Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 2

Anuvāka 4 Mantras zur Übernahme des Gelübdes, zum Erwachen Agnis und zur Ankunft am Opferplatz der Götter.

daivīṃ dhiyaṃ manāmahe sumṛḍīkām abhiṣṭaye |

Die göttliche Andacht rufen wir an, die sehr gnädige, zum Erlangen (des Erstrebten);

varcodhāṃ viśvadhāyasam̐ sutīrthā no asad vaśe ‖

die Glanz verleihende, alles nährende; eine gute Furt soll uns in (unserer) Gewalt sein.

ye devā manujātā manuyujas sudakṣā dakṣapitaraḥ |

Ihr Götter, die ihr aus Manu geboren, mit Manu verbunden, sehr geschickt seid, die ihr Geschick zu Vätern habt [?],

agne tvam̐ su jāgṛhi vayam̐ su mandiṣāmahe |

Agni, wache du recht; wir wollen recht froh sein.

gopāya no aprayucchan prabudhe naḥ puras kṛdhi ‖

Hüte uns, nicht nachlässig; stelle uns beim Erwachen voran.

tvam agne vratapā asi deva ā martyeṣv ā ‖

Du, Agni, bist der Hüter des Gelübdes, ein Gott unter den Sterblichen.

tvaṃ yajñeṣv īḍyaḥ ‖

Du bist bei den Opfern anzurufen.

pūṣā sanīnām

Pūṣan (herrscht) über die Gaben (Gewinne) [?],

devas savitā vasor vasudāvā

Der Gott Savitṛ ist der Geber von Gütern, der Güterspender.

mā pṛṇan pūrtyā virādhiṣṭa

Den, der (dir) nicht gibt, möge er in der Erfüllung verfehlen [?]. [Anm.: Text unsicher] [?]

māham āyuṣā varcasā virādhiṣi ‖

Ich möge nicht an Lebensdauer und Glanz zu kurz kommen.

devīr āpo apāṃ napād ya ūrmir haviṣya indriyāvām̐s taṃ vo mā kramiṣam

Göttliche Wasser, Sohn der Wasser (Apāṃ napāt): die Welle, die zur Opfergabe gehört und Indras Kraft besitzt – auf diese eure (Welle) möge ich nicht (verkehrt) treten.

yā te yajñiyā tanūs tayāroha ‖

Die opfertaugliche Gestalt, die dein ist, mit ihr steige empor.

ayaṃ te yonir ṛtviyo yato jāto arocathāḥ |

Dies ist dein rechtzeitiger Schoß, aus dem geboren du aufleuchtetest;

taṃ jānann agna āroha tato no vardhayā rayim ‖

den erkennend, Agni, steige hinauf; von dort mehre uns den Reichtum.

edam aganma devayajanaṃ pṛthivyā yatra devā ajuṣanta viśve |

Hierher sind wir zum Götteropferplatz der Erde gekommen, wo alle Götter Gefallen fanden;

ṛksāmābhyām̐ saṃtaranto yajurbhī rāyaspoṣeṇa sam iṣā madema ‖

mit Versen und Sāmans, mit Opfersprüchen (alles) durchquerend, wollen wir uns an Reichtumsgedeihen und Labung erfreuen.