ārdradānavas stha
Feuchte Spender (?) seid ihr [Anm.: ārdradānu, Bedeutung unsicher: „feucht-gebend“ o. ä.] [?]
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 2
ārdradānavas stha
Feuchte Spender (?) seid ihr [Anm.: ārdradānu, Bedeutung unsicher: „feucht-gebend“ o. ä.] [?]
jīvadānavas stha
Lebensspender (?) seid ihr [?]
undatīr iha māvata
Netzend (benetzt) mich hier, ihr Nässenden, helft mir [?]
āpa undantu jīvase
Die Wasser sollen (mich) benetzen zum Leben,
dīrghāyutvāya varcase{FN emended. Ed.: vacase. Mittwede, Textkritische Bemerkungen, p. 41
zu langem Leben, zu Glanz (Lesung emendiert).
oṣadhe trāyasvainam
Kraut, schütze ihn –
svadhite mainam̐ him̐sīr
Beil (svadhiti), verletze ihn nicht!
devāyur imān pravape
Als einer, der die Götter zum Lebensziel hat [?], schere ich diese (Haare) ab.
svasty uttarām̐ aśīya ‖
Wohlbehalten möge ich die höhere (Stufe) erreichen.
śaṃ na āpo dhanvanyāś śaṃ nas santv anūpyāḥ |
Heil sollen uns die Wasser der Trockenlandschaft sein, Heil uns die der Wasserlandschaft,
śaṃ nas samudriyā āpaś śam u nas santu kūpyāḥ ‖
Heil uns die Wasser des Meeres, und Heil sollen uns die der Brunnen sein.
āpo asmān mātaras sūdayantu ghṛtena mā ghṛtapvaḥ punantu |
Die Wasser, (unsere) Mütter, sollen uns laben; mit Schmelzbutter sollen mich die Butter-Läuternden läutern.
viśvam̐ ha ripraṃ pravahanti devīr ud id ābhyaḥ śucir ā pūta emi ‖
Alles Unreine tragen die göttlichen (Wasser) fort; aus ihnen steige ich rein, geläutert, empor.
somasya dātram asi
Des Soma Gabe (Spende) bist du,
tanūr asi
Leib bist du,
tanvaṃ me pāhi
schütze meinen Leib.
mahīnāṃ payo 'si
Der Großen (Wasser) Milch bist du,
apām oṣadhīnāṃ rasas
der Wasser und Kräuter Saft.
varcodhā asi
Glanzverleiher bist du,
varco me dhehi
Glanz verleihe mir.
mitrasyāsi kanīnikā
Des Mitra Augapfel [?] bist du.
antar ahaṃ tvayā dveṣam antar arātīr dadhe
Mit dir schließe ich den Hass aus, schließe ich die Feindlichen aus.
cakṣurdhā asi
Augenverleiher bist du,
cakṣur me dhehi
Sehkraft verleihe mir.
citpatis tvā punātu
Der Herr des Denkens soll dich läutern,
vākpatis tvā punātu
der Herr der Rede soll dich läutern,
devas tvā savitā punātv acchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhis
der Gott Savitṛ soll dich läutern mit dem unversehrten Seihtuch, mit den Strahlen der Sonne.
tasya te pavitrapate pavitreṇa yasmai kaṃ pune
Von ihm, dir, o Herr des Seihtuchs: mit dem Seihtuch, für den ich läutere –
tac chakeyam ‖
das möge ich vermögen.