Paṭala 7: Saptamaḥ Paṭalaḥ
Siebter Paṭala – Die Kraft des Namens und die Verfehlungen gegen Viṣṇu, den Namen und die Hingebungsvollen
Fortsetzung von Śivas Belehrung Nāradas: die überragende Kraft des bloßen Namens-Gedenkens (nāma) gegenüber Pilgerfahrt, Opfer, Askese und Yoga (V.1-27); die 32 rituellen Verfehlungen gegen Viṣṇu und die 10 Verfehlungen gegen den Namen (V.28-41); und schließlich die besonders schwerwiegenden, kaum sühnbaren Verfehlungen gegen Hingebungsvolle (bhakta) selbst, mit genauen Sühneregeln (V.42-57).
Śrī Śiva sprach: Diejenigen, o Brahmane, die täglich das Tausend-Namen-Verzeichnis Viṣṇus hören oder preisen oder sich mit Ehrfurcht erinnern – sei es hundert, sei es zwanzig, sei es zehn, sei es fünf, o Zweifachgeborener, oder auch nur einen Namen, aus freiem Willen mit Hingabe, indem sie bei den Lotosfüßen Viṣṇus Zuflucht nehmen –
Wort für Wort
śṛṇvanti pratyahaṃ ye vai
die täglich hören, welche
viṣṇor nāmasahasrakam
das Tausend-Namen Viṣṇus
kīrtayanti athavā vipra
oder preisen, o Brahmane
saṃsmaranti ādareṇa vā
oder sich mit Ehrfurcht erinnern
vā śatam vā viṃśatim vāpi
sei es hundert, sei es zwanzig
daśa vā pañca vā dvija
zehn oder fünf, o Zweifachgeborener
ekaṃ vā kāmato bhaktyā
oder auch nur einen, aus freiem Willen mit Hingabe
Denn der Name allein ist die höchste Pilgerstätte und das verdienstspendende heilige Feld, der Name allein die höchste Gottheit, der Name allein die höchste Askese,
Wort für Wort
yataḥ nāma eva
denn der Name allein
paramaṃ tīrthaṃ kṣetraṃ ca puṇyadam
ist die höchste Pilgerstätte und das verdienstspendende Feld
der Name allein die höchste Gabe, der Name allein die höchste rituelle Handlung, der Name allein das höchste Dharma, der Name allein wird als der höchste Nutzen (artha) verkündet,
Wort für Wort
nāma eva paramaṃ dānam
der Name allein die höchste Gabe
nāma eva paramā kriyā
der Name allein die höchste Handlung
nāma eva paramo dharmaḥ
der Name allein das höchste Dharma
nāma eva arthaḥ prakīrtitaḥ
der Name allein wird als (höchster) Nutzen verkündet
der Name allein ist die Lust der Hingebungsvollen, allein der Name auch die Erlösung; und der Name ist das Mittel zu diesen Zielen für die Begehrenden, o bester Zweifachgeborener,
der Name allein die höchste Hingabe, der Name allein das höchste Ziel, der Name allein das höchste (zu murmelnde) Mantra, der Name allein das höchste Gebet,
der Name ist der Reichtum der Wunschlosen, wertvoll für Erlösung, Genuss und Wonne; der Name sei das höchste Glück, der Name allein die Ursache der Entsagung,
der Name reinigt das Wesen (sattva), der Name gilt überliefert als Wissensspender – für die nach Erlösung Strebenden die Stätte der Erlösung, für die Begehrenden Erfüller aller Wünsche,
Wort für Wort
sattvaśuddhikaraṃ nāma
der Name, der das Wesen reinigt
nāma jñānapradaṃ smṛtam
der Name gilt überliefert als Wissensspender
mumukṣūṇāṃ muktipadam
für die nach Erlösung Strebenden die Stätte der Erlösung
der Name ist die Frucht der Viṣṇu-Verehrer; darum gedenke man des Namens stets – sei es aus Verabredung, im Scherz, aus Nachlässigkeit oder aus Fieberqual,
das gepriesene Name des Erhabenen gilt überliefert als aller Sünde nehmend; wie groß auch die Kraft ist, die zur Vernichtung der Sünde im Namen Haris ruht,
tāvat pāpijanaḥ pāpaṃ kartuṃ śaknoti naiva hi / jñānājñānād dharer nāmakīrtanāt puruṣasya hi //
so groß ist sie, dass ein sündiger Mensch gar nicht mehr imstande ist, Sünde zu begehen – sei es wissend oder unwissend – durch das Preisen des Namens Haris für einen Menschen,
Wort für Wort
tāvat pāpijanaḥ pāpam
so groß, dass ein sündiger Mensch Sünde
kartuṃ śaknoti na eva hi
gar nicht mehr zu begehen imstande ist
jñānājñānāt hareḥ nāmakīrtanāt
durch das wissende oder unwissende Preisen des Namens Haris
dieser Name trägt dessen wahre Frucht der Reihe nach, o bester Zweifachgeborener: Vernichtung der Sünde, großes Verdienst und vierfache Entsagung (vairāgya),
Dienst am Lehrer, Selbsterkenntnis, danach die Vernichtung des Irrtums, und schließlich erlangt man darin die vollkommene Erkenntnis der Wonne, fest gegründet.
Śrī Śiva sprach: Wenn ein Mensch den Genuss der Sinnesobjekte ohne Anhaftung vollzieht, o bester der Zweifachgeborenen, wird dies als die erste (Stufe der Entsagung) verkündet,
Wort für Wort
śrī-śiva uvāca
Śrī Śiva sprach
asaṅgarahito bhogaḥ
der Genuss ohne Anhaftung
kriyate puruṣeṇa yat viṣayāṇām
der von einem Menschen bei den Sinnesobjekten vollzogen wird
dvijaśreṣṭha tad amānaḥ prakīrtitaḥ
o bester der Zweifachgeborenen, dies wird als 'amāna' verkündet
[Anm.: Name der ersten Vairāgya-Stufe ('amāna', wörtlich 'ohne Dünkel') unsicher übersetzt.]
Wenn auch beim Genussobjekt, das ohne Wohlgeschmack ist, dennoch eine Hinwendung des Selbst geschieht – das erkenne, o Bester, als den zweiten, 'vyatireka' (Unterscheidung) genannt,
wenn ohne Freude des Geistes gleichwohl durch die Sinne genossen wird – dieser dritte Genuss wird von den Menschen als 'indriya' (sinnenhaft) benannt verkündet,
Eben dieser höchste Grad entsteht rasch durch den Namen allein, o bester Zweifachgeborener – und mit ihm das höchste reine Wissen, das die Wonne des Brahman schenkt.
tīrthair dānais tapobhiś ca homair jātyair vratamaikhaiḥ / yogaiś ca vividhair vipra yad viṣṇoḥ paramaṃ padam // na yānti mānavās tad vai nāmakīrtanamātrataḥ / saṃyānty eva na saṃdehaṃ kuru vipra haripriyam //
Wohin die Menschen selbst durch Pilgerfahrten, Gaben, Askese, Feueropfer, rituelle Riten, Gelübde und mancherlei Yoga-Übungen nicht gelangen – zu jenem höchsten Ort Viṣṇus – dorthin gelangen sie eben allein durch das Preisen des Namens; hege keinen Zweifel, o Brahmane, dies ist Hari lieb.
Wort für Wort
tīrthair dānais tapobhiḥ ca homair
durch Pilgerfahrten, Gaben, Askese, Feueropfer
jātyair vratamaikhaiḥ
durch rituelle Riten, Gelübde [?]
yogaiś ca vividhair vipra
und mancherlei Yoga-Übungen, o Brahmane
yad viṣṇoḥ paramaṃ padam na yānti mānavāḥ
wohin die Menschen nicht zum höchsten Ort Viṣṇus gelangen
tad vai nāmakīrtanamātrataḥ saṃyānti eva
dorthin gelangen sie eben allein durch das Preisen des Namens
na saṃdehaṃ kuru vipra haripriyam
hege keinen Zweifel, o Brahmane, dies ist Hari lieb
mahāpātakayukto 'pi kīrtayitvā jagadgurum / taraty eva na saṃdehaḥ satyam eva vadāmy aham //
Selbst wer mit großen Todsünden behaftet ist, überquert den Daseinsozean, sobald er den Weltenlehrer preist – kein Zweifel, ich spreche nur die Wahrheit.
kalikālamalaṃ cāpi sarvapātakam eva ca / hitvā nāmaparo vipra viṣṇulokaṃ sa gacchati //
Nachdem er die Verunreinigung des Kali-Zeitalters wie auch alle Sünde abgelegt hat, geht der, dem der Name das Höchste ist, o Brahmane, in die Welt Viṣṇus ein.
tasmān nāmaikamātreṇa taraty eva bhavārṇavam / pumān atra na saṃdeho vinā nāmāparādhataḥ //
Darum überquert der Mensch allein durch den Namen den Ozean des Daseins – hierin gibt es keinen Zweifel –, sofern er frei von Verfehlungen gegen den Namen ist.
Śrī Nārada sprach: Ich habe aus dem Munde des Erhabenen von den zweiundzwanzig Verfehlungen gehört, ebenso von den zehn gegen den Namen Viṣṇus – schildere uns dies, o Herr.
Śrī Śiva sprach: Höre, ich will die Verfehlungen gegen Viṣṇu verkünden, o Nārada – durch deren Begehen die Menschen stets in die Hölle gelangen, o Weiser.
Wort für Wort
śrī-śiva uvāca
Śrī Śiva sprach
śrūyatāṃ aparādhān vai viṣṇor vakṣyāmi nārada
höre, ich will die Verfehlungen gegen Viṣṇu verkünden, o Nārada
yān kṛtvā narakaṃ yānti mānavāḥ
durch deren Begehen die Menschen in die Hölle gelangen
Die Berührung Viṣṇus ohne vorheriges Bad; das Baden des Bildnisses ohne die Muschel; die unmittelbare Berührung in Unreinheit; oder das Trinken des Fußwaschwassers nach dem Essen –
Wort für Wort
asnātvā sparśanaṃ viṣṇoḥ
die Berührung Viṣṇus ohne vorheriges Bad
vinā śaṅkhena snāpanam
das Baden ohne die Muschel
aśauce sparśanaṃ sākṣāt
die unmittelbare Berührung in Unreinheit
bhuktā pādodakagrahaḥ vā
oder das Trinken des Fußwaschwassers nach dem Essen
vinā śabdena pūjā ca vinā naivedyapūjanam / uccāsanasthapūjā ca śīte vyajanavātakam //
die Verehrung ohne Mantra-Klang; die Verehrung ohne Speiseopfer; die Verehrung, während man auf einem zu hohen Sitz thront; das Fächeln von Wind bei Kälte –
das Erblicken des Bildnisses durch eine menstruierende Frau; das Ablegen der Glocke auf dem Boden; die Berührung mit Sandelpaste im Monat Pauṣa (Winter); ebenso das Unterlassen dieser Berührung im Sommer –
vāmapādapraveśaś ca kūrdanaṃ pākabhojanam / śleṣmaprakṣepaṇaṃ caiva tattṛṇair dantadhāvanam //
das Betreten mit dem linken Fuß zuerst; das Herumspringen; das Essen von gekochter Speise im Tempel; das Ausspucken von Schleim; das Zähneputzen mit dessen Gras –
devāgre vāhanāroho naivedye dravyabuddhitā / śālagrāme sthirāyāṃ ca śileti pratimeti ca //
das Besteigen eines Reittiers vor der Gottheit; die bloß materielle Wertschätzung des Speiseopfers; beim heiligen Śālagrāma-Stein wie beim unbeweglichen Bildnis der Gedanke 'es ist nur ein Stein' bzw. 'es ist nur ein Abbild' –
Wort für Wort
devāgre vāhanārohaḥ
das Besteigen eines Reittiers vor der Gottheit
naivedye dravyabuddhitā
die materielle Wertschätzung des Speiseopfers
śālagrāme sthirāyāṃ ca
beim Śālagrāma-Stein und beim unbeweglichen Bildnis
śila iti pratima iti ca
der Gedanke 'es ist nur ein Stein', 'es ist nur ein Abbild'
harikīrter asaṃślāghā vaiṣṇave narasāmyatā / viṣṇau ca devatāsāmyam anyoddeśanivedanam //
das Nicht-Rühmen von Haris Ruhm; die Gleichsetzung eines Viṣṇu-Verehrers mit einem gewöhnlichen Menschen; die Gleichsetzung Viṣṇus mit anderen Gottheiten; das Darbringen einer Opfergabe mit Widmung an einen anderen Gott –
Wort für Wort
harikīrter asaṃślāghā
das Nicht-Rühmen von Haris Ruhm
vaiṣṇave narasāmyatā
die Gleichsetzung eines Viṣṇu-Verehrers mit einem gewöhnlichen Menschen
Dies sind die zweiunddreißig Verfehlungen (gegen Viṣṇu und den Namen zusammen). Höre nun die gegen den Namen selbst: das Sehen eines Unterschieds zwischen Śiva und Viṣṇu; die Geringschätzung des Lehrers –
Wort für Wort
ete 'parādhā dvātriṃśad
dies sind die zweiunddreißig Verfehlungen
viṣṇor nāmnām atha śṛṇu
gegen Viṣṇu; höre nun die gegen den Namen
satāṃ nāmnā śive viṣṇau bhidā
das Sehen eines Unterschieds zwischen Śiva und Viṣṇu bei den Guten durch den Namen
ācāryāvamānatā
die Geringschätzung des Lehrers
[Anm.: '32' = die Summe der 22 Verfehlungen gegen Viṣṇu (V.30-37, tatsächlich hier mehr aufgezählt) plus 10 gegen den Namen (V.39-40), gemäß Nāradas Frage in V.28; Zählung im Detail unsicher.]
Verachtung des Veda; Streiten über den Namen; der Wunsch nach Sünde im Vertrauen auf die Vergebungskraft des Namens; die Gleichsetzung des Namens mit bloßen weltlichen Pflichten; die Weitergabe des Namens an Glaubenslose –
Wort für Wort
vedanindā
Verachtung des Veda
nāmni vādaḥ
Streiten über den Namen
pāpecchā nāmasāhasāt
der Wunsch nach Sünde im Vertrauen auf den Namen
nāmno dharmaiḥ sāmyabuddhiḥ
die Gleichsetzung des Namens mit weltlichen Pflichten
selbst nach dem Hören der Mangel an Glauben; und beim Preisen der Ich-Dünkel – dies sind, o bester Zweifachgeborener, die von mir genannten Verfehlungen gegen den Namen.
Wort für Wort
śrutvā api śraddhārāhityam
selbst nach dem Hören der Mangel an Glauben
kīrtane ca api ahaṃmatiḥ
und beim Preisen der Ich-Dünkel
ete nāmnāṃ dvijaśreṣṭha
dies sind, o bester Zweifachgeborener, gegen den Namen
pradakṣiṇaṃ sakṛt kṛtvā yo na jānuśiraṃ namet / niṣphalaṃ tad bhavet tasya tasmāt pratyekaśo namet //
Wer eine Umwandlung vollzieht, ohne sich mit Knie und Haupt zu verneigen, dessen Handlung bleibt fruchtlos; darum verneige man sich bei jeder einzelnen Umwandlung.
Die Verfehlungen gegen den Namen überwindet man stets allein durch das wiederholte Murmeln des Namens – ausgenommen die Verfehlung gegen einen Hingebungsvollen, die von seiner Gnade ausgeschlossen bleibt.
Wort für Wort
nāmno 'parādhāḥ tarati
die Verfehlungen gegen den Namen überwindet man
nāmna eva sadā japāt
stets allein durch das Murmeln des Namens
vinā bhaktāparādhena
ausgenommen die Verfehlung gegen einen Hingebungsvollen
Wer bei den Lotosfüßen Viṣṇus Zuflucht genommen hat, überwindet alle Verfehlungen; selbst die Verfehlungen gegen Viṣṇu überwinde man durch das Preisen des Namens.
viṣṇubhaktāparādhānāṃ naivāsty anyā pratikriyā / śrīnārada uvāca / bhaktāparādhān me brūhi yathā teṣāṃ pratikriyā / anugrahāya lokānāṃ bhagavan mama cāpi hi //
Für Verfehlungen gegen einen Viṣṇu-Verehrer aber gibt es kein anderes Heilmittel. – Śrī Nārada sprach: Nenne mir die Verfehlungen gegen Hingebungsvolle, und wie deren Heilmittel beschaffen ist, zur Gnade für die Welten und auch für mich, o Erhabener.
Wort für Wort
viṣṇubhaktāparādhānāṃ na eva asti anyā pratikriyā
für Verfehlungen gegen einen Viṣṇu-Verehrer gibt es kein anderes Heilmittel
śrī-nārada uvāca
Śrī Nārada sprach
bhaktāparādhān me brūhi
nenne mir die Verfehlungen gegen Hingebungsvolle
yathā teṣāṃ pratikriyā
und wie deren Heilmittel beschaffen ist
anugrahāya lokānāṃ bhagavan mama ca api hi
zur Gnade für die Welten und auch für mich, o Erhabener
[Anm.: Sprecherwechsel zu Nārada innerhalb des Verses.]
Śrī Śiva sprach: Das Rauben des gesamten Besitzes eines Viṣṇu-Verehrers, o bester Zweifachgeborener; das Schmähen eines vortrefflichen Hingebungsvollen; und sogar im Traum ein Schlag gegen ihn –
Wort für Wort
śrī-śiva uvāca
Śrī Śiva sprach
viṣṇubhaktasya sarvasvaharaṇam
das Rauben des gesamten Besitzes eines Viṣṇu-Verehrers
dvijasattama
o bester Zweifachgeborener
bhartsanaṃ ca uttame bhakte
das Schmähen eines vortrefflichen Hingebungsvollen
dies sind die Verfehlungen gegen die Hingebungsvollen; höre nun deren Heilmittel: man gebe dessen Besitz doppelt zurück und verneige sich zu seinen Füßen,
Wort für Wort
ete 'parādhā bhaktānām
dies sind die Verfehlungen gegen die Hingebungsvollen
śṛṇu eṣāṃ pratikriyā
höre nun deren Heilmittel
taddhanaṃ dviguṇaṃ dattvā
nachdem man dessen Besitz doppelt zurückgegeben hat
Ist die Verfehlung aus Unwissenheit begangen, o Brahmane, so vergeht sie durch dessen Gnade; ist sie aber wissentlich begangen, so leiste man das Doppelte – dies ist die ewige Rechtsordnung.
putre śiṣye ca jāyāyāṃ śāsane nāsti dūṣaṇam / anyayā tu kṛte doṣo bhavaty eva na saṃśayaḥ //
Bei einem Sohn, einem Schüler oder einer Gattin liegt in einer zurechtweisenden Bestrafung kein Vergehen; wird sie aber ohne diese familiäre Beziehung verübt, so entsteht gewiss eine Schuld, ohne Zweifel.
keśākarṣe padāghāte mukhe ca carpaṭe kṛte / na niṣkṛtiṃ prapaśyāmi tasmāt tān na samācaret //
Beim Zerren an den Haaren, beim Fußtritt und beim Versetzen einer Ohrfeige ins Gesicht sehe ich keine Sühne mehr möglich; darum begehe man diese Taten nicht.