Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 16

Adhyāya 2 Der Go-Stoma (Doublette)

Dieser Adhyāya wiederholt fast wörtlich den Go-Stoma-Abschnitt am Ende von 16.1 (dort 2213–2220), mit geringen Sandhi-Abweichungen in 6 und 7. Vermutlich Dublette der Überlieferung; hier entsprechend übersetzt.

athaiṣa gauḥ

Nun dieser Go [Anm.: ‚Rind‘, der Go-Stoma].

gavā vai devā asurān ebhyo lokebhyo 'nudantaibhyo lokebhyo bhrātṛvyaṃ nudate ya evaṃ veda

Mit dem Rind trieben die Götter die Asuras aus diesen Welten; aus diesen Welten treibt er den Rivalen (bhrātṛvya), wer dies weiß.

yad vai tad devā asurān ebhyo lokebhyo govayaṃs tad gor gotvam

Dass die Götter damals die Asuras aus diesen Welten ‚rindeten‘ (govayan) [?], das ist das Rind-Sein (gotva) des Rindes.

govayati pāpmānaṃ bhrātṛvyaṃ ya evaṃ veda

Er ‚rindet‘ [d.h. vertreibt] das Übel, den Rivalen, wer dies weiß.

tasya pañcadaśaṃ bahiṣpavamānaṃ vajro vai pañcadaśo vajram eva tat purastān nidadhāti tena vijayate

Dessen Bahiṣpavamāna ist pañcadaśa; der pañcadaśa ist der Donnerkeil (vajra); den Donnerkeil legt er damit voran; damit besiegt er.

paśustomo vā eṣa evam iva vai paśuḥ samāhitaḥ śiraḥ sthavīyo 'ṇīyasyo grīvā pārśvābhyāṃ varīyāṃsakthibhyāṃ variṣṭhaḥ

Ein Tier-Stoma ist dieser; so etwa ist ein Tier gefügt: der Kopf ist dick, der Hals dünner, mit den Flanken breiter, mit den Schenkeln am breitesten. [Anm.: Wortlaut ‚’ṇīyasyo grīvā‘ vermutlich verderbt [?]]

yat pañcadaśaṃ bahiṣpavamānaṃ bhavati trivṛnty ājyāni saptadaśa mādhyandinaṃ savanam ekaviṃśaṃ tṛtīyasavanaṃ rūpeṇaivainaṃ tat samardhayati

Dass der Bahiṣpavamāna pañcadaśa ist, die Ājya[-Stotras] trivṛt, die Mittagspressung saptadaśa, die dritte Pressung ekaviṃśa – damit bringt er ihn eben gestaltgemäß zur Vollendung.

ekā saṃstutānāṃ virājam atiricyate tasmāt paśoḥ paścād atiriktam

Eine [Strophe] der zusammengepriesenen [Strophen] ist über die Virāj hinaus überschüssig; darum ist beim Tier hinten [etwas] überschüssig.

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks