Atirātra mit Jyotiṣṭoma-Agniṣṭoma für den, der Gedeihen (ṛddhi) wünscht: Stoma-Schema trivṛt/pañcadaśa/saptadaśa/ekaviṃśa, pañcadaśa-Nacht, trivṛt-Sandhi. Deutung als Vordringen (abhikrama), Tag-und-Nacht-Bezug, Āśvina-Śastra bei Morgenröte. Die Stelle über die euterhafte Virāj (stanavatī) ist wörtlich übersetzt.
Das Bahiṣpavamānaṃ ist trivṛt, die Ājya-Stotras sind pañcadaśa, das Mādhyandina-Pavamāna ist pañcadaśa, die Pṛṣṭha-Stotras sind saptadaśa, das Ārbhava ist saptadaśa, der Agniṣṭoma ist ekaviṃśa, [dazu kommt ein Teil] mit Ukthas; die Nacht ist pañcadaśa, der Sandhi (die Verbindung [von Nacht und Tag]) ist trivṛt.
jyotiṣṭomenātirātreṇarddhikāmo yajetābhikramo vā eṣa stomānām abhikrāntyā abhikrāntena hi yajñasyardhnoti
Mit dem Jyotiṣṭoma-Atirātra soll opfern, wer Gedeihen (ṛddhi) wünscht. Dies ist ein Vordringen (abhikrama) der Stomas; denn durch das Vordringen gedeiht man im Opfer [?].
Dies ist der Agniṣṭoma, dies der Ukthya, dies der Atirātra; mit dem Agniṣṭoma eroberten die Götter diese Welt, mit den Ukthyas den Luftraum, mit der Nacht jene Welt; mit Tag und Nacht traten sie [den Gegnern] entgegen [?].
Die einen [Morgenröten] leuchten abgewandt auf, die anderen zugewandt; diese hier leuchtet ja zugewandt auf, die beim Āśvina[-Śastra] aufleuchtet; zugewandte Morgenröten lässt er ihm aufleuchten.
dve saṃstutānāṃ virājam atiricyete eṣā vai stanavatī virāṭ yaṃ kāmaṃ kāmayate tam etāṃ dugdhe
Zwei [Stotras] ragen unter den Zusammen-Gepriesenen (saṃstuta) über die Virāj hinaus; diese ist die euterbegabte Virāj: Welchen Wunsch einer wünscht, den melkt er aus ihr.
trivṛtā praiti trivṛtodeti prāṇo vai trivṛt prāṇenaiva praiti prāṇam abhyudeti
Mit dem trivṛt geht er hin, mit dem trivṛt geht er hinauf/heraus; der trivṛt ist der Lebensatem; mit dem Lebensatem geht er hin, zum Lebensatem geht er hinauf [?].