jyotiṣṭomo 'gniṣṭomaḥ pūrvam ahaḥ sarvastomo 'tirātra uttaram
Der erste Tag ist ein Jyotiṣṭoma-Agniṣṭoma, der spätere Tag [die Nacht] ein Sarvastoma-Atirātra.
Pañcaviṃśa-Brāhmaṇa (Tāṇḍya-Mahābrāhmaṇa) · Prapāṭhaka 20
Der Dvirātra (Zweinächte-Opfer): erster Tag Jyotiṣṭoma-Agniṣṭoma, zweiter Atirātra mit allen Stomas; caturviṃśa Bahiṣpavamāna am zweiten Tag. Legende: Die Aṅgiras stiegen zum Himmel; Haviṣmat und Haviṣkṛt blieben zurück, erschauten zwei Sāmans und schufen den Dvirātra. Diskussion, ob Ukthya oder Agniṣṭoma am ersten Tag steht; die Ukthas bleiben ununterbrochen. Mehrere Stellen (‚pauṇyo hīna‘, Einwand-Erwiderung in 6-7) unsicher [?]. ‚pañadaśāny‘ im Quelltext ist Schreibfehler für pañcadaśāny.
jyotiṣṭomo 'gniṣṭomaḥ pūrvam ahaḥ sarvastomo 'tirātra uttaram
Der erste Tag ist ein Jyotiṣṭoma-Agniṣṭoma, der spätere Tag [die Nacht] ein Sarvastoma-Atirātra.
tasya caturviṃśaṃ bahiṣpavamānaṃ pañadaśāny ājyāni saptadaśo mādhyandinaḥ pavamāna ekaviṃśāni pṛṣṭhāni triṇava ārbhavas trayastriṃśo 'gniṣṭomaḥ pratyavarohīṇy ukthāni triṇavaṃ prathamam athaikaviṃśam atha saptadaśam ekaviṃśaḥ ṣoḍaśī pañcadaśī rātris trivṛt sandhiḥ
Dessen Bahiṣpavamānaṃ ist caturviṃśa, die Ājya-Stotras sind pañcadaśa, das Mādhyandina-Pavamāna ist saptadaśa, die Pṛṣṭha-Stotras sind ekaviṃśa, das Ārbhava ist triṇava, der Agniṣṭoma ist trayastriṃśa; die Ukthas sind absteigend: das erste triṇava, dann ekaviṃśa, dann saptadaśa; der Ṣoḍaśin ist ekaviṃśa [?]; die Nacht ist pañcadaśa, der Sandhi ist trivṛt.
aṅgirasaḥ svargaṃ lokam āyaṃs teṣāṃ haviṣmāṃś ca haviṣkṛc cāṅgirasāv ahīyetā tāv āgacchetāṃ yato 'ṅgirasaḥ svargaṃ lokam āyaṃs tāv atapyetāṃ tāv ete sāmanī apaśyatāṃ tābhyāṃ dvirātram atanvātāṃ tena svargaṃ lokam aitām
Die Aṅgiras gingen in die Himmelswelt; von ihnen blieben zwei Aṅgiras, Haviṣmat und Haviṣkṛt, zurück; die beiden kamen [dorthin], von wo die Aṅgiras in die Himmelswelt gegangen waren; sie erhitzten sich [in Askese]; die beiden erschauten diese beiden Sāmans; mit ihnen breiteten sie einen Dvirātra aus; dadurch gingen sie in die Himmelswelt.
yaḥ pauṇyo hīna iva syāt sa etena yajetāpnoti pūrveṣāṃ prahām āpnutāṃ hi tāv aṅgirasaḥ
Wer als Verdienter (pauṇya) gleichsam zurückgeblieben sein sollte, der soll damit opfern; er erlangt den Vorsprung der Früheren; denn diese beiden Aṅgiras erlangten [ihn] [?].
prajākāmo yajeta dvitīyaṃ hy etad yat prajāḥ
Wer Nachkommen wünscht, soll opfern; denn dies ist ein Zweites, nämlich die Nachkommen [?].
svargakāmo yajeta dvitīyād dhi lokāt paro loko 'bhiprakramyo durādho dvirātra ity āhur yad agniṣṭomaḥ pūrvam ahar bhavaty ukthyam antaryanti yady ukthyo 'gniṣṭomam
Wer den Himmel wünscht, soll opfern; von der zweiten Welt aus ist die höhere Welt zu erreichen [?]; schwer zu erlangen, sagt man, ist der Dvirātra; [Einwand:] Dass der Agniṣṭoma der erste Tag ist, [dabei] schieben sie einen Ukthya dazwischen; wenn der Ukthya [erster Tag ist, schieben sie] einen Agniṣṭoma [dazwischen] [?].
yaj jyotir ukthyaḥ pūrvam ahar bhavati nāgniṣṭomam antaryanti nokthāni
[Erwiderung:] Wenn der Jyotis-Ukthya der erste Tag ist, schieben sie keinen Agniṣṭoma dazwischen, keine Ukthas [?].
tad āhur eṣā vāva yajñasya mātrā yad agniṣṭomo yad agniṣṭomaḥ pūrvam ahar bhavati yajñasya mātrāṃ nātikrāmaty athottarasyāhna ukthebhyo 'dhi rātrim upayanti tenokthāny anantaritāni
Dazu sagt man: Dies ist wahrlich das Maß des Opfers, dass es der Agniṣṭoma ist; dass der Agniṣṭoma der erste Tag ist, überschreitet er das Maß des Opfers nicht; dann gehen sie am folgenden Tag nach den Ukthas zur Nacht hin; dadurch sind die Ukthas ununterbrochen [?].
caturviṃśaṃ bahiṣpavamānaṃ bhavaty uttarasyāhnaś caturviṃśaty akṣarā gāyatrī prajananaṃ gāyatrī prajātyai
Das Bahiṣpavamānaṃ des folgenden Tages ist caturviṃśa; die Gāyatrī hat vierundzwanzig Silben; die Gāyatrī ist Zeugung, [dies dient] der Fortpflanzung.
ubhaye stomā yugmantaś cāyujaś ca tan mithunaṃ tasmān mithunāt prajāyate
Beide Arten von Stomas [treten auf], die geraden und die ungeraden; das ist ein Paar; von diesem Paar her pflanzt er sich fort.
sarvastomo 'tirātro bhavati sarvasyāptyai sarvasya jityai sarvam evaitenāpnoti sarvaṃ jayati
Die Nacht ist Sarvastoma; zur Erlangung von allem, zum Sieg über alles; alles erlangt er damit, alles gewinnt er.