agnāviṣṇū
Agni und Viṣṇu [Anm.: Anfangswörter eines Verses, nur Stichwort].
Kāṭhaka-Saṃhitā · Sthānaka 11
agnāviṣṇū
Agni und Viṣṇu [Anm.: Anfangswörter eines Verses, nur Stichwort].
agnāviṣṇū
Agni und Viṣṇu.
pāvakā nas
„Reinigend für uns“ [Stichwort].
ā no divas
„Vom Himmel zu uns“ [Stichwort].
bṛhaspate juṣasva naḥ ‖
Bṛhaspati, sei uns gewogen!
bṛhaspatiḥ prathamaṃ jāyāmāno maho jyotiṣaḥ parame vyoman |
Bṛhaspati, als er zuerst geboren wurde, aus großem Licht im höchsten Himmelsraum,
saptāsyas tuvijāto raveṇa vi saptaraśmir adhamat tamām̐si ‖
siebenmündig, vielgeboren, blies mit Gebrüll, siebenstrahlig, die Finsternisse auseinander.
agna āyūm̐ṣi pavase ‖
Agni, du läuterst die Lebenszeiten [Stichwort].
āyurdā deva jarasaṃ vṛṇāno ghṛtaṃ vasāno ghṛtapṛṣṭho agne |
Lebensspender, Gott, hohes Alter wählend, Schmelzbutter als Gewand tragend, mit butterbestrichenem Rücken, Agni,
ghṛtaṃ pibann amṛtaṃ cāru gavyaṃ piteva putraṃ jarase nayemam ‖
trinkend die Schmelzbutter, das unsterbliche, liebliche Rindererzeugnis, führe diesen hier wie ein Vater den Sohn zum Alter.
gayasphānaḥ ‖
Hauswesen mehrend [Stichwort].
yā te dhāmāni haviṣā yajanti tā te viśvā paribhūr astu yajñam |
Deine Stätten, denen man mit Opferspeise opfert – all diese sollen dir gehören; umfasse das Opfer!
gayasphānaḥ prataraṇas suvīro 'vīrahā pracarā soma duryān ‖
Hauswesen mehrend, hinüberführend, mit guten Helden, kein Heldentöter, durchzieh, Soma, die Häuser.
sutrāmāṇam
„Den guten Beschützer“ [Stichwort].
mahīm ū ṣu
„Die Große“ [Stichwort].
imaṃ me varuṇa
„Diesen meinen [Ruf], Varuṇa“ [Stichwort].
tat tvā yāmi
„Dies erbitte ich von dir“ [Stichwort].
vaiśvānaro na ūtaye
„Vaiśvānara [komme] uns zur Hilfe“ [Stichwort].
pṛṣṭo divi ‖
„Befragt im Himmel“ [Stichwort].
ramayatā marutaś śyenam āyinaṃ manojavasaṃ vṛṣaṇam̐ suvṛktim |
Lasst ruhen, ihr Maruts, den heranfliegenden Falken, gedankenschnell, den Bullen, den wohl Gepriesenen,
yena śardho 'vasṛṣṭam ugram eti tam aśvinā paridhattam̐ svasti ‖
mit dem das entsandte gewaltige Heer [der Maruts?] kommt; den umgebt, Aśvins, mit Wohlergehen.
abhikranda stanaya garbham ādhā udanvatā paridīyā rathena |
Brülle heran, donnere, lege den Keim ein; fahr umher mit dem wasserreichen Wagen.
dṛtim̐ su karṣa viṣitaṃ nyañcam̐ samā bhavantūdvato nipādāḥ ‖
Zieh den Schlauch [der Wolke] gut, den gelösten, nach unten; eben sollen die Höhen und Tiefen der Wege werden.
ā te suparṇā aminantam̐ evaiḥ kṛṣṇo nonāva vṛṣabho yadīdam |
Zu dir kamen die Schönfedrigen [Wolken], ohne ihre Bahnen zu verletzen; der schwarze Bulle brüllte, als dies [geschah];
śivābhir na smayamānābhir āgāt patanti mihas stanayanty abhrā ‖
er kam mit gleichsam lächelnden, freundlichen [Blitzen]; die Regenfälle stürzen, die Wolken donnern.
kṛṣṇaṃ niyānam̐ harayas suparṇā apo vasānā divam utpatanti |
Die schwarze Bahn [nehmend] fliegen die Falben, die Schönfedrigen, Wasser als Gewand tragend, zum Himmel auf;
ta āvavṛtran sadanād ṛtasyād id ghṛtena pṛthivī vyudyate ‖
sie kehrten vom Sitz des Ṛta zurück; sogleich wird die Erde mit Schmelzbutter [Regen] durchnässt.
vāśreva vidyun mimāti vatsaṃ na mātā siṣakti |
Wie eine brüllende Kuh blökt der Blitz, wie die Mutter folgt sie dem Kalb,
yad eṣāṃ vṛṣṭir asarji ‖
als deren Regen entsandt wurde.
divo no vṛṣṭiṃ maruto rarīdhvaṃ prapinvata vṛṣṇo aśvasya dhārāḥ |
Vom Himmel gebt uns Regen, ihr Maruts; lasst strömen die Ströme des Bullenrosses;
arvāṅ etena stanayitnunehy apo niṣiñcann asuraḥ pitā naḥ ‖
komm hierher mit diesem Donner, die Wasser ausgießend, du Asura [Herr], unser Vater.
pari yo raśminā divo 'ntān mame pṛthivyāḥ |
Der mit dem Strahl die Enden des Himmels und der Erde umher vermessen hat,
ubhe āpaprau rodasī mahitvā ‖
hat beide Welten (rodasī) durch seine Größe erfüllt.
vahiṣṭhebhir viharan yāsi tantum avavyayann asitaṃ deva vasma |
Mit den besten Zugtieren auseinanderfahrend ziehst du, Gott, den Faden, das schwarze Gewand nicht verbergend [?];
davidhvato raśmayas sūryasya carmevāvādhus tamo apsv antaḥ ‖
die zitternden Strahlen der Sonne haben die Finsternis in den Wassern gleichsam wie ein Fell abgestreift [?].
iti śrīyajuṣi kāṭhake carakaśākhāyāmiṭhimikāyāṃ mārutaṃ nāma ekādaśaṃ sthānakaṃ saṃpūrṇam ‖
Schlussvermerk: Im heiligen Yajus der Kāṭhaka-Überlieferung, Caraka-Schule, in der Iṭhimikā [Abschnitt] ist das elfte Sthānaka, das Mārutam genannt, vollendet.