Quellen der Menschheit

Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 11

Anuvāka 12 Verse an die Götter, Agni, Soma-Rudra, Soma-Pūṣan und die Ādityas (Bitte um Schutz und Freiheit von Übeln).

makṣū devavato rathaś śūro vā pṛtsu kāsu cit |

Schnell [erreicht] der Wagen des Götterergebenen [das Ziel], oder [wie] ein Held in irgendwelchen Kämpfen;

devānāṃ ya in mano yajamāna iyakṣati

wer als Opferherr nur auf den Sinn der Götter hin zu opfern trachtet,

abhīd ayajvano bhuvat ‖

der übertrifft den, der nicht opfert.

nakiṣ ṭaṃ karmaṇā naśan na prayoṣan na yoṣati |

Keiner erreicht ihn durch Werk, keiner trennt ihn [von seinem Gut], noch wird er getrennt;

devānāṃ ya in mano yajamāna iyakṣati

wer als Opferherr nur auf den Sinn der Götter hin zu opfern trachtet,

abhīd ayajvano bhuvat ‖

der übertrifft den, der nicht opfert.

na yajamāna riṣyasi na sunvāna na devayo |

Du wirst nicht zu Schaden kommen, Opferherr, nicht der Somapresser, nicht der Götterverehrer;

devānāṃ ya in mano yajamāna iyakṣati

wer als Opferherr nur auf den Sinn der Götter hin zu opfern trachtet,

abhīd ayajvano bhuvat ‖

der übertrifft den, der nicht opfert.

asad atra suvīryam uta tyad āśvaśvyam |

Hier soll Heldenkraft sein und jener Reichtum an Rossen;

devānāṃ ya in mano yajamāna iyakṣati

wer als Opferherr nur auf den Sinn der Götter hin zu opfern trachtet,

abhīd ayajvano bhuvat ‖

der übertrifft den, der nicht opfert.

agniṃ vaḥ pūrvyaṃ girā devam īḍe vasūnām |

Agni, den ersten unter euch, den Gott der Güter, preise ich mit dem Lied,

saparyantaḥ purupriyaṃ mitraṃ na kṣetrasādhasam ‖

ihn, den vielgeliebten, verehrend, wie einen Freund (Mitra), der das Feld bereitet.

upakṣaranti sindhavo mayobhuva ījānaṃ ca yakṣyamāṇaṃ ca dhenavaḥ |

Die wohltuenden Ströme fließen herzu, und die Milchkühe [zu dem], der geopfert hat, und zu dem, der opfern wird,

pṛṇantaṃ ca papuriṃ ca śravasyavo ghṛtasya dhārā upayanti viśvataḥ ‖

zu dem Spendenden und dem Sättigenden; ruhmsuchend strömen die Ströme der Schmelzbutter von allen Seiten heran.

somārudrā vivṛhataṃ viṣūcīm amīvā yā no gayam āviveśa |

Soma und Rudra, reißt die auseinanderstrebende Krankheit aus, die in unser Hauswesen eingedrungen ist;

āre bādhethāṃ nirṛtiṃ parācair asme bhadrā sauśravasāni santu ‖

fern haltet die Nirṛti [Verderben] mit Abwehr ab; uns sollen glückliche Ruhmesgaben zuteilwerden.

somārudrā yuvam etāny asme viśvā tanūṣu bheṣajāni dhattam |

Soma und Rudra, ihr beide legt für uns all diese Heilmittel in unsere Leiber;

avasyataṃ muñcataṃ yan no asti tanūṣu baddhaṃ kṛtam eno asmat ‖

löst und befreit, was uns in den Leibern gebunden ist, die begangene Schuld von uns.

somārudrā dhārayethām asuryaṃ pra vām iṣṭayo 'ram aśnuvantu |

Soma und Rudra, ihr sollt die Herrschermacht (asurya) tragen; euch beide sollen die Opferwünsche reichlich erreichen;

damedame sapta ratnā dadhānā śaṃ no bhūtaṃ dvipade śaṃ catuṣpade ‖

in jedem Haus sieben Kleinode setzend, seid Heil für unsere Zweifüßler, Heil für die Vierfüßler.

somāpūṣaṇemau devau mahi vo mahatām avaḥ |

Soma und Pūṣan, diese beiden Götter: groß ist euer Beistand, der der Großen;

varuṇa mitrāryamann avām̐sy āvṛṇīmahe ‖

Varuṇa, Mitra, Aryaman, [euren] Beistand erbitten wir uns.

dhārayanta ādityāso jagat sthā devā viśvasya bhuvanasya gopāḥ |

Die Ādityas hielten das Bewegte und das Feststehende, die Götter, die Hüter der ganzen Welt,

dīrghādhiyo rakṣamāṇā asuryam ṛtāvānaś cayamānā ṛṇāni ‖

die weit Vorausdenkenden, die Herrschermacht wahrend, den Ṛta-Gesetzen folgend, die Schulden einsammelnd [?].

tisro bhūmīr dhārayan trīm̐r uta dyūn trīṇi vratā vidathe antar eṣām |

Drei Erden hielten sie und drei Himmel, drei Gebote in der Versammlung (vidatha) unter ihnen;

ṛtenādityā mahi vo mahitvaṃ tad aryaman varuṇa mitra cāru ‖

durch das Ṛta, ihr Ādityas, ist groß eure Größe – dies ist lieblich, Aryaman, Varuṇa, Mitra.

imā gira ādityebhyo ghṛtasnūs sanād rājabhyo juhvā juhomi |

Diese Lieder, die von Schmelzbutter triefen, opfere ich mit dem Löffel (juhū) den Ādityas, den uralten Königen.

śṛṇotu mitro aryamā bhago me tuvijāto varuṇo dakṣo am̐śaḥ ‖

Es höre mich Mitra, Aryaman, Bhaga, der vielgeborene Varuṇa, Dakṣa, Aṃśa.

ādityāso aditayas syāma pūr devatrā vasavo martyatrā |

Möchten wir Ādityas sein, zu Aditi gehörig, eine Burg unter den Göttern, ihr Vasus, [ein Schutz] unter den Sterblichen;

sanema mitrāvaruṇā sananto bhavema dyāvāpṛthivī bhavantaḥ ‖

möchten wir gewinnen, Mitra und Varuṇa, gewinnend; möchten wir werden, Himmel und Erde, werdend [?].

imaṃ me varuṇa

„Diesen meinen [Ruf], Varuṇa“ [Anmerkung: Anfang des Verses, nur Stichwort]

astabhnād dyām asuraḥ ‖

Der Asura [Herr] hat den Himmel gestützt.