Paṭala 4: Caturthaḥ Paṭalaḥ
Vierter Paṭala – Die Arten der Hingabe (bhakti)
Nārada erfragt, durch das Zuhören der Avatāra-Geschichten neugierig geworden, die Unterscheidung der Hingabe (bhaktibheda, V.1-3). Śiva berichtet, wie ihm diese geheime Lehre einst von Kṛṣṇa selbst anvertraut wurde (V.4-11), und legt dar: die eine Hingabe ("Liebe", prīti) ist nach jñāna (Erkenntnis), kriyā/karman (rituellem Handeln) und līlā (Spiel-Hören) dreifach als nirguṇā, bhāgavatī und premamayī bhakti unterschieden (V.12-16). Es folgen die jeweiligen Mittel (sādhana): für die nirguṇā-bhakti Weltentsagung, Gleichmut und die Schau des Erhabenen in allen Wesen (V.18-21); für die bhāgavatī-bhakti der Dienst an Kṛṣṇas Bildnis mit allen zehn Sinnesorganen einzeln aufgezählt (V.24-29); für die premamayī-bhakti die Gesellschaft der Guten und beständiges Hören/Preisen bzw. Namensrezitation (V.33-37). Der Unterschied der drei Arten liegt im Ergebnis (phala), nicht im Mittel (V.41). Es folgen die jeweiligen bhakti-zerstörenden Fehler (Gewalt, Eigendünkel, Hass gegen Heilige, V.43-50) und der Guru-Dienst als wichtigstes Mittel (V.51-54). Ein zweiter Themenblock behandelt die "Zuflucht" (śaraṇa) zu Kṛṣṇas Füßen in drei Stufen – aus Schutzbedürfnis, aus Besitzdenken, aus vollständiger Selbstidentifikation (V.56-64) – und ein dritter die Kennzeichen der Bhaktas allgemein (V.68-73) sowie in zwei weiteren Dreiteilungen: nach Erkenntnisgrad (uttama/madhyama/prākṛta je nach Einsicht in Viṣṇus Allgegenwart, V.75-77) und nach Beständigkeit von Zuneigung bzw. Hören/Preisen (V.78-83). Der Paṭala schließt mit der Feststellung, dass diese Lehre für alle Stände und Lebensstufen, zu jeder Zeit und in jedem Zeitalter gültig ist (V.88-90).
Śrī-Nārada spricht: „Es gibt kein Sattwerden für mich, der ich deine Nektar-Rede höre, den höchst heilsamen Ruhm Haris, der auf der Erzählung der Avatāras beruht.
Wort für Wort
śrīnārada uvāca
Śrī-Nārada spricht:
nāsti tṛptiḥ śṛṇvato me tava vāgamṛtaṃ hareḥ
es gibt kein Sattwerden für mich, der ich deine Nektar-Rede über Hari höre
yaśaḥ paramakalyāṇam avatārakathāśrayam
den höchst heilsamen Ruhm, der auf der Erzählung der Avatāras beruht
Eröffnet Paṭala 4: Übergang von der Avatāra-Lehre (Paṭala 1–3) zur Lehre der bhakti (Hingabe).
tathāpi sāmprataṃ hy etac chrutvā kautūhalaṃ mama / bhaktibhedaṃ bhagavato bhāvanīyaṃ sadā nṛbhiḥ
Dennoch ist jetzt, nachdem ich dies gehört habe, meine Neugier geweckt bezüglich der Unterscheidung der Hingabe (bhaktibheda) zum Erhabenen, die von den Menschen stets bedacht werden sollte.
Wort für Wort
tathāpi sāmprataṃ hy etac chrutvā kautūhalaṃ mama
dennoch ist jetzt, nachdem ich dies gehört habe, meine Neugier geweckt
bhaktibhedaṃ bhagavato bhāvanīyaṃ sadā nṛbhiḥ
bezüglich der Unterscheidung der Hingabe zum Erhabenen, die von den Menschen stets bedacht werden sollte
brūhi me bhagavan viṣṇor bhaktibhedaṃ sadāśiva / yaj jñātvā hy añjasā viṣṇoḥ sāmyaṃ yāti janaḥ prabho
Sage mir, o Erhabener, die Unterscheidung der Hingabe zu Viṣṇu, o Sadāśiva, wodurch der Mensch, sie erkennend, unmittelbar Gleichheit mit Viṣṇu erlangt, o Gebieter.“
Wort für Wort
brūhi me bhagavan viṣṇor bhaktibhedaṃ sadāśiva
sage mir, o Erhabener, o Sadāśiva, die Unterscheidung der Hingabe zu Viṣṇu
yaj jñātvā hy añjasā viṣṇoḥ sāmyaṃ yāti janaḥ prabho
wodurch der Mensch, sie erkennend, unmittelbar Gleichheit mit Viṣṇu erlangt, o Gebieter
Śrī-Śiva spricht: „Gut gefragt hast du, o Guter, denn dies ist das allerhöchste Geheimnis; von mir wurde es keinem anderen mitgeteilt außer einem Bhāgavata-Mann.
Wort für Wort
śrīśiva uvāca
Śrī-Śiva spricht:
sādhu pṛṣṭaṃ tvayā sādho paraṃ guhyatamaṃ yataḥ
gut gefragt hast du, o Guter, denn dies ist das allerhöchste Geheimnis
anyasmai na mayā proktaṃ vinā bhāgavatān narāt
von mir wurde es keinem anderen mitgeteilt außer einem Bhāgavata-Mann
Als der Gebieter Kṛṣṇa, durch [meine] Meditation zufrieden gestimmt, mich dies lehrte, da wurde ich zugleich vom Gnädigen davor gewarnt, es einem Nicht-Ergebenen mitzuteilen.
Wort für Wort
yadaivāvocaṃ māṃ kṛṣṇo dhyānāt tuṣṭamanā vibhuḥ
als der Gebieter Kṛṣṇa, durch Meditation zufrieden gestimmt, mich dies lehrte
tadaivāhaṃ niṣiddho 'smi abhaktoktau kṛpālunā
da wurde ich zugleich vom Gnädigen davor gewarnt, es einem Nicht-Ergebenen mitzuteilen
Da verneigte ich mich mit dem Haupt vor seinen Lotosfüßen und sprach dies: 'Du solltest, Erhabener, [die Erlaubnis geben,] dies [nur] Ergebenen offenbaren zu dürfen.'
Wort für Wort
tadā cāhaṃ tasya pādapaṅkaje śirasā nataḥ
da verneigte ich mich mit dem Haupt vor seinen Lotosfüßen
babhāṣa etad bhagavān bhaktān nirdeṣṭum arhasi
und sprach dies: du solltest, Erhabener, dies den Ergebenen offenbaren dürfen
[Anm.: Syntax knapp; die Rahmenerzählung wechselt hier zwischen Śiva-als-Erzähler und einem eingebetteten Dialog Śiva–Kṛṣṇa [?].]
maddhyānaniṣṭhān matprāṇān madyaśaḥśravaṇotsukān / bhaktān jānīhi me deva sarvalokapraṇāmakān
'Erkenne, Gott, meine Ergebenen als solche, die in Meditation auf mich gefestigt sind, für die ich ihr Lebensatem bin, die begierig sind, meinen Ruhm zu hören, die von aller Welt verehrt werden.'
Wort für Wort
maddhyānaniṣṭhān matprāṇān madyaśaḥśravaṇotsukān
in Meditation auf mich gefestigt, für die ich der Lebensatem bin, begierig meinen Ruhm zu hören
bhaktān jānīhi me deva sarvalokapraṇāmakān
erkenne, Gott, meine Ergebenen, die von aller Welt verehrt werden
'Mit ihnen aufs Höchste zufrieden, verkünde ich, Śiva, dir die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln (sādhana); eben dadurch gelangt die Hingabe zur Vollendung.'
Wort für Wort
tebhyaḥ paramasaṃtuṣṭo bhaktibhedaṃ sasādhanam
mit ihnen aufs Höchste zufrieden, [verkünde ich] die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln
bravīmi śiva te bhaktis tenaiva samprasidhyati
ich verkünde [es], Śiva, dir; eben dadurch gelangt die Hingabe zur Vollendung
yadi tvadvākyaniṣṭhaḥ syād yo 'pi ko 'pi sadāśiva / tasmai prītamanā vācyo bhaktibhedaḥ sasādhanaḥ
'Wenn irgendwer, wer auch immer, o Sadāśiva, in deinem Wort gefestigt ist, dem soll, mit erfreutem Herzen, die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln mitgeteilt werden.'
Wort für Wort
yadi tvadvākyaniṣṭhaḥ syād yo 'pi ko 'pi sadāśiva
wenn irgendwer, wer auch immer, in deinem Wort gefestigt ist, o Sadāśiva
tasmai prītamanā vācyo bhaktibhedaḥ sasādhanaḥ
dem soll, mit erfreutem Herzen, die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln mitgeteilt werden
tad idaṃ te pravakṣyāmi bhaktibhedaṃ sasādhanam / yato bhāgavataśreṣṭho bhagavatkīrtanapriyaḥ
Dies also will ich dir jetzt verkünden: die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln, da du der beste der Bhāgavatas, dem Preisen des Erhabenen zugetan, bist.
Wort für Wort
tad idaṃ te pravakṣyāmi bhaktibhedaṃ sasādhanam
dies will ich dir verkünden: die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln
yato bhāgavataśreṣṭho bhagavatkīrtanapriyaḥ
da du der beste der Bhāgavatas, dem Preisen des Erhabenen zugetan, bist
Eine einzige ist die Hingabe zu Śrī-Viṣṇu – 'Liebe' (prīti) wird sie von den Weisen genannt –, da sie eigenschaftslos, ungeteilt und Wonne selbst ist, o bester der Zweifachgeborenen.
Aber nach den Unterscheidungen von Erkenntnis (jñāna), Handeln (kriyā) und Spiel (līlā) gilt sie als dreifach; höre diese von mir der Reihe nach aufmerksam, o Zweifachgeborener.
Wort für Wort
kiṃ tu jñānakriyālīlābhedaiḥ sā trividhā matā
aber nach den Unterscheidungen von Erkenntnis, Handeln und Spiel gilt sie als dreifach
tān śṛṇuṣvānupūrvyeṇa mattaḥ svavahito dvija
höre diese von mir der Reihe nach aufmerksam, o Zweifachgeborener
Kündigt die Dreiteilung nirguṇā/bhāgavatī/premamayī bhakti an (jñāna-, karma- bzw. līlā-basiert).
sarvāntaryāmiṇi harau manogatir avicyutā / sā nirguṇajñānamayī sākṣād api garīyasī
Die unerschütterliche Ausrichtung des Geistes auf Hari, den inneren Lenker in allem – das ist die eigenschaftslose, aus Erkenntnis bestehende Hingabe; sie ist unmittelbar sogar die gewichtigste.
Wort für Wort
sarvāntaryāmiṇi harau manogatir avicyutā
die unerschütterliche Ausrichtung des Geistes auf Hari, den inneren Lenker in allem
sā nirguṇajñānamayī sākṣād api garīyasī
das ist die eigenschaftslose, aus Erkenntnis bestehende Hingabe; sie ist unmittelbar sogar die gewichtigste
Die unübertreffliche, natürliche Ausrichtung aller Sinnesorgane auf Viṣṇu, den Herrn von allem – das ist die aus [rituellem] Handeln entstandene 'bhāgavatī', die die Erlösung [als geringeres Ziel] übersteigt/geringschätzt [?].
Wort für Wort
sarvendriyāṇāṃ sarveśe viṣṇau gatir anuttamā
die unübertreffliche, natürliche Ausrichtung aller Sinnesorgane auf Viṣṇu, den Herrn von allem
svābhāvikī bhāgavatī karmajā muktihelinī
das ist die natürliche, aus Handeln entstandene 'bhāgavatī', die die Erlösung übersteigt
[Anm.: 'muktihelinī' (Wurzel hel- 'verspotten/geringschätzen') hier als 'die Erlösung als geringeres Ziel übersteigend' gedeutet [?] – gängiger bhakti-Topos, dass Hingabe wichtiger als mokṣa selbst ist.]
harilīlāśrutoccāre jātā premamayī tu yā / satsaṅgajānyāsād grāhyā sarvadā sā hy anuttamā
Diejenige aber, die beim Hören und Aussprechen von Haris Spiel-Taten (līlā) entsteht, ist die 'liebeserfüllte' (premamayī); sie ist, aus der Gesellschaft der Guten entstanden, durch deren Übertragung zu erlangen; sie ist stets die unübertreffliche.
Wort für Wort
harilīlāśrutoccāre jātā premamayī tu yā
diejenige aber, die beim Hören und Aussprechen von Haris Spiel-Taten entsteht, ist die liebeserfüllte
satsaṅgajānyāsād grāhyā sarvadā sā hy anuttamā
sie ist, aus der Gesellschaft der Guten entstanden, zu erlangen; sie ist stets die unübertreffliche
Höre der Reihe nach, o Bester, die Gesamtheit der Mittel (sādhana) zu diesen drei Arten, gestützt auf welche der Mensch die Hingabe zu Janārdana erlangt.
Wort für Wort
tāsāṃ sādhanasāmagrī kramataḥ śṛṇu sattama
höre der Reihe nach, o Bester, die Gesamtheit der Mittel zu diesen [drei Arten]
yām āśritya samāpnoti jano bhaktiṃ janārdane
gestützt auf welche der Mensch die Hingabe zu Janārdana erlangt
svānurūpasvadharmeṇa vāsudevārpaṇena ca / hiṃsārahitayogena bhagavatpratimādiṣu
[Die eigenschaftslose Hingabe entsteht] durch die eigene, der Natur entsprechende Pflicht (svadharma) als Widmung an Vāsudeva, durch gewaltlose Verbindung mit den Bildnissen des Erhabenen usw.,
Wort für Wort
svānurūpasvadharmeṇa vāsudevārpaṇena ca
durch die eigene, der Natur entsprechende Pflicht, als Widmung an Vāsudeva
hiṃsārahitayogena bhagavatpratimādiṣu
durch gewaltlose Verbindung mit den Bildnissen des Erhabenen usw.
...durch Hören, Sehen, Berühren, Verehren, Preisen und freudiges Begrüßen [der Bildnisse], durch Entsagung von den [weltlichen] Sinnesobjekten, durch Dienst am eigenen Guru,
Wort für Wort
śrutidṛṣṭisparśapūjāstutipratyabhinandanaiḥ
durch Hören, Sehen, Berühren, Verehren, Preisen und freudiges Begrüßen
viṣayāṇāṃ virāgeṇa svaguroḥ paricaryayā
durch Entsagung von den Sinnesobjekten, durch Dienst am eigenen Guru
...durch das Hören der Lehrschriften der Weltentsagung, gegenüber Höherstehenden durch Nachsicht usw., gegenüber Gleichgestellten durch Freundschaftsgesinnung, gegenüber den Niedrigen ebenso durch Mitgefühl,
Wort für Wort
nivṛttiśāstraśravaṇair uttameṣu kṣamādibhiḥ
durch das Hören der Lehrschriften der Weltentsagung, gegenüber Höherstehenden durch Nachsicht usw.
sameṣu mitrabhāvena dīneṣu dayayā tathā
gegenüber Gleichen durch Freundschaftsgesinnung, gegenüber Niedrigen ebenso durch Mitgefühl
...durch Meditation auf die Gestalt des Erhabenen, durch das Hören und Preisen seines Ruhmes, durch die Sicht des Erhabenen in allen Wesen – so wird die eigenschaftslose Hingabe [erlangt].
Wort für Wort
bhagavanmūrtyabhidhyānair yaśasāṃ śrutikīrtanāt
durch Meditation auf die Gestalt des Erhabenen, durch Hören und Preisen seines Ruhmes
bhūteṣu bhagavaddṛṣṭyā nirguṇā bhaktir ucyate
durch die Sicht des Erhabenen in allen Wesen wird die eigenschaftslose Hingabe [erlangt]
Abschluss der Aufzählung der Mittel zur nirguṇā-bhakti (V.4.18–4.21).
Wer diese eigenschaftslose Hingabe erlangt hat, achtet nicht einmal die Erlösung für erstrebenswert; eben sie [die Hingabe] wird als 'Erlösung' bezeichnet, da sie den Zustand des Erhabenen bewirkt.
Wort für Wort
labdhvā tāṃ nirguṇāṃ bhaktiṃ muktiṃ cāpi na manyate
wer diese eigenschaftslose Hingabe erlangt hat, achtet nicht einmal die Erlösung für erstrebenswert
muktiḥ saivety abhihitā bhagavadbhāvakāriṇī
eben sie wird als Erlösung bezeichnet, da sie den Zustand des Erhabenen bewirkt
Durch die Unterweisung des verehrten Guru, durch [Menschen], die der Hingabe zum Erhabenen ergeben sind, [soll] der Dienst an den Füßen des Erhabenen mit den eigenen [Sinnes-]Organen, wie es sich gehört, [ausgeübt werden]:
Wort für Wort
śrīguror upadeśena bhagavadbhaktitatparaiḥ
durch die Unterweisung des verehrten Guru, durch die der Hingabe zum Erhabenen Ergebenen
yathākāryaṃ svakaraṇair bhagavatpādasevanam
wie es sich gehört, der Dienst an den Füßen des Erhabenen mit den eigenen Organen
mit der Sprechstimme das Aussprechen der Namen Haris, mit beiden Ohren das Hören von seinen Taten, mit beiden Händen der Dienst am Körper[-Bildnis] des Erhabenen und dergleichen,
Wort für Wort
vācoccāro harer nāmnāṃ karṇābhyāṃ karmaṇāṃ śrutiḥ
mit der Sprechstimme das Aussprechen der Namen Haris, mit beiden Ohren das Hören seiner Taten
hastābhyāṃ bhagavaddehapratimādiṣu sevanam
mit beiden Händen der Dienst am Körper-Bildnis des Erhabenen u.a.
mit der Zunge das freudige Verzehren der vom Erhabenen [als Prasāda] gegebenen Speiseopfer, mit der Nase das Wittern des an Kṛṣṇas Lotosfüßen haftenden Duftes,
Wort für Wort
jihvayā bhagavaddattanaivedyaharaṇaṃ mudā
mit der Zunge das freudige Verzehren der vom Erhabenen gegebenen Speiseopfer
nāsayā kṛṣṇapādābjalagnagandhānujighraṇam
mit der Nase das Wittern des an Kṛṣṇas Lotosfüßen haftenden Duftes
bhagavadgātranirmālyaharaṇaṃ śirasā tathā / dṛṣṭvā viṣṇujanādīnām īkṣaṇaṃ sādareṇa ca
mit dem Haupt ebenso das ehrfürchtige Tragen der vom Körper des Erhabenen abgelegten Blumenkränze (nirmālya), und, nachdem man sie gesehen hat, das ehrfürchtige Betrachten der Viṣṇu-Verehrer u.a.,
Wort für Wort
bhagavadgātranirmālyaharaṇaṃ śirasā tathā
mit dem Haupt ebenso das Tragen der vom Körper des Erhabenen abgelegten Blumenkränze
dṛṣṭvā viṣṇujanādīnām īkṣaṇaṃ sādareṇa ca
und das ehrfürchtige Betrachten der Viṣṇu-Verehrer u.a.
das Herbeischaffen von Reichtümern usw. gänzlich zugunsten des Gebieters – durch diese eigenen Mittel [entsteht] der beständige Dienst an den Füßen des Erhabenen,
Wort für Wort
arthādīnām ānayanam īśvarārthena sarvaśaḥ
das Herbeischaffen von Reichtümern usw. gänzlich zugunsten des Gebieters
etaiḥ svasādhanair nityaṃ bhagavatpādasevanam
durch diese eigenen Mittel der beständige Dienst an den Füßen des Erhabenen
Aufzählung der zehn körperlichen Sinnesorgan-Dienste der bhāgavatī-bhakti (V.4.25–4.29): Stimme, Ohren, Hände, Zunge, Nase, Haupt, Augen, Geist/Kopf/Brust, Arme/Füße, Besitz.
svābhāvikī ratir abhūt sā vai bhāgavatī matā / etadbhaktiparo vipra cāturvargyaṃ na manyate
...eine natürliche Zuneigung entstanden ist – eben das gilt als 'bhāgavatī'. Wer dieser Hingabe ergeben ist, o Brahmane, achtet nicht einmal die vier Lebensziele (dharma/artha/kāma/mokṣa) für erstrebenswert.
Wort für Wort
svābhāvikī ratir abhūt sā vai bhāgavatī matā
eine natürliche Zuneigung entstanden ist – eben das gilt als bhāgavatī
etadbhaktiparo vipra cāturvargyaṃ na manyate
wer dieser Hingabe ergeben ist, achtet die vier Lebensziele nicht für erstrebenswert
Höre, nachdem du Vertrauen gewonnen hast mit entschlossenem Sinn, nachdem du durch die Unterweisung eines wahren Guru die Gesellschaft der Guten ehrfürchtig erlangt hast:
Wort für Wort
śṛṇu viśvāsam āpanno niścayātmikayā dhiyā
höre, nachdem du Vertrauen gewonnen hast mit entschlossenem Sinn
sadguror upadeśena labdhvā satsaṅgam ādṛtaḥ
nachdem du durch die Unterweisung eines wahren Guru ehrfürchtig die Gesellschaft der Guten erlangt hast
das Hören der Guten über die vierfachen Taten Śrī-Viṣṇus, ebenso das Preisen davon und das Bedenken davon mit dem Geist,
Wort für Wort
caturvidhānāṃ śrīviṣṇoḥ karmaṇāṃ śravaṇaṃ satām
das Hören der Guten über die vierfachen Taten Śrī-Viṣṇus
teṣv evaṃ kīrtanaṃ teṣāṃ manasā cāpi cintanam
ebenso das Preisen und das Bedenken davon mit dem Geist
[Anm.: 'die vierfachen Taten' knüpft vermutlich an das in V.3.17 genannte, dort ebenfalls nur unvollständig aufgelöste vierfache karman (sṛṣṭi/sthiti/laya/[?]) an.]
das mündliche Wiederholen davon, das Loben derer, die diesen Taten ergeben sind. Wenn jemand gänzlich unfähig zum Preisen und auch zum Erinnern sein sollte,
Wort für Wort
vacasā grahaṇaṃ teṣāṃ tatparāṇāṃ praśaṃsanam
das mündliche Wiederholen davon, das Loben derer, die diesen Taten ergeben sind
yady aśakto bhavet kīrtau smaraṇe cāpi sarvaśaḥ
wenn jemand gänzlich unfähig zum Preisen und Erinnern sein sollte
dem entsteht rasch die von den Guten geachtete Hingabe zu Śrī-Kṛṣṇa. Wer so die liebeserfüllte Hingabe erlangt und den eigenen Weltenkreislauf (saṃsāra) durchbrochen hat,
Wort für Wort
tasyāśu bhaktiḥ śrīkṛṣṇe jāyate sadbhir ādṛtā
dem entsteht rasch die von den Guten geachtete Hingabe zu Śrī-Kṛṣṇa
evaṃ premamayīṃ labdhvā bhittvā saṃsāram ātmanaḥ
wer so die liebeserfüllte Hingabe erlangt und den eigenen Saṃsāra durchbrochen hat
erlangt rasch den höchste Wonne verleihenden Frieden. Auch nachdem sie Gestalt, Charakter, Eigenschaften und Taten des Erhabenen [in sich] erfahren haben, [halten] die Ergebenen...
Wort für Wort
āśu sampadyate śāntiṃ paramānandadāyinīm
erlangt rasch den höchste Wonne verleihenden Frieden
labdhvāpi bhaktā bhagavadrūpaśīlaguṇakriyāḥ
auch nachdem die Ergebenen Gestalt, Charakter, Eigenschaften und Taten des Erhabenen erfahren haben
...an diesen nicht mehr fest, ohne die Hingabe zu Janārdana [selbst zu suchen]. Wenn jemand ungezügelt andere Mittel bei einer anderen Art von Hingabe ausübt,
Wort für Wort
nānusaṃdhatta etā vai vinā bhaktiṃ janārdane
halten [die Ergebenen] an diesen nicht mehr fest, ohne die Hingabe zu Janārdana selbst
yady anyasādhanāny anyabhaktau kuryād atantritaḥ
wenn jemand ungezügelt andere Mittel bei einer anderen Art von Hingabe ausübt
Der Unterschied [zwischen den drei Arten] besteht in der Verschiedenheit des Ergebnisses (phala), nicht wird er durch das Mittel (sādhana) unterschieden. So wurde von mir diese Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln einzeln dargelegt.
Wort für Wort
phalabhedena bhedaḥ syāt sādhanena na bhidyate
der Unterschied besteht in der Verschiedenheit des Ergebnisses, nicht wird er durch das Mittel unterschieden
pṛthag eṣa mayākhyāto bhaktibhedaḥ sasādhanaḥ
so wurde von mir diese Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln einzeln dargelegt
Zentrale Klarstellung: die Dreiteilung ist eine Ergebnis-, nicht eine Mittel-Klassifikation.
Sie ist begierdelos, ergebnishaft, ewig, dem Glück der Erlösung überlegen [wenn begierdelos]; sie kann aber auch begierdehaft, mit weltlichen Eigenschaften verbunden sein – vielfältig ist dies von den großen Weisen dargelegt worden, o Brahmane.
Wort für Wort
niṣkāmaḥ phalarūpaś ca nityo mokṣasukhādhikaḥ
begierdelos, ergebnishaft, ewig, dem Glück der Erlösung überlegen
sakāmaḥ saguṇo vipra bahudhokto maharṣibhiḥ
[oder] begierdehaft, mit Eigenschaften verbunden – vielfältig von den großen Weisen dargelegt, o Brahmane
kiṃ bhūyaḥ kathayāmy adya vada māṃ dvijasattama / śrīnārada uvāca / vidheyaṃ kathitaṃ sarvaṃ tvayā me surasattama / niṣedhanīyaṃ kiṃ cātra bhaktistambhakaraṃ ca yat
„Was soll ich heute noch weiter erzählen? Sage es mir, o bester der Zweifachgeborenen.“ Śrī-Nārada spricht: „Alles Gebotene ist mir von dir dargelegt worden, o Bester der Götter; was aber ist hierbei zu verbieten, was der Hingabe hinderlich ist,
Wort für Wort
kiṃ bhūyaḥ kathayāmy adya vada māṃ dvijasattama
was soll ich heute noch weiter erzählen? Sage es mir, o bester der Zweifachgeborenen
śrīnārada uvāca
Śrī-Nārada spricht:
vidheyaṃ kathitaṃ sarvaṃ tvayā me surasattama
alles Gebotene ist mir von dir dargelegt worden, o Bester der Götter
niṣedhanīyaṃ kiṃ cātra bhaktistambhakaraṃ ca yat
was aber ist hierbei zu verbieten, was der Hingabe hinderlich ist
[Anm.: Im Quelltext stehen Śivas Abschlussfrage (V.4.42cd) und Nāradas neue Frage (V.4.43) unter einer gemeinsamen Versnummer; hier zusammengefasst.]
hānivṛddhikaraṃ cāpi mukhyasādhanam eva ca / kathayasva mahādeva śraddhāsevāparāya me
was Abnahme und Zunahme [der Hingabe] bewirkt, sowie das wichtigste Mittel – erzähle es mir, o Großer Gott, mir, der ich in gläubigem Dienst ergeben bin.“
Wort für Wort
hānivṛddhikaraṃ cāpi mukhyasādhanam eva ca
was Abnahme und Zunahme bewirkt, sowie das wichtigste Mittel
kathayasva mahādeva śraddhāsevāparāya me
erzähle es mir, o Großer Gott, mir, der ich in gläubigem Dienst ergeben bin
śrīśiva uvāca / bhaktīnāṃ sādhanānāṃ yad bahirbhūtaṃ mahāmune / niṣedhanīyaṃ tat tāsāṃ bhaktānāṃ puruṣottame
Śrī-Śiva spricht: „Was den Mitteln der Hingaben äußerlich [entgegengesetzt] ist, o großer Weiser, das ist bei diesen Hingaben der Ergebenen zum höchsten Puruṣa zu verbieten:
Wort für Wort
śrīśiva uvāca
Śrī-Śiva spricht:
bhaktīnāṃ sādhanānāṃ yad bahirbhūtaṃ mahāmune
was den Mitteln der Hingaben äußerlich entgegengesetzt ist, o großer Weiser
niṣedhanīyaṃ tat tāsāṃ bhaktānāṃ puruṣottame
das ist bei diesen Hingaben der Ergebenen zum höchsten Puruṣa zu verbieten
dehapravāhād ādhikyaṃ viṣayādaraṇaṃ ca yat / bhaktistambhakaraṃ proktaṃ bhaktiniṣṭhe dvijottama
das Übermaß an [Sorge um den] Körperfluss (übermäßige Körperpflege) und die Wertschätzung von [weltlichen] Sinnesobjekten – das wird als hinderlich für die Hingabe bei dem in der Hingabe Gefestigten bezeichnet, o bester der Zweifachgeborenen.
Wort für Wort
dehapravāhād ādhikyaṃ viṣayādaraṇaṃ ca yat
das Übermaß an Körpersorge und die Wertschätzung von Sinnesobjekten
Kurz gefasst wurde dir von mir das Verbotene und Hinderliche dargelegt; höre nun den die Hingabe zerstörenden Fehler, den die Menschen auf jede Weise meiden sollen:
Wort für Wort
samāsena mayā proktaṃ niṣedhastambhanaṃ tava
kurz gefasst wurde dir von mir das Verbotene und Hinderliche dargelegt
bhaktighnadoṣaṃ śṛṇu taṃ sarvathā varjanaṃ nṛṇām
höre den die Hingabe zerstörenden Fehler, den die Menschen auf jede Weise meiden sollen
nirguṇāyāṃ prāṇihiṃsā bhāgavatyām ahaṃkṛtiḥ / premamayyāṃ satāṃ dveṣo bhaktināśakarā ime
Bei der eigenschaftslosen Hingabe die Gewalt gegen Lebewesen, bei der bhāgavatī Hingabe der Eigendünkel (ahaṃkāra), bei der liebeserfüllten Hingabe der Hass gegen die Guten – diese drei bewirken die Zerstörung der Hingabe.
Wort für Wort
nirguṇāyāṃ prāṇihiṃsā bhāgavatyām ahaṃkṛtiḥ
bei der eigenschaftslosen Hingabe die Gewalt gegen Lebewesen, bei der bhāgavatī der Eigendünkel
premamayyāṃ satāṃ dveṣo bhaktināśakarā ime
bei der liebeserfüllten der Hass gegen die Guten – diese bewirken die Zerstörung der Hingabe
Die Vermischung/Vernachlässigung aller drei Hingabe-Arten sowie die Missachtung der Worte des eigenen Guru [schaden ebenfalls]; durch Hass geht selbst ein Zweifachgeborener, der äußerlich Hingabe ausübt, in die Hölle.
Wort für Wort
sarvabhaktivyatikaraḥ svaguror vāganādaraḥ
die Vermischung aller Hingabe-Arten, die Missachtung der Worte des eigenen Guru
dveṣeṇa narakaṃ yāti kurvan bhaktim api dvijaḥ
durch Hass geht selbst ein Zweifachgeborener, der Hingabe ausübt, in die Hölle
Wer mit fehlerhaftem Blick [handelt], wird fehlerhaft, und dort entsteht die Frucht des Fehlers; alles, was mit [gewöhnlichem] sterblichem Blick getan wird, gleicht der 'Reinigung des Elefanten' [wirkungslos, da er sich sofort wieder mit Erde bestreut].
Wort für Wort
doṣadṛṣṭyā doṣavān syāt tatra doṣaphalaṃ bhavet
wer mit fehlerhaftem Blick handelt, wird fehlerhaft, und dort entsteht die Frucht des Fehlers
martyadṛṣṭyā kṛtaṃ sarvaṃ bhavet kuñjaraśaucavat
alles, was mit sterblichem Blick getan wird, gleicht der Reinigung des Elefanten
[Anm.: 'kuñjaraśauca' (Elefanten-Reinigung) ist ein bekanntes Sprichwort für nutzlose/sich selbst zunichtemachende Anstrengung.]
sarvasādhanamukhyā hi gurusevā sadādṛtā / yayā bhaktir bhagavati hy añjasā syāt sukhāvahā
Das wichtigste aller Mittel ist nämlich der stets ehrfürchtig ausgeübte Dienst am Guru, durch den die Hingabe zum Erhabenen unmittelbar glückbringend wird.
Wort für Wort
sarvasādhanamukhyā hi gurusevā sadādṛtā
das wichtigste aller Mittel ist der stets ehrfürchtig ausgeübte Dienst am Guru
yayā bhaktir bhagavati hy añjasā syāt sukhāvahā
durch den die Hingabe zum Erhabenen unmittelbar glückbringend wird
tasmāt sarvaprayatnena guror vāgādareṇa vai / kāryā saiva tu tat sarvā bhagavadbhaktivardhinī
Deshalb soll mit aller Anstrengung, durch Ehrerbietung gegenüber dem Wort des Guru, eben dieser Dienst ausgeübt werden – er allein ist es, der die Hingabe zum Erhabenen in jeder Hinsicht mehrt.
Wort für Wort
tasmāt sarvaprayatnena guror vāgādareṇa vai
deshalb soll mit aller Anstrengung, durch Ehrerbietung gegenüber dem Wort des Guru
kāryā saiva tu tat sarvā bhagavadbhaktivardhinī
eben dieser Dienst ausgeübt werden, der die Hingabe zum Erhabenen mehrt
Von dem, der in der eigenschaftslosen Hingabe gefestigt ist, soll stets Mitgefühl mit allen Wesen geübt werden; bei der bhāgavatī [ist es] die Gefestigtheit von Körper, Geist und Rede,
Wort für Wort
nirguṇā bhaktiniṣṭhena kāryā bhūtadayā sadā
von dem in der eigenschaftslosen Hingabe Gefestigten soll stets Mitgefühl mit allen Wesen geübt werden
bhāgavatyāṃ kāyamanovacasāṃ pariniṣṭhitā
bei der bhāgavatī die Gefestigtheit von Körper, Geist und Rede
bei der liebeserfüllten [ist es] das liebevolle Hören des Ruhmes Haris zusammen mit den Guten – dies sind, o bester der Zweifachgeborenen, die wichtigsten vollkommenen Mittel, die dir dargelegt wurden.
Wort für Wort
premamayyāṃ satāṃ prītyā śravaṇaṃ yaśasāṃ hareḥ
bei der liebeserfüllten das liebevolle Hören des Ruhmes Haris zusammen mit den Guten
mukhyāḥ sādhanasampattyaḥ kathitās te dvijottama
dies sind die wichtigsten vollkommenen Mittel, die dir dargelegt wurden
Fasst zusammen: das Schlüsselmerkmal jeder der drei bhakti-Arten.
Als die Wurzel von allem wird die Zuflucht zu Kṛṣṇas Füßen gepriesen; ohne sie fließt die Hingabe [ungehalten] fort, wie Milch aus einem ungebrannten Tongefäß.
Wort für Wort
sarvamūlaṃ kṛṣṇapādaśaraṇaṃ parikīrtitam
als die Wurzel von allem wird die Zuflucht zu Kṛṣṇas Füßen gepriesen
yad vinā sravate bhaktir āmabhāṇḍāt payo yathā
ohne sie fließt die Hingabe fort, wie Milch aus einem ungebrannten Tongefäß
Bildhafter Übergang zum Thema śaraṇa (Zuflucht), das in V.4.56–4.64 vertieft wird.
śrīnārada uvāca / kṛṣṇapādābjaśaraṇaṃ vada me bahuvittama / vinā yena pumān yāti kurvan bhaktim api śramam
Śrī-Nārada spricht: „Beschreibe mir, o Wissensreichster, die Zuflucht zu Kṛṣṇas Lotosfüßen, ohne die ein Mensch, obwohl er Hingabe übt, nur vergebliche Mühe hat.“
Wort für Wort
śrīnārada uvāca
Śrī-Nārada spricht:
kṛṣṇapādābjaśaraṇaṃ vada me bahuvittama
beschreibe mir, o Wissensreichster, die Zuflucht zu Kṛṣṇas Lotosfüßen
vinā yena pumān yāti kurvan bhaktim api śramam
ohne die ein Mensch, obwohl er Hingabe übt, nur vergebliche Mühe hat
śrīśiva uvāca / kāyavāṅmanasāṃ sākṣāt kṛṣṇe paramapūruṣe / pariniṣṭhāśrayaṃ yad vai śaraṇaṃ parikīrtitam
Śrī-Śiva spricht: „Was die unmittelbare, gefestigte Zuflucht von Körper, Rede und Geist in Kṛṣṇa, dem höchsten Puruṣa, [betrifft] – das wird als 'Zuflucht' (śaraṇa) bezeichnet.
Wort für Wort
śrīśiva uvāca
Śrī-Śiva spricht:
kāyavāṅmanasāṃ sākṣāt kṛṣṇe paramapūruṣe
die unmittelbare Zuflucht von Körper, Rede und Geist in Kṛṣṇa, dem höchsten Puruṣa
pariniṣṭhāśrayaṃ yad vai śaraṇaṃ parikīrtitam
die gefestigte Zuflucht wird als 'Zuflucht' bezeichnet
dharme tīrthe ca devādau rakṣakatvamaghāditaḥ / yad buddhiniṣṭhitaṃ kṛṣṇe kṛtaṃ tat prathamaṃ smṛtam
Was hinsichtlich Rechtschaffenheit, Pilgerstätte und Göttern usw. – aus der Erwartung von Schutz vor Übel heraus – als in Kṛṣṇa gefestigte Überzeugung geübt wird, das gilt als die erste Stufe.
Wort für Wort
dharme tīrthe ca devādau rakṣakatvamaghāditaḥ
hinsichtlich Rechtschaffenheit, Pilgerstätte und Göttern, aus der Erwartung von Schutz vor Übel
yad buddhiniṣṭhitaṃ kṛṣṇe kṛtaṃ tat prathamaṃ smṛtam
was als in Kṛṣṇa gefestigte Überzeugung geübt wird, gilt als die erste Stufe
kalatraputramitreṣu dhane gehagavādiṣu / yan mamatvāśrayaṃ kṛṣṇe kṛtaṃ tan madhyamaṃ smṛtam
Was hinsichtlich Gattin, Söhnen, Freunden, Reichtum, Haus, Kühen usw. – als das 'Mein'-Gefühl (mamatva) auf Kṛṣṇa gründend geübt wird, das gilt als die mittlere Stufe.
Was auch immer hinsichtlich des eigenen Körpers usw. – bis hin zur Grundlegung der eigenen Selbstheit (ātmatva) auf ihn – an Kṛṣṇas Lotosfuß geübt wird: all das wird als die beste Stufe gepriesen.
Wort für Wort
dehādāv ātmano yāvad ātmatvāśrayaṇādi yat
was hinsichtlich des eigenen Körpers, bis hin zur Grundlegung der eigenen Selbstheit
tat sarvaṃ kṛṣṇapādābje kṛtaṃ śreṣṭhaṃ prakīrtitam
all das an Kṛṣṇas Lotosfuß geübt wird als die beste Stufe gepriesen
īśvaraṃ tadadhīnaṃ ca taddharmaṃ ca sanātanam / hitvānyad āśrayaṃ tasya vastuto naiva dṛśyate
Außer dem Gebieter, dem von ihm Abhängigen und seiner ewigen Rechtsordnung wird für ihn [den auf dieser Stufe Stehenden] in Wirklichkeit keine andere Zuflucht mehr gesehen.
Wort für Wort
īśvaraṃ tadadhīnaṃ ca taddharmaṃ ca sanātanam
außer dem Gebieter, dem von ihm Abhängigen und seiner ewigen Rechtsordnung
hitvānyad āśrayaṃ tasya vastuto naiva dṛśyate
wird für ihn in Wirklichkeit keine andere Zuflucht mehr gesehen
Wer mit dieser Zuflucht ausgestattet und dem höchsten Puruṣa ergeben ist, der reinigt durch den in seinem Herzen weilenden Unvergänglichen (Acyuta) alle Welten.
Wort für Wort
etaccharaṇasampanno bhaktimān puruṣottame
wer mit dieser Zuflucht ausgestattet und dem höchsten Puruṣa ergeben ist
punāti sarvabhuvanaṃ hṛdisthenācyutena saḥ
der reinigt durch den im Herzen weilenden Unvergänglichen alle Welten
Deshalb ist für den, der Viṣṇu, dessen Wesen die höchste Wonne ist, hingebungsvoll wertschätzt, nicht einmal der eigene Körper wahrhaft lieb – wieviel weniger andere Dinge wie Reichtum usw. [?].
Śrī-Nārada spricht: „Beschreibe mir unmittelbar das Kennzeichen der Ergebenen, o Bester der Götter, damit ich, gesammelt, ebenso Zuneigung zu ihnen fassen kann.“
Wort für Wort
śrīnārada uvāca
Śrī-Nārada spricht:
bhaktānāṃ lakṣaṇaṃ sākṣād brūhi me surattama
beschreibe mir unmittelbar das Kennzeichen der Ergebenen, o Bester der Götter
tathaiva teṣv ahaṃ prītiṃ kariṣyāmi samāhitaḥ
damit ich, gesammelt, ebenso Zuneigung zu ihnen fassen kann
śrīśiva uvāca / bhaktānāṃ lakṣaṇaṃ sākṣād durvijñeyaṃ nṛbhir mune / vaiṣṇavair eva tad vedyaṃ padāny ahir aher iva
Śrī-Śiva spricht: „Das unmittelbare Kennzeichen der Ergebenen ist für gewöhnliche Menschen schwer zu erkennen, o Weiser; nur von Vaiṣṇavas ist es zu erkennen, wie eine Schlange die Spur einer anderen Schlange [erkennt].
Wort für Wort
śrīśiva uvāca
Śrī-Śiva spricht:
bhaktānāṃ lakṣaṇaṃ sākṣād durvijñeyaṃ nṛbhir mune
das unmittelbare Kennzeichen der Ergebenen ist für Menschen schwer zu erkennen, o Weiser
vaiṣṇavair eva tad vedyaṃ padāny ahir aher iva
nur von Vaiṣṇavas ist es zu erkennen, wie eine Schlange die Spur einer anderen Schlange
tathāpi sāratas teṣāṃ lakṣaṇaṃ yad alaukikam / vakṣye tat te muniśreṣṭha viṣṇubhakto yato bhavān
Dennoch will ich dir, dem besten der Weisen, das überweltliche Kennzeichen von ihnen dem Wesentlichen nach darlegen, da du ja selbst ein Viṣṇu-Ergebener bist.
Wort für Wort
tathāpi sāratas teṣāṃ lakṣaṇaṃ yad alaukikam
dennoch will ich das überweltliche Kennzeichen von ihnen dem Wesentlichen nach
vakṣye tat te muniśreṣṭha viṣṇubhakto yato bhavān
dir, dem besten der Weisen, darlegen, da du ja ein Viṣṇu-Ergebener bist
Sie sind auf mich [Viṣṇu] ausgerichteten Geistes, frei von Eigendünkel, ohne Besitzdenken, den Lehrschriften folgend, friedvoll, Freunde aller verkörperten Wesen,
Wort für Wort
maccittā nirahaṃkārā mamakāravivarjitāḥ
auf mich ausgerichteten Geistes, frei von Eigendünkel, ohne Besitzdenken
śāstrānuvartinaḥ śāntāḥ suhṛdaḥ sarvadehinām
den Lehrschriften folgend, friedvoll, Freunde aller verkörperten Wesen
yadā sarveṣu bhūteṣu hiṃsantam api kaṃcana / na hiṃsanti tadā muktā nirguṇā bhagavatparāḥ
wenn sie sogar gegenüber jemandem, der sie unter allen Wesen verletzt, nicht zurückverletzen – dann sind sie befreit, eigenschaftslos, dem Erhabenen ganz ergeben.
Wort für Wort
yadā sarveṣu bhūteṣu hiṃsantam api kaṃcana
wenn sie sogar gegenüber jemandem, der sie verletzt
na hiṃsanti tadā muktā nirguṇā bhagavatparāḥ
nicht zurückverletzen, dann sind sie befreit, eigenschaftslos, dem Erhabenen ergeben
Sie erachten nichts außer dem Dienst an Hari als für sich selbst lieb; ihre Sinnestätigkeiten sind, obwohl noch in Körper und Haus [gebunden], ganz auf Vāsudeva gerichtet,
Wort für Wort
harisevāṃ vinā kiṃcin manyante nātmanaḥ priyam
sie erachten nichts außer dem Dienst an Hari als für sich lieb
vāsudevaparā dehageha indriyavṛttayaḥ
ihre Sinnestätigkeiten, in Körper und Haus, sind ganz auf Vāsudeva gerichtet
der Liebe zu den Guten höchst ergeben, rein, gefestigt im Hören, Preisen und Aussprechen [von Haris Ruhm], frei von Gerede über die drei weltlichen Lebensziele, von Zuneigung und weltlicher Bindung,
Wort für Wort
satprītiparamāḥ śuddhāḥ śrutikīrtyuktiniṣṭhitāḥ
der Liebe zu den Guten ergeben, rein, gefestigt im Hören, Preisen, Aussprechen
traivargikaparālāpasnehasaṅgavivarjitāḥ
frei von Gerede über die drei Lebensziele, von Zuneigung und weltlicher Bindung
Dies ist das allgemeine Kennzeichen der Ergebenen, das dargelegt wurde. Höre nun das dreifache Kennzeichen gemäß dem Grad des Verlangens nach Selbsterkenntnis (ātmajijñāsā):
Wort für Wort
bhaktānāṃ lakṣaṇaṃ hy etat sāmānyena nirūpitam
dies ist das allgemeine Kennzeichen der Ergebenen, das dargelegt wurde
idānīm ātmajijñāsyaṃ lakṣaṇaṃ trividhaṃ śṛṇu
höre nun das dreifache Kennzeichen gemäß dem Verlangen nach Selbsterkenntnis
Leitet zwei weitere Dreiteilungen der Bhaktas ein: nach Erkenntnisgrad (V.4.75–4.77) und nach Beständigkeit der Zuneigung (V.4.78–4.83).
sarvātmānaṃ hariṃ jñātvā sarveṣu prītimān naraḥ / sevāparo dveṣahīno janeṣu sa ca sattamaḥ
Der Mensch, der, nachdem er Hari als die Seele von allem erkannt hat, Zuneigung zu allen Wesen hat, dem Dienst ergeben, frei von Hass gegenüber den Menschen – der ist der Beste (sattama).
Wort für Wort
sarvātmānaṃ hariṃ jñātvā sarveṣu prītimān naraḥ
der Mensch, der Hari als die Seele von allem erkannt hat und Zuneigung zu allen hat
sevāparo dveṣahīno janeṣu sa ca sattamaḥ
dem Dienst ergeben, frei von Hass gegenüber den Menschen – der ist der Beste
jñātvāpi sarvagaṃ viṣṇuṃ tāratamyena prītimān / śreṣṭhamadhyamanīceṣu hy ātmanaḥ sa tu madhyamaḥ
Wer, obwohl er Viṣṇu als allgegenwärtig erkannt hat, nur abgestuft Zuneigung empfindet – gegenüber Höheren, Gleichen und Niederen als sich selbst –, der ist der Mittlere (madhyama).
Wort für Wort
jñātvāpi sarvagaṃ viṣṇuṃ tāratamyena prītimān
wer, obwohl er Viṣṇu als allgegenwärtig erkannt hat, nur abgestuft Zuneigung empfindet
śreṣṭhamadhyamanīceṣu hy ātmanaḥ sa tu madhyamaḥ
gegenüber Höheren, Gleichen und Niederen als sich selbst – der ist der Mittlere
pratimādiṣv eva harau prītimān na tu sarvage / prāṇiprāṇavadhatyāgī prākṛtaḥ sa tu vaiṣṇavaḥ
Wer nur gegenüber Hari im Bildnis usw. Zuneigung empfindet, nicht aber gegenüber dem Allgegenwärtigen, aber immerhin das Töten von Lebewesen meidet – dieser Vaiṣṇava ist der 'Gewöhnliche' (prākṛta).
Wort für Wort
pratimādiṣv eva harau prītimān na tu sarvage
wer nur gegenüber Hari im Bildnis Zuneigung empfindet, nicht gegenüber dem Allgegenwärtigen
prāṇiprāṇavadhatyāgī prākṛtaḥ sa tu vaiṣṇavaḥ
aber das Töten von Lebewesen meidet – dieser Vaiṣṇava ist der Gewöhnliche
yasyendriyaiḥ kṛṣṇasevā kṛtā prītivivarjitā / sa prākṛto bhāgavato bhaktaḥ kāmavivarjitaḥ
Wessen Dienst an Kṛṣṇa mit den Sinnesorganen ohne innere Zuneigung geübt wird, der ist der 'gewöhnliche' Bhāgavata-Ergebene, zumindest frei von weltlichem Begehren.
Wort für Wort
yasyendriyaiḥ kṛṣṇasevā kṛtā prītivivarjitā
wessen Dienst an Kṛṣṇa mit den Sinnesorganen ohne Zuneigung geübt wird
sa prākṛto bhāgavato bhaktaḥ kāmavivarjitaḥ
der ist der gewöhnliche Bhāgavata-Ergebene, frei von Begehren
śravaṇaṃ kīrtanaṃ viṣṇau prītyāyāsau tu yo naraḥ / kuryād aharahaḥ śaśvat prītimān sa ca madhyamaḥ
Der Mensch aber, der Tag für Tag beständig, mit Liebe aber auch mit Mühe, das Hören und Preisen bezüglich Viṣṇu übt, zwar liebevoll, der ist der Mittlere.
Wort für Wort
śravaṇaṃ kīrtanaṃ viṣṇau prītyāyāsau tu yo naraḥ
der Mensch, der mit Liebe aber auch mit Mühe das Hören und Preisen bezüglich Viṣṇu
kuryād aharahaḥ śaśvat prītimān sa ca madhyamaḥ
Tag für Tag beständig übt, zwar liebevoll, der ist der Mittlere
Wer nur für die Dauer einer einzigen Nachtwache (yāma) das Hören und Preisen Haris mit Liebe übt, aber immerhin frei von Hass gegen die Viṣṇu-Verehrer ist, wird als 'gewöhnlich' bezeichnet.
Wort für Wort
yāmaikamātraṃ yaḥ kuryāc chravaṇaṃ kīrtanaṃ hareḥ
wer nur für die Dauer einer Nachtwache das Hören und Preisen Haris übt
prītyā viṣṇujanadveṣahīnaḥ prākṛta ucyate
mit Liebe, frei von Hass gegen die Viṣṇu-Verehrer, wird als gewöhnlich bezeichnet
Wenn auch bei einem [nach einem Merkmal eingeordneten] Ergebenen von den Guten ein anderes Kennzeichen [einer anderen Stufe] wahrgenommen werden sollte, so erkenne dennoch, o Bester, jenen jeweils nach seiner tatsächlichen Gefestigtheit (niṣṭhā).
Wort für Wort
yady anyalakṣaṇaṃ cānyabhakte lakṣyeta sajjanaiḥ
wenn bei einem Ergebenen von den Guten ein anderes Kennzeichen wahrgenommen werden sollte
tathāpi niṣṭhām ālakṣya taṃ taṃ jānīhi sattama
so erkenne dennoch jenen jeweils nach seiner Gefestigtheit, o Bester
yaddharmaniṣṭhā ye bhaktā bhavanti dvijasattama / tatprasaṅgādyanuṣṭhānaṃ tatprīteḥ kāraṇaṃ param
Welche Ergebenen auch immer in welcher Stufen-Ordnung gefestigt sind, o bester der Zweifachgeborenen – die dieser Stufe gemäße Ausübung ist die höchste Ursache für ihre jeweilige Zuneigung.
Wort für Wort
yaddharmaniṣṭhā ye bhaktā bhavanti dvijasattama
welche Ergebenen auch immer in welcher Stufen-Ordnung gefestigt sind
tatprasaṅgādyanuṣṭhānaṃ tatprīteḥ kāraṇaṃ param
die dieser Stufe gemäße Ausübung ist die höchste Ursache ihrer jeweiligen Zuneigung
tathāpi nirguṇā ye ca ye ca bhāgavatā matāḥ / teṣu prītir mahābhāga duṣkareti mayocyate
Dennoch, sowohl bei denen, die 'eigenschaftslos' gefestigt sind, als auch bei denen, die als 'bhāgavata' gelten, wird von mir gesagt, o Hochbeglückter, dass Zuneigung zu ihnen schwer zu erlangen ist.
Wort für Wort
tathāpi nirguṇā ye ca ye ca bhāgavatā matāḥ
dennoch, bei denen, die eigenschaftslos gefestigt sind, und bei denen, die als bhāgavata gelten
teṣu prītir mahābhāga duṣkareti mayocyate
wird von mir gesagt, dass Zuneigung zu ihnen schwer zu erlangen ist, o Hochbeglückter
Gegenüber denen, die dem Hören und dem Dienst an Haris Spiel-Taten beständig ergeben sind, soll von dir stets Zuneigung geübt werden, damit deine Hingabe zu Hari nicht untergeht.
Wort für Wort
harilīlāśrutopacārapareṣu satataṃ tvayā
gegenüber denen, die dem Hören und Dienst an Haris Spiel-Taten beständig ergeben sind, von dir
kāryā prītis tava harer yathā bhaktir na naśyati
soll stets Zuneigung geübt werden, damit deine Hingabe zu Hari nicht untergeht
So wurde dir, o Brahmane, das je einzelne Kennzeichen der Guten dargelegt; das Erwecken von Zuneigung gegenüber den Ergebenen ist die Ursache der Erlösung der Menschen.
Wort für Wort
ity etat kathitaṃ vipra sādhūnāṃ lakṣaṇaṃ pṛthak
so wurde dir, o Brahmane, das je einzelne Kennzeichen der Guten dargelegt
bhakteṣu prītikaraṇaṃ janānāṃ muktikāraṇam
das Erwecken von Zuneigung gegenüber den Ergebenen ist die Ursache der Erlösung der Menschen
sādhanena mayā bāla bhaktibhedo nirūpitaḥ / sa sārvavarṇikaḥ śuddhaḥ sarvāśramiśramāpahaḥ
So wurde von mir, o Kind, die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln dargelegt; sie ist für alle Stände (varṇa) gültig, rein, und nimmt allen Lebensstufen (āśrama) die Mühsal.
Wort für Wort
sādhanena mayā bāla bhaktibhedo nirūpitaḥ
von mir, o Kind, wurde die Unterscheidung der Hingabe samt ihren Mitteln dargelegt
sa sārvavarṇikaḥ śuddhaḥ sarvāśramiśramāpahaḥ
sie ist für alle Stände gültig, rein, und nimmt allen Lebensstufen die Mühsal
Sie ist zu jeder Zeit gültig, ewig, gewährt Vollendung in allen Ländern (deśa), ist in allen vier Weltzeitaltern (yuga) anerkannt und macht den Übenden dem Erhabenen lieb.
Wort für Wort
sarvakālabhavo nityaḥ sarvadaiśikasiddhidaḥ
zu jeder Zeit gültig, ewig, gewährt Vollendung in allen Ländern
caturyugeṣv abhimato bhagavatpriyasādhakaḥ
in allen vier Weltzeitaltern anerkannt, macht den Übenden dem Erhabenen lieb
Abschlussvers des Paṭala. Paṭala 5 (Quelltext ab Zeile 669) behandelt die vier Weltzeitalter (yuga) mit ihren jeweils angemessenen Verehrungsformen Viṣṇus.