Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 10

Hymne 10.3 Glück der Rivalen an sich reißen

aśva iva ratham ā datsva / siṃha iva puruṣaṃ hara | / hastīva naḍvalān bhaṅdhi / bhrātṛvyāṇāṃ śriyaṃ vṛha ||

Wie ein Ross den Wagen, nimm [es] an dich; / wie ein Löwe den Mann, raube; / wie ein Elefant die Schilfrohre, brich [es]: / reiß das Glück der Vettern an dich.

ut te kṛṇotu kaśyapo / brahma devair abhiṣṭutam | / āprītam avirādhukam ||

Erheben soll dir Kaśyapa / das von den Göttern gepriesene Brahman, / das Befriedigende, nicht zu Verfehlende. [?]

etaṃ khadiram ā hara- / -atho tejanam ā hara | / utaitaṃ parṇam ā hara- / -ā harānaḍuho balam ||

Diesen Khadira[-Stab] bring herbei, / und bring das Tejana herbei; / und dieses Blatt bring herbei, / bring die Kraft des Zugstiers herbei.

idhmān devaiḥ samābhṛtāṃs / tāṃs te prādād bṛhaspatiḥ | / tān ā dhehi samāhite / 'gnau sūryābhicakṣaṇe ||

Die von den Göttern zusammengetragenen Brennhölzer, / die hat dir Bṛhaspati gegeben; / die lege, o Zusammengefügter, / in das Feuer, das die Sonne anblickt.

tebhiṣ ṭvam uttaro bhava / bhrātṛvyāṇāṃ śriyaṃ vṛha | / atho eṣāṃ payo hara ||

Mit diesen werde du überlegen, / reiß das Glück der Vettern an dich; / und nimm ihnen die Milch weg.

ādityā rudrā vasava / ṛṣayo bhūtakṛtaś ca ye | / śriyaṃ ca kṣatram ojaś ca / tubhyaṃ devā asāviṣuḥ ||

Die Ādityas, Rudras, Vasus, / die Ṛṣis und die Geschöpfe-Schaffenden: / Glück, Kṣatra-Macht und Kraft / haben dir die Götter verliehen.

vasur asīndranāmā- / -āyuṣmāñ chataśāradaḥ | Bhatt. -āyuṣmān / sa indra iva deveṣu / tviṣīmān viśa ā vada ||

Ein Vasu bist du, Indra-benannt, / langlebig, hundertjährig; / du, wie Indra unter den Göttern, / glanzvoll, sprich zu den Stämmen.