Quellen der Menschheit

Kāṇḍa 3

Jaiminīya-Brāhmaṇa · 20 Kapitel

Das Zwölftage-Opfer (Dvādaśāha): eine lange Kette von Sāman-Ursprungsmythen (Dadhyañc Ātharvaṇas Pferdehaupt, die Cyavana-Sukanyā-Erzählung) mündet in den großen Mahānāmnī-Sīmā-Śakvarī-Komplex und sein Leitprinzip parokṣapriyatva, „die Götter lieben das Verhüllte“; dazu die abweichend überlieferte Zehnkönigsschlacht mit Bharadvāja statt Vasiṣṭha, Prajāpatis Begehren nach seiner Tochter Uṣas und der daraus entstehende Ursprung der Menschheit, und, gegen Ende des Kāṇḍa, eine dichte Folge von Zahlen- und Versmaß-Kosmogonien, die in Indras Geburt aus Prajāpatis eigenem Zorn, einer zweiten, eigenständigen Fassung des Hiraṇyagarbha-Mythos und, den Abschluss des gesamten Jaiminīya-Brāhmaṇa bildend, einem nahezu wörtlichen Zitat des Schöpfungshymnus Ṛgveda 10.129 gipfeln.