Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 23

Anuvāka 11 Verse an Indra-Agni, Indra-Varuṇa, Indra-Bṛhaspati, Indra-Soma, Indra-Pūṣan, Indra-Parvata und die Ṛbhus.

śnathad vṛtram

(Indra) durchbohre den Vṛtra [?] –

indrāvaruṇayor aham

von Indra und Varuṇa (bin) ich [?] –

nū na indrāvaruṇā

jetzt, ihr Indra und Varuṇa, (kommt) zu uns –

saṃ vāṃ karmaṇā

mit eurem Werk zusammen –

asme indrābṛhaspatī

bei uns (seid), Indra und Bṛhaspati –

bṛhaspatir naḥ ‖

Bṛhaspati (soll) uns (schützen) [?].

indrāsomā tapataṃ rakṣa ubjataṃ nyarpayataṃ vṛṣaṇā tamovṛdhaḥ |

Indra und Soma, brennt den Unhold, bezwingt ihn, stürzt ihn nieder, ihr Bullen, die ihr das Dunkel mehrt [?];

parā śṛṇītam acito nyoṣatam̐ hataṃ nudethāṃ niśiśītam atriṇaḥ ‖

zerbrecht die Unverständigen, brennt sie nieder, erschlagt (sie), stoßt sie fort, zerhaut die Fresser [?].

indrāsomā sam aghaśam̐sam abhy aghaṃ tapur yayastu carur agnimām̐ iva |

Indra und Soma, gegen den Übelredner, gegen das Übel soll die Glut sich erstrecken wie ein Kessel, der Feuer hat;

brahmadviṣe kravyāde ghoracakṣase dveṣo dhattam anavāyaṃ kimīdine ‖

gegen den Brahman-Hasser, den Fleischfresser, den Schreckensäugigen, den Kimīdin (Dämon) legt unabwendbaren Haß.

indrā nu pūṣaṇā vayam̐ sakhyāya svastaye |

Indra und Pūṣan, wir (rufen) jetzt zur Freundschaft, zum Wohlergehen;

huvema vājasātaye ‖

wir möchten (euch) rufen zum Gewinn von Beute (Preis).

yad indro anayad rito mahīr apo vṛṣantamaḥ |

Als Indra, der Bullenstärkste, die großen Wasser führte, (die) strömenden [?],

tatra pūṣābhavat sacā ‖

da war Pūṣan (sein) Gefährte.

indrāparvatā bṛhatā rathena vāmīr iṣa āvahatam̐ suvīrāḥ |

Indra und Parvata, mit großem Wagen führt begehrenswerte Labungen herbei, reich an tüchtigen Männern;

vītam̐ havyāny adhvareṣu devā vardhethāṃ gīrbhir iḍayā madantā ‖

genießt die Opfergaben bei den Opfern, ihr Götter; wachst durch die Lieder, an Iḍā euch berauschend.

mamattu naḥ parijmā vasarhā mamattu vāto apāṃ vṛṣaṇvān |

Uns soll der Umeilende [?], der Güter-Erschlagende [?] laben; laben soll uns der Wind, der von den Wassern her Bullenkraft hat;

śiśītam indrāparvatā yuvaṃ nas tan no viśve varivasyantu devāḥ ‖

schärft (uns), Indra und Parvata, ihr beiden; dies unser (Anliegen) sollen alle Götter fördern.

ṛbhur ṛbhubhir abhi vas syāma vibhvo vibhubhiś śavasā śavām̐si |

Möchten wir, Ṛbhu mit den Ṛbhus, euch überlegen sein, Vibhu mit den Vibhus, an Kraft die Kräfte (überbieten);

vājo asmām̐ avatu vājasātā indreṇa yujā taruṣema vṛtram ‖

Vāja soll uns helfen im Gewinn der Beute; mit Indra als Gefährten möchten wir Vṛtra überwinden.

śacyākarta pitarā yuvānā śacyākarta camasaṃ devapānam |

Mit Kunstfertigkeit machtet ihr die beiden Eltern wieder jung; mit Kunstfertigkeit machtet ihr den Becher (camasa), aus dem die Götter trinken;

śacyā harī dhanutarā ataṣṭendravāhā ṛbhavo vājaratnāḥ ‖

mit Kunstfertigkeit zimmerten die beiden Falben (harī) [?], schneller laufend [?], Indra tragend – die Ṛbhus, die Beutegut bringen.

enāṅgūṣeṇa ‖

mit diesem Loblied (āṅgūṣa).