Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 10

Hymne 10.12 Gegen Feinde, die einen erschlagen wollen (II)

yo me bhūtim anāmayad / vittam āyur jighāṃsati | / indraś ca tasmā agniś ca / divo aśmānam asyatām ||

Wer mein Gedeihen schädigt [wörtl. krank macht], / mein Vermögen und Leben zu erschlagen trachtet: / Indra und Agni sollen / einen Stein vom Himmel auf ihn schleudern.

yo me veśma yo me sabhāṃ / śriyaṃ śreṣṭhāṃ jighāṃsati | / indraś ca tasyāgniś ca / kṛtyāṃ vi tanutāṃ gṛhe ||

Wer mein Haus, meine Versammlung, / mein bestes Glück zu erschlagen trachtet: / Indra und Agni sollen / Schadenzauber (kṛtyā) in seinem Haus ausbreiten.

yo me mṛtyum asamṛddhim / ahnā rātryā cecchati | / indraś ca tasyāgniś ca- / -arciṣā dahatāṃ svam ||

Wer mir Tod und Misserfolg / bei Tag und Nacht wünscht: / Indra und Agni sollen / mit der Flamme sein Eigentum verbrennen.

yo me prāṇaṃ yo me 'pānaṃ / vyānaṃ śreṣṭhaṃ jighāṃsati | / indraś ca tasyāgniś ca / prāṇaṃ prāṇahanau hatām ||

Wer meinen Einatem, wer meinen Ausatem, / [meinen] besten Zwischenatem erschlagen will: / Indra und Agni, die beiden Atem-Töter, / sollen ihm den Atem töten.

yo mā devajanaiḥ sarpair / vidyutā brahmaṇābhyamāt | / agastyena medinā- / -indraś cāgniś ca taṃ hatām ||

Wer mich mit Götterleuten, mit Schlangen, / mit dem Blitz, mit Brahman bedrängt hat, / mit Agastya, dem Verbündeten [?]: / Indra und Agni sollen ihn erschlagen.

taṃ satyaujāḥ pra dahatv / agnir vaiśvānaro vṛṣā | / yo mā durasyann īkṣātai / yaś ca dipsati vidvalaḥ ||

Den soll der wahrhaft kräftige / Agni Vaiśvānara, der Stier, verbrennen, / der mich übelwollend anblickt / und der, ein Vidvala [?], zu schaden trachtet.

yo mā dipsād adipsantaṃ / yaś ca dipsati dipsa tam | / vaiśvānarasya daṃṣṭrayor / agner api dadhāmi tam ||

Wer den nicht Schädigenden schädigen will, / und wer schädigen will: schädige ihn! / In Vaiśvānaras beide Kiefer, / in Agni lege ich ihn hinein.

abhi taṃ dyāvāpṛthivī saṃtapatāṃ / tapte gharme nyucyatām | / nirṛtyā vadhyatāṃ pāśe / yo naḥ pāpaṃ cikitsati ||

Auf ihn sollen Himmel und Erde sich erhitzend niederstürzen [?]; / in die erhitzte Gharma-Glut soll er [hineingelegt] werden [?]; / in Nirṛtis Schlinge soll gebunden werden, / wer uns Übles ersinnt.

pratyagvadhena pracyutān / bhrātṛvyān ghoracakṣasaḥ | / indrāgnī enān vṛścatāṃ / maiṣām uc cheṣi kaś cana ||

Mit der Gegenschlagwaffe hinausgeworfen, / die Vettern mit dem schrecklichen Blick: / Indra und Agni sollen sie abschneiden; / von ihnen bleibe niemand übrig.

pratyagvadha pratyag jahi / bhrātṛvyān dviṣato mama | / apānān prāṇāṃ saṃchidya / dviṣatas pātayādharān ||

Gegenschlag-Waffe, schlage zurück / die Vettern, meine Hasser; / Ausatem und Einatem abschneidend / lass die Hassenden nach unten stürzen.

agne ye mā jighāṃsanty / agne ye ca dviṣanti mā | / agne ye mopatapyante / teṣāṃ priyatamaṃ jahi ||

Agni, die mich erschlagen wollen, / Agni, die mich hassen, / Agni, die mich erbittert bedrängen: / deren Liebsten [bzw. das Liebste] erschlage.

etaṃ dviṣantam avadhiṣam / andhena tamasāvṛtam | / etaṃ mṛtyo 'bhi padyasva / mā te moci mahodaraḥ ||

Diesen Hassenden habe ich erschlagen, / in blinde Finsternis gehüllt; / diesen, o Tod, ergreife; / nicht werde er von dir freigelassen, der Großbäuchige. [?]