Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 1

Anuvāka 12 Mantras bei den Vorbereitungsspenden, beim Werfen der Prastara-Büschel und Sühnen des Opfers bis zum Schluss des ersten Abschnitts.

agnir yaṣṭedaṃ namas

Agni ist der Opferer; dieser (ist der) Gruß [?].

agnis tvāhvayati devayajyāyai

Agni ruft dich zum Götteropfer.

devas tvā savitāhvayati devayajyāyai

Der Gott Savitṛ ruft dich zum Götteropfer.

aṅghriṇā viṣṇū mā vām avakramiṣam

Ihr beiden Viṣṇu, ich möchte euch nicht mit dem Fuß betreten [?].

pāhi māgne duścaritāt

Schütze mich, Agni, vor Fehltritt (Schlechtem Wandel).

ā mā sucarite bhaja

Gib mir Anteil am guten Wandel.

vijihāthām

Springt auseinander (öffnet euch) [?].

mā mā saṃtāptam

Verbrennt mich nicht.

lokaṃ me lokakṛtau kṛṇutam

Schafft mir Raum, ihr Raumschaffenden.

viṣṇos sthāmnas

Von Viṣṇus Stätte,

ita indro vīryam akṛṇot ‖

von hier aus tat Indra seine Heldentat.

ūrdhvo adhvaro divispṛk

Aufrecht ist das Opfer, den Himmel berührend,

ahruto yajño yajñapateḥ ‖

unverkrümmt das Opfer des Opferherrn.

indravān bṛhad bhās svāhā ‖

Mit Indra versehen, großer Glanz, svāhā.

saṃ jyotiṣā jyotir

Mit Licht (vereint sich) Licht [?].

vājasyāhaṃ prasavenāgnīṣomābhyāṃ devatayojjayāmi

Auf Vāja's Antrieb, mit den beiden Gottheiten Agni und Soma siege ich empor.

vājasyāhaṃ prasavenāgnīṣomābhyāṃ devatayāmuṃ pratinude ‖

Auf Vāja's Antrieb, mit den beiden Gottheiten Agni und Soma stoße ich jenen zurück.

vājasya mā prasavenodgrābhenodajīgrabham |

Auf Vāja's Antrieb habe ich mich mit dem Emporgreifen emporgegriffen,

athā sapatnām̐ indro me nigrābhenādharām̐ akaḥ ‖

und so hat Indra mir die Rivalen mit dem Niederdrücken zu Tieferen gemacht.

udgrābhaś ca nigrābhaś ca brahma devām̐ avīvṛdhat |

Emporgreifen und Niederdrücken, das heilige Wort hat die Götter gestärkt;

athā sapatnān indrāgnī me viṣūcīnān vyasyatām ‖

und so sollen Indra und Agni mir die Rivalen auseinandertreibend zerstreuen.

aktaṃ rihāṇā vyantu vayaḥ ‖

Das Gesalbte leckend sollen die Vögel (Lebenskräfte) genießen [?].

marutāṃ pṛṣatī vaśā pṛśnir bhūtvā divaṃ gaccha |

Der Marut gesprenkelte, unfruchtbare Kuh, zur Pṛśnī geworden, geh zum Himmel;

tato no vṛṣṭim eraya ‖

von dort her sende uns Regen.

ahīnaḥ prāṇas

Ungemindert (sei) der Lebenshauch.

yaṃ paridhiṃ paryadhatthā agne deva paṇibhir idhyamānaḥ |

Das Umfassungsholz, das du, Gott Agni, umlegtest, von den Paṇis entzündet,

taṃ ta etam anu joṣaṃ bharāmy eṣa net tvad apacetayātai ‖

dieses trage ich dir nach Wohlgefallen herbei; dieser soll nicht von dir abweichend Unheil sinnen [?].

viśveṣāṃ devānāṃ pātha upehi

Geh zum Pfad aller Götter hin.

yajamānaṃ prathata ‖

Breitet den Opferherrn aus (mehrt ihn).

sam̐srāvabhāgās stheṣā bṛhantaḥ prastareṣṭhāḥ paridheyāś ca devāḥ |

Ihr habt Anteil am Zusammenfluss (Rest), ihr seid diese Großen, auf dem Prastara sitzend, und die Götter, die zu umlegen sind;

yajñasya gopā uta rakṣitāras svāhā devā amṛtā mādayantām ‖

des Opfers Hüter und Wächter; svāhā; die Götter, die unsterblichen, sollen sich berauschen.

agne 'dabdhāyo 'śīrtatano pāhi vidyot pāhi prasityāḥ pāhi duriṣṭyāḥ pāhi duradmanyās

Agni, du Unbetrogener, mit unzerbrochenem Leib, schütze; Blitz, schütze; vor dem Fangnetz schütze; vor dem misslungenen Opfer schütze; vor der schlechten Speise schütze [?].

aviṣaṃ naḥ pituṃ kṛdhi sudhīn yonīn suṣadāṃ pṛthivīm̐ svāhā

Mach uns die Nahrung giftfrei; gute Sitze, gute Schöße, die gut sitzbare Erde; svāhā [?].

devā gātuvido gātuṃ vittvā gātum ita

Ihr Götter, Wegkundige, habt ihr den Weg gefunden, so geht den Weg.

manasaspata imaṃ deva yajñam̐ svāhā vāci svāhā vāte dhāḥ ‖

Herr des Sinnes, Gott, dieses Opfer (trage) svāhā; in die Rede svāhā; in den Wind setze [?].

iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāmiṭhimikāyāṃ puroḍāśasthānakaṃ nāma prathamaṃ saṃpūrṇaṃ samāptam ‖

So (endet) im glückverheißenden Yajus, im Kāṭhaka, in der Caraka-Schule, in der Iṭhimikā, das Puroḍāśa-Sthānaka genannte erste (Buch), vollständig und abgeschlossen.