Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 16

Adhyāya 12 Die Āyāsya-Sāmans: Ādityas und Aṅgirasas

Ätiologische Erzählung vom Streit der Ādityas und Aṅgirasas um die Himmelswelt und vom Āyāsya-Udgātṛ; anschließend Nutzanwendungen (gegen Feinde, für Himmel, für Vieh). Der Satz 2344 ist ein bloßer Wunschsatz-Kopf; 2346 ist knapp und in der Zuordnung der Subjekte unsicher.

ādityāś cāṅgirasaś cādīkṣanta te svarge loke 'spardhanta te 'ṅgirasa ādityebhyaḥ śvaḥ sutyāṃ prābruvaṃs ta ādityā etam apaśyaṃs taṃ sadyaḥ parikrīyāyāsyam udgātāraṃ vṛtvā tena stutvā svargaṃ lokam āyann ahīyantāṅgirasaḥ

Die Ādityas und die Aṅgirasas hatten sich zur Weihe (dīkṣā) begeben. Sie stritten um die Himmelswelt. Die Aṅgirasas ließen den Ādityas ausrichten: „Morgen ist der Somapressung-Tag.“ Da erblickten die Ādityas dieses [Sāman]; sie kauften am selben Tag einen Āyāsya-Udgātṛ [Anm.: Sänger des Āyāsya-Sāmans, Āṅgirasa Ayāsya] gegen Entgelt, erwählten ihn, sangen mit ihm das Lob und gelangten in die Himmelswelt. Die Aṅgirasas blieben zurück (wurden benachteiligt).

bhrātṛvyavān yajeta

Wer einen Feind hat, soll opfern.

bhavaty ātmanā parāsya bhrātṛvyo bhavati ya evaṃ veda

Er selbst wird, sein Feind wird verworfen, wer so weiß.

tasmā amum ādityam aśvaṃ śvetaṃ kṛtvā dakṣiṇām ānayaṃs te pratigṛhya vyabhraṃśata sa etāny āyāsyāny apaśyat tair ātmānaṃ samaśrīṇāt

Ihm brachten sie als Opferlohn (dakṣiṇā) jene Sonne, zu einem weißen Pferd gemacht. Sie nahmen sie an und gerieten [dadurch] ins Wanken (verfehlten den Weg) [?]. Er erblickte diese Āyāsya-Sāmans und heilte sich damit [?].

tad āyāsyāni bhavanti bheṣajāyaiva śāntyai

Daher gibt es die Āyāsya-Sāmans, ganz zur Heilung, zur Beruhigung.

svargakāmo yajeta

Wer die Himmelswelt begehrt, soll opfern.

bṛhatīṃ saṃpadyate bṛhatyā vai devāḥ svargaṃ lokam āyan svargam evaitena lokam āpnoti

Er richtet es auf [das Metrum] Bṛhatī ein; mit der Bṛhatī gelangten die Götter in die Himmelswelt; die Himmelswelt erlangt er damit.

paśavo vai bṛhatī paśuṣv eva pratitiṣṭhati

Vieh ist die Bṛhatī; unter dem Vieh findet er festen Stand.

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks