vrataṃ kṛṇuta
Das Gelübde übernehmt.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 2
vrataṃ kṛṇuta
Das Gelübde übernehmt.
tac chakeyam ‖
Das möge ich vermögen.
daivīṃ dhiyaṃ manāmahe sumṛḍīkām abhiṣṭaye |
Die göttliche Andacht rufen wir an, die sehr gnädige, zum Erlangen (des Erstrebten);
varcodhāṃ viśvadhāyasam̐ sutīrthā no asad vaśe ‖
die Glanz verleihende, alles nährende; eine gute Furt soll uns in (unserer) Gewalt sein.
ye devā manujātā manuyujas sudakṣā dakṣapitaraḥ |
Ihr Götter, die ihr aus Manu geboren, mit Manu verbunden, sehr geschickt seid, die ihr Geschick zu Vätern habt [?],
te naḥ pāntu
die sollen uns schützen,
te no 'vantu
die sollen uns helfen.
tebhyas svāhā ‖
Ihnen svāhā!
agne tvam̐ su jāgṛhi vayam̐ su mandiṣāmahe |
Agni, wache du recht; wir wollen recht froh sein.
gopāya no aprayucchan prabudhe naḥ puras kṛdhi ‖
Hüte uns, nicht nachlässig; stelle uns beim Erwachen voran.
tvam agne vratapā asi deva ā martyeṣv ā ‖
Du, Agni, bist der Hüter des Gelübdes, ein Gott unter den Sterblichen.
tvaṃ yajñeṣv īḍyaḥ ‖
Du bist bei den Opfern anzurufen.
pūṣā sanīnām
Pūṣan (herrscht) über die Gaben (Gewinne) [?],
somo rādhasām
Soma über die Gunstgaben,
rāsveyat soma
gib so viel, Soma,
ā bhūyo bhara
und bringe noch mehr herbei.
devas savitā vasor vasudāvā
Der Gott Savitṛ ist der Geber von Gütern, der Güterspender.
mā pṛṇan pūrtyā virādhiṣṭa
Den, der (dir) nicht gibt, möge er in der Erfüllung verfehlen [?]. [Anm.: Text unsicher] [?]
māham āyuṣā varcasā virādhiṣi ‖
Ich möge nicht an Lebensdauer und Glanz zu kurz kommen.
devīr āpo apāṃ napād ya ūrmir haviṣya indriyāvām̐s taṃ vo mā kramiṣam
Göttliche Wasser, Sohn der Wasser (Apāṃ napāt): die Welle, die zur Opfergabe gehört und Indras Kraft besitzt – auf diese eure (Welle) möge ich nicht (verkehrt) treten.
sakṣehi
Halte stand [?].
yā te yajñiyā tanūs tayāroha ‖
Die opfertaugliche Gestalt, die dein ist, mit ihr steige empor.
ayaṃ te yonir ṛtviyo yato jāto arocathāḥ |
Dies ist dein rechtzeitiger Schoß, aus dem geboren du aufleuchtetest;
taṃ jānann agna āroha tato no vardhayā rayim ‖
den erkennend, Agni, steige hinauf; von dort mehre uns den Reichtum.
edam aganma devayajanaṃ pṛthivyā yatra devā ajuṣanta viśve |
Hierher sind wir zum Götteropferplatz der Erde gekommen, wo alle Götter Gefallen fanden;
ṛksāmābhyām̐ saṃtaranto yajurbhī rāyaspoṣeṇa sam iṣā madema ‖
mit Versen und Sāmans, mit Opfersprüchen (alles) durchquerend, wollen wir uns an Reichtumsgedeihen und Labung erfreuen.