Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 21

Adhyāya 13 Pañcarātra mit Doppel-Savanas

Schema eines fünftägigen Ritus, in dem je zwei Savanas denselben Stoma tragen; Aitiologie vom Wettstreit von Devas und Asuras um das Paar der Rede (Zählen bis fünf, Genusformen der Zahlwörter). Deutung als Pañcarātra, ‚Āsthari‘ (Bedeutung unsicher).

dve trivṛtī savane pañcadaśam ekaṃ dve pañcadaśe savane saptadaśam ekaṃ dve saptadaśe savane ekaviṃśam ekaṃ dve ekaviṃśe savane triṇavam ekaṃ dve triṇave savane trayastriṃśam ekaṃ pratyavarohīṇy ukthāni triṇavaṃ prathamaṃ dve ekaviṃśe saṣoḍaśike pañcadaśī rātris trivṛt sandhiḥ

Zwei Savanas sind trivṛt, eines pañcadaśa; zwei Savanas pañcadaśa, eines saptadaśa; zwei Savanas saptadaśa, eines ekaviṃśa; zwei Savanas ekaviṃśa, eines triṇava; zwei Savanas triṇava, eines trayastriṃśa. Die Ukthas gehen rückläufig: triṇava zuerst, zwei ekaviṃśa mit Ṣoḍaśin; die Nacht ist pañcadaśa, trivṛt ist die Verbindung (sandhi) [?].

devāś ca vā asurāś cāspardhanta te na vyajayanta te 'bruvan vāco mithunena vijayāmahai yatare no vāco mithunaṃ na prativindāṃs te parā bhavān iti te devā eka ity abruvann ekety asurā vāco mithunaṃ pratyavindan dvāv iti devā abruvan dve ity asurā vāco mithunaṃ pratyavindanaṃs traya iti devā abruvaṃs tisra ity asurā vāco mithunaṃ pratyavindaṃś catvāra iti devā abruvaṃś catastra ity asurā vāco mithunaṃ pratyavindan pañceti devā abruvan nāsurā avindaṃs tato devā abhavan parāsurāḥ

Devas und Asuras stritten miteinander. Sie siegten nicht. Sie sprachen: „Lasst uns durch das Paar (mithuna) der Rede siegen; wer von uns das Paar der Rede nicht findet, der soll unterliegen.“ Die Devas sagten „eins“ (eka), die Asuras sagten „eins“ und fanden das Paar der Rede. Die Devas sagten „zwei“ (dvau), die Asuras sagten „zwei“ (dve) und fanden das Paar der Rede. Die Devas sagten „drei“ (trayaḥ), die Asuras sagten „drei“ (tisraḥ) und fanden das Paar der Rede. Die Devas sagten „vier“ (catvāraḥ), die Asuras sagten „vier“ (catasraḥ) und fanden das Paar der Rede. Die Devas sagten „fünf“ (pañca); die Asuras fanden (es) nicht. Daraufhin wurden die Devas (Sieger), die Asuras unterlagen. [Anm.: Der Unterschied liegt in den Genusformen der Zahlwörter; „fünf“ hat keinen Geschlechtsunterschied.]

bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati ya evaṃ veda

Er selbst wird, sein Nebenbuhler wird zunichte, wer dies weiß.

saṃvatsaraṃ vā eṣāṃ tad vīryam annādyam avṛñjata

Ein Jahr lang schlossen sie (die Devas) damals deren (der Asuras) Kraft und Nahrung aus.

saṃvatsaraṃ vīryam annādyaṃ bhrātṛvyasya vṛṅkte ya evaṃ veda

Ein Jahr Kraft und Nahrung schließt er dem Nebenbuhler aus, wer dies weiß.

pañcarātro vā eṣa pāṅktaḥ purūṣaḥ pāṅktāḥ paśavas tena purūṣaṃ ca paśūṃś cāpnoti

Dies ist wahrlich ein Pañcarātra, fünffach (pāṅkta) ist der Mensch, fünffach ist das Vieh; dadurch erlangt er den Menschen und das Vieh.

āstharir vā eṣa santato yajño dvau dvau hi stomāv ahar vahato yaṃ kāmaṃ kāmayate tam etenābhyaśnute

Dies ist wahrlich das ‚Āsthari‘ [?], ein zusammenhängendes Opfer; denn je zwei Stomas ziehen den Tag; welchen Wunsch er wünscht, den erreicht er hiermit.

yatra yatra hy asthūriṇā kāmayate tat tad abhyaśnute

Denn wo immer er mit dem Asthūrin [?] wünscht, das jeweils erreicht er.

abhyāsaṅgyaḥ pañcāho bhavati santatyai

Ein anschließbarer (abhyāsaṅgya) Pañcāha findet statt, zur Verbundenheit.

pratyavarohīṇy uttamasyāhna ukthāni bhavanti pratiṣṭhityai

Am letzten Tag gibt es rückläufige Ukthas, zum Halt.

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