naimiṣyā vai sattram āsata
Die Naimiṣa-Leute hielten eine Opfersitzung ab.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 10
naimiṣyā vai sattram āsata
Die Naimiṣa-Leute hielten eine Opfersitzung ab.
ta utthāya saptavim̐śatiṃ kurupañcāleṣu vatsatarān avanvata
Sie standen auf und gewannen bei den Kuru-Pañcālas siebenundzwanzig Kälber.
tān vako dālbhir abravīt
Zu ihnen sprach Baka Dālbhya:
yūyam evaitān vibhajadhvam
„Teilt ihr diese unter euch auf.
imam ahaṃ dhṛtarāṣṭraṃ vaicitravīryaṃ gamiṣyāmi
Ich aber werde zu diesem Dhṛtarāṣṭra Vaicitravīrya gehen.
sa mahyaṃ gṛhān kariṣyatīti
Er wird mir Häuser bereiten.“
tam āgacchat
Er ging zu ihm.
tan nāsūrkṣat
Dies beachtete er (Dhṛtarāṣṭra) nicht.
taṃ prākālayata
Er trieb ihn fort.
etā gā brahmabandha iti
„Diese Kühe (gehören dir), du bloßer Brahmanen-Verwandter“ –
abravīt
sagte er.
paśupatir gā hanti
Der Herr der Tiere erschlägt Kühe. [?]
tāḥ paraḥ pacamānaś careti
„Zieh du umher und koche sie vollends“ (?) – [?]
tāsāṃ devasūr me rājānnaṃ prāsuṣod iti
„Von ihnen hat der Götter-Erzeuger (?) mir des Königs Speise hervorgebracht“ – [Anm.: Text dunkel] [?]
sakthāny utkartam apacata
Er kochte die herausgeschnittenen Schenkel.
tasmin pacamāne vyadasyat
Während er kochte, verschwand (der Reichtum/das Vieh).
so 'gnaye rudravate 'ṣṭākapālaṃ niravapat kṛṣṇānāṃ vrīhīṇām
Er brachte Agni Rudravat einen Kuchen auf acht Scherben dar, aus schwarzem Reis.
tasya yat kiṃca dhṛtarāṣṭrasyāsīt tat sarvam avakīrṇaṃ vidrāṇam abhi vyaucchat
Alles, was Dhṛtarāṣṭra gehörte, zerstreut und zerlaufen, ging ihm zugrunde. [?]
tā vipraśnikā avindan
Diese (Leute) fanden Fragesteller (Deuter). [?]
brāhmaṇo vai tvāyam abhicarati
„Ein Brāhmaṇa übt gegen dich Schadenzauber aus.
tasminnāthasveti
Wende dich bittend an ihn.“
tam upāśikṣat
Er trat an ihn heran, um zu lernen (ihn zu besänftigen).
tasmai bahv adadāt
Er gab ihm viel.
so 'gnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ niravapac chuklānāṃ vrīhīṇām
Er brachte Agni Surabhimat einen Kuchen auf acht Scherben dar, aus weißem Reis.
tato vai tad vyadasyat
Danach wich jenes (Unheil) von ihm.
agnaye rudravate 'ṣṭākapālaṃ nirvapet kṛṣṇānāṃ vrīhīṇām abhicaran
Für Agni Rudravat soll man einen Kuchen auf acht Scherben aus schwarzem Reis darbringen, wenn man Schadenzauber ausübt.
agnir vai rudras
Agni ist nämlich Rudra.
rudrāyaivainam apidadhāti
Dem Rudra liefert er ihn (den Feind) aus (wörtlich: deckt ihn zu). [?]
kṛṣṇānāṃ vrīhīṇāṃ bhavati
Es ist aus schwarzem Reis.
kṛṣṇam iva vai tamas
Schwarz, wie Finsternis, ist nämlich das Dunkel.
tamo mṛtyus
Dunkel ist der Tod.
mṛtyunaivainaṃ grahayati
Durch den Tod lässt er ihn ergreifen.
agnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yarhy ayaṃ devaḥ prajā abhimanyeta yadā kāmayeta vidasyed iti
Für Agni Surabhimat soll man einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, wenn dieser Gott (Rudra) den Geschöpfen zürnt, oder wenn man wünscht: „Es möge Ruhe (Entspannung) eintreten.“ [?]
eṣā vā agner bhiṣajyā tanūr yā surabhimatī
Dies ist nämlich Agnis heilende Gestalt, die Surabhimatī.
tām eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben sie geht er mit ihrem Anteil an.
tayainā bhiṣajyati
Durch sie heilt er diese (Geschöpfe).
agnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yam apramītaṃ pramītam̐ śṛṇuyuḥ
Für Agni Surabhimat soll einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, von dem man hörte, er sei tot, obwohl er nicht gestorben ist. [?]
pūtir vā eṣa śrūyate yaḥ pramītaś śrūyate
Als Verwesender gilt nämlich der, von dem es heißt, er sei gestorben.
yaivāgnes surabhimatī tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati
Die Surabhimatī-Gestalt Agnis, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.
tayainam̐ surabhiṃ karoti
Durch sie macht er ihn wohlriechend.
agnaye surabhimate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yam ajaghnivām̐sam abhiśam̐seyus
Für Agni Surabhimat soll einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, den man verflucht (bezichtigt), obwohl er nicht getötet hat.
śamalagṛhīto vā eṣa yam ajaghnivām̐sam abhiśam̐santi
Von Unreinheit ergriffen ist nämlich der, den man verflucht, obwohl er nicht getötet hat.
yaivāgnes surabhimatī tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati
Die Surabhimatī-Gestalt Agnis, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.
tayainaṃ punāti
Durch sie läutert er ihn.
agnaye 'nnādāyāṣṭākapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayetānnādas syām iti
Für Agni, den Speisenesser, soll einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, wer wünscht: „Ich möchte Speisenesser sein.“
agnir vai devānām annādas
Agni ist nämlich der Speisenesser unter den Göttern.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam annādaṃ karoti
Er macht ihn zum Speisenesser.
agnaye 'nnavate 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayetānnavān syām iti
Für Agni, den Speisenreichen, soll einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, wer wünscht: „Ich möchte Speise besitzen.“
agnir vai devānāṃ annavān
Agni ist nämlich unter den Göttern der Speisenreiche.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam annavantaṃ karoti
Er macht ihn speisenreich.
agnaye 'nnapataye 'ṣṭākapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayetānnapatis syām iti
Für Agni, den Herrn der Speise, soll einen Kuchen auf acht Scherben darbringen, wer wünscht: „Ich möchte Herr der Speise sein.“
agnir vai devānām annapatis
Agni ist nämlich unter den Göttern der Herr der Speise.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam annapatiṃ karoti
Er macht ihn zum Herrn der Speise.
saṃvatsaraṃ parinirvapet
Ein Jahr lang soll er sie rings (der Reihe nach) darbringen.
saṃvatsaro vā annādyasya pradātā
Das Jahr ist nämlich der Geber der Speise.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam annādam annavantam annapatiṃ karoti
Er macht ihn zum Speisenesser, Speisenreichen, Herrn der Speise.
agnaye vasumate 'ṣṭākapālaṃ nirvapet sarvebhyaḥ kāmebhyo brāhmaṇas
Für Agni Vasumat soll ein Brāhmaṇa einen Kuchen auf acht Scherben darbringen für alle Wünsche.
yad vai kiṃca vindate tad vasu
Was man irgend findet, das ist Gut (vasu).
agnir devānāṃ vasumān
Agni ist unter den Göttern der Gutbesitzer (Vasumat).
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
so 'smai sarvān kāmān prayacchati ‖
Er gewährt ihm alle Wünsche.