Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 1

Anuvāka 4 Mantras beim Ergreifen der Opfergabe, beim Schichten des Opferstoffs und beim Hinausschreiten aus dem Havirdhāna-Karren.

karmaṇe vām

Zum Werk (nehme ich) euch beide.

vānaspatyam asi

Du bist vom Baum (stammend).

pratyuṣṭaṃ rakṣaḥ

Verbrannt ist der Unhold.

pratyuṣṭārātiḥ ‖

Verbrannt ist der Missgünstige.

urv antarikṣaṃ vīhi

Durchmiss den weiten Luftraum.

dhūr asi

Du bist der Schädiger [Anm.: dhūr, zu dhūrv „schädigen“; auch „Deichsel/Joch“ möglich] [?].

dhūrva dhūrvantam

Schädige den Schädigenden.

yo 'smān dhūrvati taṃ dhūrva

Wer uns schädigt, den schädige.

yaṃ vayaṃ dhūrvāmas taṃ ca dhūrva ‖

Und wen wir schädigen, den schädige auch.

devānām asi vahnitamaṃ sasnitamaṃ papritamaṃ juṣṭatamaṃ devahūtamam

Du bist der Götter am besten fahrend, am besten reinigend, am besten füllend, am liebsten, am besten götterrufend [Anm.: Superlative; Bedeutung von sasnitama und papritama unsicher] [?].

viṣṇoḥ kramo 'si

Du bist Viṣṇus Schritt.

ahrutam asi havirdhānam

Unverbogen bist du, Behälter der Opfergabe (havirdhāna) [Anm.: der Soma-/Opferkarren].

mitrasya tvā cakṣuṣā prekṣe

Mit Mitras Auge schaue ich dich an.

uru tvā vātāya

Weit (sei) du dem Wind (offen) [?].

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyām agnaye juṣṭaṃ nirvapāmi

Auf des Gottes Savitṛ Antrieb, mit den Armen der beiden Aśvin, mit den Händen Pūṣans streue ich dich, dem Agni lieb, aus.

yacchantu tvā pañca

Fünf sollen dich halten [?].

rakṣāyai tvā nārātyai

Dich (nehme ich) zum Schutz, nicht für den Missgünstigen [?].

idaṃ devānām idaṃ nas saha

Dies gehört den Göttern, dies (ist) unser gemeinsam.

svar abhivyakhyaṃ jyotir vaiśvānaram

Möge ich das Licht des Himmels, das allmenschliche, überschauen.

dṛm̐hantāṃ duryās

Fest sollen die Türen werden.

urv antarikṣaṃ prehi

Geh hin durch den weiten Luftraum.

agne havyaṃ rakṣasva ‖

Agni, bewahre die Opfergabe.