devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen im Kampf einander gegenüber.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 24
devāś ca vā asurāś ca saṃyattā āsan
Götter und Asuras standen im Kampf einander gegenüber.
teṣām asurāṇām imāḥ pura āsann ayasmayīyaṃ rajatāntarikṣam̐ hariṇī dyaus
Diese Burgen jener Asuras waren: diese eiserne (Erde), der silberne Luftraum, der goldene Himmel [Anm.: hariṇī, „goldfarben/gelbgrün“, hier als „golden“ gedeutet] [?].
te devās saṃghātam̐saṃghātaṃ parājayanta
Die Götter unterlagen (wurden besiegt) Schar um Schar [?].
te 'vidur anāyatanā hi vai smas tasmāt parājayāmaha iti
Sie erkannten: „Wir sind ohne Heimstatt; deshalb unterliegen wir.“
ta etāḥ puraḥ pratyakurvata havirdhānaṃ diva āgnīdhram antarikṣāt sadaḥ pṛthivyās
Sie errichteten gegenüber diese Burgen: das Havirdhāna (Somakarrenschuppen) gegenüber dem Himmel, das Āgnīdhra gegenüber dem Luftraum, das Sadas (Sitzhalle) gegenüber der Erde.
te 'bruvann upasadam upāyāmopasadā vai mahāpuraṃ jayantīti
Sie sagten: „Wir wollen die Belagerung (upasad) beginnen; durch Belagerung ja erobert man eine große Burg.“
ta upasadam upāyan
Sie gingen zur Belagerung (Upasad) über.
tān upasadbhir evaibhyo lokebhyo niraghnan
Sie stießen sie durch die Upasad-Feiern gerade aus diesen Welten hinaus.
tasmād āhur upasadā vai mahāpuraṃ jayantīti
Darum sagt man: „Durch Belagerung erobert man eine große Burg.“
ta ebhyo lokebhyo nirhatā ṛtūn prāviśan
Aus diesen Welten hinausgestoßen, traten sie in die Jahreszeiten ein.
te ṣaḍ upāyan
Sie (die Götter) gingen mit sechs (Upasad-Tagen) heran.
tān upasadbhir evartubhyo niraghnan dvābhyām amuṣmāl lokād dvābhyām antarikṣād dvābhyāṃ pṛthivyās
Sie stießen sie durch die Upasad-Feiern gerade aus den Jahreszeiten hinaus: mit zwei (Tagen) aus jener Welt, mit zwei aus dem Luftraum, mit zwei von der Erde.
ta ṛtubhyo nirhatās saṃvatsaraṃ prāviśan
Aus den Jahreszeiten hinausgestoßen, traten sie in das Jahr ein.
te dvādaśopāyan
Sie (die Götter) gingen mit zwölf (Upasad-Tagen) heran.
tān upasadbhir eva saṃvatsarān niraghnam̐ś catasṛbhir amuṣmāl lokāc catasṛbhir antarikṣāc catasṛbhiḥ pṛthivyās
Sie stießen sie durch die Upasad-Feiern gerade aus dem Jahr hinaus: mit vier aus jener Welt, mit vier aus dem Luftraum, mit vier von der Erde.
te saṃvatsarān nirhatā ahorātre prāviśan
Aus dem Jahr hinausgestoßen, traten sie in Tag und Nacht ein.
te yat sāyam upāyam̐s tenainān rātryā anudanta yat prātas tenāhnas
Dadurch, dass sie am Abend herangingen, stießen sie sie aus der Nacht hinaus, dadurch, dass am Morgen, aus dem Tag.
tasmād gaus sāyaṃ prātastanam āpyāyate prātas sāyantanam
Darum schwillt (sättigt sich) die Kuh am Abend für den Morgen, am Morgen für den Abend [?].
tān upasadbhir evaibhyo lokebhyo nudamānā āyan
Sie (die Götter) kamen, jene durch die Upasad-Feiern aus diesen Welten stoßend.
tato devā abhavan parāsurā abhavan
Daraufhin wurden die Götter (siegreich), die Asuras unterlagen.
sarvebhya evaibhyo lokebhyo bhrātṛvyaṃ nudamāna eti ya evaṃ vidvān upasada upaiti bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati ‖
Aus allen diesen Welten gerade stößt seinen Rivalen fort, wer, dies wissend, sich den Upasad-Feiern zuwendet; er selbst wird (siegreich), sein Rivale unterliegt.
na dvādaśāgniṣṭomasya kuryāt
Zwölf (Upasad-Tage) soll man beim Agniṣṭoma nicht machen.
aśāntā nirmṛjyur
(Sonst) würden sie (die Upasad-Tage) ungeglättet abgestrichen werden [?].
na tisro 'hīnasya
Drei soll man bei einem Ahīna (mehrtägigen Somaopfer) nicht machen.
upariṣṭād yajñakratur garīyān abhiṣīded grīvā niśśṛṇīyād ārtim ārchet
Von oben her würde das schwerere Opferwerk (herab)sinken, der Nacken zerbrechen, er würde ins Unheil geraten [?].
dvādaśāhīnasya kuryāt
Zwölf soll man beim Ahīna machen,
śāntyā anirmārgāya
zur Beruhigung, zum Nichtwegwischen [?].
tisro 'gniṣṭomasya
Drei (soll man) beim Agniṣṭoma (machen),
pratyuttabdhyai sayatvāya
zur Stützung (Gegenhalt), zur Verbundenheit [?].
te devā asuryān imāṃl lokān nānvavaitum adhṛṣṇuvan
Diese Götter wagten es nicht, diese asurischen Welten zu betreten.
tān agninā mukhenānvavāyan
Sie gingen ihnen mit Agni als Vorderteil (Anführer) nach [?].
yad agnimanty upasadāṃ pratīkāni bhavanti
Dass die Anfänge der Upasad-Verse mit Agni versehen sind,
yathā kṣetrapatiḥ kṣetre 'nvavanayaty evam evaitat
ist wie ein Feldherr (Herr des Feldes) das Feld (mit Wasser) hindurchleitet; gerade so ist dies [?].
agninā mukhenemāṃl lokān abhijayanto yanti
Mit Agni als Vorderteil ziehen sie, diese Welten erobernd.
yo ha vai devān sādhyān veda sidhyaty asmai
Wer die Götter, die Sādhyas (Zu-Vollendenden [?]) kennt, dem gelingt es.
ime vāva lokā devās sādhyās
Diese Welten eben sind die Götter, die Sādhyas;
siddham̐ hy asyai siddham asmai siddham amuṣmai
denn vollendet ist für diese (Erde), vollendet für diese (Luft), vollendet für jene (Himmel) [?].
ya evaṃ veda sidhyaty asmai ‖
Wer dies weiß, dem gelingt es.
iti śrīmadyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāṃ madhyamikāyāṃ sākṣīti nāma caturvim̐śasthānakaṃ paripūrṇam ‖
So (endet) im ehrwürdigen Yajus, in der Kāṭhaka-Fassung der Caraka-Schule, im mittleren (Teil): das vierundzwanzigste Sthānaka namens „Sākṣī“ [Anm.: Titel „Zeuge“ ?], vollendet.