Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 10

Hymne 10.7 Schutz durch die Götter, Lebensatem, Gold

gobhiṣ ṭvā pātv ṛṣabho / vṛṣā tvā pātu vājibhiḥ | / vāyuṣ ṭvā brahmaṇā pātv / indras tvā pātv indriyaiḥ ||

Mit den Rindern soll dich der Stier schützen, / der Bulle mit den Kraftrossen; / Vāyu schütze dich mit dem Brahman, / Indra schütze dich mit den Indriya-Kräften.

somas tvā pātv oṣadhībhir / nakṣatraiḥ pātu sūryaḥ | / mādbhiṣ ṭvā candro vṛtrahā / vātaḥ prāṇena rakṣatu ||

Soma [schütze] dich mit den Pflanzen, / mit den Sternen schütze [dich] Sūrya; / mit den Monaten [schütze dich] der Mond, der Vṛtra-Töter; / Vāta soll [dich] mit dem Lebensatem behüten.

tisro divas tisraḥ pṛthivīs / trīṇy antarikṣāṇi caturaḥ samudrān | / trivṛtaṃ stomaṃ trivṛta āpa āhus / tās tvā rakṣantu trivṛtā trivṛdbhiḥ ||

Drei Himmel, drei Erden, drei Lufträume, vier Meere, / das dreifache Stoma, dreifach die Wasser, sagt man: / die sollen dich schützen mit Dreifachem, mit Dreifachheiten.

trīn nākāṃs trīn samudrāṃs trīn bradhnāṃs trīn vaiṣṭapān | / trīn mātariśvanas trīn sūryān goptṝn kalpayāmi te ||

Drei Nāka-Himmel, drei Meere, drei Bradhnas, drei Vaiṣṭapas, / drei Mātariśvans, drei Sonnen / mache ich dir zu Hütern.

ghṛtena tvā sam ukṣāmy / agna ājyena vardhayan | / agneś candrasya sūryasya / mā prāṇaṃ māyino dabhan ||

Mit Schmalz besprenge ich dich, Agni, / dich mit Opferschmalz mehrend; / den Atem von Agni, Mond, Sonne / sollen die Zauberer nicht schädigen.

mā vaḥ prāṇaṃ mā vo 'pānaṃ / mā haro māyino dabhan | / bhrājanto viśvavedaso / devā daivyena māvata ||

Euren Atem, euren Ausatem sollen nicht, / nicht die Glut die Zauberer schädigen; / ihr leuchtenden, allwissenden Götter, / schützt mich mit dem Göttlichen.

prāṇenāgniṃ saṃ dadhati / vātaḥ prāṇena saṃhitaḥ | / prāṇena viśvatomukhaṃ / sūryaṃ devā ajanayan ||

Durch den Atem fügen sie Agni zusammen, / Vāta ist durch den Atem zusammengefügt; / durch den Atem haben die Götter / die allseitsgesichtige Sonne erzeugt.

āyuṣāyuṣkṛtāṃ jīva- / -āyuṣmāṃ jīva mā mṛthāḥ | / prāṇenātmanvatāṃ jīva / mā mṛtyor upa gā vaśam ||

Mit dem Leben der Lebensdauer-Schaffenden lebe, / langlebig lebe, stirb nicht; / mit dem Atem der Selbst-Begabten lebe; / geh nicht in die Gewalt des Todes.

devānāṃ nihitaṃ nidhiṃ / yam indrānvavindan pathibhir devayānaiḥ | / āpo hiraṇyaṃ jugupus trivṛdbhis / tās tvā rakṣantu trivṛtā trivṛdbhiḥ ||

Den verborgenen Schatz der Götter, / den Indra [mit den Göttern?] auf den Götterwegen fand [?] – / die Wasser haben das Gold mit Dreifachem gehütet: / die sollen dich schützen mit Dreifachem, mit Dreifachheiten.

trayastriṃśad devatās trīṇi ca vīryāṇi / priyāyamāṇā jugupur apsv antaḥ | / asmiṃś candre adhi yad dhiraṇyaṃ / tenāyaṃ kṛṇavad vīryāṇi ||

Die dreiunddreißig Gottheiten und die drei Kräfte / haben, liebend, in den Wassern drinnen gehütet; / das Gold, das auf diesem Glänzenden [ist]: / damit soll dieser [Mensch] Kräfte wirken.