yajño vai devebhyo 'pākrāmat kṛṣṇo bhūtvā
Das Opfer entwich den Göttern, indem es schwarz (dunkel) wurde.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 23
yajño vai devebhyo 'pākrāmat kṛṣṇo bhūtvā
Das Opfer entwich den Göttern, indem es schwarz (dunkel) wurde.
tasmāt punar upāvartamānād ṛksāme apākrāmatām
Als es von ihm wieder zurückkehrte, entwichen Ṛc und Sāman [?].
te kṛṣṇaṃ prāviśatāṃ yajñaṃ manyāmāne
Beide drangen in das Dunkle ein, da sie es für das Opfer hielten:
śuklam̐ sāma kṛṣṇam ṛg
hell (weiß) ist das Sāman, dunkel der Vers.
yat kṛṣṇājinena dīkṣate
Daß er sich mit dem Antilopenfell weihen läßt,
ṛksāme evālabhate
damit ergreift er Ṛc und Sāman.
ahorātre vai mithunam̐ samabhavatām
Tag und Nacht bildeten ein Paar;
tayor ojo vīryam apākrāmat
ihre Kraft und Manneskraft entwich;
tat kṛṣṇaṃ prāviśat
das drang in das Dunkle ein.
yat kṛṣṇājinena dīkṣate
Daß er sich mit dem Antilopenfell weihen läßt,
ahorātrayor evaujo vīryam ālabhate
damit ergreift er die Kraft und Manneskraft von Tag und Nacht.
dyāvāpṛthivī vai mithunam̐ samabhavatām
Himmel und Erde bildeten ein Paar;
tayos tejo yajñiyam apākrāmat
ihr opfertauglicher Glanz entwich;
tat kṛṣṇaṃ prāviśat
das drang in das Dunkle ein.
yat kṛṣṇājinena dīkṣate
Daß er sich mit dem Antilopenfell weihen läßt,
dyāvāpṛthivyor eva tejo yajñiyam ālabhate
damit ergreift er den opfertauglichen Glanz von Himmel und Erde.
ṛksāmayoś śilpe stha iti
„Ihr seid die beiden Kunstwerke [?] von Ṛc und Sāman“ (sagt er);
ṛksāme evālabhate
Ṛc und Sāman ergreift er eben.
yathā nāvau tariṣyam̐s te enam̐ saṃpārayatas
Wie einer, der in einem Boot überfahren will, so bringen ihn diese beiden hinüber.
odṛcaś śarmāsi śarma me yaccheti
„Du bist Schutz (śarman) des Emporgesangs [?]; gewähre mir Schutz“ –
devatāś ca vā eṣa yajñaṃ cābhyārohati
die Gottheiten und das Opfer besteigt dieser,
yat kṛṣṇājinam ārohati
wenn er das Antilopenfell besteigt.
yadā vai śreyān kāmayate 'tha pāpīyām̐saṃ pratinudate
Wenn einer Besserer (Höherer) wünscht, dann stößt er den Schlechteren zurück [?];
devatābhyaś caiva yajñāya ca namaskaroti
den Gottheiten und dem Opfer erweist er Verehrung,
apratinodāya
damit er nicht zurückgestoßen werde.
āśumavanti vā anyāni cchandām̐sy āsann anāśum avanty anyāni
Einige Metren waren schnell (āśumat), andere nicht schnell.
tāny ājim ayur
Diese liefen einen Wettlauf.
yāny āśumavanty āsam̐s tāni pradhakṣyāmaha iti bhīṣā kṛṣṇaṃ prāviśan
„Die schnellen, die es gab, die wollen wir verbrennen“, (dachten die anderen); aus Furcht drangen sie in das Dunkle ein.
tānīmāni yajñaṃ vahanti
Diese sind es, die jetzt das Opfer tragen.
yāny anāśumavanty āsam̐s tān imān vakṣyāmaha iti bhīṣā kṛṣṇaṃ prāviśan
„Die nicht schnellen, die es gab, diese wollen wir tragen [?]“, (dachten die anderen); aus Furcht drangen sie in das Dunkle ein.
tānīmāni cchandām̐si
Das sind diese Metren.
yāny ayajñavāhāni tāni svārājyam agacchan
Die, welche das Opfer nicht trugen, gelangten zur Selbstherrschaft (svārājya).
svārājyaṃ gacchati ya evaṃ veda
Zur Selbstherrschaft gelangt, wer dies weiß.
yat kṛṣṇājinena dīkṣate
Daß er sich mit dem Antilopenfell weihen läßt,
āśumavanti caivānāśumavanti cobhayāni cchandām̐sy avarunddhe ‖
damit gewinnt er die schnellen und die nicht schnellen, beide Arten von Metren.
hotrā vai devebhyo 'pākrāman
Die Hotṛ-Sprüche (hotrā) entwichen den Göttern.
tad vaṣaṭkāro 'pyacarat kṛṣṇo bhūtvā
Dorthin ging auch der Vaṣaṭ-Ruf, indem er dunkel wurde [?].
askannaṃ vai vaṣaṭkārād dhavis
Unverspritzt ist durch den Vaṣaṭ-Ruf die Opfergabe.
tasmāt kṛṣṇājine haviṣ pim̐ṣanti
Darum zerreibt man die Opfergaben auf dem Antilopenfell.
havir vai dīkṣitas
Eine Opfergabe ist der Geweihte;
tasmāt kṛṣṇājinam adhyāste
darum sitzt er auf dem Antilopenfell.
tasmān na niṣṭhīvati
Darum spuckt er nicht,
haviṣo 'skandāya
damit die Opfergabe nicht verspritzt.
bahiṣṭād vai paśūnāṃ yajñas ca devatāś cāntarān medas
Von außen stehen (dem Menschen) das Opfer und die Götter zu den Tieren [?], innen ist das Fett (Opferrein) [?].
yad bahirlomaṃ kṛṣṇājinaṃ kuryād antarhito yajamāno yajñāc ca devatābhyaś ca syāt
Machte man das Antilopenfell mit den Haaren nach außen, so wäre der Opferherr vom Opfer und von den Göttern abgeschnitten [?].
yad antarlomam antarhito yajño devatābhyas
Mit den Haaren nach innen: abgeschnitten wäre das Opfer von den Göttern [?].
dve samasyed antarmām̐se bahirlomnī
Zwei (Felle) soll er zusammennähen, mit den Fleischseiten innen und den Haarseiten außen;
yady ekam̐ syāt pādaṃ pratiṣīvyet
wenn es nur eines ist, soll er ein Bein (Zipfel) zurücknähen [?].
anantarhito yajamāno yajñāc ca devatābhyaś ca bhavaty anantarhito yajño devatābhyas
So ist der Opferherr nicht abgeschnitten vom Opfer und von den Göttern, nicht abgeschnitten das Opfer von den Göttern.
viṣṇoś śarmāsi śarma yajamānasyeti
„Du bist Viṣṇus Schutz, Schutz des Opferherrn“ –
viṣṇur vai yajño vaiṣṇavo yajamānas
Viṣṇu ist das Opfer, Viṣṇus (Anhänger) der Opferherr;
viṣṇunaiva yajñenātmānam ubhayatas sayujaṃ kurute
mit Viṣṇu, dem Opfer, macht er sich selbst von beiden Seiten verbunden [?].
yajño yad asṛjyata tasyolbam anvaveṣṭata
Als das Opfer erschaffen wurde, umhüllte ihn die Fruchtwasserhaut (ulba).
tad dīkṣitavasanam abhavat
Das wurde das Weihegewand.
garbho dīkṣitas
Ein Embryo ist der Geweihte.
yad dīkṣitavasanaṃ paridhatte
Daß er das Weihegewand anlegt,
svenaiva yoninātmānam orṇute
damit bedeckt er sich mit dem eigenen Mutterschoß.
tasmān mahat kāryam
Darum soll es groß gemacht werden.
evam iva hy ulbena garbha āvṛta iva cchanna iva
Denn so (groß) gleichsam ist der Embryo von der Fruchthaut umhüllt, gleichsam bedeckt.
na pratyakṣaṃ vadet
Er soll nicht offen (im Sichtbaren) sprechen [?],
vāco 'yātayāmatvāya ‖
damit die Rede nicht verbraucht (abgestanden) werde.