Quellen der Menschheit

Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 16

Adhyāya 3 Der Āyus-Stoma und die Trikadruka-Stomas

Behandelt den Āyus-Stoma als Gegenstück zum Go-Stoma: aufsteigende Stomas, Atirātra für einen Kranken, Verbindung mit der Gāyatrī (Lebenshauch und Lebensdauer), Über- und Unterzahl der Strophen. Kaṇḍikā 7 ist sehr dicht und teilweise dunkel; 2230 (āyuvatāyute) ist verderbt.

athaiṣa āyuḥ

Nun dieser Āyus [Anm.: ‚Lebensdauer‘, der Āyus-Stoma].

āyuṣā vai devā asurān āyuvatāyute bhrātṛvyaṃ ya evaṃ veda

Mit der Lebensdauer (āyus) [besiegten] die Götter die Asuras; er ‚verlebendigt‘ (āyuvatāyute [?]) den Rivalen, wer dies weiß. [Anm.: Wortlaut verderbt, Sinn unsicher [?]]

svargakāmo yajeta

Wer die Himmelswelt wünscht, möge opfern.

ūrdhvāḥ stomā yanty anapabhraṃśāya

Aufwärts gehen die Stomas, damit kein Abstürzen [geschieht].

etenaivāmayāvinaṃ yājayed atirātraḥ kāryaḥ

Mit eben diesem möge man einen Kranken (āmayāvin) opfern lassen; ein Atirātra ist zu machen.

sa gāyatrīṃ saṃpadyate prāṇo gāyatry āyur eṣa āyuś caivāsmin prāṇaṃ cobhe samīcī dadhāti

Dieser wird zur Gāyatrī gemacht; der Lebenshauch (prāṇa) ist die Gāyatrī, Lebensdauer ist dieser; so legt er beide, Lebensdauer und Lebenshauch, zusammenpassend in ihn.

svargyā vā ete stomā yat jyotir bhavati jyotir evāsmai sa purastād dharaty athaiṣa gaur ekayā virājam atirikta ārambhaṇam eva tad athaiṣa āyur ekasyā virāja ūna āsāda eva so 'tho ūnātiriktau stomau mithunau prajātyai

Himmelsfördernd sind diese Stomas, wenn Licht (jyotis) da ist; Licht bringt er ihm dann von vorn herbei; sodann ist dieser ‚Go‘ um eine Strophe über die Virāj hinaus überschüssig – das ist eben ein Anfassen-Halt (ārambhaṇa); sodann ist dieser ‚Āyus‘ um eine Virāj-Strophe zu wenig – das ist eben ein Sitz (āsāda); und so sind die überschüssigen und die zu wenigen Stomas ein Paar, zur Fortpflanzung. [Anm.: Deutung unsicher [?]]

ete vai trikadrukāḥ stomā etair vā indraḥ sarvāṃ tṛptim atṛpyat

Dies sind wahrlich die Trikadruka-Stomas [Anm.: nach den drei Kadruka-Bechern des Soma-Opfers benannt; Deutung unsicher [?]]; mit diesen wurde Indra vollkommen gesättigt (tṛpti).

tṛpyati prajayā paśubhir ya evaṃ veda

Er wird gesättigt mit Nachkommen und Vieh, wer dies weiß.

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