Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 10

Anuvāka 9 Indra-Spenden als Sutrāman, Aṃhomuc, Anvṛju, Prababhra, Vimṛdha für Rettung, Befreiung, Sieg und Schutz.

indrāya sutrāmṇa ekādaśakapālaṃ nirvaped aparuddho vāparurutsyamāno vā

Für Indra Sutrāman soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer ausgeschlossen ist oder ausgeschlossen zu werden droht.

indro vai trātendro 'paroddhā

Indra ist nämlich der Retter, Indra der Ausschließer (der gegen den Ausschluss Wirkende). [?]

tam eva bhāgadheyenopadhāvati

Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.

indrāyām̐homuca ekādaśakapālaṃ nirvaped āmayāvī

Für Indra Aṃhomuc (den Bedrängnis-Löser) soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer krank ist.

am̐hasā vā eṣa gṛhīto ya āmayāvī

Von Bedrängnis (aṃhas) ergriffen ist nämlich der Kranke.

eṣendrasya bhiṣajyā tanūr yām̐homuk

Dies ist Indras heilende Gestalt, die Aṃhomuc.

indro 'm̐haso moktā

Indra ist der Löser von der Bedrängnis.

tam eva bhāgadheyenopadhāvati

Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.

sa enam am̐haso muñcati

Er befreit ihn von der Bedrängnis.

indrāyām̐homuca ekādaśakapālaṃ nirvaped ya ātmanā vā gṛhair vām̐hūraṇam aveyāt

Für Indra Aṃhomuc soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer in eigener Person oder durch seine Hausleute in Bedrängnis (aṃhūraṇa, Verlegenheit) geriete. [?]

am̐hasā vā eṣa gṛhīto ya ātmanā vā gṛhair vām̐hūraṇam avaiti

Von Bedrängnis ergriffen ist nämlich der, der selbst oder durch seine Hausleute in Bedrängnis gerät.

indro 'ṃhaso moktā

Indra ist der Löser von der Bedrängnis.

tam eva bhāgadheyenopadhāvati

Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.

sa enam am̐haso muñcati

Er befreit ihn von der Bedrängnis.

indrāyārkavate 'śvamedhavata ekādaśakapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayeta mahāyajño mopanamed iti

Für Indra Arkavat und Aśvamedhavat soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer wünscht: „Das große Opfer möge zu mir kommen.“

iyaṃ vā arko 'sā arkāsā aśvamedha aindro yajñas

Diese (Erde) ist Arka, jene (Himmelsflamme) Arkāsā; der Aśvamedha ist das Opfer Indras. [?]

antam etasya yajño gacchati yaṃ yajñakāmaṃ yajño nopanamati

An ein Ende geht das Opfer dessen, zu dem das Opfer nicht kommt, obwohl er das Opfer wünscht. [?]

ete indrasyāntye tanvau ye arkavatī

Dies sind Indras zwei äußerste Gestalten, die beiden Arkavatī (Arkavat- und Aśvamedhavat-Spende). [?]

ye evendrasyāntye tanvau tābhyām eva yajñam ālabhate

Durch eben diese beiden äußersten Gestalten Indras ergreift er das Opfer.

indrāyānvṛjava ekādaśakapālaṃ nirvapet sajātakāmas

Für Indra Anvṛju (den Geradlenker) soll man einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wenn man Stammesgenossen wünscht. [?]

indriyaṃ vai jyaiṣṭhyam

Sinneskraft ist nämlich Vorrang (Erstgeburtsrecht).

indriyeṇaiva sajātān anvṛjūn kurute

Durch Sinneskraft macht er seine Stammesgenossen gerade (gefügig). [?]

indrāya prababhrāyaikādaśakapālaṃ nirvaped bhrātṛvyavān

Für Indra Prababhra soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer Neider hat.

vajro vai prababhraḥ

Der Donnerkeil ist nämlich Prababhra (der Vorwärtsgetragene). [?]

prababhreṇa vā indro 'surebhyo vajraṃ prāharat

Mit Prababhra schleuderte Indra den Donnerkeil gegen die Asuras.

vajram eva bhrātṛvyāya praharati

Den Donnerkeil schleudert er gegen den Neider.

āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped indrāya vimṛdhāyaikādaśakapālam̐ saṃgrāme

Einen Kuchen auf acht Scherben für Agni und einen Kuchen auf elf Scherben für Indra Vimṛdha (den Feindvertreiber) soll man darbringen im Kampf.

indraṃ vai vṛtraṃ jaghnivām̐saṃ mṛdho 'sacanta

An Indra hefteten sich, als er Vṛtra erschlagen hatte, die Feinde (mṛdh).

sa etaṃ vaimṛdham apaśyat

Er sah diese Vimṛdha-Spende.

tena tā mṛdho 'pāhata

Damit schlug er jene Feinde weg.

vṛtram eṣa jighām̐sati yas saṃgrāmaṃ jigīṣati

Vṛtra will der erschlagen, der die Schlacht zu gewinnen wünscht.

yaivendrasya vimṛdhā tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati

Indras Vimṛdha-Gestalt, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.

tayā mṛdho 'pahate

Durch sie schlägt er die Feinde weg.

āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped indrāya vimṛdhāyaikādaśakapālaṃ yam̐ sarvato bhayam āgacchet

Einen Kuchen auf acht Scherben für Agni und einen auf elf Scherben für Indra Vimṛdha soll darbringen, zu dem von allen Seiten Furcht kommt.

indraṃ vai vṛtraṃ jaghnivām̐saṃ tam̐ samantaṃ mṛdhas saṃprākampanta

Als Indra Vṛtra erschlagen hatte, zitterten die Feinde ringsum vor ihm. [?]

sa etaṃ vaimṛdham apaśyat

Er sah diese Vimṛdha-Spende.

tena tā mṛdho 'pāhata

Damit schlug er jene Feinde weg.

samantam etaṃ mṛdhas saṃprakampante yam̐ sarvato bhayam āgacchati

Ringsum zittern die Feinde vor dem, zu dem von allen Seiten Furcht kommt.

yaivendrasya vimṛdhā tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati

Indras Vimṛdha-Gestalt, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.

tayā mṛdho 'pahata ātmano 'dhi ‖

Durch sie schlägt er die Feinde von sich weg.