Adhyāya 6
Das Leben des Sarvasvāra-Gebers im Wald und unter den Menschen
Regeln für den, der alles gibt (Sarvasvāra): Lebensweise nach dem Opfer, Aufenthalt in Wald, Udumbara-Holz, bei Niṣādas und im Volk, zwölf Nächte, Turban, kein Tongefäß. Zahlreiche Einzelheiten (chavī, ubhayataḥkṣṇut, abhri) sind unsicher.
‚Um die Äxte [Werkzeuge] kommt dieser‘, sagen sie, ‚der alles gibt‘; so legt er sich ein Fell (chavī) um; mit Tieren wird er eben zum Gelingen gebracht.
ubhayataḥkṣṇud abhrir bhavaty ubhayata evāsmā annādyaṃ rajaty asmāc ca lokād amuṣmāc ca
Er hat eine beidseitig schneidende Hacke (abhri) [Anm.: ‚ubhayataḥkṣṇut‘ [?]]; nach beiden Seiten wird ihm Speise gewonnen [?], von dieser Welt und von jener. [Anm.: Deutung unsicher [?]]
saṃvatsaraṃ na yāced āmādyam iva vā etad yaḥ sadyodattaṃ pratyatti sadyo vai devānaṃ saṃvatsaraḥ
Ein Jahr lang soll er nicht betteln; roh essend gleichsam ist der, der gerade Gegebenes wieder verzehrt; sofort ist ja bei den Göttern das Jahr. [Anm.: Satz unsicher [?]]
na mṛnmayena pibed āhutir vā eṣā yad brāhmaṇasya mukhaṃ na vai mṛnmayam āhutim ānaśe 'tha yad amṛnmayapo bhavati sva eva mukha āhutiṃ juhoti
Er soll nicht aus einem Tongefäß trinken; Opfergabe ist dies, nämlich der Mund des Brahmanen; nicht erlangte er die Opfergabe im Tongefäß; wenn er aber nicht aus Ton trinkt, opfert er die Opfergabe in den eigenen Mund.