Adhyāya 14
Pañcaśāradīya, der Stoma der Maruts (Kayāśubhīya)
Ritus für den, der viel wünscht, mit saptadaśa-Stoma und Marut-Opfertieren (17 fünfjährige Stiere, 17 dreijährige Kühe); Aitiologie mit Agastya und dem Kayāśubhīya-Hymnus; in 13-19 Ersatzopfer bei Missgeschick des Opfertiers. Die Passagen über die Abfolge der Tiere sind verdorben (pokṣitān, nipya-) und in Einzelheiten unsicher; etarā labhante pretarān sṛjanti bleibt dunkel.
agastyo vai marūdbhya ukṣṇaḥ praukṣat tān indrāyābadhnāt te vajram ādāyābhyapatan sa etat kayāśubhīyam apaśyat tenāśamayat
Agastya besprengte einst Stiere für die Maruts; er band sie für Indra fest. Sie (die Maruts) ergriffen den Vajra und griffen (ihn) an. Da sah er dieses Kayāśubhīya (Hymnus RV 1.165) und besänftigte sie damit.
Siebzehn gefleckte Stiere, fünfjährig, siebzehn gefleckte Kühe, dreijährig, unbedeckt (apravītā) [?]: diese, nachdem sie umfeuert (paryagnikṛta) und besprengt sind, schlachten die einen; die anderen lassen sie frei [?].
Dann, nach einem Jahr, führen sie butterfarben gefleckte rötliche Kühe herbei, und dieselben Stiere; diese, umfeuert und besprengt, schlachten die einen, die anderen lassen sie frei. Dann, nach einem Jahr, führen sie streifige [?] (rājīva) herbei, und dieselben Stiere; diese, umfeuert und besprengt, schlachten die einen, die anderen lassen sie frei. Dann, nach einem Jahr, führen sie rotbraune herbei, und dieselben Stiere; diese, umfeuert und besprengt, schlachten die einen, die anderen lassen sie frei. Dann, nach einem Jahr, führen sie buntfarbene [?] (sāraṅgī) herbei, und dieselben Stiere; diese, umfeuert und „pokṣita“ [Anm.: wohl verschrieben für prokṣita, besprengt], schlachten die einen, die anderen lassen sie frei.
Wenn Rudra (das Tier) ergreift [?] (rūdro ’bhimanyota), soll man dem Agni Rudravant einen Kuchen auf acht Schalen darbringen und dann ein anderes schlachten.
Wenn es einsinkt [?], soll man der Nirṛti einen Reisbrei darbringen und dann ein anderes schlachten; wenn es im Wasser stirbt, dem Apāṃ Napāt einen Reisbrei und dann ein anderes; wenn es blind ist, dem Sūrya einen Reisbrei und dann ein anderes schlachten.
Wenn es lahm oder verkrüppelt (kuṭa) [?] ist, soll man dem Bṛhaspati einen Reisbrei darbringen (der Text hat nipya-, wohl verschrieben für nirūpya [?]) und dann ein anderes schlachten.
Mit diesem (Ritus) erlangte einst Gāndama Vetasvant [?] durch das Opfer jeglichen Erfolg (ṛddhi). [Anm.: ekayāvā gāndamo vetasvat, Namensform unsicher.]