇurvyakraṃsta gāyatreṇa candasā tato nirbhakto yo 'smāndveṣṭi yaṃ ca vayaṃ dviṣmo 'smādannādasyai pratiṣṭhāyā ityasyāṃ hīdaṃ sarvamannādyam pratiṣṭhita tasmādāhāsmādannādasyai pratiṣṭhāyā iti
Da nun, umgekehrt, schritt Viṣṇu im Himmel aus: mit dem Jagatī-Versmaß; davon wird ausgeschlossen, wer uns hasst und den wir hassen. Im Luftraum schritt Viṣṇu aus: mit dem Triṣṭubh-Versmaß; davon wird ausgeschlossen, wer uns hasst und den wir hassen. Auf der Erde schritt Viṣṇu aus: mit dem Gāyatrī-Versmaß; davon wird ausgeschlossen, wer uns hasst und den wir hassen. 'Von diesem Gang für den festen Halt der Nahrungsverzehrung' – denn in ihr, der Erde, ist alle diese Speise (annādya) festgehalten; deshalb heißt es 'asmād annādasyai pratiṣṭhāyai'.
sa prekṣate | aganma svariti devā vai svaraganma devānityevaitadāha saṃ jyotiṣābhūmeti saṃ devairabhūmetyevaitadāha
Er blickt dabei mit den Worten: 'Wir sind zum Himmelslicht (svar) gelangt' – die Götter sind ja das Himmelslicht; 'wir sind zu den Göttern gelangt' – eben das sagt er damit. 'Wir sind mit dem Licht eins geworden' – wir sind mit den Göttern eins geworden – eben das sagt er damit.
Dann blickt er zur Sonne empor. Dies ist ja jener Gang, jener feste Halt; zu diesem Gang, diesem festen Halt gelangt er damit; deshalb blickt er zur Sonne empor.
sa udīkṣate | svayambhūrasi śreṣṭho raśmirityeṣa vai śreṣṭho raśmiryatsūryastasmādāha svayambhūrasi śreṣṭho raśmiriti varcodā asi varco me dehīti tvevāhaṃ bravīmīti ha smāha yājñavalkyastaddhyeva brāhmaṇenaiṣṭhavyaṃ yadbrahmavarcasī syādityuto ha smāhaupoditeya eṣa vāva mahyaṃ gā dāsyati godā gā me dehītyevaṃ yaṃ kāmaṃ kāmayate so 'smai kāmaḥ samṛdhyate
Er blickt empor mit den Worten: 'Du bist selbstentstanden (svayambhū), der beste Strahl' – der beste Strahl ist ja eben die Sonne; deshalb heißt es 'svayambhūr asi śreṣṭho raśmiḥ'. 'Glanzspendend bist du, gib mir Glanz (varcas)!' – 'so eben sage ich' – so pflegte Yājñavalkya zu sagen; danach eben sollte ein Brahmane streben, dass er von brahmanischem Glanz (brahmavarcasa) erfüllt sei. Und auch der Aupoditi pflegte zu sagen: 'Dieser, die Sonne, wird mir wohl Rinder geben; so sage: Kuhspendender, gib mir Kühe!' So wird, welchen Wunsch man sich auch wünscht, eben dieser Wunsch erfüllt.
Dann wendet er sich um mit den Worten: 'Der Wendung der Sonne folgend wende ich mich' – nachdem er zu diesem Gang, diesem festen Halt gelangt ist, wendet er sich eben dessen Wendung folgend um.
atha gārhapatyamupatiṣṭhate | dvayaṃ tadyasmādgārhapatyamupatiṣṭhate gṛhā vai gārhapatyo gṛhā vai pratiṣṭhā tadgṛheṣvevaitatpratiṣṭhāyām pratitiṣṭhati yāvadvevāsyeha mānuṣamāyustasmā evaitadupatiṣṭhate tasmādgārhapatyamupatiṣṭhate
Dann tritt er vor den Gārhapatya. Zweifach ist der Grund, weshalb er dies tut: Das Haus (gṛha) ist ja der Gārhapatya, das Haus ist der feste Halt; im Haus eben findet er damit in diesem festen Halt Stand. Und solange auch sein menschliches Lebensalter hier auf Erden währt, dafür eben tritt er vor ihn; deshalb tritt er vor den Gārhapatya.
Er tritt vor ihn mit den Worten: 'Agni, Hausherr, guter Hausherr; durch dich, Agni, den Hausherrn, möchte ich ein guter Hausherr sein; ein guter Hausherr mögest du, Agni, durch mich, den Hausherrn, sein.' Hier ist nichts verborgen (tirohita). 'Unerschüttert (asthūri) sollen unsere beider Gārhapatya-Feuer sein' – unversehrt sollen unsere beider Gārhapatya-Feuer sein – eben das sagt er damit. 'Hundert Winter' – hundert Jahre möchte ich leben – eben das sagt er damit. Doch sollte man sich, während man dies spricht, nicht allzu sehr daran klammern; denn der Mensch lebt oft auch mehr als hundert Jahre; deshalb sollte man sich, während man dies spricht, nicht daran festhalten.
Dann wendet er sich um mit den Worten: 'Der Wendung der Sonne folgend wende ich mich' – nachdem er zu diesem Gang, diesem festen Halt gelangt ist, wendet er sich eben dessen Wendung folgend um.
atha putrasya nāma gṛhṇāti | idam me 'yaṃ vīryam putro 'nusaṃtanavaditi yadi putro na syādapyātmana eva nāma gṛhṇīyāt
Dann nennt er den Namen seines Sohnes, mit den Worten: 'Dies, meine Manneskraft (vīrya), möge der Sohn fortsetzen.' Hätte er keinen Sohn, sollte er auch seinen eigenen Namen nennen.
athāhavanīyamupatiṣṭhate | prāṅne yajño 'nusaṃtiṣṭhātā iti tūṣṇīmupatiṣṭhateatha vrataṃ visṛjate | idamahaṃ ya evāsmi so 'smītyamānuṣa iva vā etadbhavati yadvratamupaiti na hi tadavakalpate yadbrūyādidamahaṃ satyādanṛtamupaimīti tadu khalu punarmānuṣo bhavati tasmādidamahaṃ ya evāsmi sā 'smītyevaṃ vrataṃ visṛjeta
Dann tritt er vor den Āhavanīya, mit den Worten: 'Nach vorn gerichtet soll uns das Opfer zum Abschluss gelangen' – sonst tritt er schweigend vor ihn. Dann entlässt er das Gelübde (vrata), mit den Worten: 'Ich bin hier eben der, der ich bin.' Gleichsam unmenschlich nämlich wird, wer sich in das Gelübde begibt; es geziemt sich nicht zu sagen: 'Ich gehe hier von der Wahrheit zur Unwahrheit über'; dadurch würde man wieder zum Menschen; deshalb sollte man das Gelübde mit den Worten 'ich bin hier eben der, der ich bin' entlassen.