Beginn des Traktats über die Viṣṭutis (Verteilungsschemata der Strophen mit Hiṅkāra) im Sāman-Stotra. Beschreibung der aufsteigenden Viṣṭuti des Trivṛt-Stoma und ihrer Wirkung; die Zuordnung von „hiṅ karoti sa …“ ist formal unsicher.
tisṛbhyo hiṅ karoti sa prathamayā tisṛbhyo hiṅ karoti sa madhyamayā tisṛbhyo hiṅ karoti sa uttamayodyatī trivṛto viṣṭutiḥ
Von drei [Strophen] aus macht er Hiṅ, und zwar mit der ersten; von drei macht er Hiṅ, und zwar mit der mittleren; von drei macht er Hiṅ, und zwar mit der letzten – aufsteigend (udyatī): die Viṣṭuti des Trivṛt [Anm.: Viṣṭuti – Anordnung eines Stotra durch Verteilung der Strophen; „hiṅ karoti“ – er spricht den Hiṅ-Laut (hiṅkāra) bei einer Gruppe von Strophen; die genaue Zuordnung von „sa“ + Instrumental bleibt unsicher].
agrād agraṃ rohaty abhikrāmantī viṣṭutir abhikrāmantyā evābhikrāntena hi yajñasyardhnoti tasmād etayā stotavyam ṛddhyā eva
Von Anfang zu Anfang steigt sie auf: die vorwärtsschreitende Viṣṭuti. Denn durch das Vorwärtsschreiten hat man Gelingen am Opfer; deshalb soll man mit ihr loben, um des Gelingens willen.
pāpavasīyaso vidhṛtir vipāpmanā vartate ya etayā stute nāvagato 'pa rudhyate nāparuddho 'va gacchati / na śreyāṃsaṃ pāpīyān abhyā rohati na janatā janatām abhy eti nānyo 'nyasya prajā ā dadate yathākṣetraṃ kalpante / avarṣukas tu parjanyo bhavatīme hi lokās tṛcas tān hiṅkāreṇa vy eti
Eine Auseinanderhaltung (vidhṛti) von Schlechterem und Besserem (pāpavasīyasa) besteht; frei vom Übel (vipāpmanā) lebt er [?], wer mit ihr lobt. Der Abgestiegene wird nicht ausgeschlossen, der Ausgeschlossene steigt nicht ab. Nicht besteigt der Schlechtere den Besseren, nicht geht ein Volk gegen das andere, nicht nehmen sie einander die Nachkommen weg; sie richten sich jeder auf seinem Feld ein. Parjanya aber wird regenlos [?]; denn diese Welten sind die Tṛcas (Strophentrias): diese trennt er durch den Hiṅkāra auseinander.