Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 1

Anuvāka 2 Mantras beim Schneiden, Zurichten und Ausbreiten des Barhis-Grases.

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām ādade

Auf des Gottes Savitṛ Antrieb, mit den Armen der beiden Aśvin, mit den Händen Pūṣans nehme ich dich.

goṣad asi

Du bist (im Kuhstall) sitzend [?].

pratyuṣṭaṃ rakṣaḥ

Verbrannt ist der Unhold.

pratyuṣṭārātiḥ

Verbrannt ist der Missgünstige.

preyam agād dhiṣaṇā barhir accha

Vorwärts ist diese Dhiṣaṇā gegangen, dem Barhis entgegen,

manunā kṛtā svadhayā vitaṣṭā ‖

von Manu gemacht, mit Eigenkraft (svadhā) zurechtgezimmert.

urv antarikṣaṃ vīhi

Durchmiss den weiten Luftraum.

indrasya pariṣūtam asi

Du bist von Indra umgürtet [?].

mādho mopari parus ta ṛdhyāsam

Nicht (nur) unten, nicht (nur) oben möge dein Knoten gedeihen [?].

ācchettā te mā riṣat ‖

Der Abschneider soll dir nicht schaden.

deva barhiś śatavalśaṃ viroha

Göttliches Barhis, wachse hundertsprossig empor.

sahasravalśā vi vayaṃ ruhema ‖

Wir wollen tausendsprossig emporwachsen.

indrāṇyās saṃnahanam

Der Indrāṇī Bindung.

pūṣā te granthiṃ grathnātu

Pūṣan soll dir den Knoten knüpfen.

sa te māsthāt

Er soll dir nicht aufgehen [?].

indrasya tvā bāhubhyām udyacche

Mit Indras Armen erhebe ich dich.

bṛhaspates tvā mūrdhnā harāmi

Mit Bṛhaspatis Haupt trage ich dich hin.

devaṅgamam asi ‖

Du bist zu den Göttern gehend.

tad āharanti kavayaḥ purastāt

Das bringen die Seher von vorn (Osten) herbei,

devebhyo juṣṭam iha barhir āsade ‖

(als) den Göttern liebes Barhis, hier zum Niedersitzen.