Adhyāya 12
Die Āyāsya-Sāmans: Ādityas und Aṅgirasas
Ätiologische Erzählung vom Streit der Ādityas und Aṅgirasas um die Himmelswelt und vom Āyāsya-Udgātṛ; anschließend Nutzanwendungen (gegen Feinde, für Himmel, für Vieh). Der Satz 2344 ist ein bloßer Wunschsatz-Kopf; 2346 ist knapp und in der Zuordnung der Subjekte unsicher.
ādityāś cāṅgirasaś cādīkṣanta te svarge loke 'spardhanta te 'ṅgirasa ādityebhyaḥ śvaḥ sutyāṃ prābruvaṃs ta ādityā etam apaśyaṃs taṃ sadyaḥ parikrīyāyāsyam udgātāraṃ vṛtvā tena stutvā svargaṃ lokam āyann ahīyantāṅgirasaḥ
Die Ādityas und die Aṅgirasas hatten sich zur Weihe (dīkṣā) begeben. Sie stritten um die Himmelswelt. Die Aṅgirasas ließen den Ādityas ausrichten: „Morgen ist der Somapressung-Tag.“ Da erblickten die Ādityas dieses [Sāman]; sie kauften am selben Tag einen Āyāsya-Udgātṛ [Anm.: Sänger des Āyāsya-Sāmans, Āṅgirasa Ayāsya] gegen Entgelt, erwählten ihn, sangen mit ihm das Lob und gelangten in die Himmelswelt. Die Aṅgirasas blieben zurück (wurden benachteiligt).
tasmā amum ādityam aśvaṃ śvetaṃ kṛtvā dakṣiṇām ānayaṃs te pratigṛhya vyabhraṃśata sa etāny āyāsyāny apaśyat tair ātmānaṃ samaśrīṇāt
Ihm brachten sie als Opferlohn (dakṣiṇā) jene Sonne, zu einem weißen Pferd gemacht. Sie nahmen sie an und gerieten [dadurch] ins Wanken (verfehlten den Weg) [?]. Er erblickte diese Āyāsya-Sāmans und heilte sich damit [?].