indrāya sutrāmṇa ekādaśakapālaṃ nirvaped aparuddho vāparurutsyamāno vā
Für Indra Sutrāman soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer ausgeschlossen ist oder ausgeschlossen zu werden droht.
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 10
indrāya sutrāmṇa ekādaśakapālaṃ nirvaped aparuddho vāparurutsyamāno vā
Für Indra Sutrāman soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer ausgeschlossen ist oder ausgeschlossen zu werden droht.
indro vai trātendro 'paroddhā
Indra ist nämlich der Retter, Indra der Ausschließer (der gegen den Ausschluss Wirkende). [?]
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enaṃ trāyate
Er rettet ihn.
indrāyām̐homuca ekādaśakapālaṃ nirvaped āmayāvī
Für Indra Aṃhomuc (den Bedrängnis-Löser) soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer krank ist.
am̐hasā vā eṣa gṛhīto ya āmayāvī
Von Bedrängnis (aṃhas) ergriffen ist nämlich der Kranke.
eṣendrasya bhiṣajyā tanūr yām̐homuk
Dies ist Indras heilende Gestalt, die Aṃhomuc.
indro 'm̐haso moktā
Indra ist der Löser von der Bedrängnis.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam am̐haso muñcati
Er befreit ihn von der Bedrängnis.
indrāyām̐homuca ekādaśakapālaṃ nirvaped ya ātmanā vā gṛhair vām̐hūraṇam aveyāt
Für Indra Aṃhomuc soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer in eigener Person oder durch seine Hausleute in Bedrängnis (aṃhūraṇa, Verlegenheit) geriete. [?]
am̐hasā vā eṣa gṛhīto ya ātmanā vā gṛhair vām̐hūraṇam avaiti
Von Bedrängnis ergriffen ist nämlich der, der selbst oder durch seine Hausleute in Bedrängnis gerät.
indro 'ṃhaso moktā
Indra ist der Löser von der Bedrängnis.
tam eva bhāgadheyenopadhāvati
Eben ihn geht er mit seinem Anteil an.
sa enam am̐haso muñcati
Er befreit ihn von der Bedrängnis.
indrāyārkavate 'śvamedhavata ekādaśakapālaṃ nirvaped yaḥ kāmayeta mahāyajño mopanamed iti
Für Indra Arkavat und Aśvamedhavat soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer wünscht: „Das große Opfer möge zu mir kommen.“
iyaṃ vā arko 'sā arkāsā aśvamedha aindro yajñas
Diese (Erde) ist Arka, jene (Himmelsflamme) Arkāsā; der Aśvamedha ist das Opfer Indras. [?]
antam etasya yajño gacchati yaṃ yajñakāmaṃ yajño nopanamati
An ein Ende geht das Opfer dessen, zu dem das Opfer nicht kommt, obwohl er das Opfer wünscht. [?]
ete indrasyāntye tanvau ye arkavatī
Dies sind Indras zwei äußerste Gestalten, die beiden Arkavatī (Arkavat- und Aśvamedhavat-Spende). [?]
ye evendrasyāntye tanvau tābhyām eva yajñam ālabhate
Durch eben diese beiden äußersten Gestalten Indras ergreift er das Opfer.
upainaṃ yajño namati
Das Opfer neigt sich zu ihm.
indrāyānvṛjava ekādaśakapālaṃ nirvapet sajātakāmas
Für Indra Anvṛju (den Geradlenker) soll man einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wenn man Stammesgenossen wünscht. [?]
indriyaṃ vai jyaiṣṭhyam
Sinneskraft ist nämlich Vorrang (Erstgeburtsrecht).
indriyeṇaiva sajātān anvṛjūn kurute
Durch Sinneskraft macht er seine Stammesgenossen gerade (gefügig). [?]
indrāya prababhrāyaikādaśakapālaṃ nirvaped bhrātṛvyavān
Für Indra Prababhra soll einen Kuchen auf elf Scherben darbringen, wer Neider hat.
vajro vai prababhraḥ
Der Donnerkeil ist nämlich Prababhra (der Vorwärtsgetragene). [?]
prababhreṇa vā indro 'surebhyo vajraṃ prāharat
Mit Prababhra schleuderte Indra den Donnerkeil gegen die Asuras.
vajram eva bhrātṛvyāya praharati
Den Donnerkeil schleudert er gegen den Neider.
stṛṇuta enam
Er streckt ihn nieder. [?]
āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped indrāya vimṛdhāyaikādaśakapālam̐ saṃgrāme
Einen Kuchen auf acht Scherben für Agni und einen Kuchen auf elf Scherben für Indra Vimṛdha (den Feindvertreiber) soll man darbringen im Kampf.
ṛddhyā evāgneyas
Der für Agni ist nur zum Gelingen.
indraṃ vai vṛtraṃ jaghnivām̐saṃ mṛdho 'sacanta
An Indra hefteten sich, als er Vṛtra erschlagen hatte, die Feinde (mṛdh).
sa etaṃ vaimṛdham apaśyat
Er sah diese Vimṛdha-Spende.
tena tā mṛdho 'pāhata
Damit schlug er jene Feinde weg.
vṛtram eṣa jighām̐sati yas saṃgrāmaṃ jigīṣati
Vṛtra will der erschlagen, der die Schlacht zu gewinnen wünscht.
yaivendrasya vimṛdhā tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati
Indras Vimṛdha-Gestalt, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.
tayā mṛdho 'pahate
Durch sie schlägt er die Feinde weg.
hanti vṛtram
Er erschlägt Vṛtra (den Widersacher).
jayati saṃgrāmam
Er gewinnt die Schlacht.
āgneyam aṣṭākapālaṃ nirvaped indrāya vimṛdhāyaikādaśakapālaṃ yam̐ sarvato bhayam āgacchet
Einen Kuchen auf acht Scherben für Agni und einen auf elf Scherben für Indra Vimṛdha soll darbringen, zu dem von allen Seiten Furcht kommt.
ṛddhyā evāgneyas
Der für Agni ist nur zum Gelingen.
indraṃ vai vṛtraṃ jaghnivām̐saṃ tam̐ samantaṃ mṛdhas saṃprākampanta
Als Indra Vṛtra erschlagen hatte, zitterten die Feinde ringsum vor ihm. [?]
sa etaṃ vaimṛdham apaśyat
Er sah diese Vimṛdha-Spende.
tena tā mṛdho 'pāhata
Damit schlug er jene Feinde weg.
samantam etaṃ mṛdhas saṃprakampante yam̐ sarvato bhayam āgacchati
Ringsum zittern die Feinde vor dem, zu dem von allen Seiten Furcht kommt.
yaivendrasya vimṛdhā tanūs tām eva bhāgadheyenopadhāvati
Indras Vimṛdha-Gestalt, eben sie geht er mit ihrem Anteil an.
tayā mṛdho 'pahata ātmano 'dhi ‖
Durch sie schlägt er die Feinde von sich weg.