Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 10

Hymne 10.4 Stärkung und Einigung des Reiches

idaṃ rāṣṭraṃ prathatāṃ gobhir aśvair / idaṃ rāṣṭram annenerayā rasena | / asmai ṣaḍ urvīr upa saṃ namantu / saptahotrā hata śatrūn sacittāḥ ||

Dieses Reich soll sich ausbreiten mit Rindern und Rossen, / dieses Reich mit Nahrung, Labung, Saft. / Ihm sollen sich die sechs weiten [Räume] zuneigen; / ihr Siebenfach-Opfernden, erschlagt die Feinde, einmütig! [?]

ime rājāna iṣubhir ghnantu śatrūn / ime rājānaḥ samityānyān vadheyuḥ | / ime rājānaḥ pṛtanāḥ sahantām / ahaṃ brahmā vi mṛdho hanmi sarvāḥ ||

Diese Könige sollen mit Pfeilen die Feinde erschlagen, / diese Könige sollen in der Versammlung die anderen töten, / diese Könige sollen die Heere bezwingen. / Ich, der Brahman-Priester, schlage alle Bedränger nieder.

idaṃ rāṣṭraṃ kratumad vīravaj jiṣṇūgram / idaṃ rāṣṭraṃ gardnumac citraghoṣam | / asmai rāṣṭrāya balim anye harantv / ahaṃ devebhyo haviṣā vidheyam ||

Dieses Reich ist einsichtsvoll, heldenhaft, siegreich, grimm; / dieses Reich [ist] […] (gardnumat) [?], von wunderbarem Getöse. / Diesem Reich sollen andere Tribut bringen; / ich möchte den Göttern mit der Opferspende dienen.

yadi yuddhaṃ yady ṛtitaṃ vo asti / devainasād yadi vā pitryeṇa | / yenarttīyā dhenavo astu tasmā / ahaṃ devebhyo haviṣā juhomi ||

Wenn Kampf, wenn Verfolgung/Bedrängnis [?] bei euch ist / infolge eines Vergehens an den Göttern oder eines väterlichen: / wodurch die Milchkühe [in Bedrängnis geraten sind] [?], dafür [gelte dies]: / ich opfere den Göttern mit der Spende.

yad vaḥ krūraṃ manaso yac ca vāco / devainasād yadi vā pitryeṇa | / āpa iva duḥṣvapnyam apa tat svapadhvam / athānandinaḥ sumanasaḥ sam eta ||

Was euer Grausames im Sinn und was in der Rede ist, / infolge eines Vergehens an den Göttern oder eines väterlichen: / wie Wasser [wegspült], so schlaft jenen bösen Traum weg, / dann kommt freudig und wohlgesinnt zusammen.

apām iva vegaḥ pra śṛṇīta śatrūn / diśodiśo rabhamāṇaḥ sam eta | / ekavratā vi dhanaṃ bhajadhvaṃ / purohitena vo rāṣṭraṃ prathayantu devāḥ ||

Wie der Wasser Wucht zerbrecht die Feinde; / aus jeder Himmelsrichtung ungestüm kommt zusammen. / Einer Satzung folgend verteilt den Besitz; / mit dem Hauspriester sollen die Götter euer Reich ausbreiten.

samyag vo rāṣṭraṃ saha vo manāṃsi / samīcīnāḥ paśavo viśvarūpāḥ | / samīcīnānāṃ vo aham asmi brahmā / samyañco devā havam ā yantu ma imam ||

Einträchtig [sei] euer Reich, mit euch eure Gemüter, / einträchtig die vielgestaltigen Herden; / der Einträchtigen bin ich euer Brahman-Priester; / einträchtig sollen die Götter zu diesem meinem Ruf kommen.

yathāpaḥ samudrāya / samīcīr vahatha śriyam | / evā rāṣṭrāya me devāḥ / samyañco vahata śriyam ||

Wie ihr Wasser dem Meer / vereint das Glück zuträgt, / so tragt, meine Götter, / einträchtig meinem Reich das Glück zu.

saṃsṛṣṭaṃ vo rāṣṭraṃ paśubhir gobhir aśvaiḥ / saṃsṛṣṭam annenerayā rasena | / mayā brahmaṇā prathamānāśvo / vasīyāṃsaḥ sadam ugrā bhavātha ||

Vereint ist euer Reich mit Vieh, Rindern, Rossen, / vereint mit Nahrung, Labung, Saft; / durch mich, den Brahman-Priester, euch ausbreitend, / morgen reicher, sollt ihr immer grimm [stark] sein.

bahur yuvā pramṛṇo dhṛṣṇur astu / bahuḥ kumāraḥ pratirūpaḥ pitṝṇām | / satyaṃ vadantaḥ samitiṃ caranto / mitraṃ gṛhṇānā jaraso yantu sakhyam ||

Zahlreich sei der Jüngling, zerschmetternd, kühn, / zahlreich der Knabe, den Vätern gleichend; / Wahres sprechend, zur Versammlung gehend, / Freundschaft eingehend, sollen sie bis ins Alter die Freundschaft halten.

iha kṣatraṃ dyumnam uta rāṣṭraṃ samaitv / ihendriyaṃ paśubhiḥ saṃvidānam | / avadhunvānā apriyān yāṃś ca dviṣma / idaṃ rāṣṭraṃ prathatāṃ sarvadaiva ||

Hier sollen Kṣatra-Macht, Glanz und Reich zusammenkommen, / hier die Indriya-Kraft, mit dem Vieh einig; / die Unlieben abschüttelnd und die, die wir hassen: / dieses Reich soll sich allezeit ausbreiten.

idaṃ rāṣṭram iṣumad vīravaj jiṣṇūgram / idaṃ rāṣṭraṃ paśumad brahmavṛddham | / idaṃ rāṣṭraṃ hataśatru jiṣṇu ||

Dieses Reich ist pfeilreich, heldenhaft, siegreich, grimm; / dieses Reich ist viehreich, vom Brahman gemehrt; / dieses Reich hat die Feinde erschlagen, ist siegreich.

sapatnasāhaṃ pramṛṇam / idaṃ rāṣṭraṃ dṛḍham ugram | / sāḍhāmitram abhimātiṣāhaṃ / sarvā jigāya pṛtanā abhiṣṭi ||

Rivalen-Bezwinger, zerschmetternd [ist] / dieses Reich, fest, grimm; / Feinde bezwingend, Angreifer bezwingend, / hat es alle Heere besiegt, anstürmend.